Codicontin Retard Tabletten 60mg 60 Stück

Codicontin Retard Tabletten 60mg 60 Stück

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: dihydrocodeini tartras.

Hilfsstoffe: lactosum, excip. pro compresso obducto.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Codicontin 60 mg: weisse, oblonge Tabletten retard (teilbar) mit einer Bruchrille auf der einen Seite und der Prägung «DHC 60» auf der anderen Seite, enthält 60 mg Dihydrocodeintartrat entsprechend 40 mg Dihydrocodein.

Codicontin 90 mg: weisse, oblonge Tabletten retard (teilbar) mit einer Bruchrille auf der einen Seite und der Prägung «DHC 90» auf der anderen Seite, enthält 90 mg Dihydrocodeintartrat entsprechend 60 mg Dihydrocodein.

Codicontin 120 mg: weisse, oblonge Tabletten retard (teilbar) mit einer Bruchrille auf der einen Seite und der Prägung «DHC 120» auf der anderen Seite, enthält 120 mg Dihydrocodeintartrat entsprechend 80 mg Dihydrocodein.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Mittelstarke prolongierte Schmerzen bzw. bei ungenügender Wirksamkeit nicht-opioider Analgetika.

Dosierung/Anwendung

Art der Anwendung

Codicontin Tabletten retard sind für die orale Anwendung bestimmt und alle 12 Stunden nach einem festen Zeitschema einzunehmen.

Die Tabletten retard können sowohl während als auch zwischen den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.

Sie dürfen an der Bruchrille halbiert, aber weder weiter zerkleinert noch zerbissen oder zerkaut werden.

Dosierung

Die Dosierung ist stufenweise an die Schmerzintensität und an die individuelle Empfindlichkeit des Patienten anzupassen.

Die korrekte Dosierung für einen Patienten ist die, welche genügt, um den Schmerz ohne oder mit lediglich erträglichen unerwünschten Wirkungen zu kontrollieren.

Es gelten folgende allgemeine Dosierungsempfehlungen für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren:

Die übliche Anfangsdosis beträgt 60 mg alle 12 Stunden, wobei sich die Einnahme morgens und abends empfiehlt. Bei unzureichender Schmerzlinderung kann die Dosis auf 90 mg oder 120 mg zweimal täglich erhöht werden.

Die Zeitspanne zwischen zwei Einzelgaben soll 8 Stunden nicht unterschreiten.

Therapiedauer

Codicontin sollte nicht länger als unbedingt notwendig eingenommen werden. Falls in Abhängigkeit von Art und Schwere der Erkrankung eine Langzeitbehandlung erforderlich ist, sollte eine sorgfältige und regelmässige Beobachtung sicherstellen, in welchem Ausmass eine Weiterbehandlung notwendig ist. Falls eine Opioid-Therapie nicht länger angezeigt ist, sollte die Therapie ausschleichend beendet werden (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren

Über die Anwendung von Codicontin 60 mg Tabletten retard bei Kindern liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.

Codicontin 90 mg und 120 mg sind für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht geeignet.

Ältere Patienten

Wie bei jüngeren Erwachsenen ist die Dosierung an die Schmerzintensität und an die individuelle Empfindlichkeit des Patienten anzupassen (siehe Rubrik «Pharmakokinetik»).

Leber- und Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh Score 10‑15) oder stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatininclearance <30 ml/min) sollte die Dosis reduziert und mit besonderer Vorsicht auftitriert werden (siehe Rubrik «Pharmakokinetik»).

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff und/oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung,
  • schwere Atemdepression mit Hypoxie und/oder Hyperkapnie,
  • schwere chronisch obstruktive Lungenerkrankung,
  • schweres Cor pulmonale,
  • schweres Bronchialasthma.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Vorsicht ist geboten bei der Anwendung von Codicontin:

  • bei älteren oder geschwächten Patienten,
  • bei Atemdepression mit Hypoxie und/oder Hyperkapnie, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, Cor pulmonale, Bronchialasthma,
  • bei stark eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion,
  • bei Hypothyreose,
  • bei Kopfverletzungen (wegen des Risikos eines erhöhten Hirndrucks),
  • bei Epilepsie oder Prädisposition zu Krampfanfällen,
  • bei Gallenwegserkrankungen,
  • bei Pankreatitis,
  • bei Addisonscher Krankheit (Nebennierenrindeninsuffizienz),
  • bei Prostatahyperplasie mit Restharnbildung,
  • Obstipation,
  • bei gleichzeitiger Einnahme von Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) (siehe Rubrik «Interaktionen»),
  • in der Stillzeit (siehe Rubrik «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Bei längerfristiger Anwendung kann es zur Entwicklung einer Toleranz gegenüber Codicontin kommen, so dass eine höhere Dosierung zum Erzielen des erwünschten analgetischen Effekts erforderlich sein kann. Die chronische Anwendung von Codicontin kann zu physischer Abhängigkeit führen und bei abrupter Beendigung der Therapie kann ein Entzugssyndrom auftreten. Wenn die Therapie mit Codicontin nicht mehr länger erforderlich ist, ist es ratsam, die Tagesdosis stufenweise zu reduzieren, um das Auftreten von Entzugssymptomen zu vermeiden.

Dihydrocodein besitzt ähnlich wie andere starke Opioide ein Missbrauchs- und Abhängigkeitspotential. Dihydrocodeinhaltige Produkte können daher von Personen mit latenten oder manifesten Suchterkrankungen bewusst missbraucht werden. Eine psychische Abhängigkeit (Arzneimittelsucht) kann sich nach Gabe opioidhaltiger Analgetika wie Codicontin entwickeln. Bei anamnestischem Alkohol-, Drogen- oder Arzneimittelmissbrauch ist Codicontin nur mit besonderer Vorsicht zu verschreiben.

Vor einem parenteralen Missbrauch von Codicontin Tabletten retard wird aufgrund des Risikos schwerer bzw. möglicherweise letaler unerwünschten Wirkungen dringend gewarnt.

Codicontin Tabletten retard können an der Bruchrille in zwei gleich grosse Hälften geteilt werden, sofern die gewünschte Dosierung dies erfordert. Sie dürfen jedoch nicht weiter zerkleinert noch zerbissen oder zerkaut werden, um die Retardierung der Tabletten nicht zu beeinträchtigen. Die Einnahme zerkleinerter, zerkauter oder zerriebener Tabletten retard führt zu einer schnelleren Freisetzung und Resorption von Dihydrocodein und kann zu Überdosierungseffekten und möglicherweise zum Tod führen.

Codicontin Tabletten retard enthalten Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Codicontin Tabletten retard nicht einnehmen.

Interaktionen

Zentral dämpfend wirkende Substanzen wie Benzodiazepine, Barbiturate, Opioide, Alkohol, Neuroleptika (Phenothiazine), trizyklische Antidepressiva, sedierende H1-Antihistaminika, zentralwirkende Antiemetika, Gabapentin, Pregabalin, weitere Narkotika, Sedativa, Hypnotika oder Anxiolytika können das Risiko von Atemdepression, Hypotonie und/oder einem sedierenden Effekt von Codicontin erhöhen und die Aufmerksamkeit beeinträchtigen.

Falls eine kombinierte Therapie in Betracht gezogen wird, sollte eine Reduktion der Dosis einer oder beider Substanzen erwogen und die Patientin bzw. der Patient regelmässig auf Anzeichen von Atemdepression, Sedierung und Hypotonie überwacht werden.

Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol ist zu vermeiden (siehe auch Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Schwere Fälle von Interaktionen auf Zentralnervensystem, Atmungs- und Kreislauffunktion wurden nach gleichzeitiger Einnahme von Pethidin und Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmer) beobachtet. Ein ähnliches Interaktionspotenzial mit Dihydrocodein kann nicht ausgeschlossen werden. Dihydrocodein ist nicht für die gleichzeitige Therapie mit MAO-Hemmern oder innerhalb der 14 Tage nach Unterbruch solcher Therapie vorgesehen (siehe auch Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Die Wirkung von Antitussiva kann bei gleichzeitiger Gabe von Codicontin verstärkt werden.

Aufgrund der hustendämpfenden Wirkung von Dihydrocodein kann es zu einem Sekretstau bei einer gleichzeitigen Gabe von Expektorantien oder Sekretolytika kommen. Hierbei besteht die Gefahr der Infektion oder Auslösung eines Bronchospasmus.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor. Es liegen keine hinreichenden tierexperimentellen Studien zur Auswirkung auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Föten und die postnatale Entwicklung vor. Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Eine längerfristige Einnahme von Codicontin während der Schwangerschaft kann zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen führen.

Codicontin darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig notwendig.

Stillzeit

Da nicht bekannt ist, ob Dihydrocodein mit der Muttermilch ausgeschieden wird, soll Codicontin während der Stillzeit nicht eingenommen werden. Falls eine Behandlung mit Codicontin während der Stillzeit unbedingt erforderlich ist, soll zuvor abgestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Codicontin kann die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Dies ist insbesondere zu Beginn der Therapie, nach Dosisänderung oder Umstellung auf Codicontin sowie beim Zusammenwirken von Dihydrocodein mit Alkohol oder anderen ZNS-dämpfenden Substanzen zu erwarten. Bei einer stabilen Therapie sind Beschränkungen nicht zwangsläufig erforderlich. Deshalb sollten Patienten mit ihrem behandelnden Arzt besprechen, ob sie Auto fahren oder Maschinen bedienen dürfen.

Unerwünschte Wirkungen

Die Häufigkeiten werden wie folgt definiert:«sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (≥1/100, <1/10), «gelegentlich» (≥1/1000, <1/100), «selten» (≥1/10'000, <1/1000), «sehr selten» (<1/10'000).

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Angioödem.

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Verwirrtheitszustand, Arzneimittelabhängigkeit, Halluzinationen, Stimmungsveränderung, Euphorie, Dysphorie.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Schläfrigkeit.

Gelegentlich: Konvulsionen, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Parästhesie, Sedierung.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: Vertigo.

Gefässerkrankungen

Selten: Hypotonie.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Dyspnoe.

Sehr selten: Atemdepression.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: abdominale Schmerzen, Obstipation, Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen (häufiger zu Beginn der Therapie).

Gelegentlich: Diarrhoe.

Sehr selten: paralytischer Ileus.

Affektionen der Leber und Gallenblase

Gelegentlich: Gallenkolik.

Selten: Erhöhung leberspezifischer Enzyme.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Hyperhidrosis, Pruritus, Rash, Urtikaria.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Harnretention.

Allgemeine Erkrankungen

Gelegentlich: Asthenie, Müdigkeit, Unwohlsein, Entzugssyndrom.

Häufigkeit nicht bekannt: neonatales Arzneimittelentzugssyndrom.

Überdosierung

Wie bei allen Opioiden ist die Gefahr einer Intoxikation bzw. Überdosierung für Nicht-Gewöhnte hoch.

Symptome

Akute Symptome umfassen Miosis, Atemdepression, Somnolenz bis Stupor oder Koma. Weitere mögliche Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Hypotonie, Bradykardie, verminderter Muskeltonus und Darmatonie, Rhabdomyolyse. In Fällen schwerer Überdosierung können Atemstillstand, nicht-kardiogenes Lungenödem, Kreislaufversagen und Tod eintreten.

Behandlung

Überwachung von Atmung und Bewusstsein, bei klinisch signifikanter Atem- oder ZNS-Depression: künstliche Beatmung, Stabilisieren des Kreislaufs und Gabe von Naloxon.

Dosierung: 0,4-2 mg Naloxon intravenös (Kinder: 0,01 mg/kg Körpergewicht). Falls notwendig 2-3× jeweils nach 2-3 Minuten wiederholen oder als Dauerinfusion verabreichen (siehe entsprechende Fachinformation).

Die Wirkungsdauer von Naloxon ist relativ kurz (Plasmahalbwertszeit: t½ Naloxon = 1-1,5 Stunden, t½ Dihydrocodein = ca. 4 Stunden), zudem besteht eine protrahierte Wirkstoffabgabe bei Codicontin. Der Patient ist deshalb auch nach Naloxon-Gabe längerfristig zu überwachen und wiederholte Naloxon-Gaben können notwendig sein.

Naloxon sollte mit Vorsicht bei Personen verwendet werden, die möglicherweise einen Langzeitgebrauch mit Opioiden (Toleranz) aufweisen. Eine abrupte oder vollständige Aufhebung der Opioidwirkung kann zu einem akuten Entzugssyndrom führen. Empfohlen wird eine Initialdosis von 0,04 mg Naloxon.

In speziellen Situationen kann eine primäre Dekontamination mit Aktivkohle in Erwägung gezogen werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N02AA08

Dihydrocodein, ein halbsynthetisches Opiumalkaloid, ist ein Opioidagonist ohne antagonistischen Effekt.

Dihydrocodein gehört zur Gruppe der stark wirksamen Analgetika, deren schmerzstillende Wirkung über zentrale Angriffspunkte zustande kommt. Die relative Wirkungsstärke ist stärker als jene von Codein und beträgt im Vergleich zu Morphin ca. 0,15.

Dihydrocodein hat eine ausgeprägte antitussive Wirkung, die bereits in Dosierungen eintritt, die nur sehr schwach analgetisch wirken.

Dihydrocodein zeigt wie alle Opioid-Analgetika in hohen Dosen atemdepressive Wirkungen. Obstipation kann aufgrund der peripheren Wirkung (Tonussteigerung der glatten Muskulatur) auftreten.

Die Gefahr der physischen und/oder psychischen Abhängigkeit bei langfristiger Anwendung von Dihydrocodein ist der von Codein ähnlich, aber schwächer ausgeprägt als bei stärker wirksamen Opioiden. Bei einer Einnahme nach festem Zeitplan (Schmerzprophylaxe) wird diese Gefahr weiter reduziert.

Pharmakokinetik

Absorption

Dihydrocodein wird rasch und nahezu vollständig aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert, unterliegt jedoch einem stark ausgeprägten First-Pass-Metabolismus und besitzt daher eine relative Bioverfügbarkeit von nur etwa 20% gegenüber parenteraler Gabe.

Die maximale Plasmakonzentration (Cmax) wird nach ca. 3‑4 Stunden erreicht. Sie beträgt nach einmaliger Einnahme von 1 Codicontin 60 mg Tablette retard 125 ng/ml und im Fliessgleichgewicht nach 2× täglich 1 Codicontin 60 mg Tablette retard während 5 Tagen 190 ng/ml.

Die Resorption von Dihydrocodein nach Gabe von Codicontin Tabletten retard wird durch die Nahrungsaufnahme nicht signifikant beeinflusst.

Metabolismus

Dihydrocodein wird hauptsächlich in der Leber metabolisiert. Der Metabolismus von Dihydrocodein erfolgt über eine N‑Demethylierung, O‑Demethylierung und 6-keto-Reduktion. Als Hauptmetabolit entsteht Dihydrocodein-6-Glukuronid. Der Metabolit Dihydromorphin trägt zur analgetischen Wirkung bei.

Elimination

Dihydrocodein und seine Metaboliten werden überwiegend mit dem Harn ausgeschieden. Die Plasma-Eliminations-Halbwertszeit beträgt 3,0‑4,5 Stunden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Ältere Patienten

Nach mehrmaliger Verabreichung einer schnell-freisetzenden Dihydrocodein-Formulierung war die Dihydrocodein-Exposition (AUC0-12 h) bei älteren Patienten im Vergleich zu jüngeren Probanden signifikant erhöht.

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh Score 10-15) kann nicht ausgeschlossen werden, dass es aufgrund eines reduzierten First-Pass-Effekts und einer verminderten metabolischen Aktivität zu erhöhten Dihydrocodein-Plasmakonzentrationen und somit zu einer verstärkten und verlängerten Wirksamkeit kommt.

Nierenfunktionsstörung

Im Vergleich zu Nierengesunden zeigen Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatininclearance <30 ml/min) eine veränderte Dihydrocodein-Pharmakokinetik. Die Plasma-AUC ist erhöht und die Clearance ist vermindert.

Präklinische Daten

Wegen der grossen klinischen Erfahrung in der Anwendung von Opioiden wurde auf die Durchführung von besonderen Toxizitätsstudien am Tier verzichtet, so dass keine Daten zur chronischen Toxizität, Mutagenität und Kanzerogenität (Tier/Mensch), sowie zum embryotoxischen (insbesondere teratogenen) Potenzial vorliegen. Aufgrund der fehlenden systematischen Untersuchungen zur Toxikologie sind die Anwendungseinschränkungen streng zu beachten.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren. Vor Feuchtigkeit schützen und nicht über 30 °C lagern.

Zulassungsnummer

53027 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Mundipharma Medical Company, Hamilton/Bermuda, Zweigniederlassung Basel.

Stand der Information

November 2016.

Verwendung dieser Informationen

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