Targocid Trockensubstanz 200mg C Solv i.v./i.m. Ampullen

Targocid Trockensubstanz 200mg C Solv i.v./i.m. Ampullen

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Teicoplaninum (Praeparatio cryodesiccata).

Hilfsstoff: Natrii chloridum.

Solvens: Aqua ad injectabilia 3 ml (Solvens).

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung/Infusion oder Trinklösung.

Teicoplaninum (Praeparatio cryodesiccata) 200 mg bzw. 400 mg pro vitro.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Parenterale Behandlung:

Targocid ist bei Erwachsenen und Kindern ab dem Säuglingsalter zur parenteralen Behandlung folgender Infektionen angezeigt:

Zur Therapie von Infektionen bei Methicillin- oder Cephalosporinresistenz, die durch grampositive empfindliche Erreger verursacht wurden.

Bei Penicillin-Allergikern und Patienten, die auf Penicilline oder Cephalosporine nicht angesprochen haben.

Zur Initialtherapie bei Verdacht auf Methicillin-resistente Keime (nach Vorliegen des Ergebnisses der Empfindlichkeitstestung sollte die Therapie entsprechend angepasst werden).

Orale Anwendung zur Therapie der durch Clostridium difficile verursachten pseudomembranösen Enterokolitis.

Targocid wird unter den obgenannten Voraussetzungen verwendet bei:

  • infektiöser Endokarditis,
  • Infektionen der Knochen und Gelenke,
  • Infektionen der Atemwege,
  • Infektionen der Haut und Weichteile,
  • Peritonitis im Zusammenhang mit einer kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse (CAPD),
  • Septikämie,
  • zur Prophylaxe der Endokarditis bei zahnchirurgischen Eingriffen.

Es sollten jeweils Kulturen angelegt werden, um die ursächlichen Erreger und deren Empfindlichkeit gegen Teicoplanin festzustellen.

Das antibakterielle Wirkspektrum von Teicoplanin ist eng (grampositive Erreger) und Teicoplanin muss meist gemeinsam mit anderen Antibiotika verabreicht werden. Eine Monotherapie mit Teicoplanin ist ausser bei bestimmten Infektionen, wenn der Keim bereits ermittelt und empfindlich oder mit hoher Wahrscheinlichkeit empfindlich gegenüber Teicoplainin ist, nicht sinnvoll.

Offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollen beachtet werden, insbesondere Anwendungsempfehlungen zur Verhinderung der Zunahme der Antibiotikaresistenz.

Es wird empfohlen, dass die Diagnose und die Einleitung der Behandlung mit Targocid im Spital unter Überwachung eines Spezialisten stattfinden.

Dosierung/Anwendung

Verabreichung

  • intravenös: langsame Injektion während 1 Minute oder Infusion während 30 Minuten;
  • intramuskulär;
  • oral (zur Therapie von pseudomembranöser Enterokolitis).

Dosisintervall

Targocid wird im Allgemeinen einmal täglich verabreicht.

Im Falle schwerer Infektionen kann am ersten Tag eine zweite Dosis verabreicht werden, um schneller hohe Serumspiegel zu erlangen.

Therapie

Erwachsene

Schweregrad InfektionDauerTägliche Dosierung
mittel1. Tag i.v.400 mg (6 mg/kg)
ab 2. Tag i.v. oder i.m.200 mg (3 mg/kg)
schwer1. Tag i.v.400 mg/12 Std. (6 mg/kg/12 h)
ab 2. Tag i.v.400 mg (6 mg/kg)

mittel: Haut- und Weichteilinfektionen, Harnwegsinfektionen

schwer: Septikämie, Endokarditis, Osteomyelitis, sept. Arthritis, Infektionen bei immunsupprimierten Patienten.

Zur Monotherapie bei S. aureus Endokarditis ist ab dem 2. Tag eine Erhaltungsdosis von 12 mg/kg erforderlich.

I.V. Drogenabhängige (Monotherapie bei S. aureus Endokarditis)

Die Dosierung muss individuell bestimmt und minimale Serumkonzentrationen >20 mg/l müssen eingehalten werden.

Ältere Patienten

Gleiche Dosierung wie unter «Erwachsene» angegeben. Bei eingeschränkter Nierenfunktion siehe «Spezielle Dosierungsanweisungen».

Kinder unter 12 Jahren

Targocid kann zur Behandlung grampositiver Infektionen bei Kindern ab 2 Monaten eingesetzt werden. (Dosierung für Neugeborene: siehe spezielle Anweisungen).

Schweregrad der Infektion

Dauer

Tägliche Dosis

mittel/schwer/Neutropenie

1. Tag

10 mg/kg/12 Std. i.v.

mild-mittel

Ab 2. Tag

6 mg/kg i.v.

schwer/Neutropenie

Ab. 2. Tag

10 mg/kg i.v.

Neugeborene

Dauer

Tägliche Dosis

1. Tag

16 mg/kg als Einzeldosis i.v.

Ab 2. Tag

8 mg/kg/d i.v.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Prophylaxe der Endokarditis bei zahnchirurgischen Eingriffen

Erwachsene: 400 mg intravenös bei Einleitung der Anästhesie.

Bei Patienten mit künstlichen Herzklappen wird die Kombination mit einem Aminoglykosid empfohlen.

Peritonitis bei chronisch ambulanter Peritonealdialyse (CAPD)

Tag 1 und 2: 50 mg/2 l Dialyseflüssigkeit

ab 3. Tag: 25 mg/2 l Dialyseflüssigkeit

Langsame Elimination von Teicoplanin aus der Peritonealflüssigkeit.

Pseudomembranöse Enterokolitis

1.-10. Tag: 2× 100 mg p.o./Tag (alle 12 Stunden)

Eingeschränkte Nierenfunktion:

Dosierungsänderung erst ab dem vierten Tag gemäss folgendem Schema notwendig:

Leichte Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance zwischen 40 und 60 ml/min): ½ der üblichen Dosierung verabreichen (entweder durch Verdoppelung des Dosierungsintervalls oder durch Halbierung der Einzeldosen)

Schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unterhalb 40 ml/min oder bei Patienten unter Hämodialyse): Die Dosierung berechnet sich nach folgender Formel:

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Bei Hämodialysepatienten empfiehlt sich am ersten Tag der Behandlung eine Initialdosis von 800 mg, gefolgt von 400 mg einmal pro Woche am 8. und 15. Tag. Bei lebensbedrohlichen Infektionen kann das Dosierungsintervall verkürzt werden. Nach der Initialdosis von 800 mg können 400 mg am 2., 3., 5., 12. und, falls erforderlich, anschliessend einmal wöchentlich verabreicht werden.

Teicoplanin kann nicht durch Hämodialyse entfernt werden.

Kombinationstherapie

Die Kombination mit einem geeigneten bakteriziden Wirkstoff (z.B. ein Aminoglykosid, Ceftazidim oder Rifampicin) wird empfohlen, wenn eine maximale bakterizide Aktivität notwendig ist (z.B. bei Staphylokokken-Endokarditis) oder bei Erkrankungen, denen eine Mischinfektion mit gramnegativen Keimen zugrunde liegen könnte (z.B. bei empirischer Therapie von Fieber bei Neutropenie).

Therapiedauer

Die Behandlungsdauer richtet sich nach Art und Schweregrad der Infektion sowie nach dem klinischen Verlauf. Grundsätzlich sollte die Therapie bis mindestens drei Tage nach Nachlassen des Fiebers und/oder Verschwinden der Symptome dauern.

Bei Endokarditis und Osteomyelitis wird eine Therapiedauer von mindestens 3 Wochen empfohlen.

Die orale Behandlung der durch Clostridium difficile hervorgerufenen pseudomembranösen Enterokolitis sollte über einen Zeitraum von mindestens 10 Tagen erfolgen.

Targocid sollte nicht länger als 4 Monate lang verwendet werden.

Plasmakonzentrationen

Werden Bestimmungen der Targocid-Serumkonzentrationen bei Erwachsenen und Kindern mit schweren Infektionen vorgenommen, sollen die minimalen Serumkonzentrationen (unmittelbar vor Applikation der nächsten Dosis) 5-15 mg/l betragen.

Bei I.V. Drogenabhängigen soll die minimale Serumkonzentration mehr als 20 mg/l betragen.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff.

Da keine klinischen Daten vorliegen, sollte Targocid aufgrund des Krampfrisikos nicht in den subarachnoidalen Raum injiziert werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Überempfindlichkeitsreaktionen

Bei Teicoplanin wurde über schwere, lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen, manchmal mit tödlichem Ausgang, berichtet (z.B. anaphylaktischer Schock). Wenn eine allergische Reaktion auftritt, muss die Behandlung mit Teicoplanin sofort abgebrochen und geeignete Notfallmassnahmen eingeleitet werden.

Bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Vancomycin sollte Teicoplanin mit Vorsicht angewendet werden, da eine allergische Kreuzreaktion einschliesslich eines tödlichen anaphylaktischen Schocks auftreten kann.

Das Auftreten eines «Red-Man-Syndroms» unter Vancomycin in der Vorgeschichte stellt jedoch keine Kontraindikation für Teicoplanin dar.

Infusionsreaktionen

In seltenen Fällen wurde (auch schon bei Erstanwendung) ein «Red-Man-Syndrom» (Symptomenkomplex mit Pruritus, Urtikaria, Hautrötungen, Quincke-Ödem, Tachykardie, Blutdruckabfall, Dyspnoe) beobachtet. Die Reduktion der Infusionsgeschwindigkeit oder der Abbruch der Anwendung kann zur Beendigung dieser Reaktionen führen. Infusionsbedingte Reaktionen können gemindert werden, wenn die Tagesdosis nicht als Bolusinjektion, sondern als Infusion über einen Zeitraum von 30 Minuten gegeben wird.

Schwere bullöse Reaktionen

Bei der Anwendung von Teicoplanin wurde über lebensbedrohliche oder sogar tödliche Fälle von Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und toxisch epidermale Nekrolyse (TEN) berichtet. Wenn Anzeichen oder Symptome eines SJS oder einer TEN (z.B. progressive Hautrötungen, häufig mit Blasenbildung und Schleimhautschädigungen) auftreten, muss die Behandlung mit Teicoplanin sofort abgebrochen werden.

Antibakterielles Wirkspektrum

Das antibakterielle Wirkspektrum von Teicoplanin ist eng (grampositive Erreger) und Teicoplanin muss meist gemeinsam mit anderen Antibiotika verabreicht werden. Eine Monotherapie mit Teicoplanin ist ausser bei bestimmten Infektionen, wenn der Keim bereits ermittelt und empfindlich oder mit hoher Wahrscheinlichkeit empfindlich gegenüber Teicoplainin ist, nicht sinnvoll.

Für eine rationale Therapie mit Teicoplanin sollten das antibakterielle Wirkspektrum, das Sicherheitsprofil und die Eignung der antibiotischen Standardtherapie für den einzelnen Patienten bei der Therapieentscheidung berücksichtigt werden. Auf dieser Grundlage wird davon ausgegangen, dass Teicoplanin vorwiegend bei schweren Infektionen von Patienten zur Anwendung kommt, bei denen die antibiotische Standardtherapie als ungeeignet eingestuft wird.

Initialdosis

Da nur begrenzte Daten zur Sicherheit vorliegen, sollten Patienten sorgfältig hinsichtlich des Auftretens von Nebenwirkungen beobachtet werden, wenn Teicoplanin in der Dosis von 12 mg/kg Körpergewicht zweimal täglich angewendet werden. Unter diesem Therapieschema sollte neben den empfohlenen periodischen hämatologischen Untersuchungen auch der Kreatinin-Wert im Serum überwacht werden.

Aufgrund des Krampfrisikos darf Teicoplanin nicht intraventrikulär verabreicht werden.

Thrombopenie

Unter der Anwendung von Teicoplanin wurde über Fälle von Thrombozytopenie berichtet. Während der Behandlung sollten in regelmässigen Abständen hämatologische Untersuchungen (einschliesslich grosses Blutbild) erfolgen.

Nephrotoxizität

Bei Patienten, die Teicoplanin erhielten, wurde über Niereninsuffizienz berichtet (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion und/oder Patienten, die Teicoplanin in Verbindung mit oder anschliessend an eine Behandlung mit anderen Arzneimitteln mit bekanntem nephrotoxischem Potenzial (Aminoglykoside, Colistin, Amphotericin B, Ciclosporin und Cisplatin) erhalten, sollten sorgfältig überwacht werden und es sollten Hörtests durchgeführt werden.

Da Teicoplanin vorwiegend über die Nieren ausgeschieden wird, muss die Dosis bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion angepasst werden (siehe «Dosierung/Anwendung».

Ototoxizität

Wie bei anderen Glykopeptiden wurde bei mit Teicoplanin behandelten Patienten über Ototoxizität (Hörverlust und Tinnitus) berichtet (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Patienten, bei denen während der Behandlung mit Teicoplanin Anzeichen und Symptome einer Beeinträchtigung des Hörvermögens oder einer Innenohrstörung auftreten, sollten sorgfältig bewertet und überwacht werden, insbesondere bei längerer Behandlungsdauer und bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. Patienten, die Teicoplanin in Verbindung mit oder anschliessend an eine Behandlung mit anderen Arzneimitteln mit bekanntem neuro-/ototoxischem Potenzial (Aminoglykoside, Ciclosporin, Cisplatin, Furosemid und Etacrynsäure) erhalten, sollten sorgfältig überwacht und der Nutzen von Teicoplanin bewertet werden, wenn das Hörvermögen abnimmt.

Besondere Vorsicht ist bei Patienten geboten, die Teicoplanin zusammen mit anderen ototoxischen und/oder neurotoxischen Arzneimitteln erhalten, für die regelmässige Blutuntersuchungen sowie Leber- und Nierenfunktionstests empfohlen werden.

Superinfektion

Wie bei anderen Antibiotika kann insbesondere die längere Anwendung von Teicoplanin zur Vermehrung von anderen, nicht empfindlichen Mikroorganismen führen. Falls während der Behandlung eine Superinfektion auftritt, ist diese entsprechend zu behandeln.

Interaktionen

In klinischen Studien erhielten viele Patienten Targocid gleichzeitig mit anderen Antibiotika, Antihypertensiva, herzwirksamen Präparaten, Antidiabetika und Anästhetika, ohne dass es Hinweise auf Interaktionen gab.

Teicoplanin- und Aminoglykosidlösungen sind inkompatibel und dürfen für die Anwendung als Injektionslösung nicht miteinander gemischt werden. Sie sind aber kompatibel in Dialyseflüssigkeiten und können bei der Behandlung von Peritonitis im Zusammenhang mit einer kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse (CAPD) uneingeschränkt eingesetzt werden. Nur mit Vorsicht sollte Teicoplanin zusammen mit oder im Anschluss an Substanzen gegeben werden, von denen bekannt ist, dass sie die Nieren- oder Hörfunktion beeinträchtigen können. Zu diesen Arzneimitteln zählen Aminoglykoside, Colistin, Amphotericin B, Ciclosporin, Cisplatin, Furosemid und Etacrynsäure.

Es gab keine Hinweise auf synergistische Oto- oder Nephrotoxizität bei gleichzeitiger Verabreichung von Aminoglykosiden.

In Tierstudien wurden keine Interaktionen mit Diazepam, Thiopental, Morphin, Halothan oder neuromuskulär blockierenden Substanzen beobachtet.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen nur sehr begrenzte Daten für die Anwendung von Teicoplanin bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien haben bei hohen Dosen eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe «Präklinische Daten»). Das potenzielle Risiko für Menschen ist nicht bekannt. Deshalb sollte Teicoplanin während der Schwangerschaft nicht verwendet werden, es sei denn, dies ist unbedingt erforderlich. Ein potenzielles Risiko für Schädigungen des Innenohrs und der Nieren des Fötus kann nicht ausgeschlossen werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Präklinische Daten»).

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Teicoplanin beim Menschen in die Muttermilch übergeht. Bei Tieren ist der Übergang von Teicoplanin in die Muttermilch nicht ausreichend untersucht. Die Entscheidung, abzustillen/weiterzustillen oder die Therapie mit Teicoplanin abzubrechen/fortzusetzen, sollte einerseits die Vorteile der Muttermilch für den Säugling, andererseits den Nutzen von Teicoplanin für die Mutter berücksichtigen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Targocid hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Teicoplanin kann Schwindelgefühle und Kopfschmerzen verursachen. Dadurch kann die Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigt sein. Patienten mit entsprechenden Nebenwirkungen sollten nicht am Strassenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen wurde anhand der folgenden Definition klassifiziert: «sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (<1/10, ≥1/100), «gelegentlich» (<1/100, ≥1/1'000), «selten» (<1/1000, ≥1/10'000), «sehr selten» (<1/10'000), «Einzelfälle»: (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Infektionen und Infestationen:

Unbekannt: Superinfektion (Verbreitung von nicht empfindlichen Keimen).

Selten: Abszess

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:

Gelegentlich: Eosinophilie 0,8%, Thrombozytopenie 0,3%, Leukopenie 0,4%, Neutropenie, Thrombocytose.

Selten: reversible Agranulozytose.

Erkrankungen des Immunsystems:

Einzelfälle von Rigor, Bronchospasmus, Angioödem und anaphylaktischen Reaktionen/anaphylaktischem Schock (siehe «Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes») Hautausschlag mit Eosinophilie und systemischen Symptomen/Hypersensitivitätsreaktion (DRESS).

Erkrankungen des Nervensystems:

Gelegentlich: Benommenheit 0,5%, Kopfschmerzen 0,3%.

Einzelfälle: Krampfanfälle.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths:

Gelegentlich: schwach ausgeprägter Gehörverlust, Tinnitus oder veränderte Vestibularis-Funktion 0,4%.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Gelegentlich: Nausea oder Erbrechen 0,6%, Diarrhöe 0,5%.

Leber- und Gallenerkrankungen:

Häufig: vorübergehende Erhöhung von Transaminasen und/oder alkalischer Phosphatase 2,0%.

Gelegentlich: cholestatische Hepatitis 0,1%.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Häufig: Exanthem, Erythem oder Pruritus 2,4%, Fieber 1,4%, Urtikaria.

Selten: infusionsbedingte Ereignisse wie Erythema oder Flush des Oberkörpers («Red-Man-Syndrom») bei Patienten ohne vorangegangene Teicoplanin-Behandlung. Bei Reexposition mit geringerer Infusionsrate und/oder Teicoplaninkonzentration traten diese Ereignisse nicht wieder auf. Diese Ereignisse waren nicht spezifisch für irgendeine Konzentration oder Infusionsrate.

Einzelfälle: Dermatitis exfoliativa, toxisch epidermale Nekrolyse und Erythema multiforme sowie Stevens-Johnson-Syndrom.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege:

Vorübergehend erhöhtes Serumkreatinin 0,3%, sehr selten Nierenversagen.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Häufig: Schmerz 1,5%, Fieber.

Gelegentlich: Thrombophlebitis 0,9%, Rötung 0,3%, Abszess an der Injektionsstelle nach i.m.-Verabreichung.

Einzelfälle: Schüttelfrost

Überdosierung

Symptome:

Zwei Kinder von vier und acht Jahren mit Agranulozytose erhielten versehentlich mehrere Dosen zu 100 mg/kg/Tag. Trotz sehr hoher Plasmakonzentrationen (bis 300 mg/l) traten keine Symptome oder abnormalen Laborwerte auf. In einem Fall kam es bei einem 29 Tage alten Neugeborenen, das 400 mg i.v. (95 mg/kg) erhalten hatte, zu Agitation.

Behandlung:

Die Behandlung einer Überdosierung muss symptomatisch erfolgen.

Teicoplanin wird mittels Hämodialyse nicht und mittels Peritonealdialyse nur langsam eliminiert.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: J01XA02

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Teicoplanin ist ein Glykopeptid, das das Wachstum sensibler Bakterien (aerobe und anaerobe grampositive Keime) durch Beeinflussung ihrer Zellwandsynthese an einer Angriffsstelle, die sich von jener der Betalaktame unterscheidet, hemmt. Die Peptidoglycan-Synthese wird durch spezifische Bindung an D-Alanyl-D-Alanin-Reste blockiert.

Mikrobiologie

Teicoplanin wirkt im Allgemeinen bakterizid. In einigen Ausnahmefällen (Enterokokken, Listeria monocytogenes und vereinzelt koagulasenegative Staphylokokken) wirkt Teicoplanin bakteriostatisch.

Teicoplanin wirkt unter anderem gegen Staphylokokken (inklusive derjenigen Stämme, die gegen Methicillin oder andere Betalactam-Antibiotika resistent sind), gegen Streptokokken, Enterokokken, Listeria monocytogenes, Mikrokokken, Corynebakterien der Gruppe J/K und grampositive Anaerobier inklusive Clostridium difficile.

Für die Schweiz können die kritischen Konzentrationen anhand der Daten von EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) abgeleitet werden. Die Grenzwerte der MHK nach EUCAST, Version 3.1 vom 11. Februar 2013 (www.eucast.org) sind in der Tabelle unten aufgeführt:

Mikroorganismen

Sensibel

Resistent

Staphylococcus aureusa

≤2 mg/l

>2 mg/ml

Koagulasenegative Staphylokokkena

≤4 mg/l

>4 mg/ml

Enterococcus spp.

≤2 mg/l

>2 mg/ml

Streptococcus spp. (A, B, C, G)b

≤2 mg/l

>2 mg/ml

Streptococcus pneumoniaeb

≤2 mg/l

>2 mg/ml

Streptokokken der Viridans-Gruppeb

≤2 mg/l

>2 mg/ml

Grampositive Anaerobier ausser Clostridium difficile

DU

DU

PK-/PD-Schwellen (nicht artgebunden)c,d

DU

DU

a Die Glykopeptid-MHK-Werte sind methodenabhängig und sollten durch Bouillon-Mikrodilution bestimmt werden (Referenz ISO 20776). S. aureus mit Vancomycin-MHK-Werten von 2 mg/ml liegen im Grenzbereich der Wildtyp-MHK-Verteilung und zeigen möglicherweise ein eingeschränktes klinisches Ansprechen. Der Grenzwert für S. aureus wurde auf 2 mg/ml reduziert, um eine Einstufung der Isolate als GISA zu vermeiden, da schwere Infektionen durch GISA-Isolate nicht mit hohen Dosen von Vancomycin oder Teicoplanin behandelbar sind.

b Isolate mit MHK-Werten oberhalb des Grenzwertes für Empfindlichkeit sind sehr selten oder noch nicht berichtet worden. Die Tests zur Identifizierung und Empfindlichkeitsbestimmung müssen für jedes solcher Isolate wiederholt werden, und bei Bestätigung muss das Isolat an ein Referenz-Labor geschickt werden. Bis zum Vorliegen von Erkenntnissen zum klinischen Ansprechen dieser Isolate mit bestätigten MHK-Werten oberhalb des derzeitigen Grenzwertes für Resistenz sollten sie als resistent eingestuft werden.

c DU bedeutet, dass nur unzureichende Evidenz vorliegt, dass die betreffende Spezies einen geeigneten Zielorganismus für die Behandlung mit diesem Arzneimittel darstellt.

d Es kann eine MHK mit einem Kommentar, aber ohne begleitende S-, I- oder R-Einstufung gemeldet worden sein.

Üblicherweise empfindliche SpeziesInkonstant sensible Spezies(Erworbene Resistenz >10%)Von Natur aus resistente Bakterien

Grampositive aerobe Bakterien

Corynebacterium jeikeiuma

Enterococcus faecalis

Staphylococcus aureus (darunter methicillin-resistente Stämme)

Streptococcus agalactiae

Streptococcus dysgalactiae subsp. equisimilisa

(Streptokokken der Gruppen C & G)

Streptococcus pneumoniae

Streptococcus pyogenes

Streptokokken der Viridans-Gruppea b

Grampositive anaerobe Bakterien

Clostridium difficilea

Peptostreptococcus spp.a

Grampositive aerobe Bakterien:

Enterococcus faecium

Staphylococcus epidermidis

Staphylococcus haemolyticus

Staphylococcus hominis

Alle gramnegativen Bakterien

Andere Bakterien:

Chlamydia spp.

Chlamydophila spp.

Legionella pneumophila

Mycoplasma spp.

a Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Tabellen lagen keine aktuellen Daten vor. Die wichtigsten Daten aus der Literatur, die Grundlagendokumente und die Therapieempfehlungen lassen auf eine Sensibilität schliessen.

b Sammelbezeichnung für eine Gruppe heterogener Streptokokkenarten. Der Resistenzgrad kann je nach entsprechender Streptokokkenart schwanken.

Resistenzmechanismus

Eine Teicoplanin-Resistenz kann auf folgenden Mechanismen beruhen:

  • Veränderung der Zielstruktur: Diese Form der Resistenz ist insbesondere bei der Spezies Enterococcus faecium aufgetreten. Die Veränderung beruht auf dem Austausch der endständigen D-Alanin-D-Alanin-Funktion der Aminosäureseitenkette einer Mureinvorstufe durch D-Ala-D-Lactat, sodass die Affinität zu Vancomycin stark vermindert ist. Die hierfür verantwortlichen Enzyme sind eine neu gebildete D-Lactat-Dehydrogenase bzw. Ligase.
  • Die verminderte Empfindlichkeit oder Resistenz bei Staphylokokken gegenüber Teicoplanin beruht auf der Überproduktion von Vorstufen des Mureins, an die Teicoplanin gebunden wird.

Eine Kreuzresistenz zwischen Teicoplanin und Vancomycin kann auftreten. Einige vancomycin-resistente Enterokokken sind gegenüber Teicoplanin empfindlich (Phänotyp Van-B).

manière géographique et au fil du temps pour les souches sélectionnées. Die Prävalenz des Widerstands kann geografisch und im Zeitverlauf für die ausgewählten Stämme variieren. Lokale Informationen können sich als sehr nützlich erweisen, insbesondere bei der Behandlung schwerer Infektionen, bei denen eine mikrobiologische Diagnostik mit Isolierung des Krankheitserregers und Sensibilitätsnachweis empfohlen wird. Es wird der Beizug eines Spezialisten angeraten, insbesondere, wenn aufgrund einer hohen lokalen Resistenz die Anwendung von Targocid unter bestimmten Umständen fragwürdig ist.

Pharmakokinetik

Absorption und Bioverfügbarkeit

Teicoplanin wird parenteral (intravenös oder intramuskulär) verabreicht. Nach intramuskulärer Gabe ist die Bioverfügbarkeit (verglichen mit der intravenösen Gabe) nahezu vollständig (90%). Nach intramuskulärer Gabe von 200 mg an 6 Tagen liegt die mittlere (SD) maximale Teicoplanin-Serumkonzentration (Cmax) bei 12,1 (0,9) mg/l und wird 2 Stunden nach der Anwendung erreicht.

Bei einer intravenösen Initialdosis von 6 mg/kg alle 12 Stunden liegen die Cmax-Werte nach 3 bis 5 Anwendungen zwischen 60 und 70 mg/l und die minimalen Serumkonzentrationen (Ctrough) üblicherweise bei >10 mg/l. Nach einer intravenösen Initialdosis von 12 mg/kg alle 12 Stunden liegen die mittleren Cmax- und Ctrough-Werte nach 3 Anwendungen bei 100 bzw. 20 mg/l.

Nach Gabe einer einmal täglichen Erhaltungsdosis von 6 mg/kg betragen die Cmax- und Ctrough-Werte ungefähr 70 mg/l bzw. 15 mg/l. Nach einer einmal täglichen Erhaltungsdosis von 12 mg/kg schwanken die Ctrough-Werte zwischen 18 und 30 mg/l.

Bei oraler Gabe wird Teicoplanin nicht aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Nach oraler Anwendung einer einmaligen Dosis von 250 oder 500 mg bei gesunden Probanden wird Teicoplanin in unveränderter Form nur in den Faeces wiedergefunden (ungefähr 45% der eingenommenen Dosis), während es weder im Serum noch im Urin nachweisbar ist.

Distribution

Die Bindung von Teicoplanin an menschliche Plasmaproteine liegt bei 87,6 bis 90,8% unabhängig von der Teicoplanin-Konzentration. Teicoplanin wird überwiegend an menschliches Serum-Albumin gebunden. Teicoplanin diffundiert nicht in die Erythrozyten.

Das Verteilungsvolumen im Steady State (VSS) variiert von 0,7 bis 1,4 ml/kg. Die höchsten VSS-Werte wurden in den jüngsten Studien beobachtet, wo die Sammelperiode mehr als 8 Tage betrug.

Teicoplanin wird überwiegend in die Lunge, das Myokard und Knochengewebe verteilt mit einem Verteilungsverhältnis zwischen Gewebe und Serum von grösser als 1. In Blasenflüssigkeit, Gelenkflüssigkeit und Peritonealflüssigkeit liegt das Verteilungsverhältnis zwischen 0,5 und 1.

Teicoplanin wird aus der Peritonealflüssigkeit mit der gleichen Eliminationsrate wie aus dem Serum eliminiert. In Pleuraflüssigkeit und subkutanem Fettgewebe liegt das Verteilungsverhältnis zwischen 0,2 und 0,5. Teicoplanin penetriert nicht gut in die Zerebrospinalflüssigkeit (CSF).

Es ist nicht bekannt, ob die Substanz in die Muttermilch übertritt oder ob eine Passage der Placentaschranke stattfindet.

Metabolismus/Elimination

Teicoplanin wird hauptsächlich unverändert renal ausgeschieden (80% innerhalb von 16 Tagen), während 2,7% der verabreichten Dosis innerhalb von 8 Tagen in den Faeces wiedergefunden werden (nach Ausscheidung über die Galle).

Die Eliminationshalbwertzeit von Teicoplanin variierte in den jüngsten Studien zwischen 100 und 170 Stunden bei einer Sammeldauer von 8 bis 35 Tagen.

Teicoplanin besitzt eine niedrige totale Clearance von 10 bis 14 ml/h/kg und eine renale Clearance von 8 bis 12 ml/h/kg, was darauf hindeutet, dass Teicoplanin überwiegend renal ausgeschieden wird.

Die lange Eliminations-Halbwertszeit erlaubt eine einmal tägliche Verabreichung. (Ausnahme: Loading Dose).

Linearität

In einem Dosisbereich von 2 bis 25 mg/kg zeigt Teicoplanin eine lineare Pharmakokinetik.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Patienten mit Niereninsuffizienz:

Da Teicoplanin über die Nieren ausgeschieden wird, nimmt die Elimination mit zunehmender Niereninsuffizienz ab. Die totale und renale Clearance von Teicoplanin hängt von der Kreatinin-Clearance ab.

Ältere Patienten:

Bei älteren Patienten ist die Pharmakokinetik von Teicoplanin nicht verändert, sofern die Nierenfunktion nicht eingeschränkt ist.

Kinder und Jugendliche:

Im Vergleich zu Erwachsenen werden bei Kindern eine höhere totale Clearance (15,8 ml/h/kg bei Neugeborenen, 14,8 ml/h/kg bei einem Durchschnittsalter von acht Jahren) und eine kürzere Eliminationshalbwertszeit (40 Stunden bei Neugeborenen, 58 Stunden bei Achtjährigen) beobachtet.

Präklinische Daten

Nach wiederholter parenteraler Anwendung traten bei Ratten und Hunden Schädigungen der Niere auf, die dosisabhängig und reversibel waren. Untersuchungsergebnisse zum ototoxischen Potenzial bei Meerschweinchen zeigten, dass eine leichte Beeinträchtigung der kochleären und vestibulären Funktion möglich ist, ohne dass morphologische Schäden beobachtet wurden.

Die Fertilität wurde bei subkutanen Dosen von bis zu 40 mg/kg/Tag weder bei weiblichen noch bei männlichen Ratten beeinflusst. In Studien zur embryo-fötalen Entwicklung wurden nach subkutaner Verabreichung von bis zu 200 mg/kg/Tag bei Ratten und nach intramuskulärer Verabreichung von bis zu 15 mg/kg/Tag beim Kaninchen keine Missbildungen beobachtet. Nach Verabreichung hoher Dosen an Ratten kam es jedoch vermehrt zu Totgeburten (nach 100 mg/kg /Tag und mehr) und neonataler Mortalität (nach 200 mg/kg/Tag). Bei einer Dosis von 50 mg/kg/Tag wurde dieser Effekt nicht beobachtet. In einer peri- und postnatalen Studie an Ratten zeigten sich nach subkutaner Verabreichung von bis zu 40 mg/kg/Tag keine Effekte auf die Fertilität der F1-Generation oder auf das Überleben und die Entwicklung der F2-Generation.

Teicoplanin zeigte keine antigenen (bei Mäusen, Meerschweinchen und Kaninchen) oder genotoxischen Eigenschaften sowie keine Hinweise auf lokale Unverträglichkeit.

Untersuchungsbefunde zur Kanzerogenität liegen nicht vor.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten:

Die Lösungen von Teicoplanin und Aminoglycosiden sind inkompatibel und sollten daher nicht vor der Injektion gemischt werden; hingegen sind die beiden Lösungen in Dialyse-Flüssigkeiten kompatibel und können zur Behandlung von CAPD-Peritonitis sicher eingesetzt werden.

Das Arzneimittel darf nur mit dem unter «Hinweise für die Handhabung» aufgeführten Arzneimitteln gemischt werden.

Haltbarkeit:

Pulver und Lösungsmittel für Injektionslösung:

Vor Hitze schützen.

Bei Zimmertemperatur (15-25 °C) aufbewahren.

Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Zubereitete Lösung:

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die zubereitete Lösung sofort verwendet werden (maximale Aufbewahrungszeit von 24 Stunden bei 2-8 °C), ausser die Zubereitung konnte unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgen. Bei nicht sofortigem Gebrauch liegen die Haltbarkeit und die Aufbewahrungsbedingungen in der Verantwortung des Anwenders. Chemische und physikalische «In-use»-Stabilität wurde bis zu 48 Stunden bei Raumtemperatur und für 7 Tage bei 2-8 °C gezeigt.

Orale Anwendung: Die Lösung unmittelbar verbrauchen.

Arzneimittel sorgfältig aufbewahren.

Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung:

Herstellung der Injektionslösung

Das gesamte Lösungsmittel langsam in die Durchstechflasche mit dem Pulver injizieren.

Vorsichtig zwischen den Händen rollen, bis das Pulver vollständig gelöst ist. Wenn die Lösung schäumt, etwa 15 Minuten stehen lassen. Nur klare gelbliche Lösungen dürfen eingesetzt werden.

Die rekonstituierte Lösung enthält 200 mg in 3,0 ml bzw. 400 mg in 3,0 ml.

Nominelle Teicoplanin-Menge in der Durchstechflasche

200 mg

400 mg

Volumen der Durchstechflasche

10 ml

22 ml

Entnehmbares Volumen an Lösungsmittel aus der Ampulle zur Zubereitung

3,14 ml

3,14 ml

Volumen, das die nominelle Teicoplanin-Menge enthält (entnommen mit einer 5-ml-Spritze mit einer 23-G-Kanüle)

3,0 ml

3,0 ml

Die rekonstituierte Lösung kann direkt injiziert, nach weiterer Verdünnung infundiert oder oral eingenommen werden.

Herstellung der Infusionslösung

Targocid kann in folgenden Infusionslösungen angewendet werden:

  • Natriumchloridlösung 9 mg/ml (0,9%)
  • Ringer-Lösung
  • Ringer-Laktat-Lösung
  • 5% Dextrose-Injektionslösung
  • 10% Dextrose-Injektionslösung
  • 0,18% Natriumchlorid- und 4% Glukoselösung
  • 0,45% Natriumchlorid- und 5% Glukoselösung
  • Peritonealdialyselösung mit 1,36% oder 3,86% Glukoselösung.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den geltenden Anforderungen zu beseitigen (nicht länger als 24 Stunden aufbewahren).

Herstellung der Lösung zur peroralen Anwendung

Der Inhalt einer Ampulle zu 200 mg Teicoplanin kann in 30 ml Wasser gelöst, getrunken oder über eine bereits liegende Magensonde zugeführt werden.

Zulassungsnummer

49339 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE.

Stand der Information

Juli 2017.

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