Omnitrope Patr Surepal Injektionslösung 10mg/1.5ml 5 Stück

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Somatropinum ADNr.

Gentechnologisch (rekombinantes) humanes Wachstumshormon.

Hilfsstoffe:

Omnitrope 5: Dinatrii phosphas heptahydricus, Natrii dihydrogenophosphas dihydricus, Poloxamer 188, Mannitolum, Conserv.: Alcohol benzylicus 9 mg/ml; Aqua ad iniectabilia.

Omnitrope 10: Dinatrii phosphas heptahydricus, Natrii dihydrogenophosphas dihydricus, Poloxamer 188, Glycinum, Conserv.: Phenolum 3 mg/ml; Aqua ad iniectabilia.

Omnitrope 15: Dinatrii phosphas heptahydricus, Natrii dihydrogenophosphas dihydricus, Poloxamer 188, Natrii chloridum, Conserv.: Phenolum 3 mg/ml; Aqua ad iniectabilia.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Injektionslösung:

1 Patrone Omnitrope 5 enthält 5 mg Somatropinum.

1 Patrone Omnitrope 10 enthält 10 mg Somatropinum.

1 Patrone Omnitrope 15 enthält 15 mg Somatropinum.

Omnitrope Injektionslösung ist eine klare, farblose Lösung.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Kinder

  • Zur Substitution bei nachgewiesener, unzureichender endogener Wachstumshormonsekretion (hypophysärer Minderwuchs) bei Kindern.
  • Minderwuchs bei Kindern mit Turner-Syndrom.
  • Wachstumsstörungen bei Kindern infolge chronischer Niereninsuffizienz.

Andere Ursachen von Minderwuchs sollten ausgeschlossen sein.

  • Prader-Willi-Syndrom (PWS), zur Verbesserung des Wachstums und der Körperzusammensetzung in Kombination mit einer hypokalorischen Diät. Die Diagnose PWS sollte durch geeignete genetische Untersuchungen bestätigt werden.
  • Langzeitbehandlung von Wachstumsstörungen bei Kindern/Jugendlichen mit intrauterinem Kleinwuchs (SGA), die den Wachstumsrückstand bis zum zweiten Lebensjahr nicht aufgeholt haben.

Erwachsene

Wachstumshormon (GH)-Mangel beim Erwachsenen infolge hypothalamischer oder hypophysärer Erkrankung, mit Beginn im Kindes- oder Erwachsenenalter.

  • Beginn in der Kindheit: Patienten mit angeborenem, genetisch bedingtem, erworbenem oder idiopathischem GH-Mangel in der Kindheit. Nach Abschluss des Längenwachstums sollte bei Patienten, bei denen der GH-Mangel bereits in der Kindheit festgestellt wurde, die Fähigkeit zur GH-Ausschüttung erneut überprüft werden. Bei Patienten mit höchstwahrscheinlich persistierendem GH-Mangel, z.B. mit angeborenem GH-Mangel oder einem GH-Mangel infolge von hypophysären/hypothalamischen Erkrankungen bzw. eines Infarkts, ist ein Insulin-like Growth Factor-I (IGF-I)-Standard-Deviation-Score (SDS) von <–2 nach einer mindestens 4-wöchigen Pause der GH-Therapie als ausreichender Beleg eines ausgeprägten GH-Mangels anzusehen.

Alle übrigen Patienten sollten einer IGF-I-Testung und einem GH-Stimulationstest unterzogen werden.

  • Beginn im Erwachsenenalter: Patienten mit schwerem GH-Mangel in Verbindung mit anderen Hormonausfällen infolge bekannter Erkrankungen des Hypothalamus oder der Hypophyse und mindestens einem bekannten Hormonausfall der Hypophyse ausser Prolactin. Zur Diagnose bzw. zum Ausschluss eines GH-Mangels sollte bei diesen Patienten ein geeigneter dynamischer Test durchgeführt werden.

Dosierung/Anwendung

Eine Behandlung mit Somatropin sollte nur von einem Facharzt durchgeführt werden, der mit Diagnose und Behandlung von Wachstumsstörungen vertraut ist.

Die Dosierung erfolgt individuell.

Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.

Übliche Dosierung:

Bei hypophysärem Kleinwuchs

Generell wird eine Dosis von 0,025–0,035 mg/kg Körpergewicht pro Tag oder 0,7–1,0 mg/m² Körperoberfläche pro Tag empfohlen.

Bei unzureichendem Behandlungserfolg kann die Dosis individuell gesteigert werden. Eine Erhöhung der Dosierung sollte frühestens nach 6-monatiger Behandlung in Betracht gezogen werden und sollte 40% nicht überschreiten.

Bei einem GH-Mangel, welcher bereits in der Kindheit festgestellt wurde und ins Jugendalter hinein andauert, sollte die Behandlung mit dem Ziel fortgesetzt werden, eine vollständige somatische Entwicklung zu erreichen (z.B. Körperzusammensetzung, Knochendichte). Als Parameter für die Kontrolle der Therapieziele während der Übergangsphase dient das Erreichen einer normalen maximalen Knochendichte, definiert als ein T-Score >–1 (z.B. standardisiert auf die durchschnittliche Knochendichte eines Erwachsenen gemessen mittels DEXA-Verfahren (Dual-Röntgen-Absorptiometrie), unter Berücksichtigung von Geschlecht und ethnischer Herkunft). Dosierungshinweise siehe unten im entsprechenden Abschnitt.

Bei Prader-Willi-Syndrom (PWS)

Generell wird eine Dosis von 0,035 mg/kg Körpergewicht pro Tag oder 1,0 mg/m² Körper-oberfläche pro Tag empfohlen. Eine tägliche Dosis von 2,7 mg soll nicht überschritten werden. Kinder mit einer Wachstumsgeschwindigkeit von weniger als 1 cm pro Jahr und baldigem Epiphysenschluss sollten nicht behandelt werden. Der Kohlenhydratstoffwechsel ist zu kontrollieren.

Bei Turner-Syndrom

Empfohlen wird eine Dosis von 0,045–0,050 mg/kg Körpergewicht pro Tag oder 1,4 mg/m² Körperoberfläche pro Tag.

Bei Turner-Patientinnen ist bisher nicht definiert, in welchem Altersjahr die Behandlung begonnen werden sollte. Ob von einem Behandlungsbeginn im Kleinkindesalter eine bessere Wirkung auf die Erwachsenenendgrösse zu erwarten ist als von einem Behandlungsbeginn in der Vorpubertät, kann anhand der vorliegenden Daten nicht beantwortet werden.

Bei Wachstumsstörungen infolge chronischer Niereninsuffizienz

Empfohlen wird eine Dosis von 1,4 mg/m² Körperoberfläche pro Tag (entspricht etwa 0,045–0,050 mg/kg Körpergewicht pro Tag). Höhere Dosen können benötigt werden, wenn die Wachstumsgeschwindigkeit zu gering ist. Eine Erhöhung der Dosierung sollte frühestens nach 6-monatiger Behandlung in Betracht gezogen werden und sollte 30% nicht überschreiten.

Bei Kindern und Jugendlichen mit intrauterinem Kleinwuchs (SGA)

Empfohlen wird eine Dosis von 0,033–0,067 mg/kg Körpergewicht pro Tag oder 1,0–2,0 mg/m² Körperoberfläche pro Tag.

Bei Erwachsenen mit Wachstumshormonmangel

Bei Patienten mit einem in der Kindheit diagnostizierten GH-Mangel wird für die Fortsetzung der Behandlung eine Dosierung von 0,2 bis 0,5 mg/Tag empfohlen. Die Dosis sollte den individuellen Bedürfnissen des Patienten entsprechend und basierend auf der Bestimmung der IGF-I-Konzentration schrittweise erhöht bzw. reduziert werden.

Bei Patienten, bei denen der GH-Mangel erst im Erwachsenenalter festgestellt wird, beträgt die empfohlene Startdosis 0,15–0,30 mg pro Tag. Die Dosis sollte den individuellen Bedürfnissen des Patienten entsprechend und basierend auf der Bestimmung der IGF-I-Konzentration schrittweise eingestellt werden. Alter und Geschlecht sind bei der Einstellung zu berücksichtigen.

In beiden Fällen sollte die Dosierung anhand von IGF-I-Messungen kontrolliert werden. Die klinische Reaktion sowie auftretende Nebenwirkungen sollten als Orientierung bei der Dosistitration einbezogen werden.

Bei Patienten, welche ein gutes klinisches Ansprechen zeigen, ist auch bei ausbleibender Normalisierung der IGF-I-Spiegel keine Dosissteigerung erforderlich.

Die tägliche Erhaltungsdosis übersteigt selten 1,33 mg pro Tag. Frauen können höhere Dosen benötigen als Männer. Da die normale endogene Produktion von Wachstumshormon mit dem Alter sinkt, kann auch der Somatropin-Bedarf mit zunehmendem Alter abnehmen.

Bei Patienten über 60 Jahre sollte die Behandlung mit Dosen von 0,1–0,2 mg pro Tag begonnen und je nach individuellem Bedarf langsam gesteigert werden. Dabei sollte jeweils die niedrigste wirksame Dosis eingesetzt werden. Die tägliche Erhaltungsdosis übersteigt bei diesen Patienten selten 0,5 mg pro Tag.

Tagesdosis

mg/kgKörpergewicht

mg/m2Körperoberfläche

Wachstumshormonmangel bei Kindern

0,025–0,035

0,7−1,0

Prader-Willi-Syndrom bei Kindern

0,035

1,0

Turner-Syndrom

0,045−0,050

1,4

Chronische Niereninsuffizienz

0,045−0,050

1,4

Kinder/Jugendliche mit intrauterinem Kleinwuchs (SGA)

0,033−0,067

1,0−2,0

Dosis

mg/TagStartdosis

mg/TagErhaltungsdosisübersteigt selten

Fortsetzung d. Behandlung nach Wachstumshormonmangel in Kindheit

0,20−0,50

Wachstumshormonmangel bei Erwachsenen

0,15−0,30

1,33

Wachstumshormonmangel bei Erwachsenen >60

0,10−0,20

0,50

Dauer der Anwendung

Bei der Behandlung von Wachstumsstörungen mit Omnitrope handelt es sich um eine kontinuierliche Langzeitbehandlung, die unter regelmässiger Kontrolle bis zum gewünschten klinischen Erfolg bzw. bis zum Epiphysenschluss fortgesetzt werden kann.

Bei Kindern und Jugendlichen mit chronischer Niereninsuffizienz ist die Behandlung nach einer Nierentransplantation unabhängig vom Alter zu beenden.

Die Dauer der Behandlung bei Erwachsenen ist unbestimmt. In jährlichen Intervallen ist fachärztlich zu überprüfen, ob die Behandlung dem Patienten einen reellen klinischen Gewinn bringt und demnach eine Weiterbehandlung sinnvoll ist.

Art der Anwendung

Omnitrope wird subkutan verabreicht.

Die Injektionsstelle sollte täglich gewechselt werden, um eine Lipoatrophie zu vermeiden.

Falls eine Dosis vergessen wurde, sollte die Therapie am darauf folgenden Tag wie gewohnt weitergeführt werden. Auf keinen Fall dürfen zwei Dosen am gleichen Tag verabreicht werden.

Spezielle Dosierungsempfehlungen

Ältere Patienten: Zur Dosierung bei Patienten ab 60 Jahren siehe oben. Die Dosierung richtet sich nach dem individuellen Bedarf.

Eingeschränkte Nierenfunktion: Die Pharmakokinetik von Somatropin wurde bei Patienten mit Niereninsuffizienz nicht untersucht. Eine Dosisanpassung ist jedoch vermutlich nicht erforderlich. Zur Dosierung bei Kindern mit Wachstumsstörungen infolge chronischer Niereninsuffizienz siehe oben.

Eingeschränkte Leberfunktion: Somatropin wurde bei Patienten mit Leberinsuffizienz nicht untersucht. Es können daher keine Dosierungsempfehlungen gemacht werden

Kontraindikationen

  • Kinder mit Down- oder Bloom-Syndrom oder Fanconi-Anämie.
  • Vorliegen eines aktiven Tumors und/oder aktiver intrakranieller Läsionen, bestehende Tumortherapie.
  • kritisch kranke Patienten mit Komplikationen nach offenen Herz- oder abdominalen Operationen, Polytrauma oder akuter respiratorischer Insuffizienz.
  • Schwangerschaft, Stillzeit.
  • bekannte Überempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe von Omnitrope.

Bei Kindern und Jugendlichen mit geschlossenen Epiphysen ist Omnitrope unwirksam.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Erfahrungen bei Patienten über 60 Jahren sind beschränkt. Ältere Patienten reagieren u. U. empfindlicher auf die Wirkung von Somatropin; daher kann es bei ihnen eher zu unerwünschten Wirkungen kommen.

Die Erfahrungen bei der Langzeitbehandlung von Erwachsenen und von Patienten mit Prader-Willi Syndrom sind begrenzt.

Prader-Willi-Syndrom (PWS)

Es gab Berichte über Todesfälle im Zusammenhang mit einer Wachstumshormon-Behandlung bei pädiatrischen Patienten mit Prader-Willi-Syndrom, welche einen oder mehrere der folgenden Risikofaktoren aufwiesen: schwere Adipositas (das Verhältnis Gewicht/Grösse übersteigt 200% des Medianwertes von Kindern gleicher Körpergrösse), Atembeschwerden oder Schlafapnoe in der Anamnese oder eine nicht diagnostizierte Atemwegsinfektion. Bei Patienten, bei denen einer oder mehrere dieser Faktoren zutreffen, könnte ein erhöhtes Risiko bestehen. Patienten mit PWS müssen daher vor Beginn der Behandlung mit Somatropin auf Anzeichen einer Obstruktion der oberen Atemwege, einer Schlafapnoe oder von Atemwegsinfekten untersucht werden. Wenn sich aufgrund pathologischer Befunde der Verdacht auf eine Obstruktion der oberen Atemwege ergibt, muss das Kind vor Beginn der Wachstumshormon-Therapie an einen ORL-Spezialisten zur weiteren Abklärung und Therapie der Atemwegsbeschwerden überwiesen werden.

Eine Schlafapnoe muss vor Beginn der Wachstumshormon-Therapie durch anerkannte Methoden wie Polysomnographie oder nächtliche Oxymetrie untersucht und gegebenenfalls weiter überwacht werden.

Falls ein Patient während der Therapie mit Somatropin Anzeichen für eine Obstruktion der oberen Atemwege entwickelt (einschliesslich beginnendem oder zunehmendem Schnarchen), muss die Therapie unterbrochen und erneut eine ORL-ärztliche Untersuchung durchgeführt werden.

Bei Verdacht auf Schlafapnoe ist eine entsprechende Überwachung und wenn nötig Behandlung erforderlich.

Alle Patienten mit PWS müssen auf Anzeichen von Atemwegsinfektionen überwacht werden, die so früh als möglich diagnostiziert und aggressiv behandelt werden müssen.

Bei allen Patienten mit PWS muss vor und während der Wachstumshormon Therapie eine effektive Gewichtskontrolle erfolgen.

PWS-Patienten sollten immer in Kombination mit einer kalorienreduzierten Diät behandelt werden.

Bei PWS-Patienten sind Skoliosen häufig. Skoliosen können bei jedem schnellwachsenden Kind voranschreiten. Symptome einer Skoliose sollten während der Behandlung überwacht werden. Es gibt jedoch bis jetzt keine Hinweise, dass eine Behandlung mit Wachstumshormon den Schweregrad oder die Inzidenz einer Skoliose erhöht.

Anwendung bei Tumorpatienten

Bei der Behandlung von Wachstumshormonmangel als Sekundärfolge einer Tumorbehandlung muss der Patient auf mögliche Rezidive des Tumors hin überwacht werden.

Bei Patienten nach in der Kindheit überstandener maligner Erkrankung (sogenannte «childhood cancer survivors») wurde unter Behandlung mit Somatropin über ein erhöhtes Risiko für Zweitneoplasien berichtet. Am häufigsten handelte es sich dabei um intrakranielle Tumoren, insbesondere Meningeome. Diese Tumoren wurden v.a. bei Patienten beobachtet, welche zur Therapie ihrer ersten Neoplasie eine Strahlentherapie des Kopfes erhalten hatten.

Bei Erwachsenen ist bisher nicht bekannt, ob ein Zusammenhang zwischen einer Somatropin-Therapie und Rezidiven von Tumoren des ZNS bestehen könnte.

Benigne intrakranielle Hypertension

Bei schweren oder rezidivierenden Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit und/oder Erbrechen sollte eine Funduskopie zum Ausschluss eines Papillenödems durchgeführt werden. Bei Vorliegen eines Papillenödems muss eine benigne intrakraniale Hypertension in Betracht gezogen und ggf. die Therapie mit Wachstumshormon abgebrochen werden. Verbindliche Empfehlungen zur Wiederaufnahme der Behandlung nach Abklingen der Symptome können nicht gegeben werden. Falls die Wachstumshormonbehandlung weitergeführt wird, ist eine sorgfältige Überwachung notwendig.

Glukosetoleranz

Somatropin reduziert die Empfindlichkeit auf Insulin, weshalb Patienten auf Anzeichen einer Glucoseintoleranz beobachtet werden sollten. In seltenen Fällen kann die Somatropin-Therapie eine Störung der Glucosetoleranz hervorrufen, welche die Kriterien für einen Typ II Diabetes mellitus erfüllt. Das Risiko, während der Behandlung mit Somatropin einen Diabetes zu entwickeln, ist bei jenen Patienten am höchsten, welche bereits eine verminderte Glukosetoleranz und/oder andere Risikofaktoren für einen Typ II Diabetes mellitus aufweisen, wie z.B. Adipositas, positive Familienanamnese oder Steroidtherapie. Bei Patienten mit vorbestehendem Diabetes mellitus sollte deshalb die Gabe von Omnitrope nur unter strenger ärztlicher und laborchemischer Überwachung erfolgen. Die Dosierung der antidiabetischen Therapie muss nach Beginn der Somatropin-Behandlung allenfalls angepasst werden.

Schilddrüsenfunktion

Nach Beginn der Somatropin-Behandlung sowie nach allfälligen Dosisanpassungen sollte die Schilddrüsenfunktion kontrolliert werden.

Während der Behandlung mit Somatropin wurde infolge einer erhöhten peripheren Dejodierung von Thyroxin eine verstärkte Konversion von T4 zu T3 beobachtet, was zu verminderten T4 bzw. erhöhten T3 Serumkonzentrationen führen kann. Im Allgemeinen blieben die peripheren Hormonspiegel jedoch innerhalb der Normbereiche für Gesunde. Bei Patienten mit zentraler subklinischer Hypothyreose, bei denen sich theoretisch eine Hypothyreose entwickeln könnte, kann die Wirkung von Somatropin auf die Schilddrüsenhormonspiegel jedoch klinisch relevant sein. Umgekehrt kann eine unbehandelte Hypothyreose die Wirkung von Somatropin beeinträchtigen. Gegebenenfalls ist zusätzlich zu Omnitrope Schilddrüsenhormon zu verabreichen.

Bei Patienten, die eine Thyroxin-Substitutionstherapie erhalten, kann es jedoch auch umgekehrt zu einer milden Hyperthyreose kommen.

Skelettveränderungen

Bei Patienten mit endokrinen Störungen, einschliesslich solcher mit Wachstumshormonmangel, besteht ein erhöhtes Risiko einer Epiphyseolysis capitis femoris, und bei kleinwüchsigen Patienten tritt ein Morbus Perthes-Calvé-Legg gehäuft auf. Ob das Risiko für das Auftreten dieser Erkrankungen durch eine Somatropin-Behandlung erhöht wird, kann nicht abschliessend beurteilt werden. Arzt und Eltern sollten daher auf das mögliche Auftreten von sich langsam verstärkendem Hinken, von Hüft- und Knieschmerzen und/oder einer Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit achten.

Insbesondere Patientinnen mit Turner-Syndrom sollten in regelmässigen Abständen und vor allem bei Auftreten von Knochenschmerzen auf Anzeichen einer Epiphyseolyse oder eines Morbus Scheuermann untersucht werden.

Somatropin-Therapie bei pädiatrischen Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz

Vor der Entscheidung, eine Therapie mit Wachstumshormon zu beginnen, sollte ein Nierenfunktionstest durchgeführt werden. Der GFR-Wert sollte dabei unter 50% des Normwertes liegen. Damit Wachstumsstörungen erkannt und bestätigt werden können, sollte das Wachstum während eines Jahres verfolgt werden. Die Behandlung der chronischen Niereninsuffizienz sollte während der Wachstumshormon-Therapie wie üblich weitergeführt werden.

Antikörperbildung

Eine Antikörperbildung gegen Somatropin wurde beobachtet. Die Bindungskapazität dieser Antikörper war gering, und ihre Bildung wurde nicht mit klinischen Veränderungen in Zusammenhang gebracht. Falls der Patient nicht auf die Behandlung anspricht, sollen jedoch die Antikörper gegen Wachstumshormon gemessen werden.

Weitere Vorsichtsmassnahmen

Die Wirkung von Somatropin auf die Genesung Schwerkranker wurde in zwei placebokontrollierten Studien an 522 erwachsenen Patienten mit Komplikationen nach offenen Herz- oder abdominalen Operationen, Polytrauma oder akuter respiratorischer Insuffizienz untersucht. Die Mortalität war höher bei Patienten, die täglich mit 5,3 oder 8 mg Somatropin behandelt wurden, als bei Patienten der Placebo-Gruppe (41,9% vs. 19,3%). Daher sollten solche Patienten nicht mit Somatropin behandelt werden. Da keine Angaben über die Sicherheit bei der Substitutionstherapie mit Wachstumshormon bei kritisch kranken Patienten vorliegen, müssen wie bei allen Patienten, die eine solche Erkrankung oder einen vergleichbaren kritischen Zustand entwickeln, die erwarteten Vorteile einer Fortsetzung der Behandlung gegen die potentiellen Nachteile abgewogen werden.

Bei Vorliegen einer kompletten oder partiellen Hypophysenvorderlappeninsuffizienz kann eine Substitutionstherapie mit zusätzlichen Hormonen (z.B. Glucokortikoiden) notwendig sein. In diesem Fall muss die Dosis dieser Zusatztherapie besonders sorgfältig eingestellt werden, um eine Wachstumshemmung zu verhindern.

Patienten unter einer Therapie mit Somatropin sollten bezüglich einer Grössenzunahme oder Hinweisen auf maligne Veränderungen vorbestehender Naevi überwacht werden.

Bei Kindern mit bestimmten seltenen genetischen Ursachen eines Kleinwuchses wurde über ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung maligner Erkrankungen berichtet. Bei der Entscheidung, eine Therapie mit Wachstumshormon einzuleiten, sollte dieses Risiko bei der Nutzen-Risiko-Abwägung berücksichtigt werden. Unter der Behandlung mit Somatropin müssen solche Patienten engmaschig auf eine mögliche Entwicklung von Neoplasien überwacht werden.

Es liegen Berichte über das Auftreten einer Pankreatitis unter Behandlung mit Somatropin vor, insbesondere bei Kindern. Publizierte Daten deuten darauf hin, dass vor allem Mädchen mit Turner-Syndrom unter einer Somatropin-Therapie ein erhöhtes Risiko für eine Pankreatitis aufweisen könnten. Treten bei einem Patienten unter Behandlung mit Somatropin akute starke Oberbauchbeschwerden auf, sollte eine Pankreatitis in die Differentialdiagnose einbezogen werden.

Über reduzierte Cortisol-Serumspiegel, wahrscheinlich infolge Beeinflussung der Plasmaproteinbindung, wurde berichtet. Verlagerungen zu freiem Cortisol im Serum wurden jedoch nicht beobachtet und die Veränderungen scheinen klinisch nicht relevant zu sein.

Interaktionen

Pharmakokinetische Interaktionen

Die Gabe von Somatropin kann die Clearance von Substanzen erhöhen, die durch das Cytochrom P450 3A4 metabolisiert werden (z.B. Geschlechtshormone, Kortikosteroide, Antikonvulsiva und Ciclosporin). Die klinische Bedeutung ist unklar.

Pharmakodynamische Interaktionen

Der therapeutische Effekt bei hypophysärem Minderwuchs kann bei einer gleichzeitig durchgeführten Glucokortikoidbehandlung eingeschränkt sein.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Östrogenen, Androgenen, Anabolika oder Gonadotropinen kann es zu einer additiven Wirkung auf die Knochenreifung kommen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Die klinische Erfahrung bei schwangeren Frauen ist beschränkt. Reproduktionsstudien bei Tieren ergaben keine Hinweise auf eine Schädigung des Feten. Da die Auswirkungen einer erhöhten Wachstumshormon-Konzentration auf spezifische Stadien der Embryogenese bzw. des fetalen Wachstums bisher ungeklärt sind, darf Somatropin während der Schwangerschaft nicht verabreicht werden.

Während einer normalen Schwangerschaft sinken die endogenen Wachstumshormonspiegel nach der 20. Schwangerschaftswoche signifikant ab und normalisieren sich wieder bis zur 30. Schwangerschaftswoche. Vor diesem Hintergrund ist es unwahrscheinlich, dass im dritten Trimester eine Somatropin-Substitutionstherapie notwendig ist.

Zu einem möglichen Übertritt von hGH in die Muttermilch liegen keine Daten vor. Auch wenn die Absorption von intaktem Protein aus dem Gastrointestinaltrakt des Kindes unwahrscheinlich ist, sollte während der Anwendung von Somatropin nicht gestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Ein Defizit an extrazellulärem Volumen ist charakteristisch bei Patienten mit einem Wachstumshormonmangel. Nach Beginn der Behandlung mit Somatropin wird dieses Defizit rasch korrigiert. In der Folge kann es zu einer Flüssigkeitsretention kommen.

Bei Patienten mit Prader-Willi-Syndrom wurden nach der Markteinführung seltene Fälle von plötzlichem Tod unter Somatropin-Behandlung beschrieben. Es ist jedoch nicht bekannt, ob diese in einem kausalen Zusammenhang zu der Therapie mit Wachstumshormonen stehen.

Erwachsene

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen unter Anwendung von Somatropin waren in den klinischen Studien (mit einer Inzidenz von jeweils 1−10%) Flüssigkeitsretention mit peripheren Ödemen sowie Steifheit der Extremitäten, Arthralgien, Myalgien und Parästhesien. Im Allgemeinen treten diese unerwünschten Wirkungen zu Beginn der Behandlung auf und klingen entweder spontan oder bei Dosisreduktion wieder ab.

Die Häufigkeit dieser unerwünschten Wirkungen ist abhängig von der verabreichten Dosis und vom Alter des Patienten sowie wahrscheinlich umgekehrt proportional zum Alter des Patienten bei Einsetzen des Wachstumshormonmangels.

Nachstehend sind die unerwünschten Wirkungen, welche in den klinischen Studien oder während der Marktüberwachung unter der Anwendung von Somatropin beobachtet wurden, geordnet nach Systemorganklassen und gemäss den folgenden Häufigkeitsangaben dargestellt:

Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1000), sehr selten (<1/10'000), nicht bekannt (basierend überwiegend auf Spontanmeldungen aus der Marktüberwachung, genaue Häufigkeit kann nicht abgeschätzt werden).

Erkrankungen des Immunsystems

Häufig: Antikörperbildung gegen Somatropin (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Endokrine Erkrankungen

Selten: reduzierte Cortisol-Serumspiegel (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), Erhöhung des Blutglucosespiegels (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), Diabetes mellitus, Hypothyreose.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Parästhesien.

Gelegentlich: Karpaltunnelsyndrom.

Selten: Benigne intrakranielle Hypertension (Pseudotumor cerebri).

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

Nicht bekannt: Schlafapnoe bei Patienten mit Prader-Willi-Syndrom.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Nicht bekannt: selbstlimitierte Progression pigmentierter Naevi.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Steifheit der Extremitäten, Arthralgien, Myalgien.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Selten: Gynäkomastie.

In einigen Fällen erfolgte eine spontane Resolution, obwohl die Behandlung weitergeführt wurde.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: periphere Ödeme.

Pädiatrische Patienten

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen bei Kindern sind vorübergehende lokale Hautreaktionen an der Injektionsstelle. Hingegen treten eine Flüssigkeitsretention sowie Symptome wie Parästhesien, Arthralgien, Myalgien und Steifheit der Extremitäten in dieser Altersgruppe seltener auf als bei Erwachsenen. Darüber hinaus ist die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen bei Kindern abhängig von der Indikation. Insgesamt entspricht das Sicherheitsprofil von Somatropin bei Kindern und Jugendlichen jedoch jenem bei Erwachsenen.

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Sehr selten: Leukämie bei Kindern mit hypophysärem Kleinwuchs. Die Inzidenz scheint jedoch mit jener bei Kindern ohne Wachstumshormonmangel vergleichbar zu sein (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich: Parästhesien.

Selten: Benigne intrakranielle Hypertension (Pseudotumor cerebri).

Bei niereninsuffizienten Kindern unter Somatropin tritt eine benigne intrakranielle Hypertonie mit einer Inzidenz von 0,9% etwa 10-mal häufiger auf als bei Anwendung von Somatropin in anderen Indikationen.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Nicht bekannt: akute Pankreatitis (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich: Steifheit der Extremitäten, Arthralgien, Myalgien.

Nicht bekannt: Epiphyseolysis capitis femoris, Morbus Perthes-Calvé-Legg (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Selten: vorzeitige Thelarche.

In einigen Fällen schritt die Brustentwicklung trotz fortgesetzter Behandlung nicht weiter fort.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: vorübergehende lokale Hautreaktionen an der Injektionsstelle.

Gelegentlich: periphere Ödeme.

Überdosierung

Eine akute Überdosierung könnte zunächst zu einer Hypoglykämie führen, der eine Hyperglykämie folgt. Eine Langzeit-Überdosierung kann eine Akromegalie verursachen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: H01AC01

Wirkungsmechanismus

Omnitrope enthält Somatropin (r-hGH), ein Polypeptid mit 191 Aminosäuren, welches in chemischer Zusammensetzung und Struktur mit dem humanen hypophysären Wachstumshormon völlig identisch ist. Es wird gentechnologisch in reinster Form in E. coli Bakterien hergestellt.

Bei Kindern mit ungenügender Produktion von endogenem Wachstumshormon stimuliert Somatropin das Längenwachstum und erhöht die Wachstumsrate. Diese Wirkung wird über eine Stimulierung der insulinähnlichen Wachstumsfaktoren (IGF, Somatomedine) vermittelt.

Neben seiner wachstumsfördernden Wirkung stimuliert Somatropin Zellteilung, Aufnahme von Aminosäuren, Proteinsynthese und Lipolyse und reduziert die Glucoseverwertung (Anti-Insulinwirkung).

Die Serumkonzentrationen von IGF-I (Insulin-like Growth Factor-I) und IGFBP3 (Insulin-like Growth Factor Binding Protein 3) werden durch Somatropin erhöht.

Beruht der Minderwuchs auf dem Unvermögen, IGF (Somatomedine) zu bilden oder auf dem Fehlen ihrer Rezeptoren, so ist durch eine exogene Zufuhr von Somatropin keine therapeutische Wirkung zu erwarten.

Klinische Wirksamkeit

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Somatropin bei der Behandlung pädiatrischer Patienten mit intrauterinem Kleinwuchs (SGA) wurden in 4 randomisierten, offenen Studien untersucht. Die Behandlungsregimes variierten zwischen den Studien und schlossen in einigen Gruppen behandlungsfreie Intervalle ein. Während der ersten 24 Monate wurden die Kinder zwischen 2 und 9 Jahren mit Dosen von 0,033 mg/kg/Tag, 0,067 mg/kg/Tag oder 0,1 mg/kg/Tag behandelt. Für die restlichen 48 Monate waren die Dosen 0,033 mg/kg/Tag oder 0,067 mg/kg/Tag.

Veränderung des Standard-Deviation-Score (SDS) der Körperlänge pro Behandlungsgruppe von Baseline bis 72 Monate. Mittelwert ± SEM.

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Die Abbildung zeigt, dass die kontinuierliche Behandlung über 72 Monate wirksam und dosisabhängig ist. Bei Patienten, die nur während der ersten 24 Monate behandelt wurden, sank der Standard-Deviation-Score (SDS) der Körperlänge zwischen 24 und 72 Monaten wieder ab. Bei Patienten, die nach 24 Monaten nur zeitweise behandelt wurden, blieb der Standard-Deviation-Score (SDS) der Körperlänge mehr oder weniger unverändert. Ein Abbruch der Behandlung führte zu einem Verlust des Wachstumsvorteils.

Die Auswirkungen eines Wachstumshormonmangels beim Erwachsenen werden durch Somatropin wie folgt beeinflusst:

Keiner der nachfolgend aufgeführten Parameter wurde in doppelblinden, statistisch validierten Untersuchungen eindeutig belegt, sondern stellt eine Beschreibung der in 2 gepoolten kontrollierten und 3 unkontrollierten Studien an insgesamt 110 Patienten gewonnenen Daten dar.

Zentrale Adipositas: wird leicht vermindert.

Fettfreie Masse: wird leicht erhöht.

Gesamtfettmasse: bleibt unverändert.

Knochendichte (BMD): Nach initial leichtem Abbau erfolgt in der Regel nach 1–2 Jahren eine Zunahme. Frakturdaten liegen nicht vor.

Plasmalipide: Verminderung von Gesamtcholesterin und LDL, Erhöhung von HDL. Die klinische Relevanz dieser Veränderungen ist nicht geklärt.

Muskelkraft und kardiovaskuläre Leistungsfähigkeit: kein Einfluss.

Subjektive Lebensqualität: variabler, nicht signifikanter Einfluss.

Zur Mortalität (gesamte und kardiovaskuläre) liegen keine Daten vor.

Pharmakokinetik

Absorption

Nach subkutaner Applikation von Somatropin werden etwa 80% des Somatropins absorbiert. Nach Gabe einer subkutanen Dosis von 0,035 mg/kg Somatropin werden maximale Plasmakonzentrationen von 13−35 ng/ml nach 3−6 Stunden erreicht.

Distribution

Das mittlere Verteilungsvolumen von Somatropin nach Verabreichung an erwachsene Patienten mit GH-Mangel beträgt ca. 1,3 (± 0,8) l/kg.

Metabolismus

Die Metabolisierung von Somatropin erfolgt entsprechend dem allgemeinen Proteinstoffwechsel.

Elimination

Die mittlere Halbwertszeit von Somatropin nach intravenöser Verabreichung bei Erwachsenen mit Wachstumshormonmangel beträgt etwa 0,4 Stunden. Nach subkutaner Verabreichung beträgt die Halbwertszeit etwa 2–3 Stunden. Dieser Unterschied ist durch die langsame Absorption von der Injektionsstelle bei subkutaner Verabreichung zu erklären.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Die absolute Bioverfügbarkeit von Somatropin nach subkutaner Verabreichung scheint bei Frauen und Männern vergleichbar zu sein.

Pharmakokinetische Daten über Somatropin bei geriatrischen und pädiatrischen Patientenpopulationen verschiedener Ethnien oder solchen mit Nieren-, Leber- oder Herzinsuffizienz sind nicht verfügbar.

Präklinische Daten

Präklinische in-vitro- und in-vivo-Genotoxizitätsstudien lieferten keine Hinweise auf Genmutationen oder Chromosomenaberrationen.

Studien zur allgemeinen Toxizität, lokalen Verträglichkeit und Reproduktionstoxizität erbrachten keine Hinweise auf klinisch relevante Effekte.

Eine erhöhte Chromosomenfragilität wurde nach Zugabe des Radiomimetikums Bleomycin in einer In-vitro-Studie mit Lymphozyten von Patienten nach Somatropin-Langzeitbehandlung festgestellt. Die klinische Bedeutung ist unklar.

Eine weitere Studie mit Lymphozyten von Patienten nach Somatropin-Langzeitbehandlung zeigte keine vermehrten Chromosomenanomalien.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Da keine Verträglichkeitsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Nach der ersten Anwendung innerhalb von 28 Tagen verbrauchen.

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalverpackung, im Kühlschrank (2–8 °C), vor Licht geschützt und ausser Reichweite von Kindern lagern. Nicht einfrieren.

Hinweise für die Handhabung

Omnitrope 5, 10, 15 sind zur Verwendung mit den Injektionsgeräten Omnitrope Pen 5, Omnitrope Pen 10 respektive SurePalTM 5, SurePalTM 10, SurePalTM 15 bestimmt.

Die Glaspatronen für Omnitrope 5, 10, 15 zur Verwendung mit den Injektionsgeräten SurePalTM 5, 10 und 15 sind über einen Kunststoffmechanismus fest in ein transparentes Behältnis montiert und unterscheiden sich darin von den Omnitrope 5 und 10 Patronen für die Anwendung mit dem Omnitrope Pen 5 und 10. Diese fest verbundene Patroneneinheit verfügt über ein Gewinde an einem Ende für die Befestigung der Injektionsnadel.

Der Omnitrope Pen 5 wird für Omnitrope 5 und mit einer BDTM Pen-Nadel (29 G × 12,7 mm oder 31 G × 8 mm oder 31 G × 5 mm) verwendet. Der Pen kann in 0,05 mg Schritten auf jede Dosis bis max. 2,7 mg eingestellt werden.

Der SurePalTM 5 (Pen) wird für Omnitrope 5 (nur zur Verwendung mit SurePalTM) und mit einer BDTM Pen-Nadel (29 G × 12,7 mm oder 31 G × 8 mm oder 31 G × 5 mm) verwendet. Der Pen kann in 0,05 mg Schritten auf jede Dosis bis max. 2,7 mg eingestellt werden.

Der Omnitrope Pen 10 wird für Omnitrope 10 und mit einer BDTM Pen-Nadel (29 G × 12,7 mm oder 31 G × 8 mm oder 31 G × 5 mm) verwendet. Der Pen kann in 0,1 mg Schritten auf jede Dosis bis max. 5,4 mg eingestellt werden.

Der SurePalTM 10 (Pen) wird für Omnitrope 10 (nur zur Verwendung mit SurePalTM) und mit einer BDTM Pen-Nadel (29 G × 12,7 mm oder 31 G × 8 mm oder 31 G × 5 mm) verwendet. Der Pen kann in 0,1 mg Schritten auf jede Dosis bis max. 5,4 mg eingestellt werden.

Der SurePalTM 15 (Pen) wird für Omnitrope 15 (nur zur Verwendung mit SurePalTM)und mit einer BDTM Pen-Nadel (29 G × 12,7 mm oder 31 G × 8 mm oder 31 G × 5 mm) verwendet. Der Pen kann in 0,1 mg Schritten auf jede Dosis bis max. 5,4 mg eingestellt werden (siehe detaillierte Anleitungen zu Omnitrope Pen 5, Omnitrope Pen 10 respektive SurePalTM 5, SurePalTM 10 und SurePalTM 15).

Zulassungsnummer

61306 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Stand der Information

September 2016.

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