Zähneknirschen in der Nacht

Das Zähneknirschen ist in der Bevölkerung weit verbreitet. Besonders nachts kommt es vermehrt zu Zähneknirschen und Betroffene merken aufgrund der Schlafphase das Übel meist selbst gar nicht. Ein häufiges Symptom, welches auf das nächtliche Zähneknirschen hindeuten kann, sind beispielsweise Kopfschmerzen nach dem Aufstehen. Die Kräfte, welche beim Zähneknirschen oder Zahnpressen auf Kiefer und Zähne entstehen, sind immens.
Zähneknirschen

In jedem Alter möglich

Zähneknirschen kann grundsätzlich in jedem Alter vorkommen. Häufiger sind aber Erwachsene davon betroffen. Allerdings können auch Kinder bereits mit den Zähnen knirschen, wenn beispielsweise eine hohe psychische Belastung besteht.

In der Nacht verarbeiten wir die Geschehnisse des Tages

Das Unterbewusstsein verarbeitet in der Nacht die Geschehnisse des Tages. Gerade in emotional schwierigen Zeiten kann das Zähneknirschen als eine Art Ventil betrachtet werden. Während dem Verarbeitungsprozess von Alltagssituationen in der Nacht werden die Zähne aufeinandergepresst oder geknirscht. Meist fällt einem selbst gar nicht auf, dass man mit den Zähnen knirscht. In der Regel fällt es aber dem Partner oder der Partnerin nach einiger Zeit auf.

Zu den wichtigsten Symptomen des Zähneknirschens in der Nacht gehören:

  • Kopfschmerzen oder auch Schmerzen im Bereich der Schläfen
  • Verspannungen in der Gesichtsmuskulatur
  • Zahnschmerzen
  • Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich
Diese Symptome sind meist direkt nach dem Aufwachen feststellbar und können auf die Belastung durch die in der Nacht wirkenden Kräfte auf Zähne und Kiefer zurückgeführt werden.

Weitere Ursachen für Zähneknirschen

Nebst einer psychischen Belastung können auch andere Faktoren das Zähneknirschen begünstigen. Erkrankungen des Zahnhalteapparats oder auch ein nicht optimal sitzender Zahnersatz (z.B. Brücken, Kronen oder Prothesen) können Zähneknirschen/Zahnpressen auslösen. Auch Alkohol oder koffeinhaltige Getränke können Zähneknirschen auslösen. In seltenen Fällen kann das Problem auch durch die Einnahme bestimmter Medikamente entstanden sein. Wir empfehlen bei längerem Anhalten des Zähneknirschens im Zweifelsfall eine Fachperson aufzusuchen um allfällige Schäden an den Zähnen zu vermeiden.

Das kann gegen das Zähneknirschen getan werden

Die nachhaltigste Variante ist, wenn sich das Zähneknirschen oder Zahnpressen durch gezieltes Training ganz abgewöhnen lässt. Tagsüber kann man sich immer wieder in Erinnerung rufen, dass die Tendenz zum Zähnebeissen besteht. Betroffene können sich mehrmals täglich ermahnen und dies so abtrainieren. Während dem Schlaf gestaltet sich dies allerdings schwieriger. In diesem Fall können Anti-Knirschschienen helfen, die Zähne zu schonen.

Zwei wirkungsvolle Tipps gegen Zähneknirschen und Zahnbeissen

  1. Tagsüber: Machen Sie sich bewusst, dass Sie mit den Zähnen knirschen oder zahnbeissen.
  2. Nachts: Ist die Ursache auf eine emotionale Belastung zurückzuführen, so können gezielte Entspannungsübungen vor dem zu Bett gehen gemacht werden. Eignen Sie sich ein Ritual an, bei welchem der Körper durch die stetige Wiederholung trainiert wird, zu entspannen und herunterzufahren.

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