Verschiedene Wundarten und geeignete Behandlungsmethoden

Eine Schnittwunde muss anderst behandelt werden als eine Schürfwunde und eine Brandwunde benötigt nochmals spezielle Aufmerksamkeit. Doch wenn's passiert, dann muss schnell die richtige Behandlungsvariante gewählt werden. Wir erklären 4 häufige Wundarten im Alltag und welche Behandlungsmöglichkeiten und Pflaster dazu passen.
Verschiedene Wundarten und geeignete Pflaster

4 häufige Wundarten im Alltag

Schnittwunden

Sie sind schnell passiert in der Küche und bluten stark. Kleine Schnittwunden können selbst behandelt werden. Bei grösseren Schnittwunden oder auch kleinen, aber tieferen Verletzungen, soll ein Arzt aufgesucht werden. Schnittwunden haben glatte Wundränder und neigen im Vergleich zu anderen Wundarten zu einem hohen Blutverlust.

Schürfwunden

Mit dem Velo umgefallen und das Knie aufgeschürft: Der Klassiker unter den Schürfwunden. Schürfwunden entstehen, wenn die Haut mit Druck einer Oberfläche entlanggeschleift wird. Meist bluten diese Wunden nicht so stark, sie haben keine glatten Wundränder, können stark verunreinigt sein und nässen. Grössere Schürfwunden, welche stark nässen, sollten professionell behandelt werden z.B. in einer Apotheke.

Brandwunden

Der Schweregrad ergibt sich aus der Lokalisation, der Ausdehnung und der Tiefe der Verbrennung:
1. Grad: Stark gerötete Haut (Sonnenbrand)
2. Grad: Blasenbildung
3. Grad: Oberhaut und Lederhaut zerstört. Haut ist trocken, lederartig verdickt und kann weisslich bis bräunlich verfärbt sein.
4. Grad: Höchster Schweregrad, auch Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenke sind betroffen
Wir empfehlen eine Selbstversorgung von kleinflächigen Wunden 1. Grades. Bei einer Verbrennung 1. Grades soll die Haut gekühlt werden. Kaltes bis lauwarmes Wasser solange an die betroffene Stelle anbringen, bis die Schmerzen nachlassen.

Quetschwunden

Quetschwunden entstehen durch Unfälle im Haushalt, Sportunfälle, Arbeitsunfälle oder auch Unfälle im Strassenverkehr. Diese Art von Wunden sind schmerzhaft, denn das Weichteilgewebe wird so stark zusammengedrückt, dass Blutgefässe platzen oder zerreissen und das Blut in das umliegende Gewebe abgegeben wird. Quetschwunden können mit Salben aus der Apotheke behandelt werden. Bei grossen Quetschwunden muss jedoch ein Arzt aufgesucht werden.
Für jeden das richtige Pflaster

Für jeden das richtige Pflaster

Pflaster für Allergiker

Bei allergischen Reaktionen auf Pflaster ist die Latexallergie eine der meist verbreiteten Allergien. Viele Alltagsgegenstände wie beispielsweise Gummibänder, Luftballon, Schnuller, Kondome aber auch Pflaster enthalten Latex. Latex wird aus einer milchig-weißen Flüssigkeit hergestellt, die vom Gummibaum gewonnen wird.

Wasserfeste Pflaster

Bei einer grösseren oder tieferen Wunde sind wasserfeste Pflaster klar empfohlen. Einerseits lässt der Kontakt mit Wasser die Haut aufquellen, was sie anfälliger für Infektionen macht. Andererseits kann auch Wasser, welches klar und sauber aussieht z.B. in Schwimmbädern, Keime enthalten, welche eine Infektion der Wunde begünstigen.

Pflaster bei infizierten Wunden

Es gibt Pflaster, welche speziell für infizierte Wunden entwickelt wurden. Häufig enthalten diese Pflaster eine Beschichtung, welche die Keime bindet. So wird beim Auswechseln des Pflasters jedes Mal erneut eine gute Umgebung für die Wundheilung geschaffen.

Allrounder für verschiedene Verletzungen

Bei unkomplizierten Verletzungen ist noch immer das gute, alte "Pflästerli" in verschiedenen Grössen oder zum Zuschneiden das Pflaster erster Wahl.

Pflaster für Kinder

Der Sturz mit dem Fahrrad hinterlässt eine Schürfung? Auch hier gilt wieder als erstes die Wunde zu reinigen. Damit das Verheilen der Wunde bei den Kleinen etwas mehr Freude macht, empfehlen wir spezielle Kinderpflaster mit süssen Motiven.

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