Gibt es die sog. „gesunde Sommerbräune“?

Sonnenschutz ist ein grosses Thema. Und nicht weniger relevant für unsere Gesellschaft. Selten gibt es ein Thema, bei welchem derart viele Weisheiten, Tipps und Falschinformationen weitergegeben werden. Begonnen bei den verschiedenen Hauttypen, unterschiedlichen Sonnencremen oder Selbstbräuner, weiter zu Sonnenschutz für die Haare, der Wirkung von ultravioletten Strahlen bis hin zur Sonnenallergie. Wir selbst und unser Umfeld haben stets einige Tipps zu diesen Themen bereit. Wir haben die wirklich wichtigen Informationen zusammengetragen und räumen auf mit Märchen.

Unterschied zwischen UVA und UVB Strahlen

Die Lichtstrahlen, welche von der Sonne auf die Erde kommen, werden durch die Atmosphäre stark vermindert und gefiltert. Diese Strahlen tun unserer Erde gut, durch sie wächst und gedeiht die Natur. Diese Strahlen treffen aber auch auf unsere Haut und dabei ist Vorsicht geboten. Es gibt zwei Arten von Strahlen, welche die grösste Wirkung auf unseren Körper haben. Es handelt sich um die UVA- und UVB-Strahlen. Es gibt eine einfache Eselsbrücke, um sich zu merken, was diese Strahlen in unserem Körper auslösen: Das „A“ von UV-A steht für Alterung und „B“ steht für Bräune oder Brand. Somit lösen die UVA-Strahlen vor allem das Altern der Haut aus, das bedeutet, dass Falten oder Pigmentflecken deutlich schneller sichtbar werden. Die UVB-Strahlen sind positiv formuliert für die lang anhaltende Bräune oder negativ formuliert für Sonnenbrand verantwortlich. Wer sich also gut vor der Sonne schützt, tut nicht nur seiner Gesundheit etwas Gutes sondern beugt auch noch sehr wirksam Altersanzeichen der Haut vor. Zu unseren Tipps für jung aussehende Haut.
Die Stärke der Sonneneinstrahlung unterscheidet sich jedoch je nach Gebiet. Umso näher am Äquator oder umso höher in den Bergen, desto stärker ist die Sonneneinstrahlung. Die Tageszeit spielt jedoch eine genauso wichtige Rolle, wie der Standort wo man sich befindet. Um die Mittagszeit bis am frühen Nachmittag erreicht die Sonneneinstrahlung ihren Höhepunkt (11.00 – 15.00 Uhr). Aufgepasst am Meer oder in den Bergen: Wasser lässt die Lichtstrahlen bis zu einer gewissen Tiefe durch und Sand und Schnee reflektieren die Strahlen zusätzlich. Wichtig: Sonnenbrille nicht vergessen, denn die UV-Strahlen können auch den Augen schaden. Das sollten Sie beachten bei der Sonne in den Bergen.

Individueller Sonnenschutz je nach Hauttyp

Der Hauttyp spielt eine entscheidende Rolle bei der Wahl der Stärke des Sonnenschutzes. Eine Sonnencreme ist jedoch für alle Hauttypen notwendig, auch bei dunkelhäutigen Personen.
Selbst stark pigmentierte Einheimische in äquatorialen Gebieten bei zu langer Sonnenbestrahlung Sonnenbrände bekommen - zwar ohne Rötung, aber sie schmerzen trotzdem. Insbesondere das Gesicht ist den Strahlen ausgesetzt und muss besonders gut geschützt werden. Erfahren Sie mehr über unsere Tipps beim Sonnenschutz speziell für das Gesicht.
Kinder und Säuglinge haben im Vergleich zu Erwachsenen einen schwächeren Schutz, da sich die Haut noch in der Entwicklung befindet. Deshalb sollte man darauf achten die Kinderhaut besonders gut vor der Sonne zu schützen. Unsere Tipps für gut geschützte Kinderhaut.

Chemischer oder physikalischer Sonnenschutz?

Der Schutz in den Sonnencremes kann über zwei Arten erreicht werden. Es gibt einerseits die Sonnencreme, bei welcher sich die verwendeten Inhaltsstoffe auf der Hautoberfläche absetzen und die Sonnenstrahlen so reflektieren. Diese Art von Sonnencreme entfaltet ihre Schutzwirkung über einen sog. „physikalischen Mechanismus“. Im Gegensatz dazu steht der chemische Sonnenschutz, welcher die Sonnenstrahlen aufnimmt, chemisch in Wärme umwandelt und damit unschädlich macht. Beim chemischen Sonnenschutz sollte beachtet werden, dass der Schutz nicht unmittelbar nach dem Auftragen gewährleistet ist und sich dieser erst nach ein paar Minuten entwickelt.
Es gibt aber auch viele Sonnencremen, bei welchen diese beiden Methoden gemischt werden.

Wasserfeste Sonnencremes

Um als wasserfest zu gelten, verlangt die internationale Norm von Cremen nur, dass mindestens die Hälfte der ursprünglichen Menge nach dem Baden noch am Körper ist. Wasserfest bedeutet daher nicht, dass die Sonnencreme zu 100% an der Haut bleibt, während man schwitzt oder baden geht. Die wasserfesten Sonnencremes eignen sich gut um geschützt Baden zu gehen. Nach dem Baden und insbesondere nach dem Abtrocknen muss der Sonnenschutz jedoch erneuert werden.

Selbstbräuner & Solarium

In unserer westlichen Welt gilt eine schön gebräunte Haut noch immer als Schönheitsideal. Um ganzjährig einen frischen Teint zu haben, können Selbstbräuner verwendet werden. Selbstbräuner schaden der Haut nicht und können daher über längere Zeit bedenkenlos angewendet werden bis der gewünschte Ton erreicht wurde. Vorsicht ist jedoch beim Gang ins Solarium geboten. Wer sich kurz vor den Ferien ein wenig vorbräunen möchte, kann dies bedenkenlos tun. Jedoch wird davon abgeraten über eine längere Zeit regelmässig ins Solarium zu gehen, da auch diese Strahlen der Haut schaden können. Wichtig zu wissen ist, dass die künstlich erlangte Bräune, egal ob via Selbstbräuner oder Solarium, die Haut nicht vor der Sonne schützt!

Welche Wirkung haben After-Sun?

Ein After-Sun lohnt sich auf jeden Fall! Die Haut wird damit intensiv mit Feuchtigkeit versorgt und kann sich besser regenerieren. Regelmässig als normale Bodylotion angewendet, hilft ein After-Sun, die Bräune zu verlängern.

Was tun bei Sonnenbrand?

Ein Sonnenbrand ist eine unschöne Angelegenheit. Er schmerzt, juckt, die Haut rötet sich und bildet in stärkeren Fällen sogar Bläschen. Die Haut zeigt uns damit, dass sie geschädigt wurde und hoffentlich erinnern wir uns noch lange an den Sonnenbrand um dies zukünftig zu vermeiden. Hat unsere Haut einen Sonnenbrand erwischt, so sollte die Sonne bis zum vollständigen Abklingen des Sonnenbrandes gemieden werden. Das können Sie tun, um die Schmerzen zu lindern und der Haut zu helfen.

Sonnenallergie

Als Sonnenallergie werden verschiedene Krankheiten bezeichnet, bei welchen übermässig die Haut auf die Sonne reagiert. Diese Reaktionen können einerseits direkt durch die sichtbaren oder unsichtbaren Strahlen hervorgerufen werden, oder aber erst nachdem gewisse Nahrungsmittel gegessen wurden oder die Haut in Berührung mit gewissen Materialien kam.

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