Reiseübelkeit

Ob beim Autofahren durch schöne Berglandschaften, im Zug auf dem Weg zur Arbeit, im Flugzeug Richtung Traumurlaub oder auf dem Schiff über dem Pazifik: Reisekrankheit kann überall auftreten und ist alles andere als angenehm. Schnell wird die sonst idyllische und aufregende Reise zur Qual für den Betroffenen und seine Mitreisenden. Ein Stück weit ist jemand mehr oder weniger dazu veranlagt, trotzdem gibt es einige Tipps und Tricks, damit Sie Ihre Reise in Zukunft in vollen Zügen geniessen können.

Reiseübelkeit – wie kommt sie zustande?

Fälschlicherweise wird häufig der Magen-Darm-Trakt für das Unwohlsein verantwortlich gemacht. Dies ist zwar ein naheliegender Irrtum, doch vielmehr entsteht Reisekrankheit durch die „Verwirrung“ des Gehirns. Setzen wir uns in ein Flugzeug oder Auto sendet der Körper das Signal des Stillstands aus. Richtet sich dann unser Blick auf die vorbeifahrende Landschaft oder neigt sich der Bus wegen einer Kurve, so ist unser Gehirn überfordert. Die verschiedenen Reize der vorbeiziehenden Landschaft und des Stillstandes stimmen nicht überein. Das Gleichgewichtsorgan erhält also widersprüchliche Informationen - was stimmt denn nun? Auf diese widersprüchlichen Anzeichen reagiert das Hirn wie bei einer Vergiftung. Darauf hin verspüren wir Übelkeit, Brechreiz und Schwindel.

Besser kein Fastfood und Alkohol

Um der Reisekrankheit entgegenzuwirken sollte man vor dem Antreten der Reise genügend trinken, aber dabei den Konsum von Kaffee und Alkohol unbedingt vermeiden. Zudem beispielsweise einen warmen Ingwertee ins Handgepäck verstauen und die Kaugummis gegen Reiseübelkeit nicht vergessen. Grundsätzlich gilt: Auf keinen Fall mit knurrendem Magen ins Flugzeug steigen, allerdings empfiehlt sich der Gang in eine fettige Fastfood-Kette genauso wenig. Hilfreich sind leicht verdauliche Speisen wie Zwieback, Obst oder Salzstängeli, die auch während der Reise immer wieder gesnackt werden können.

Wo sitzen?

Die richtige Platzwahl kann bereits Wunder bewirken. Im Schiff und im Flugzeug befinden sich die ruhigsten Plätze meist in der Mitte des Fahrzeugs. Bei einer Fahrt mit dem Zug oder Bus sollte man sich wenn immer möglich in Fahrtrichtung setzten und dabei möglichst so, dass man einen Punkt am Horizont fixieren kann. Dies hilft unserem Hirn die widersprüchlichen Signale besser verarbeiten zu können.

Handyfreie Zeit

Ein grosses No-Go ist jeglicher Konsum von Smartphones, Computerspielen oder anderen elektronischen Gadgets. Diese verwirren unser Gleichgewichtsorgan nur noch intensiver. Falls der Magen trotzdem beginnt verrückt zu spielen, sollte man auf alle Fälle Ruhe bewahren. Panik, Stress und Angst senden zusätzliche Reize aus, mit denen das Gehirn nicht klar kommt. Entspannungsübungen auf Deck oder im Autositz wirken dem Leid zusätzlich entgegen.

Mit Akkupressur-Bänder zur genussvollen Reise

Ein kleiner, handlicher, unauffälliger und vorallem sehr beliebter Begleiter ist das Sea-Band. Die Akupressurbänder üben einen leichten, praktisch nicht spürbaren Druck auf den sogenannten „Nei Kuan-Punkt“ aus. Diese Stimulierung wirkt sich positiv gegen Reisekrankheit aus. Leute, die diese Armbänder tragen, berichten von einer Minderung der Übelkeit innerhalb von wenigen Minuten. Die Bänder, die in diversen Farben und Grössen erhältlich sind, enthalten keine Arzneistoffe, die Nebenwirkungen verursachen könnten. Zudem kann man sie beliebig lange und oft anwenden.

Unsere Tipps gegen Reiseübelkeit

  • Ingwertee trinken
  • Elektronischen Geräten während der Fahrt zur Seite legen
  • Reisekaugummis und Medikamente gegen Übelkeit dabei haben
  • Sea-Band (Akkupressur-Armband)
  • Blick auf den Horizont richten
  • Leichte Nahrungsmittel wie Obst, Zwieback und “Salzstängeli” vor und während der Reise
  • Keinen Kaffee oder Alkohol im Voraus
  • In Fahrtrichtung sitzen
  • In der Nacht zuvor ausreichend schlafen

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