Ein Tag mit den Pillenpackern

Individuell abgepackte Medikamente pro Person in kleinen, handlichen Beuteln. Das ist für die Pillenpacker Tagesordnung, darin sind sie Profis. Durch die individuell abgepackten Beutel wird sichergestellt, dass jedes Medikament zur richtigen Zeit eingenommen wird. Der schöne Nebeneffekt: Angebrochene Packungen können für mehrere Personen verwendet werden, das ist ein wichtiger Beitrag gegen die Medikamentenverschwendung und der richtige Weg um Gesundheitskosten zu sparen. Die meisten Krankenkassen unterstützen diese Vorgehensweise und übernehmen die Verblisterungskosten. Aber nun von vorne.
Die Pillenpacker AG ist eine eigenständige Firma, gegründet von der Adler Apotheke in Winterthur. Wie es der Name bereits erahnen lässt, verpacken die Pillenpacker Medikamente individuell und pro Person in kleine, praktische Beutel. Das Konzept ist einfach aber sehr effektiv und lohnt sich insbesondere bei Personen, welche mehrere Tabletten pro Tag einnehmen müssen. Die Beutel enthalten genau abgezählt diejenigen Tabletten, welche zu einer bestimmten Tageszeit zusammen eingenommen werden müssen. Und je nachdem wie viel Mal die Tabletten pro Tag eingenommen werden müssen, werden entsprechende Beutel produziert und gut lesbar beschriftet.
Die Mitarbeitenden der Pillenpacker AG befinden sich im Gebäude der Adler Apotheke. Das Büro mit der gesamten Koordination befindet sich im 4. Stock des Gebäudes und die Produktion im Untergeschoss. Der Tag startet mit der Bearbeitung der eingegangen Rezepte. Die Kunden, welche uns bereits kennen, schicken die Rezepte gleich selbst. Bei Dauerrezepten übernehmen wir die Besorgung eines neuen Rezeptes auch selbst, wenn das alte nicht mehr gültig ist. Wir pflegen die Rezepte in ein spezielles Programm ein, das sog. „Wochentherapiesystem“. Dieses Programm erstellt einen genauen Plan und ermöglicht uns den Überblick bei Rezepten von verschiedenen Ärzten pro Person zu bewahren. Das ist wichtig um Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten zu vermeiden. Manchmal gibt es auch Produkte, welche sich nicht in Beutel abpacken lassen, wie beispielsweise ein Nasenspray oder eine Brausetablette. Dann drucken wir einen leeren Beutel mit dem Hinweis, dass dieses Medikament ebenfalls berücksichtigt werden muss. So geht auch sicher nichts vergessen. Wenn diese Daten fertig eingepflegt und von einer Apothekerin freigegeben sind, startet die Produktion im UG. In diesem Reinraum herrschen höchste Sauberkeitskriterien. Mantel, Handschuhe, Haube und spezielle Schuhe gehören zur Tagesordnung.
Die Produktion ist ein Zusammenspiel von Maschinen und erfahrenen Pillenpackern. Die Maschine, wir nennen sie liebevoll „Diego“, versteht, welche Medikamente bereits aus den Blistern herausgedrückt wurden und vorrätig sind. Die nicht im Voraus aus den Verpackungen herausgedrückten Tabletten werden von Hand beigefügt. Unser Diego packt die Tabletten dann in Rekordgeschwindigkeit in die Beutel, im Fachjargon „Blister“ genannt. Eine weitere Maschine, welche übrigens aus der Forensik stammt, nimmt jeden einzelnen Beutel genauestens unter die Lupe. Sie überprüft, ob die richtigen Tabletten im Beutel sind. Diese clevere Maschine weiss genau, wie die Tabletten aussehen müssen und kann beispielsweise ein Aspirin mühelos von einer anderen Tablette unterscheiden. Die Blister werden von Hand zu einer Rolle aufgerollt. So können sie vom Kunden zu Hause einfach verstaut werden. Bevor die Rollen jedoch auf den Weg zum Kunden gehen, wird jeder einzelne Beutel nochmals von einer Apothekerin kontrolliert. Sicherheit jederzeit ist das höchste Gebot. Aus diesem Grund sind die Pillenpacker auch an 365 Tagen im Jahr erreichbar.
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