Muskelverspannungen

Wer kennt das unangenehme Gefühl nicht: Einen steifen Nacken nach längerem konzentrierten Arbeiten. Mit leichten Bewegungen mit dem Kopf und Massage durch die Finger versuchen wir die Steife selbst zu lösen. Nützt es nichts, liegen wir dem Partner mit dem Wunsch einer Massage in den Ohren oder gönnen uns direkt eine professionelle Massage. Oft wird unbewusst wegen den Schmerzen eine Schonhaltung eingenommen, dies verstärkt jedoch die Verkrampfung der Muskulatur zusätzlich. Doch woher kommen diese Schmerzen? Wie werden Verspannungen richtig behandelt und gibt es Risiken?

Wie eine Verspannung entsteht

Verspannungen entstehen durch das Zusammenziehen von Muskeln, was verschiedene Ursachen haben kann. Dieses Zusammenziehen führt zu einer höheren Muskelspannung (Muskeltonus), dadurch wird der Muskel schlechter durchblutet und weniger mit Nährstoffen versorgt. In der Folge verkrampft sich der Muskel. Nach längerer Anspannung verhärtet er sich, diese Stelle ist für uns meist fühlbar. Grundsätzlich kann sich jeder Muskel in unserem Körper verspannen, am häufigsten sind jedoch die Muskelgruppen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich betroffen.

Ursachen

Verspannungen treten an verschiedenen Stellen in unserem Körper auf und haben unterschiedliche Ursachen. Die am häufigsten auftretenden Verspannungen werden durch einseitige Haltung, wie langes konzentriertes Arbeiten am Computer, beim Autofahren oder langem Stehen ohne Unterbrüche ausgelöst. Auch Fehlhaltungen beim Schlafen, im Alltag oder beim Sport sind häufige Ursachen. Weitere Gründe oder Verstärker der Beschwerden können starke muskuläre Belastung, Stress, Zugluft, mangelnde Bewegung oder Kälte sein. Auch eine zu schwache Rücken- oder Bauchmuskulatur kann aufgrund der zu geringen Stützfunktion zu Verspannungen führen.

Folgen

Ist ein Muskel verhärtet, so versucht der Körper diesen Muskel zu schonen und zu entlasten. Damit dies gelingt, übernehmen umliegende Muskeln die Stützfunktion, was zu weiteren Verspannungen führt. Die betroffene Stelle beginnt noch stärker zu schmerzen. Oft strahlen die Schmerzen dann in den Kopf-, Brust- oder Hüftbereich aus. Bei starken Schmerzen, verursacht durch Verspannungen, werden schnell Schonhaltungen eingenommen.

Behandlung

Muskelverspannungen dürfen nicht isoliert betrachtet werden, denn häufig sind sie eine Folgeerscheinung eines anderen Problems. Aus diesem Grund muss nach der Ursache gesucht werden. Besonders wichtig für die Muskeln ist regelmässige Bewegung. Dies hilft sogar bei Schmerzen, denn Bewegung wirkt wie eine Massage und lockert dadurch die Muskulatur. Stress sollte bewusst, durch Entspannungsübungen oder Änderung des Lebensstils, reduziert werden. Damit Schulter und Nacken in der kalten Jahreszeit nicht der Zugluft ausgesetzt sind, empfiehlt sich das Tragen eines Schals.

Kurzfristig ist eine Massage wohl die beliebteste und bekannteste Behandlung. Eine professionelle Massage dehnt und lockert das Muskelgewebe und kann dadurch Verhärtungen lösen oder auch vorbeugen. Für die weitere Behandlung von Muskelverspannungen können Wärmepflaster, wärmende Cremes, entspannende Bäder, die bewährten „Chriesisteisäckli“ oder ein Besuch in der Sauna kombiniert werden. Denn durch die Wärme wird die Durchblutung in den Muskelgeweben angeregt. Die Muskeln werden dadurch wieder mit mehr Nährstoffen versorgt und Verspannungen werden gelöst.

Beugen Sie vor

Bei Arbeiten welche lange eine bestimmte Haltung verlangen, sollte zwischendurch eine kurze Pause eingelegt und eine andere Position eingenommen werden. Dazu sind regelmässige Dehnübungen besonders effektiv gegen das Verkrampfen der Muskeln. Es sollte stets darauf geachtet werden, bei sitzenden Tätigkeiten eine aufrechte Haltung einzunehmen. Eine geeignete Schlafunterlage wird häufig vergessen oder unterschätzt, was schlecht für die Wirbelsäule ist und zu Verkrampfungen führen kann. Auch spezielle Gesundheitskissen können einen positiven Effekt haben.

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