Magnesium

Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der in unserem Körper für die gesunde Aufrechterhaltung verschiedener Systeme gebraucht wird. Über die Nahrung nehmen wir diesen Mikronährstoff auf, sodass unsere Körperfunktionen gesichert sind. Doch was passiert, wenn wir nicht genügend Magnesium im Körper haben? Und wie kann man dem entgegenwirken?

Funktionen des Magnesiums

Magnesium ist ein Vitalstoff, der in unserem Körper sehr vielfältig eingesetzt wird und ist daher für eine einwandfreie Funktion zwingend notwendig. Der Hauptanteil befindet sich in den Knochen, knapp ein Drittel befindet sich in Bindegewebe und Muskel und nur ca. 2% schwirrt im Blut herum. Insgesamt ist es an zahlreichen Funktionen unseres Körpers beteiligt:
- Magnesium ist an allen Reaktionen im Stoffwechsel beteiligt, bei denen Energie in Form von ATP erzeugt wird. Letzteres ist einer der wichtigsten Energieträger im Körper und wird für fast alle Vorgänge, die Energie brauchen, benötigt. Da das Magnesium das ATP stabilisiert ist es unabdingbar für den Energiestoffwechsel.
- Magnesium ist bei der Aktivierung von über 300 Enzymen beteiligt und spielt somit auch in weiteren Gebieten des Stoffwechsels eine wichtige Rolle.
- Magnesium besitzt die Funktion des Gegenspielers von Calcium, welches für die Muskelkontraktionen zuständig ist. Das Magnesium hemmt nämlich eine Überladung des Muskels mit Calcium, wodurch auch eine Übererregbarkeit und somit ein Krampfanfall verhindert wird.
- Magnesium unterstützt ausserdem eine normale Funktion des Zentralnervensystems, wobei es die Regulation der elektrischen Erregbarkeit und der Nervenleitungsgeschwindigkeit übernimmt.
- Da sich der grösste Teil des Magnesiums im Knochen befindet ist es ausserdem am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt.

Normalwerte

Der Magnesium-Anteil im Körper beträgt normalerweise zwischen 20-30mg, wobei es nur ca. 0.05% unseres Körpergewichtes ausmacht. Der Tagesbedarf variiert je nach Alter und Geschlecht:



Magnesium gehört zu den essentiellen Mineralstoffen und muss daher täglich mit der Nahrung aufgenommen werden, da der Körper dieses nicht selber herstellen kann. Dabei gibt es einige Nahrungsmittel, mit denen wir reichlich Magnesium aufnehmen:
Bei gewissen Diäten oder einer unausgewogenen Ernährung kann es dazu kommen, dass mit der täglichen Nahrung nicht genügend Magnesium aufgenommen wird. Doch manchmal führen gewisse Situationen und Umstände trotz ausreichender Aufnahme mit der Nahrung dazu, dass unser Körper zu wenig Magnesium besitzt. Gewisse Medikamente (Abführmittel, Cortisol), Stress und hoher Alkoholkonsum können zu einem Magnesiummangel führen, genauso wie Leistungssport, da das Magnesium über den Schweiss verloren geht. Chronische Darmerkrankungen führen dazu, dass das Magnesium nicht mehr richtig ins Blut aufgenommen werden kann.
Da das Magnesium in so vielen Bereichen des Körpers tätig ist, sind die Beschwerden, die durch einen Magnesiummangel ausgelöst werden können, sehr üppig und breit gefächert:
- Muskelkrämpfe, dabei öfters Wadenkrämpfe und Krämpfe der Kaumuskulatur
- Psychische Symptome wie erhöhte Reizbarkeit, innere Unruhe, Konzentrationsschwäche, Benommenheit und Angstgefühle
- Erhöhtes Schlafbedürfnis und Erschöpfung
- Kopfschmerzen und Migränen
- Tinnitus und Geräuschempfindlichkeit
- Herzklopfen, Herzrasen, Herzstolpern
- Schwächegefühl und Taubheitsgefühl in Händen und Füssen

Was kann ich dagegen machen?

Da die Magnesiumaufnahme mit dem Ernährungsplan variiert, kann oftmals die gesteigerte Aufnahme von magnesiumreichen Lebensmitteln ausreichen, um einen Mangel zu beheben. Dabei sollte man sich bewusst sein, dass in gewissen Situationen wie etwa bei einer Schwangerschaft, während des Wachstums und bei viel Sport auch der Magnesiumbedarf erhöht ist.



Sollte eine Ernährungsumstellung nicht möglich sein, gibt es auch die Möglichkeit, auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen, die viel Magnesium enthalten. Oftmals gibt es solche in Kombination mit anderen Vitalstoffen wie Vitaminen und Eisen, wodurch eine einseitige Ernährung grossflächig kompensiert werden kann.
Sollten diese Massnahmen, die eine erhöhte Zufuhr von Magnesium erlauben, nichts bringen, kann dies darauf hindeuten, dass der Magnesiummangel eine andere Ursache hat. In diesem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden, um Probleme bei der Magnesium-Aufnahme durch den Darm und eine Verhinderung der Aufnahme durch Medikamente auszuschliessen.

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