Kurkuma (lat. Curcuma longa)

Kurkuma stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum und gehört zu den Ingwergewächsen. Hierzulande wurde Kurkuma hauptsächlich durch den Einsatz in der Küche bekannt, im Gegensatz zu den asiatischen Ländern, welche Kurkuma seit Jahrtausenden in der Alternativmedizin als Zauberknolle einsetzen. Die Pflanze wird jedoch auch hierzulande immer mehr erforscht und für ihre positiven Eigenschaften auf den Körper geschätzt.

Vorkommen

Die krautige Pflanze, welche bis zu einem Meter gross werden kann, nennt man auch gerne «Gelben Ingwer». Sie wächst in tropischem Klima vor allem im südasiatischen Raum. In Indien wird sie landwirtschaftlich angebaut und auch zu einem Grossteil verwendet. Indien ist zugleich auch führend im Anbau von Kurkuma und produziert ca. 80 % der Welternte. Gleich dem Ingwer bildet die Pflanze Knollen, im Gegensatz zu Ingwer sind diese aber gelb bis orange.

Verwendeter Pflanzenteil

In Indien wird vor allem die getrocknete Kurkuma-Knolle verwendet, während in der thailändischen Küche auch gerne die frischen Knollen als Zutaten verwendet werden.
Das Pulver ist lange haltbar, solange man es lichtgeschützt lagert. Die frischen Knollen vertrocknen nach zwei Wochen, dies kann man mit kühler Lagerung aber etwas hinauszögern.

Kurkuma in der Medizin

In Studien hat Kurkuma eine positive Wirkung auf entzündliche Erkrankungen im Körper gezeigt. Allerdings befinden sich diese Studien noch ganz am Anfang, weshalb noch keine gesicherten Aussagen dazu gemacht werden können. Auch soll Kurkuma einen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel haben und bei oxidativem Stress eine positive Rolle spielen.
Derzeit läuft die Forschung auf Hochtouren um Erkenntnisse über mögliche positive Effekte in der Krebstherapie und zur Bekämpfung von Alzheimer zu erlangen. Erste Labortests liefern spannende Ergebnisse, jedoch können auch in diesem Zusammenhang noch keine gesicherten Aussagen zu den Wirkungen gemacht werden. Fest steht jedoch, dass hohe Mengen des Curcumin benötigt würden, welche über die blosse Nahrungsaufnahme kaum zuführbar sind.
Die Wirkstoffe von Kurkuma können leider nur schlecht vom Körper aufgenommen werden. Dies kann man mit der gleichzeitigen Aufnahme von Pfeffer und dessen Inhaltsstoff Piperin deutlich verbessern. Einige Arzneimittelhersteller machen sich dies bereits zu Nutze und bieten entsprechende Präparate an.

Kurkuma in der Küche

In Indien wird Kurkuma bereits seit 4000 Jahren verwendet. In der westlichen Welt ist sie in der Küche als Gewürz bekannt, da sie für die gelbe Farbe bei der Curry-Mischung sorgt. Der Trend der Kurkuma Pflanze hat längst die westlichen Länder erreicht und der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. So wird Kurkuma beispielsweise in Tees, Smoothies, Pfannkuchen, als Gewürz zum Braten von Gemüse oder etwa in der „Goldenen Milch“, einem ayurvedischen Heilgetränk, eingesetzt. Und nicht zuletzt kann Kurkuma auch als Bestandteil im Pasta-Teig oder in marokkanischen Gerichten verwendet werden. Einerseits kann sie mit ihrem exotischen Aroma als eigenständiges Gewürz verwendet werden und andererseits ist das Interesse an ihr als Arzneipflanze immer mehr gewachsen. Kurkuma wird gerne als Mittel zum Strecken vom viel teuren Safran verwendet. Nicht nur in der Curry-Mischung kommt Kurkuma als Färbemittel zum Zug, sondern auch in Senf, Teigwaren und Kurkuma Reis.

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