Schutz für die Knochen

Bei den einen braucht es kaum Belastung und der Knochen ist gebrochen. Andere kommen selbst bei grossen Stürzen glimpflich, mit einer Schramme oder Verstauchungen, davon. Ob harte oder weiche Knochen, im Alter werden sie leider brüchig. Doch warum ist das so und was kann man dagegen tun? Ab wann spricht man wirklich von Osteoporose? Was hat das mit der Vitamin D3 Zugabe bei Säuglingen zu tun?

Das Skelett gibt dem Körper Form. Die Knochen leisten aber mehr als nur die Statur einer Person zu bestimmen. Eine ihrer Hauptaufgaben ist das Ermöglichen des Bewegungsapparates. Durch ihre Druck- und Zugfestigkeit ist es uns mit Muskeln, Gelenken, Sehnen und Bändern überhaupt möglich Bewegungen auszuführen. Nebst Schutzfunktion für innere Organe, sind sie selbst ein wichtiges Organ, welches die meisten Blutbestandteile herstellt.

So entsteht Osteoporose

Wie die meisten Gewebe des menschlichen Körpers werden Knochen ständig erneuert. Der Auf- und Abbau bildet ein Gleichgewicht. Je nachdem welcher Prozess aktiver ist, verstärkt sich ein Knochen oder er wird schwächer. In der Kindheit und Jugend wird der Knochen aufgebaut, es ist deshalb am wichtigsten die nötigen Bausteine zum Aufbau bereitzustellen. Mit dreissig Jahren hat der Körper die höchste Knochendichte erreicht, dann sind die Knochen also am stärksten. Mit steigendem Alter beginnt der langsame Abbau der Knochen. Bei Frauen steigert sich dieser Abbau ab den Wechseljahren, da das Hormon Östrogen, welches den Knochenaufbau fördert, weniger ausgeschüttet wird.
Ist der Abbau schnell und stark, sodass man bei geringer Belastung bereits Knochenbrüche erleidet, spricht man von Osteoporose. Typische Brüche sind Wirbelbrüche, Oberschenkelbrüche, Speichenbrüche und besonders bei älteren Frauen Beckenbrüche. Die häufigsten Ursachen für diese Erkrankung sind einerseits genetische Veranlagung, altersbedingter Knochenmassenverlust und andererseits der Lebensstil.
Der Lebensstil ist am einfachsten beeinflussbar. Belastet man das Skelett auch noch im hohen Alter, kann man am besten dem Knochenabbau entgegenwirken. Eine ausgewogene Ernährung, mit täglich ein bis zwei Gramm Calcium, dient ebenfalls dem Knochenaufbau.

Warum Vitamin D3?

Calcium ist der Baustein, der in die Knochen eingelagert wird. Vitamin D3 kann man sich als den Bauarbeiter, der das Calcium aus dem Darm abholt und in die Knochen einbaut, vorstellen. Vitamin D3 ist also unbedingt nötig, damit die Knochen aufgebaut werden. Vitamin D3 wird vor allem in der Haut selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gebildet. Dabei ist eine viertel Stunde pralle Mittagssonne im Sommer für einen Tag genügend. In unseren Breitengraden gibt es jedoch viele Menschen, die zu wenig Vitamin D3 produzieren können. Durch eine ausgewogene Ernährung wird durchschnittlich nur ungefähr zehn Prozent des natürlichen Bedarfs aufgenommen. Deshalb empfiehlt es sich ergänzend Vitamin D3 aufzunehmen. Besonders stillende Mütter, Säuglinge, Kinder und ältere Personen sollten VitaminD3 zu sich nehmen.

Nebst der Osteoporose gibt es noch die Osteomalazie, welche häufig fälschlicherweise als Osteoporose diagnostiziert wird. Hier werden im Gegensatz zur Osteoporose die Knochen nicht brüchig, sondern weich. Das liegt meist an einem Mangel an Calcium, Vitamin D3 oder Phosphat im Körper. Osteomalazie ist schmerzhaft, da die Knochenhaut die Masse der weichen Knochen zusammenhalten muss und die empfindliche Haut den Druck nicht gewohnt ist.

Von Rachitis spricht man bei der Osteomalazie von Kindern. Bei ihnen sind die Wachstumsfugen bei den Gelenken noch nicht ausgewachsen, weshalb weiche Knochen zu Deformationen des Skeletts führen können. Der Zahnaufbau kann ebenfalls gestört sein. Diese Fehlstellungen bei kleinen Kindern können durch eine Zufuhr von Vitamin D3 selbständig ausheilen. Generell wird der Rachitis vorgebeugt durch die Supplementierung von Vitamin D3, da es Säuglingen in nicht-tropischen Regionen generell an Vitamin D3 mangelt.

Vitamin D3 für Kinder und Jugendliche

Vitamin D ist für ein gesundes Wachstum und eine gesunde Entwicklung der Knochen bei Kindern unerlässlich. Gerade Babys und Kleinkinder, die nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden und auch über die Nahrung nur geringe Mengen Vitamin D aufnehmen, ist eine zusätzliche Einnahme von Vitamin D3 daher besonders empfohlen.

Vitamin D3 für Erwachsene

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Weitere genetische Knochenerkrankungen

Die Hypophosphatasie und Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta) sind ebenfalls beides Knochenerkrankungen, welche weit seltener als die Osteoporose sind. Ihr Krankheitsbild ist der Osteoporose ähnlich. Dementsprechend werden Patienten mit solchen Erkrankungen oft häufig fälschlicherweise als Osteoporose Fälle eingestuft. Diese Krankheiten sind aber beides Erbkrankheiten und hängen nicht mit dem starken Abbau des Knochens zusammen.

Quellen

- G. Mensink: Die aktuelle Nährstoffversorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Ergebnisse aus EsKiMo. In: Ernährungsumschau. Band 11, 2007, S. 636–646.
- Pierre Meunier: Osteoporosis: Diagnosis and Management. Taylor and Francis, London 1998, ISBN 1-85317-412-2.
- Frederic H. Martini, Judi L. Nath, Edwin F. Bartholomew: Fundamentals of Anatomy & Physiology, 11th Edition, Pearson, London 2017, ISBN 978-0-134-39602-6.
- M. F. Holick: Resurrection of vitamin D deficiency and rickets. In: The Journal of Clinical Investigation. 2006, 116, S. 2062–2072
- www.streuli-pharma.ch/de/streuli-news/217-d3-piccolo

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