Mücken, Zecken, Wespen und Co. vorbeugen und Stiche korrekt behandeln

Kaum einer mag Insekten: Ob Wespen, Bienen, Mücken oder Zecken, diese Tierchen plagen uns auf ihre eigene Art im Sommerhalbjahr, wo wir uns gerne draussen aufhalten. Doch wie unterscheiden wir, wer zugestochen hat? Ist dieser Stich von einer Mücke oder doch der einer Zecke? Erfahren Sie wie man Zecken, Mücken und Wespen am besten fernhalten kann. Wir erklären, was gegen eine Schwellung hilft und wann sie zu gross ist und ein Arzt aufgesucht werden soll.

Wespen/Bienen: Lästig aber nützlich

Ja, zugegeben: Die Stiche schmerzen und für Allergiker sind die kleinen Tierchen ein grosses Leid. Dennoch sind sie nützlich für unsere Umwelt. Die sind an vielen Aufgaben in unserem Kreislauf beteilt und tragen weit mehr zur Umwelt bei als lediglich das Bestäuben der Blüten.

Wer ist gefährlicher? Biene oder Wespe?

Pünktlich zum Sommer fliegen sie wieder, die Bienen und Wespen. Wer Pech hat, wird von ihnen gestochen. In der Schweiz zählt die Wespen- und Bienengiftallergie zur häufigsten Allergie. Die Symptome reichen vom harmlosen Hautausschlag über Bauchkrämpfe bis zum lebensbedrohlichen Kreislaufstillstand. Allergiker können sich dank einer Hyposensibilisierung schützen. Durch einen Blut- und Hauttest beim Hausarzt kann festgestellt werden, ob man auf Bienen- oder Wespengift allergisch reagiert. Generell gilt, Schwellungen, die grösser sind als der Handteller des Gestochenen (>10 cm) und länger als 24 Stunden andauern, sind verdächtig.
Bei einem Insektenstich hängt viel vom richtigen Verhalten ab. Gerade Allergiker sollten immer ein Notfallset mit einer Adrenalin-Fertigspritze bei sich tragen. Ein solches Set erhält man in jeder Apotheke. Und ganz wichtig: Entfernen Sie den Stachel! Das gilt auch für Nichtallergiker. Am besten kratzt man ihn vorsichtig mit dem Fingernagel weg. Achtung: Wenn man den Stachel zwischen zwei Finger klemmt, drückt man den Giftsack zusammen und entleert ihn. Zum Glück sind die meisten Stiche kein grosses medizinisches Problem, sondern einfach nur lästig.

Unser Tipp um Wespen zu vertrieben

Versuchen Sie nicht, die Wespen wegzublasen. Dies macht die kleinen Tiere eher aggressiv, als dass sie verschwinden. Ein einfacher Trick hilft jedoch. Halten Sie ein Spray gefüllt mit Wasser bereit und bespritzen Sie die Wespen. So meinen die Wespen, dass es zu regnen beginnt und sie ziehen sich zurück.

Wen stechen Mücken am liebsten?

Mücken sind vor allem im Sommerhalbjahr aktiv und pflanzen sich mit Hilfe von menschlichem Blut fort. Im Gegensatz zu anderen Insekten tauchen Mücken erst zu Abendstunden auf und schleichen sich langsam und unbemerkt an uns heran. Meist ist es bereits zu spät und der Blutsauger hat schon zugestochen. Weil die Symptome erst nach ein paar Stunden eintreten, bemerken wir oftmals nicht einmal wie sich die Mücke an unserem Blut zu schaffen gemacht hat. Nun stellt sich die Frage, „Wenn stechen Mücken am liebsten?“ Diese Frage ist berechtigt und kann nur indirekt beantwortet werden. Mücken werden durch den Körpergeruch angelockt. Es gibt Körpergerüche die Mücken lieber haben als andere. Man kann also gar nicht viel dagegen tun. Entweder man ist ein Mückenliebling oder man wird von diesen plagenden Blutsaugern verschont.
Es gibt unterschiedliche Mückenarten, welche verschiede Krankheiten übertragen können. In Mitteleuropa sind die Mücken jedoch harmlos und verursachen meist nur eine Rötung und Schwellung die mit Juckreiz verbunden ist und nach ca. 24 Stunden bereits wieder abklingt. Die Mücken, welche gefährliche Krankheiten übertragen, befinden sich eher in den Tropen. Dort können insbesondere Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber und Gelbfieber übertragen werden. deshalb ist es wichtig sich vorher gut über die Regionen zu informieren und allfällige Impfungen oder Prophylaxen vorzunehmen.

Was hilft wirklich gegen Mückenstiche?

Wichtig ist, dass man Mückenstiche nicht aufkratzt. Sobald die Stellen offen sind, können sich Bakterien darin verbreiten und die Gefahr einer Entzündung wird begünstigt. Das bewahrte Hausmittel gegen Juckreiz seit eh und je „Kühlen“. Kühlen beruhigt juckende Mückenstiche und reduziert allfällige Schwellungen. Eine weitere und eher neu erforschte Methode, ist das Neutralisieren des Giftes durch konzentrierte Wärmeimpulse. Dafür eignet sich der Bite Away Stichheiler ideal.
Der Bite Away Stichheiler kann für Insektenstiche jeglicher Art verwendet werden. Die Form ähnelt einem Stift und kann überallhin mitgenommen werden. Bite Away lindert sofort Symptome wie Juckreiz oder Schwellungen, durch die konzentrierte Wärme, die freigegeben wird. Das Gift breitet sich anschliessend nicht weiter an der Einstichstelle aus. Der Stift kann ganz einfach auf den Stich gehalten werden. Anschliessend kann der Stift über zwei Knöpfe aktiviert werden um Wärme abzugeben.

Mückenstich oder Zeckenstich?

Auf den ersten Blick kann ein Zeckenstich gleich aussehen, wie ein Mückenstich. Bei beiden Stichen kann nach dem Stechen ein kleiner roter Punkt entstehen. Der wesentliche Unterschied besteht jedoch darin, dass Zeckenstiche keine Schmerzen oder Juckreiz verursachen. Eine Zecke verweilt zuerst an verschiedenen Stellen unseres Körpers und sucht sich ihr perfektes Plätzchen aus. Bei Erwachsenen gehören häufig die Bereiche des Bauches, der Lendengegend oder Kniekehlen zu den bevorzugten Zonen. Bei Kindern ist meist auch der Haaransatz betroffen. Sobald die Zecke einen passenden Platz gefunden hat, sticht sie zu und gibt im selben Moment eine Substanz in das Gewebe ab, damit der Stich unbemerkt bleibt. Die Zecke kann so in Ruhe Blut saugen ohne, dass es jemand bemerkt. Wenn die Zecke nicht bemerkt wird, saugt sie einige Tage bis 2 Wochen Blut und fällt anschliessend von selbst ab. Da Zecken bleibende Schäden hinterlassen können, sollte die Einstichstelle auf jeden Fall gut beobachtet werden. Sobald sich die Stelle verändert und sie aufschwillt oder sich die Rötung kreisförmig vergrössert, ist dies ein Alarm-Zeichen. Falls weitere Symptome wie Wanderrötungen, Fieber, Gliederschmerzen oder grippeähnliche Beschwerden auftreten, sollte möglichst schnell ein Arzt aufgesucht werden. Zecken können Krankheiten übertragen wie Borreliose und FSME, welche bleibende Schäden hinterlassen können.

Tipps um Zecken fernzuhalten

Zecken halten sich gerne im Grünen auf. Vorzugsweise in hohem Gras, im Wald, auf Waldwegen oder im Laub. Die Schweiz gilt als Risikogebiet für Zeckenstiche. Darum ist es wichtig, sich nach dem Aufenthalt draussen gründlich nach Zecken abzusuchen und vor allem Bereiche wie Kniekehlen, Haaransatz etc. zu kontrollieren. Um in der Natur Zecken fernzuhalten, haben wir 4 bewährte Tipps, die helfen können, sich richtig zu schützen oder Zecken schneller zu erkennen.
  • Helle, einfarbige Kleidung tragen, um Zecken besser zu erkennen
  • Hosen in Socken stopfen, dass es Zecken nicht gelingt, auf die Haut zu krabbeln
  • Berührungen von Pflanzen am Wegrand meiden
  • Zeckenschutz auftragen

Ab wann ist eine Schwellung zu gross?

Die Schwellung gehört zu den häufigsten Symptomen, nebst dem Juckreiz, eines Insektenstiches. Die Intensität kann je nach Art des Insektes unterschiedlich grosse Auswirkungen haben. Eine normale Schwellung kann einen ungefähren Durchmesser von 10 Zentimeter erreichen und klingt meist innert ca. 24 Stunden wieder ab. Sollte dies nicht so sein und sich die Schwellung über mehreren Tage hinhalten lässt oder einen grösseren Durchmesser als 10 Zentimeter aufweist, sollte einen Arzt aufgesucht werden. Wenn sich eine Schwellung im Bereich der Schleimhäute oder Hals bemerkbar macht, kann das eine allergische Reaktion darauf sein und kann lebensbedrohliche Folgen wie Atemnot hervorrufen, deshalb ist es wichtig sofort einen Arzt aufzusuchen. Ansonsten kann die Reduktion der Schwellung durch Kühlen oder Hochlagern beschleunigt werden.

Wie erkennt man eine Entzündung eines Insektenstiches?

Sobald sich Eiter an der Einstichstelle bildet oder sich andere Schwellungen wie Lymphknoten an den betroffenen Stellen der Extremitäten bemerkbar machen, ist das ein Anzeichen für eine Entzündung. Das bedeutet in den meisten Fällen, dass sich Bakterien an der Einstichstelle versammelt haben. Häufig trifft dies bei Kindern zu, da sie eher die Stiche aufkratzen. Sobald die Stichstelle offen ist, ist das ein gefundenes Fressen für die Bakterien. Auf jeden Fall sollte bei diesen Anzeichen einen Arzt aufgesucht werden.

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