Heuschnupfen - was nun?

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion des Körpers, welche durch Blütenpollen ausgelöst wird. Die typischen Heuschnupfen-Symptome sind laufende oder verstopfte Nase, Niesreiz, Jucken von Augen, Nase und Rachen sowie Entzündung der Augenbindehaut.

Goldene Regeln

Das Vermeiden des Kontakts mit den Allergenen ist die beste Behandlungsmethode. Beim Heuschnupfen ist dies jedoch nur bedingt möglich, da pollenproduzierende Bäume, Sträucher und Blumen überall vorkommen und die Pollen durch den Wind sehr weit getragen werden.

- Halten Sie während des Pollenflugs am Morgen die Fenster möglichst geschlossen
- Schalten Sie im Auto die Lüftung aus
- Meiden Sie Aktivitäten im Freien, vorallem morgens und während der Dämmerung.
- Waschen Sie am Abend vor dem Schlafengehen sorgfältig Ihre Haare, um die Pollen auszuspülen.
- Berücksichtigen Sie Ihre Pollenallergie bei der Ferienplanung.

Eine zusätzliche Allergie (z.B. auf Tierhaare) verstärkt die Heuschnupfen Symptome. Haustiere sollten zumindest von den Schlafräumen ferngehalten.

Was passiert im menschlichen Körper?

Bei einem ersten Kontakt des Menschen mit einem "Allergen" (beispielsweise Blütenpollen oder Hausstaubmilben) passiert von aussen her gesehen erst einmal gar nichts. Es handelt sich um den sogenannten Erstkontakt. In unserem Körper gibt es spezialisierte Zellen namens Makrophagen, welche die Allergene "auffressen" und sie einem sogenannten T-Lymphozyten präsentieren, was zur Folge hat dass B-Lymphozyten angeregt werden. Die Aufgabe der B-Lympozyten ist die Bekämpfung des Eindringlings. Es entstehen IgE-Antikörper, welche gegen spezifische Allergene gerichtet sind und an eine Mastzelle gekoppelt sind.

Kommt es nun im Körper zu einem Zweitkontakt mit den Allergenen werden die Mastzellen zum "platzen" gebracht und setzen Histamin frei. Histamin ist ein körpereigenes Hormon, welches die uns bekannten unerwünschten Wirkungen des Heuschnupfens bringen. Die Durchblutung wird angeregt, was zur Rötung führt, die Nase beginnt zu laufen und die Augen brennen.

Medikamente bringen Linderung

Medikamente lindern die Symptome des Heuschnupfens oder vermögen sie ganz zu unterdrücken.

Nase und Augen

- antiallergische und schleimhautabschwellende Mittel. Meist werden sogenannte Antihistaminika verwendet, diese machen das im Körper frei gesetzte Histamin unwirksam.

- Mittel zur Unterdrückung der allergischen Reaktion der Schleimhäute. Beispielsweise sogenannte Mastzellstabilisatoren. In den Mastzellen wird in unserem Körper Histamin gespeichert. Kommt es zu einer allergischen Reaktion platzen diese Zellen und Histamin wird freigesetzt was zur klassischen allergischen Reaktion wie Juckreiz, Rötung und Schwellung führt.

- Die Einnahme von Calcium mindert das allergische Potential.

Bronchien

- antiallergische und entzündungshemmende Mittel, diese werden meist aufgrund von einem Besuch bei einem Lungenspezialisten auf Rezept verschrieben und in der Apotheke wird Ihnen die korrekte Anwendung und die Wirkungsweise sowie mögliche Interaktionen mit anderen Medikamenten vom Fachpersonal erklärt.

Erprobte Produkte der neusten Generation aus der Apotheke

Mit dem Antihistaminikum Telfastin Allergo® von sanofi aventis (Schweiz) AG ist eine systemische (allgemeine) Behandlung des Heuschnupfens möglich. Es handelt sich dabei um eine Substanz, welche Histaminrezeptoren blockiert, die sonst bei der Allergie aktiviert werden.
Telfastin Allergo® ist nicht sedierend (macht nicht müde) und wirkt gegen Allergiesymptome wie Niesen, gereizte, tränende oder rote Augen, juckende Nase oder Hals oder verstopfte Nase.
Dosierung: Erwachsene und Kinder über 12 Jahren: 1 mal pro Tag1 Filmtablette (120mg).

Die Opticrom Allergo Augentropfen® von sanofi aventis (Schweiz) AG enthalten Chromoglycinsäure, welche die Freisetzung von allergisierenden Mediatoren wie beispielsweise Histamin hemmen.

Dies sind Arzneimittel. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.

Weitere Linderung der Symptome

Die folgenden Produkte können Ihnen ebenfalls helfen, die Symptome zu lindern:

Der Pollenkalender

Zurzeit zeigt der Pollenkalender schon relativ starke Belastung von Haselpollen. Die nächsten Kandidaten im Pollenflugkalender sind Pappeln, Weiden, Eschen und Buchen. Die meisten Allergiker jedoch leiden am meisten unter den aggressiven Birkenpollen. Für die optimale Blütezeit der Birke müssen sich die Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad einpendeln. Die Hauptflugzeit der Birkenpollen ist normalerweise der April. "Ihrem natürlichen Rhythmus entsprechend haben die Haselnusssträucher im vergangenen Jahr mehr, die Birken dagegen weniger Pollen produziert", so Karl-Christian Bergmann von Europäischen Stiftung für Allergieforschung. "Daher gehen wir für 2014 von weniger Haselpollen, aber von einer verstärkten Aktivität der Birken aus." Informieren Sie sich über den aktuellen Pollenflug auf der Seite des schweizerischen Allergiezentrums der Schweiz vom Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie.

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