Wilde Malve (lat. Malva sylvestris)

Kennen Sie noch das „Chäslichrut“ oder die „Käsepappel“? Die Pflanze mit den hübschen Blüten wurde bereits vor mehr als 5000 Jahren von den Chinesen als Heilpflanze geschätzt und zählt zu den ältesten bekannten Nutzpflanzen. Entsprechend viele Geschichten und Legenden gibt es über die Malve. Heutzutage findet man Malve in Teezubereitungen wie aber auch in Cremen oder Kosmetikprodukten. Die Wilde Malve wird oft auch die Blaue Malve genannt. Denn werden die Blüten getrocknet, so nehmen sie eine stark blaue Farbe an. Bestimmt haben Sie auch schon von der Farbe „mauve“ (französisch) gehört. Diese Farbe wird vom lila der Wilden Malve abgeleitet.

Verwendeter Pflanzenteil

Die Wilde Malve gehört zur Familie der Malvengewächse, welche weiter aus einer grossen Anzahl von verschiedenen Arten besteht. Bei der Wilden Malve werden die Blüten wie auch die Blätter verwendet.
Früher wurden die käseleibähnlichen Früchte geerntet und zu einem schleimigen Brei verarbeitet. Dieser Brei wurde „Papp“ genannt, daher die Bezeichnung „Käsepappel“.

Vorkommen

Die Wilde Malve ist relativ unkompliziert und findet sich auch hierzulande auf Wiesen, Wiesenrändern und Hängen. Die Pflanze ist schnell entdeckt, die lilafarbenen Blüten mit ihren dunkleren Streifen ins Innere sind unverkennbar.

Anwendungsgebiet

Die Wilde Malve wird innerlich hauptsächlich bei trockenem Husten verwendet. Sie wirkt allgemein beruhigend auf die Schleimhäute und hat leicht entzündungshemmende Eigenschaften. Aus diesem Grund findet man die Wilde Malve häufig in Husten- oder Erkältungstees. Äusserlich angewendet haben weitere Malvengewächse bereits ihren fixen Platz als Bestandteil in Kosmetikprodukten. Besonders bei Produkten für sensible oder trockene Haut ist die Malve ein wertvoller Inhaltsstoff, weshalb man auch in Produkten der Säuglingspflege Malve findet.

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