Alles rund um die Gelenke

Über Gelenke spricht man vor allem, wenn sie Probleme verursachen. Rund 10% der Männer und 18% der Frauen in der Schweiz leiden an Arthrose, einer Gelenkverschleisskrankheit. Was kann man konkret und für seine Gelenke tun? Welche Nährstoffe haben wirklich einen positiven Einfluss auf unsere Gelenke? Und stimmt es, dass man die Gelenke nicht knacken lassen sollte?

Für das reibungslose Funktionieren des menschlichen Bewegungsapparates sind nebst Knochen, Muskeln, Nerven, Sehnen und Bändern insbesondere Gelenke notwendig. Nur wenige Gelenke gleichen einander. Viele sind einzigartig. Die Gelenkpaare haben alle ihre eigene Form und Funktion. Tagtäglich werden sie belastet und müssen grossen Kräften standhalten. Deshalb muss man auch Rücksicht auf sie nehmen. Wenn man das nicht tut und seine Gelenke zu lange stark belastet, können sie sich entzünden und längerfristig Abnutzungserscheinungen, wie die Arthrose, auftreten.

Echte versus unechte Gelenke

Gelenke bilden den Übergang zwischen zwei Knochen. In der Fachwelt werden zwischen echten sowie unechten Gelenken unterschieden. Die unechten Gelenke sind jedoch nicht etwa künstliche Gelenke. Es handelt sich vielmehrum Knochenverbindungen, die über Knorpelstrukturen (Beispiel Rippen), Knochenstrukturen (Bsp. Steissbein), Bindegewebe (Bsp. Zähne) oder Skelettmuskeln (Bsp. Schulterblatt) verknüpft sind.

Bei echten Gelenken findet man immer mindestens zwei Knochen, welche an ihren Enden mit Knorpel überzogen sind und einen Spalt dazwischen haben, den Gelenkspalt. Des Weiteren findet man in echten Gelenken Sehnen, Bänder, Muskeln, Schleimbeutel, eine Gelenkkapsel und die Gelenkschmiere (fachsprachlich: Synovia).

Gelenk-Formen

Man kann echte Gelenke grob in sieben Kategorien unterteilen, schauen wir uns die drei häufigsten Arten an.

Das Kugelgelenk ist die einfachste Variante. Man hat sehr viel Bewegungsfreiraum in alle Richtungen und ist meist nur durch Bänder und Muskeln eingeschränkt. Ein Beispiel hierfür ist das Hüftgelenk. Das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers, das Schulter Gelenk, fällt ebenfalls in diese Kategorie.

Das Sattelgelenk ist in der Bewegungsfreiheit stärker eingeschränkt. Man kann es nur noch in zwei Richtungen bewegen. Ein Beispiel dafür ist das Daumengelenk, welches an der Daumenwurzel, also gerade dort wo der Daumen sich von den Handknochen abtrennt, liegt.

Scharniergelenke, welche eine Unterkategorie der Zylindergelenke sind, kann man nur noch in eine Richtung bewegen. Beispiele dafür sind die vorderen zwei Fingergelenke.

Gelenkverletzungen

Nebst Abnutzungserscheinungen (Arthrose) und diversen Krankheitsbildern gibt es auch akute Verletzungen. Das Gelenk kann sich zum Beispiel entzünden und mit Gelenkflüssigkeit prall füllen. Dabei spricht man von einer Arthritis. Diese kann aus verschieden Gründen entstehen und muss nicht direkt von einer Erkrankung (Bsp. rheumatischer Arthritis) herrühren.

Eine Schleimbeutelentzündung ist ebenfalls eine häufige Beschwerde, welche vor allem bei der Überbelastung eines Gelenkes auftritt. Hier muss man jedoch selten den Arzt aufsuchen, denn gleich wie bei der Arthritis, nehmen die Schmerzen meist ab, nachdem man das Gelenk einige Tage schont und dem Körper Zeit gibt, sich selbst zu erholen. Nehmen die Schmerzen jedoch nicht ab, oder wird das Gelenk steif, sollte unbedingt der Arzt aufgesucht werden.

Gelenkkrankheiten

Es gibt zahlreiche Krankheiten, welche Auswirkungen auf Gelenke haben können. Nebst den gängigen wie Verschleisserscheinungen (Arthrose), entzündlichen Erkrankungen (rheumatische Arthritis, Morbus Bechterew oder chronischer Schleimbeutelentzündung), Stoffwechselkrankheiten (Gicht), kann zum Beispiel auch ein Zeckenbiss Arthritis hervorrufen (Lyme-Arthritis).

Leider kann man Gelenkschäden kann bis heute nur schlecht behandeln. Eine vollständige Genesung steht bei den meisten Krankheitsbildern selbst mit Medikamenten und Physiotherapie nicht in Aussicht, nur eine Milderung der Schmerzen oder ein Verzögern der Gelenkerkrankung. Je früher man die Erkrankung feststellt, umso mehr Hoffnung besteht.

Versorgung der Gelenke mit Nährstoffen

Gelenke werden nicht durchblutet. Wenn Blut in die Gelenke eintritt ist das schädlich für den Knorpel. Da also keine Nähr- oder Abfallstoffe durch das Blut an- oder abtransportiert werden, gibt es die Gelenkschmiere. Sie ist eine zähflüssige Substanz, welche nebst den Versorgungsaufgaben auch noch die Gelenkflächen schmiert und als zusätzlicher Stossdämpfer für Schläge auf das Gelenk fungiert. Durch abwechselndes Belasten und Entlasten der Gelenke lässt sich die Gelenkflüssigkeit in die Knorpelflächen pressen und versorgt so die Gelenkknorpel.

Was kann man für die Gelenke tun?

Eine einfache Möglichkeit die Gelenke zu unterstützen, ist es die Ernährung bewusst so auszuwählen, dass man immer wieder Nährstoffe aufnimmt, welche die Gelenke benötigen, der Körper selbst aber nur in geringen Mengen herstellt. Es gibt einige Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, welche die Gelenkregeneration anregen, die Forschungen laufen jedoch noch auf Hochtouren.

Um Entzündungen in den Gelenken zu vermindern, kann man zusätzlich darauf achten Omega-3-Fettsäuren, wie sie zum Beispiel in einigen Fischen (Bsp. Lachs, Thunfisch und Sardellen) vorkommen, aber auch Raps oder Walnüsse, in das Wochenmenü, aufzunehmen. Verzichten sollte man hingegen auf Omega-6-Fettsäuren, welche in tierischen Lebensmitteln und einigen pflanzlichen Ölen, Samen und Kernen vorkommen.

Pernaton von Doetsch Grether

Der Original-Perna-Extrakt von Pernaton stammt von neuseeländischen Grünlippmuscheln (Perna Canaliculus). Seit 20 Jahren unterstützt er die Beweglichkeit von Gelenken, Sehnen und Bändern.
Neben dem funktionellen Glycogenkomplex versorgt Pernaton den Körper mit 11 Mineralstoffen, langkettigen Omega-3-Fettsäuren, den 18 wichtigen Aminosäuren sowie Vitamin C.

Warum knacken unsere Gelenke?

Jeder kennt es – einige machen es absichtlich, bei den anderen knackt es ungewollt. Studien legen nun nahe, dass Gelenke aus verschiedenen Gründen tönen; wegen entweichenden Gasen, rauen Oberflächen oder verschiebenden Geweben. Die Töne zeugen aber nur von Verschleiss, wenn man auch einen Schmerz dabei verspürt. Dann kann es unter Anderem von Abnutzungserscheinungen herstammen. Den Unterschied sollte man im Klang wahrnehmen können, denn rühren die Töne von Gelenkschäden her, soll es mehr wie ein Knirschen tönen. Im Gegensatz zum Knacksen der Finger, welches nur vom Entweichen der Gase stammt und nicht schädlich ist. Schnappende Töne entstehen, wenn Gewebe, wie Knochen, Bänder und Muskeln, verschoben werden und sie bei der Bewegung zuschnappen.

Quellen

- www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/gesundheit/gesundheitszustand/krankheiten.html
- www.mobilesport.ch/aktuell/beweglichkeit-muskeln-dehnen-gelenke-mobilisieren-2/
- www.rheumaliga.ch/medienmitteilungen/facts-and-figures
- Frans van den Berg: Angewandte Physiologie, Georg Thieme Verlag, 2007.
- Johann Schwegler, Runhild Lucius: Der Mensch. Anatomie und Physiologie. Georg Thieme Verlag. Stuttgart. 2011.
- West, Sterling G. (2015). Rheumatology secrets. The secrets series (3rd ed.). Philadelphia: Elsevier Mosby.
- Whiting, William Charles and RuggDynatomy, Stuart (2006) Dynamic Human Anatomy, Volume 10
- www.doetschgrether.ch/de/marken/pernaton-r-/m_58
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- www.health.clevelandclinic.org/snap-crackle-pop-need-know-joint-noises/