Akute Atemwegserkrankung / Coronavirus

Das Virus verbreitet sich aktuell rasch aus und die Zahl der erkrankten Patienten steigt von Tag zu Tag. Aus diesem Grund hat die Weltgesundheitsorganisation in Genf (30.1.2020) den Notstand ausgerufen. Trotz all den Nachrichten wird das Risiko für eine Infektion immer noch als sehr tief eingeschätzt (Experten vom Robert Koch-Institut). Gemessen an der Zahl der menschlichen Bevölkerung auf unserer Erde sind die 30'000 Fälle (9.2.2020) nach wie vor verschwindend klein jedoch immer noch steigend. Aktuell sind leider bereits 813 Todesfälle (9.2.2020) zu verzeichnen.

Akute Atemwegserkrankung

Die Krankheit wird neu als "akute Atemwegserkrankung" bezeichnet und durch das Coronavirus ausgelöst. Die Übertragung erfolgt vermutlich als Tröpfchen Infektion von Mensch zu Mensch. Neu wurde zudem festgestellt, dass die Viren im menschlichen Stuhl nachgewiesen werden können. Dadurch ist auch eine fäkal orale Übertragung möglich. Eine Problematik stellt sich in der langen Inkubationszeit des Coronavirus. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit verstreichen zwischen 7 und 14 Tagen. Der Grund dafür liegt darin, dass das Virus erst Körperzellen befällt - sich dort ernährt und vermehrt und es erst dann zu einem Ausbruch kommt. Die Behörden haben Ärzte und Spitäler angewiesen Verdachtsfälle zu melden. Gesundheitsbehörden und Spitäler sind für solche Situationen jeweils gerüstet und es gibt hierzu auch Pandemiepläne.

Erkrankte Personen werden isoliert und unter Beachtung der entsprechenden Hygienemaßnahmen behandelt.

Wie ist die Schweiz vorbereitet?

Die Schweiz ist dank dem durch die EU gewährten Zugang zum Frühwarnsystem auf dem aktuellsten Stand. Weiter werden aktuell Hotlines eingerichtet, wo sich betroffene oder besorgte Menschen hinwenden können. Weiter wird geraten, dass wer sich in den letzten 14 Tagen in China aufgehalten hat und unter Husten, Fieber oder Atemproblemen leidet sich bei einem Arzt zu melden.

Infolines Coronavirus
Für die Bevölkerung: +41 58 463 00 00
Für Reisende: +41 58 464 44 88
Täglich von 8 bis 18 Uhr

Wie gross ist die Ansteckungsgefahr?

Eine genaue Aussage kann hier noch nicht getroffen werden, da die Datenlage noch unzureichend ist. Die Berner Infektiologen an der UniversitätBern (31.1.2020) gehen davon aus, dass eine infizierte Person circa zwei weitere Personen ansteckt.

Wie kann man sich schützen?

Die wichtigsten Schutzmassnahmen sind die gleichen wie sie auch bei einer klassischen Grippe zu tragen kommen:

- Abstand halten zu Menschen die Husten oder Niesen
- Verwendung von Einwegtaschentüchern
- gute Händehygiene (regelmässiges Händewaschen)
- Händedesinfektion
- Atemschutzmasken vorzugsweise (FFP2 & FFP3)
- SchutzbrilleWichtig: klassische Tuchmasken bieten nur wenig Schutz, da Viren einfach durch Öffnungen eintreten können oder auch sobald das Tuch feucht ist diese kleinen Viren ebenfalls eindringen können.

Der Bund hält ein Notlager für Gesichtsmasken, jedoch mit einem kurzen Verfall. Aktuell wird getestet ob diese in einem Ernstfall dennoch verwendet werden können.

Wo liegt der Ursprung?

Gemäss den Angaben der chinesischen Behörden in Wuhan waren die ersten Patienten bei denen man die Krankheit gesehen hat als Händler oder Verkäufer auf dem Markt in Wuhan tätig. Es wird berichtet, dass neben dem klassischen Fischmarkt auch mit Wildtieren und Reptilien gehandelt wurde.

Gab es ähnliche Fälle bereits?

Bei dem neuen Virus handelt es sich um einen Erreger aus der Familie der Coronaviren, also aus derselben Familie wie das SARS (severe acute respiratory syndrome) und das MERS-CoVirus (Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus).

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