Echter Salbei (lat. Salvia officinalis)

Der Salbei ist ein wahrer Allrounder und hat seinen fixen Platz in der Küche. Er wird zusätzlich als Arzneipflanze in der Phytotherapie oder als wertvoller pflanzlicher Inhaltsstoff in Kosmetikprodukten verwendet. Es handelt sich um eine Pflanze, welche bereits seit langer Zeit für ihre Wirkungen bekannt ist. Der Salbei wurde zu unterschiedlichen Zeiten von unterschiedlichen Völkern entdeckt, was die positiven Eigenschaften von Salbei zusätzlich bestätigt. Salbei wird vom lateinischen Wort „salvare“ abgeleitet, was „heilen“ bedeutet. Salbei hat auch eine lange Tradition als Bestandteil in Räucherzeremonien. So wird dem Rauch eine reinige Wirkung auf Körper, Geist und Räume nachgesagt.

Salbei

Verwendeter Pflanzenteil

Der Echte Salbei gehört zu den Lippenblütlern und blüht zwischen Mai und Juli. Für Arzneizwecke werden die Blätter der Salbeipflanze verwendet, welche beispielsweise zu Tees, Tinkturen oder ätherischen Ölen verarbeitet werden. Schaut man sich ein Salbeiblatt genau an, so sieht man die kleinen feinen Härchen, welche dem Salbeiblatt seine weiche und samtige Haptik verleihen. Die Blätter enthalten ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe, welche sich die Phytotherapie zu Nutzen macht. Insbesondere der Gehalt an ätherischen Ölen kann jedoch stark nach Erntezeitpunkt, der Anbauregion und der Sorte variieren.

Vorkommen

Der Echte Salbei kommt mittlerweile fast auf der gesamten Welt vor. Den Ursprung hat die Pflanze jedoch im Mittelmeerraum, in welchem ein mediterranes Klima herrscht. Salbei gedeiht am besten auf kalkhaltigen, steinigen und trockenen Böden. Es handelt sich beim Salbei um einen ausdauernden Halbstrauch, bei welchem die unteren Stängel verholzen. Die oberen Sprossteile bleiben krautig und sind mit Härchen besäht und fühlen sich ebenfalls filzig an. Diese speziellen Ausprägungen sind eine optimale Anpassung des Salbeis an das mediterrane Klima. Der Salbei ist trotz seiner mediterranen Herkunft recht anpassungsfähig, weshalb man ihn fast auf der ganzen Welt antrifft.

Salbei für die Mund- und Rachenschleimhaut

Salbei ist schon lange Zeit als pflanzliche Alternative zur Behandlung von Halsschmerzen, Mund- und Rachenentzündungen oder auch Zahnfleischerkrankungen bekannt. Aus diesem Grund gibt es zahlreiche Mundwasser oder Zahnpasten, welche mit Salbei angereichert sind. Effektiv für die Behandlung solcher Beschwerden sind vor allem Tinkturen, welche die entzündungshemmenden und adstringierenden Inhaltsstoffe des Salbeis in konzentrierter Form enthalten. Bei Erkältungskrankheiten eignet sich auch der Salbeitee hervorragend um die Beschwerden zu bekämpfen.

Salbei gegen Schwitzen

Salbei kann innerlich bei übermässigem Schwitzen, wie beispielsweise im Zusammenhang mit Wechseljahrbeschwerden, eingesetzt werden. Die verschiedenen Inhaltsstoffe der Salbeipflanze helfen, die Schweisssekretion zu regulieren.

Zu beachten

Salbei hat einen Einfluss auf die Produktion von Muttermilch. Aus diesem Grund wird stillenden Müttern nicht empfohlen, Salbei in konzentrierter Form zu sich zu nehmen. Wer hingegen langsam abstillen möchte, kann gut zu einem Salbeipräparat zur innerlichen Anwendung greifen. Auch während der Schwangerschaft wird von Salbei abgeraten.

Küche

Salbei ist besonders in der italienischen Küche beliebt. Wer kennt das berühmte Saltimbocca nicht? Salbei eignet sich hervorragend zu Fleisch und verfeinert auch so manche Pastasorte. Der Salbei unterscheidet sich im Geschmack je nach Herkunftsregion.

Kosmetik

Aufgrund der antimikrobiellen Wirkung wird Salbei gerne in Produkten gegen unreine Haut eingesetzt. In Haarpflegemitteln wird Salbei gerne gegen Gelbstich, beispielsweise bei grauen oder blondierten Haaren eingesetzt.

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