Ringelblume (lat. Calendula officinalis)

Die Ringelblume sieht nicht nur schön aus und ziert unsere Gärten, sie ist auch ein bewährtes Rezept bei Hauterkrankungen und wird sowohl in der Kosmetik wie auch der Baby- oder Zahnpflege eingesetzt. Ihre gelb-orangene Blüte öffnet sich morgens mit der Sonne und schliesst sich abends bei Sonnenuntergang. Bereits Hildegard von Bingen beschrieb die Blume im 12. Jahrhundert als eine wertvolle Heilpflanze.

Ringelblume

Verwendeter Pflanzenteil

Es werden hauptsächlich die Ringelblumenblüten für Arzneizwecke verwendet. Die wichtigsten Inhaltsstoffe für die Wirkung der Ringelblume sind: Flavonoide, Carotinoide und ätherische Öle. Das Samen-Öl enthält ausserdem die seltene Calendulasäure. Die getrockneten Blüten werden zu Salben, Tinkturen, homöopathischen Globulis oder als Zusatz in Hautpflegeprodukten weiterverarbeitet.

Vorkommen

Die Ringelblume, auch bekannt als Mariengold, kommt verwildert in ganz Europa vor. Sie bevorzugt sonnige Orte mit nährstoffreichen Lockerböden. Die einjährige Pflanze wird zwischen zwanzig bis sechzig Zentimeter gross. Die Blütezeit ist ca. von Juni bis September. Einzelne Blütenkörbe blühen in der Regel fünf Tage. Durch ihre anspruchslose Art eignet sie sich besonders als Gartenpflanze und wächst unkompliziert zwischen anderen Pflanzen. Es handelt sich um eine einjährige Pflanze, welche sich einmal angesät selbst gut weiterverbreitet.

Verwendung

Äusserlich werden vor allem Hauterkrankungen und Wunden mit Ringelblumen Tinkturen, Ölen, Salben oder Gelees behandelt. Nebst der wundheilenden Wirkung werden der Ringelblume noch weitere Eigenschaften zugesprochen, wobei noch nicht alle wissenschaftlich nachgewiesen wurden. So soll sie auch entzündungshemmend, abschwellend, antibakteriell, antiviral und antioxidativ sein.
Besonders zu empfehlen ist die Anwendung von Ringelblumen bei schlecht heilenden Wunden. Weitere Anwendungsgebiete sind Schürfungen, Verbrennungen der Haut, Hautentzündungen und Erkrankungen, Ekzeme, Furunkel, Ausschläge, Afterjucken oder Windeldermatitis.

Innerlich können gemäss dem homöopathischen Arzneimittelbild einerseits Entzündungen in der Mund- und Rachenschleimhaut Abhilfe geschafft werden und auch die Heilung von Schürfwunden oder Nachbehandlung von Zahnentfernungen unterstützt werden. Die Ringelblume wurde aber auch schon bei Magen- sowie Darmgeschwüren und allgemeinen Verdauungsbeschwerden unterstützend in Form von Tees eingesetzt.

Die Ringelblume wird in Salben und Hautpflegeprodukten gerne mit Arnika, Wallwurz und Kamille kombiniert. Es handelt sich hierbei um Pflanzen, welche auf unterschiedliche Weise einen positiven Effekt auf die Haut haben, sich daher optimal ergänzen und für besonders wirkungsvolle Ergebnisse sorgen. Die Ringelblume wirkt beruhigend auf die Haut und unterstützt deren Regeneration.

Lebensmittel mit Ringelblume färben

Ähnlich wie bei den Karotten kommt die gelbe bis orange Farbe der Ringelblumen-Blütenblätter von den Carotinoiden. Je nach dem was für ein Carotinoid vorwiegend in der Blume enthalten ist, blüht die Pflanze eher orange oder gelb. Die Ringelblume wird in der Käse- und Butter-Industrie deshalb auch als Färbemittel genutzt und kann auch zu Hause zum Färben von Butter, Quark oder Pudding verwendet werden.