Kurkuma (lat. Curcuma longa)

Kurkuma stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum und gehört zu den Ingwergewächsen. Die Wurzel der Pflanze wird getrocknet und pulverisiert und anschliessend sowohl in der Küche wie auch als Arzneimittel verwendet. Hierzulande wurde Kurkuma hauptsächlich durch den Einsatz in der Küche bekannt, im Gegensatz zu den asiatischen Ländern, welche Kurkuma seit Jahrtausenden in der Alternativmedizin als Zauberknolle einsetzen. Die Pflanze wird jedoch auch hierzulande immer mehr erforscht und für ihre positiven Eigenschaften auf den Körper geschätzt.

Vorkommen

Kurkuma gehört zu den Ingwergewächsen. Die krautige Pflanze, welche bis zu einem Meter gross werden kann, nennt man auch gerne «Gelben Ingwer». Sie wächst in tropischem Klima vor allem im südasiatischen Raum. In Indien wird sie landwirtschaftlich angebaut und auch zu einem Grossteil verwendet. Gleich dem Ingwer bildet die Pflanze Knollen, im Gegensatz zu Ingwer sind diese aber gelb bis orange.

Verwendeter Pflanzenteil

In Indien wird vor allem die getrocknete Kurkuma-Knolle verwendet, während in der thailändischen Küche auch gerne die frischen Knollen als Zutaten verwendet werden.
Das Pulver ist lange haltbar, solange man es lichtgeschützt lagert. Die frischen Knollen vertrocknen nach zwei Wochen, dies kann man mit kühler Lagerung aber hinauszögern.

Kurkuma in der Küche

In Indien wird Kurkuma bereits seit 4000 Jahren verwendet. In der westlichen Welt ist sie in der Küche als Gewürz bekannt, da sie für die gelbe Farbe bei der Curry-Mischung sorgt. Der Trend der Kurkuma Pflanze hat längst die westlichen Länder erreicht und der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. So wird Kurkuma beispielsweise in Tees, Smoothies, Pfannkuchen, als Gewürz zum Braten von Gemüse oder etwa in der „Goldenen Milch“, einem ayurvedischen Heilgetränk, eingesetzt. Und nicht zuletzt kann Kurkuma auch als Bestandteil im Pasta-Teig oder in marokkanischen Gerichten verwendet werden. Einerseits kann sie mit ihrem exotischen Aroma als eigenständiges Gewürz verwendet werden und andererseits ist das Interesse an ihr als Arzneipflanze immer mehr gewachsen. Kurkuma wird gerne als Mittel zum Strecken vom viel teuren Safran verwendet. Nicht nur in der Curry-Mischung kommt Kurkuma als Färbemittel zum Zug, sondern auch in Senf, Teigwaren und Kurkuma Reis.

Kurkuma in der Medizin

Kurkuma regt vor allem die Magensaftproduktion an, was die Verdauung positiv unterstützt. Ebenso hat die Pflanze eine entzündungshemmende Wirkung. Bei Diäten zum Gewichtsverlust kann sie unterstützend angewendet werden.
Derzeit läuft die Forschung auf Hochtouren um Erkenntnisse über mögliche positive Effekte in der Krebstherapie und zur Bekämpfung von Alzheimer zu erlangen. Erste Labortests liefern spannende Ergebnisse, jedoch können noch keine gesicherten Aussagen zu den Wirkungen in diesem Zusammenhang gemacht werden. Fest steht jedoch, dass hohe Mengen des Curcumin benötigt würden, welche über die blosse Nahrungsaufnahme kaum zuführbar sind.
Möchte man jedoch weisse Zähne, kann man sich auf Kurkuma verlassen. Wenn man zwei bis drei Wochen jeden Tag ein kleines Stück frischer Kurkuma zerkaut, zeigt sich bereits eine Wirkung.
Es sollte jedoch nicht eingenommen werden, wenn man Magengeschwüre oder Gallensteine hat.
Die Wirkstoffe von Kurkuma können leider nur schlecht vom Körper aufgenommen werden. Dies kann man mit der gleichzeitigen Aufnahme von Pfeffer und dessen Inhaltsstoff Piperin deutlich verbessern. Einige Arzneimittelhersteller machen sich dies bereits zu Nutze und bieten entsprechende Präparate an.

Verwandte Themen