Arnika (lat. Arnica montana)

Die Pflanze mit den hübschen, gelben Blütenblättern ist natürlich vor allem in Gebirgsregionen anzutreffen. Ihre Blüte besteht aus vielen kleinen Blüten, welche sich allesamt im Sommer nach der Sonne richten. Die schöne Pflanze ist mehr als einfach eine hübsche Blume. Heute wird Arnika in der Phytotherapie häufig bei stumpfen Verletzungen eingesetzt.
Die Pflanze mit den gelben Blütenblättern ist in Europa zwar erst seit dem 18. Jahrhundert als Arzneipflanze bekannt geworden, wurde vorher aber schon lange als Zauberpflanze benutzt. Die altertümlichen Namen für Arnika wie Wolfsbanner oder Donnerwurz deuten heute noch auf die damalige Verwendung als Zauberpflanze hin. Das Pflanzenextrakt konnte wegen seiner toxischen Wirkung jedoch nie unverdünnt eingenommen werden. Ihr Extrakt findet man vor allem in Salben und Tinkturen bei Sportverletzungen,sie kommt aber auch bei Gliederschmerzen und rheumatischen Beschwerden zum Zug. Bei homöopathischen Therapien wird sie jedoch meist nicht als Salbe aufgetragen, sondern hoch verdünnt in Form von Globuli eingenommen.

Verwendeter Pflanzenteil

Arnika gehört zur Familie der Korbblütler (lat. Asteraceae). Als Arzneipflanze werden hauptsächlichdie gelben Blüten verwendet. Die Blütenstände werden seltener benützt, da sie bereits wesentlich weniger Wirkstoffe beinhalten. Die Wurzel der Pflanze wird nicht zur Arzneimittelherstellung verwendet.

Vorkommen

Die Pflanze ist vor allem in Gebirgen vorzufinden. Nebst den Alpen, Pyrenäen, dem Balkan und Skandinavien findet man sie auch im Baltikum. Die Blume sollte man jedoch niemals ernten um damit eigene Heilmittel herzustellen, denn einerseits ist sie im grössten Teil der Alpen geschützt und andererseits besitzt sie auch einige giftige Stoffe, weshalb sie nicht eingenommen werden darf. Arnika blüht in den Sommermonaten, meist ab Mai/Juni bis August.

Anwendungsgebiet

Der Hauptanwendungsbereich ist bei stumpfen Verletzungen wie Zerrungen, Prellungen, Quetschungen oder Verstauchungen. Die Gele und Salben müssen dabei meist mehrmals täglich neu aufgetragen werden. Der weitere Anwendungsbereich geht von Entzündungen in Gelenken und Muskeln über Nackenverspannungen, Rückenschmerzen und Hexenschuss bis hin zu Arthritis. Ebenso sollte man vor der ersten Behandlung mit einer Arnika-Salbe herausfinden, ob man eventuell überempfindlich auf Arnika reagiert.

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