Zeller Magen 36 Kautabletten

Zeller Magen 36 Kautabletten

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Calcii carbonas, Magnesii trisilicas.

Hilfsstoffe: Mannitol, Saccharinum, Aromatica (Orange), Antiox.: E 320, Conserv.: E 220, Excip. ad compr.

Die Kautabletten sind zuckerfrei.

Dieses Arzneimittel enthält ca. 10 mg verwertbare Kohlenhydrate pro Einzeldosis.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Kautablette enthält 320 mg Calciumcarbonat und 180 mg Magnesiumtrisilikat.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Zur Linderung von Beschwerden infolge Hyperazidität:

  • Magenbrennen
  • saures Aufstossen
  • Sodbrennen
  • Dyspepsia

Auch anwendbar bei Blähungen und Meteorismus.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 3-4 mal täglich 2-3 Kautabletten ein bis zwei Stunden nach jeder Mahlzeit und vor dem Schlafengehen langsam zerkauen.

Kinder ab 6 Jahren: die halbe Erwachsenendosis.

Kontraindikationen

Hypercalcämie, Hypermagnesämie, Hypophosphatämie, Niereninsuffizienz und Nephro­calcinose.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Eine Langzeitanwendung in hohen Dosen von Zeller Magen Kautabletten soll, besonders bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, vermieden werden.

Interaktionen

Bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Arzneimitteln (z.B. Tetracyclinen, Chinolonen, Salicylaten, Eisenverbindungen) kann deren Resorption verändert werden. Aus diesem Grund sollte generell ein Abstand von 1-2 Stunden zwischen der Einnahme von Antazida und anderen Arzneimitteln eingehalten werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Bei der Anwendung während der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Es sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch bei schwangeren Frauen verfügbar. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist aber kein Risiko für das Kind bekannt.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Eine Auswirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen wurde nicht geprüft; sie ist jedoch wenig wahrscheinlich.

Unerwünschte Wirkungen

Langdauernde Einnahme von Calciumcarbonat und grosser Mengen Milch kann zu dem in der Literatur erwähnten Milch-Alkali-Syndrom führen. Dieses seltene Syndrom äussert sich durch Schwindel, Erbrechen, Hypercalcämie, Alkalose und Nierenfunktionsstörungen.

Insbesondere bei erheblich gestörter Nierenfunktion und Verwendung von extrem hohen Dosen, die weit über den therapeutisch empfohlenen liegen, kann es durch die beiden Wirkstoffe zu Ablagerungen in den Nieren kommen (Calcium- und Silikatsteine). Zudem sind dann auch erhöhte Serumspiegel von Calcium und Magnesium sowie metabolische Alkalose und Alkaliurie zu erwarten.

Calciumcarbonat kann eine Obstipation hervorrufen, die aber in der Regel durch die leicht laxative Wirkung des Magnesiums aufgehoben wird.

Überdosierung

Eine kurzfristige Überdosierung ist ungefährlich. Hingegen kann eine anhaltende Überdosierung zu Hypercalcämie und Hypermagnesämie bzw. zu allgemeinen Störungen des Elektrolythaushaltes führen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A02AC10

Wirkmechanismus:

Zeller Magen Kautabletten enthalten eine Kombination von zwei säurebindenden Substanzen: die überschüssige Magensäure wird einerseits sehr rasch durch Calciumcarbonat, andererseits langsamer, jedoch anhaltender durch Magnesiumtrisilikat neutralisiert.

Die Säurebindungskapazität einer Kautablette entspricht ca. 7.7 mval.

Pharmakokinetik

Die Wirkung von Zeller Magen Kautabletten ist vorwiegend intragastraler und lokaler Art, da die Wirkstoffe nur teilweise resorbiert werden.

Die Wirkung von Calciumcarbonat beruht weitgehend auf einer Neutralisierung der Magensalzsäure. Calciumcarbonat wird mit Magensalzsäure zu wasserlöslichem Calciumchlorid und Kohlendioxid umgesetzt. Im Darm wird Calciumchlorid zum Teil resorbiert, zum Teil bilden sich unlösliche Salze mit Phosphat, Carbonat und Fettsäuren, die mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Der Ausfällungsprozess kann bei Vorhandensein von Nahrung bereits im Magen stattfinden. Das Ausmass der Resorption von Calcium ist von verschiedenen Faktoren (Acidität des Magensaftes, Hyper- und Hypocalcämie, Parathormon, Calcitonin) abhängig. Der resorbierte Anteil liegt bei 10-35%.

Magnesiumtrisilikat, welches in seiner Zusammensetzung der Summenformel 2 MgO·3SiO2·nH2O entspricht, wirkt, bedingt durch die Gitterstruktur, langsam und anhaltend.

Nur ein kleiner Teil des Magnesiums und des Silikates werden resorbiert. Die Serumkonzentrationen von Magnesium und Silikat bleiben bei Patienten mit einer normalen Nierenfunktion durch die renale Elimination konstant.

Präklinische Daten

Es sind keine präklinischen Daten vorhanden.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Es sollte generell ein Abstand von 1-2 Stunden zwischen der Einnahme von Antazida und anderen Arzneimitteln eingehalten werden.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Das Präparat kann Veränderungen des Harn pH-Wertes sowie der Elektrolytwerte hervorrufen. Zur Wiederherstellung des Normalzustandes ist das Arzneimittel abzusetzen.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) in der Originalverpackung aufbewahren.

Das Arzneimittel ist ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Zulassungsnummer

18370 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Max Zeller Söhne AG, CH-8590 Romanshorn.

Stand der Information

März 2011.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.