Vitreolent Ciba Vision Gtt Opht 10 Ml

Vitreolent Ciba Vision Gtt Opht 10 Ml

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Kalii iodidum, Natrii iodidum.

Hilfsstoffe: Antiox.: E 307, Conserv.: Chlorhexidini acetas, Excip. ad solutionem.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Augentropfenlösung

1 ml enthält 3 mg Kaliumiodid und 3 mg Natriumiodid.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Vitreolent kann angewendet werden bei Trübungen und Blutungen des Glaskörpers jeglicher Genese (Senium, Myopie, Hypertonie, Diabetes, Periphlebitis), Linsentrübungen im Sinn der beginnenden Cataracta senilis.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene: 1-3 mal täglich 1 Tropfen in den Bindehautsack applizieren.

Für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen stehen keine Daten zur Verfügung.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirkstoffe oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Anamnestisch bekannte Jodüberempfindlichkeit (Jodismus).

Bei Schilddrüsenfunktionsstörungen oder einem blanden Knotenstruma.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei Trägern von Kontaktlinsen sollte die Anwendung ausserhalb der Tragzeit der Linsen erfolgen. Linsen erst 30 Minuten nach der Anwendung des Präparates wieder auf die Augen setzen. Um die systemische Resorption auf ein Minimum zu beschränken, sollte der Patient nach Instillation der Augentropfen den Tränensack während 1-2 Minuten durch Fingerdruck komprimieren.

Interaktionen

Am Auge sind keine Interaktionen mit Jod-Salzen bekannt.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch bei schwangeren Frauen verfügbar. Unter diesen Umständen soll das Arzneimittel nicht verabreicht werden, es sei denn dies ist eindeutig erforderlich.

Die Anwendung von Vitreolent Augentropfen während der Laktation wurde nicht untersucht.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nach der Anwendung der Augentropfen kann eine vorübergehende Sehbeeinträchtigung eintreten. Die Patienten müssen informiert werden, dass sie keine Fahrzeuge lenken oder Maschinen benutzen dürfen, solange sich ihre Sicht nicht normalisiert hat.

Unerwünschte Wirkungen

Die folgenden unerwünschten Wirkungen können nach ophthalmologischer Anwendung von Vitreolent auftreten und werden entsprechend ihrer Häufigkeit folgendermassen klassifiziert: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1000 bis <1/100), selten (≥1/10'000 bis <1/1000) und sehr selten (<1/10'000). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmender Schwere aufgeführt.

Augenerkrankungen

Gelegentlich: leichtes vorübergehendes Brennen oder Stechen direkt nach der Applikation, erhöhter Tränenfluss.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Vitreolent enthält Jodide. Es kann bei prädisponierten Patienten Hyperthyreodismus oder Jodausschlag hervorrufen.

Überdosierung

Eine versehentliche Ingestion eines Fläschchens Vitreolent ergibt knapp die Dosis, die zur Prophylaxe der Radio-Jod-Inkorporation pro Tag bei einem Kind vorgeschrieben wird. Es sind dabei keine toxischen Erscheinungen zu erwarten.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: S01XA04

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Jodide vermögen nicht nur bei allgemeiner, sondern auch bei lokaler Applikation den Metabolismus des Glaskörpers zu aktivieren und Trübungen desselben gelegentlich aufzuhellen.

Nicht gesichert ist die Wirkung von Jod auf die beginnende Cataracta senilis. Gelegentlich gelingt es, bei längerdauernder Anwendung von Vitreolent die Progression der Trübung zu verlangsamen und den Visuszerfall zu bremsen.

Pharmakokinetik

Kaliumujodid diffundiert rasch ins Kammerwasser isolierter Kaninchenaugen. In 60 Minuten reichern sich 0,25 µmol Kaliumjodid in 1 ml Kammerwasser an. Vom total im behandelten Auge gefundenen Jodid entfallen 6,4% auf die Linse und 3,7% auf den Glaskörper.

Das Ausmass der systemischen Resorption nach lokaler Applikation am Auge wurde nicht untersucht.

Präklinische Daten

Es sind keine für die Anwendung von Vitreolent relevanten präklinischen Daten vorhanden.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Flasche nach Gebrauch sofort verschliessen. Nach Anbruch nicht länger als einen Monat verwenden, danach vernichten.

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalpackung bei Raumtemperatur (15-25° C) aufbewahren. Arzneimittel sollten für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Zulassungsnummer

32227 (Swissmedic)

Zulassungsinhaberin

OmniVision AG, 8212 Neuhausen.

Stand der Information

Dezember 2015

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.