Gluc Braun Inf Loes 25 G 50ml Zusatz Amp 20 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Glucosum anhydricum.

Hilfsstoff: Aqua ad iniectabilia.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Zusatzampulle à 50 ml enthält 25 g Glucose

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Energiezufuhr; vor Gebrauch in dazu geeigneten Infusionslösungen verdünnen.

Dosierung/Anwendung

Die Dosierung richtet sich nach dem klinischen Zustand, dem Alter und dem Gewicht des Patienten.

Erwachsene und ältere Patienten

Die Infusionsmenge soll 500 mg Glucose/kg KG pro Stunde nicht überschreiten. Die maximale Tagesdosis liegt bei 6 g Glucose/kg KG.

Anwendung bei Kindern

Die Dosierung ist abhängig vom Alter, Gewicht, dem klinischen und metabolischen Zustand des Patienten, der Verdünnung sowie von einer Begleittherapie und sollte von einem Arzt bestimmt werden, der Erfahrungen mit Infusionstherapien in der Pädiatrie hat (siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtmassnahmen»).

Art der Anwendung

Der Inhalt des Gebindes muss unmittelbar vor dem Gebrauch in einer mit Glucose kompatiblen Infusionslösung verdünnt werden. Nicht unverdünnt verabreichen.

Kontraindikationen

Hyperglykämie, hypotone Dehydratation, Hyperhydratationszustände, Hypokaliämie, Acidosen.

Anurie, bei Hirn- oder Rückenmarksblutungen, bei Patienten, die unter Deliriums tremens mit gleichzeitiger Dehydratation leiden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Spezielle Warnung bei zuckerkranken Patienten.

Spezielle Vorsicht bei Hypophosphatämie, Hypomagnesämie. Nur unbeschädigte Behältnisse und klare Lösungen verwenden. Bei abruptem Absetzen der Glucoseinfusion besteht die Gefahr einer reaktiven Hypoglykämie.

Die Flüssigkeits- und Elektrolytbilanz, der Säuren/Basen-Haushalt sowie die Glykämie sind zu überwachen.

Der Bewusstseinszustand des Patienten ist zu überwachen.

Pädiatrische Population

Bei Neugeborenen, besonders bei Frühgeborenen mit geringem Geburtsgewicht besteht ein erhöhtes Risiko für eine Hyperglykämie. Damit mögliche unerwünschte Langzeitnebenwirkungen vermieden werden können, ist hier, durch engmaschige Überwachung, eine auszureichende Blutzuckerkontrolle während der Behandlung mit einer glucosehaltigen Lösung nötig.

Um möglicherweise tödliche Überdosierung mit intravenöser Flüssigkeit bei Neugeborenen zu vermeiden, muss die Lösung mit besonderer Vorsicht verabreicht werden.

Interaktionen

Gewisse Medikamente (Schleifen-Diuretika, Thiazide) können die Glucosetoleranz vermindern.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch bei schwangeren Frauen verfügbar. Unter diesen Umständen soll das Arzneimittel nur verabreicht werden, wenn es klar notwendig ist.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Studien vor. Die Infusion wird an stationären Patienten verabreicht.

Unerwünschte Wirkungen

Die in diesem Abschnitt aufgelisteten Nebenwirkungen sind gemäss der empfohlenen Häufigkeitskonvention aufgeführt:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100 bis <1/10)

Gelegentlich (≥1/1'000 bis <1/100)

Selten (≥1/10'000 bis <1/1'000)

Sehr selten (<1/10'000)

Nicht bekannt (Häufigkeit aufgrund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Unerwünschte Wirkungen sind vor allem im Fall einer Überdosierung zu erwarten.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Nicht bekannt: Hyperosmotischer Zustand, durch zu schnelle Infusion einer konzentrierten Glucoselösung (siehe Abschnitt «Überdosierung») und dadurch verursachte Hyperglykämie und Glucosurie.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Nicht bekannt: Venenentzündung oder Thrombose.

Überdosierung

Überdosierungen können zu folgenden Störungen führen: Hyperglykämie, Hypervolämie, Hyperhydratation.

Glycosurie, hyperosmolaren Zuständen, Dehydratation. Hypokaliämie, Lactatanstieg, kohlenhydratinduzierte Hypertriglyceridämie, Steatose, Hyperventilation.

Sollten Überdosierungs-Symptome auftreten, ist die Infusion sofort zu unterbrechen. Es sind die physiologischen Parameter des Patienten zu bestimmen und die entsprechenden therapeutischen Massnahmen einzuleiten.

Therapeutische Massnahmen

Hypervolämie, Hyperhydratation: Forcierte Diurese mittels eines passenden Diuretikums (z.B. Furosemid).

Hyperglykämie: Insulin spritzen. (Achtung: Es besteht die Möglichkeit einer sekundären Hypoglykämie).

Hyperosmolare Zustände, Dehydratation: passende Massnahmen gemäss Flüssigkeits-, Glucose- und Elektrolyt-Bilanz sowie Säuren/Basen-Haushalt des Patienten.

Dosisreduzierung.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B05BA03, Kohlenhydrate

Glucose 25 g B. Braun ist eine sterile, pyrogenfreie Lösung von Glucose in Wasser für die parenterale Zufuhr von Kalorien. Eine Zusatzampulle zu 50 ml besitzt einen Energiewert von 419 kJ (100 kcal).

Pharmakokinetik

Glucose wird über den Zitronensäurezyklus abgebaut und kann pro Mol Glucose bis zu 48 Mol Adenosin-Triphosphat ergeben (Brennwert: ca. 4 kcal/g, Oxidationswasser: 0,6 ml/g).

Präklinische Daten

Es liegen keine relevanten Angaben vor.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Glucose 25 g B. Braun ist mit B. Braun Standard-Infusionslösungen kompatibel, darf jedoch nicht mit Blutprodukten gemischt werden. Blut und Glucose dürfen nicht durch dasselbe Infusionsbesteck infundiert werden.

Haltbarkeit

In der Originalverpackung bis zu dem auf der Etikette aufgedruckten, mit «Exp.» bezeichneten Verfalldatum verwendbar.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausser der Reichweite von Kindern lagern.

Hinweise für die Handhabung

Nur klare Lösungen und unbeschädigte Behälter verwenden.

Zulassungsnummer

33099 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

B. Braun Medical AG, Sempach.

Stand der Information

Juli 2016.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten.