Menveo Trockensub C Solv Durchstf 5 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Meningokokken (Serogruppen A, C, W-135 und Y) -Oligosaccharid CRM197-Konjugat-Impfstoff.

Pulver (Durchstechflasche mit lyophilisierter MenA-Konjugat-Komponente) und Lösung (Durchstechflasche mit gelöster MenCWY-Konjugat-Komponente) zur Herstellung einer Injektionslösung.

Wirkstoffe

Oligosaccharide von Neisseria meningitidis der Serogruppen A, C, W-135 und Y, welche an das Corynebacterium diphtheriae CRM197-Protein konjugiert sind.

Hilfsstoffe

Pulver: Die Durchstechflasche mit der lyophilisierten MenA-Konjugat-Komponente enthält Saccharose und Kaliumdihydrogenphosphat.

Lösung: Die Durchstechflasche mit der gelösten MenCWY-Konjugat-Komponente enthält Natriumdihydrogenphosphat-monohydrat, Di-Natriumhydrogenphosphat-dihydrat, Natrium­chlorid und Wasser für Injektionszwecke, sowie Spuren von Cetyl­tri­methyl­ammonium­bromid (CTAB).

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Der Impfstoff ist vor Gebrauch zu rekonstituieren (siehe Abschnitt «Hinweise für die Handhabung»). Durch das Mischen des Pulvers mit der Lösung entsteht die gebrauchsfertige Injektionslösung.

Das Produkt besteht aus einer Durchstechflasche mit Pulver, welche ein weisses bis weiss-gelbes Pulver enthält und einer Durchstechflasche mit einer farblosen, klaren Lösung.

Eine Dosis (0.5 ml des rekonstituierten Impfstoffes) enthält folgende Oligosaccharide von Neisseria menigitidis der Serogruppen A, C, W-135 und Y, welche an das Corynebacterium diphtheriae CRM197-Protein konjugiert sind:

  • Serogruppe A 10 µg, CRM197-Protein 16,7–33,3 µg
  • Serogruppe C 5 µg, CRM197-Protein 7,1–12,5 µg
  • Serogruppe W-135 5 µg, CRM197-Protein 3,3–8,3 µg
  • Serogruppe Y 5 µg, CRM197-Protein 5,6–10 µg

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Menveo ist indiziert zur aktiven Immunisierung von Kindern ab 2 Jahren und älter, Jugendlichen und Erwachsenen, bei denen das Risiko einer Exposition gegenüber Neisseria meningitidis (Meningokokken) der Serogruppen A, C, W-135 und Y besteht, um eine invasive Erkrankung zu vermeiden.

Die Anwendung des Impfstoffes sollte offizielle Empfehlungen berücksichtigen.

Dosierung/Anwendung

Dosierung

Kinder (ab 2 Jahren und älter), Jugendliche und Erwachsene

Menveo soll als Einzeldosis (0,5 ml) verabreicht werden.

Daten zur Persistenz der Immunantwort siehe Abschnitt «Eigenschaften/Wirkungen».

Menveo kann als Auffrischimpfung bei Personen gegeben werden, die zuvor eine Erstimpfung mit Menveo oder nicht konjungierten Meningokokken-Polysaccharid-Impfstoffen erhalten haben. Die Notwendigkeit einer Auffrischimpfung und der Zeitpunkt dafür bei zuvor mit Menveo geimpften Personen wurde bisher nicht ermittelt.

Anwendung

Die Einzeldosis von 0,5 ml wird intramuskulär, vorzugsweise in den Oberarmmuskel (M. deltoideus) verabreicht. Nicht intravaskulär, subkutan oder intrakutan verabreichen. Menveo darf nicht mit anderen Impfstoffen in der gleichen Spritze oder Durchstechflasche vermischt werden. Bei gleichzeitiger Verabreichung mehrerer Impfstoffe sollen diese an verschiedenen Körperstellen injiziert werden (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Für die Anleitung der Vorbereitung und Rekonstitution des Produktes siehe unter «Hinweise für die Handhabung».

Kinder unter 2 Jahren

Die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Menveo bei Kindern unter 2 Jahren ist nicht belegt.

Ältere Personen

Es liegen nur begrenzte Daten für die Anwendung von Menveo bei Personen im Alter zwischen 56 und 65 Jahren vor. Die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Menveo bei Personen über 65 Jahren wurde nicht untersucht.

Es gibt Hinweise, dass eine Person bei Unterschreiten des als protektiv geltenden serumbakteriziden Titers von 1:8 (zirkulierende Antikörper) gefährdet sein könnte, da die Antikörperbildung aufgrund des immunologischen Gedächtnisses im Falle einer fulminant verlaufenden Infektion zu langsam verläuft und nicht ausreicht.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber einer Komponente von Menveo (einschliesslich Diphtherie-Toxoid CRM197) oder bei lebensbedrohlicher Reaktion nach früheren Impfungen, welche ähnliche Komponenten enthalten.

Wie bei anderen Impfstoffen soll bei Vorliegen einer schweren, akuten, fieberhaften Erkrankung die Immunisierung mit Menveo verschoben werden. Ein leichter Infekt stellt keine Kontraindikation dar.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die für die Verabreichung verantwortliche Person muss, vor Verabreichung eines Impfstoffes, alle bekannten Vorsichtsmassnahmen zur Verhinderung einer allergischen oder anderen Reaktion treffen, einschliesslich Beachtung der medizinischen Vorgeschichte und des aktuellen Gesundheitszustandes. Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen soll für den seltenen Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach Impfung eine adäquate medizinische Versorgung und Überwachung sofort verfügbar sein.

Der Impfstoff darf unter keinen Umständen intravaskulär verabreicht werden.

Menveo schützt nicht vor Erkrankungen, welche durch andere N. meningitidis Serogruppen hervorgerufen werden, die nicht im Impfstoff enthalten sind. Ein kompletter Schutz vor Erkrankungen durch Meningokokken der Serogruppe A, C, W-135 und Y kann nicht garantiert werden.

Wie auch bei anderen Impfstoffen wird möglicherweise nicht bei allen geimpften Personen eine schützende Immunantwort hervorgerufen (siehe Rubrik «Eigenschaften/Wirkungen»).

Es gibt keine Daten betreffend Post-Expositions-Anwendung nach erfolgter Exposition oder Ausbruch der Krankheit.

Bei immunsupprimierten Personen kann die Immunantwort auf die Impfung ungenügend ausfallen. Eine HIV-Infektion stellt keine Kontraindikation dar; Menveo wurde jedoch nicht speziell bei immunsupprimierten Personen getestet. Individuen mit Störungen der Komplementfunktion und mit funktioneller oder anatomischer Asplenie entwickeln möglicherweise keine ausreichende Immunantwort auf Meningokokken-Konjugat-Impfstoffe der Serogruppen A, C, W-135 und Y. Der Grad des Schutzes, der erreicht werden kann, ist unbekannt.

Jede akute Infektion oder febrile Erkrankung ist ein Grund für einen Aufschub der Impfung mit Menveo, ausser, wenn nach Meinung des Arztes das Vorenthalten der Impfung das grössere Risiko darstellt. Eine leichte Erkrankung ohne Fieber, wie beispielsweise eine milde Infektion der oberen Atemwege, ist normalerweise kein Grund, die Impfung aufzuschieben (siehe «Kontraindikationen»).

Wegen des Risikos von Hämatomen wurde Menveo nicht bei Personen mit Thrombozytopenie, Blutungsstörungen oder unter Antikoagulantien-Behandlung getestet. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis für Personen mit Hämatom-Risiko nach intramuskulärer Injektion muss im Einzelfall abgewogen werden.

Nach Impfung mit einem anderen konjugierten quadrivalenten Impfstoff gegen Meningokokken (ACWY-D)* ergaben sich auf Basis von Pharmakovigilanzdaten Hinweise auf eine mögliche Erhöhung des Risikos, an einem Guillain-Barré Syndrom zu erkranken. Es liegen gegenwärtig keine Daten vor, um das potentielle Risiko nach der Anwendung von Menveo abzuschätzen.

* in der Schweiz nicht zugelassen.

Falls angebracht, müssen die Eltern über das Immunisierungs-Schema für diesen Impfstoff informiert werden. Vorsichtsmassnahmen, wie beispielsweise fiebersenkende Massnahmen um post-vakzinale Fieber-Reaktionen zu behandeln, sollen den Eltern oder betreuenden Personen erklärt werden. Sie sollen aufgefordert werden, jegliche unerwünschte Reaktion zu melden.

Interaktionen

Menveo darf nicht mit anderen Impfstoffen in der gleichen Spritze oder Durchstechflasche vermischt werden.

Für Kinder im Alter von 2 bis 10 Jahren liegen keine Daten zur Beurteilung der Sicherheit und der Immunogenität anderer pädiatrischer Impfstoffe bei gleichzeitiger Verabreichung von Menveo vor.

Die zeitgleiche Verabreichung von Menveo mit einem adsorbierten Tetanus-Impfstoff mit reduzierter Diphtherie- und azellulärer Pertussis-Komponente (Tdap; Boostrix®) und humanem rekombinantem, quadrivalentem (Typ 6, 11, 16, 18) Papillomavirus-Impfstoff (HPV; Gardasil®) wurde in zwei klinischen Studien bei Jugendlichen (11 bis 18 Jahren) untersucht.

Beide Studien unterstützen die gleichzeitige oder aufeinander folgende (im Abstand von 1 Monat) Verabreichung der genannten Impfstoffe. Für Personen in den Gruppen, welche Menveo alleine oder in Kombination mit Tdap und HPV Impfstoff erhielten, waren Häufigkeit und Schweregrad von lokalen Reaktionen an der Injektionsstelle und/oder systemischen Reaktionen vergleichbar. Die Antikörperreaktion auf Menveo sowie auf die Diphtherie-, Tetanus- oder HPV-Impfstoffkomponenten wurde durch die gleichzeitige Verabreichung nicht nachteilig beeinflusst.

Es gab Hinweise auf eine gewisse Suppression der Antikörperreaktion auf zwei der drei Pertussis-Antigene. Die klinische Relevanz dieser Beobachtung ist nicht bekannt. Nach der Impfung hatten über 97% der Probanden messbare Pertussis-Titer gegenüber allen drei Pertussis-Antigenen.

Die Verabreichung von Menveo einen Monat nach Tdap führte zu einer statistisch signifikant geringeren Immunreaktion auf den Serotyp W-135. Da dies keine direkte Auswirkung auf die Seroprotektionsrate hatte, sind die klinischen Folgen derzeit noch unbekannt.

Die gleichzeitige Verabreichung von Menveo mit anderen, oben nicht angeführten Impfstoffen wurde nicht untersucht. Es wird empfohlen, Menveo nicht gleichzeitig mit anderen Impfstoffen, insbesondere Lebendimpfstoffen, zu verabreichen, ausser dies wird als zwingend notwendig erachtet. Bei gleichzeitiger Verabreichung mit einem anderen Impfstoff müssen getrennte Injektionsstellen, vorzugsweise auf der gegenüberliegenden Körperseite, gewählt werden.

Bei Personen unter immunsuppressiver Therapie kann die Immunantwort beeinträchtigt sein.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Die Datenlage zur Sicherheit der Anwendung von Menveo in der Schwangerschaft ist unzureichend.

In Tierstudien hatte Menveo (etwa 20-faches der Humandosis auf einer mg/kg Körpergewicht Basis) keine direkt oder indirekt schädigenden Effekte auf Schwangerschaft, embryonale/foetale Entwicklung, Geburtsvorgang oder postnatale Entwicklung. In Anbetracht der ernsthaften Folgen einer schweren invasiven Meningokokkenerkrankungen durch Neisseria meningitidis der Serogruppen A, C, Y und W-135 sollte eine Schwangerschaft kein Ausschlusskriterium für die Impfung sein, wenn unzweifelhaft ein hohes Expositionsrisiko besteht.

Stillzeit

Die Datenlage zur Sicherheit der Anwendung von Menveo während der Stillzeit ist unzureichend.

Die Menge an spezifischen Antikörpern in der Muttermilch wurde nicht bestimmt. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass in der Muttermilch ausgeschiedene Antikörper für den Säugling schädlich sein könnten.

Fruchtbarkeit

Die Datenlage zum Einfluss der Impfung auf die Fruchtbarkeit ist ungenügend. Im Tierexperiment wurden keine Effekte auf die Fruchtbarkeit bei weiblichen Kaninchen beobachtet, welche Menveo vor und während der Trächtigkeit erhalten hatten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien durchgeführt, welche die Wirkung des Impfstoffs auf die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen untersuchten.

In sehr seltenen Fällen wurde nach der Impfung über Schwindel berichtet. Dies kann die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vorübergehend einschränken.

Unerwünschte Wirkungen

Unerwünschte Wirkungen aus klinischen Studien

Innerhalb der Häufigkeitsgruppen sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.

Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100, <1/10)

Gelegentlich (≥1/1'000, <1/100)

Selten (≥1/10'000, <1/1'000)

Sehr selten (<1/10'000); nicht bekannt (kann nicht geschätzt werden mit den zur Verfügung stehenden Daten).

Kinder im Alter von 2 bis 10 Jahren

Die Sicherheit von Menveo bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren wurde in vier klinischen Studien beurteilt, in denen 3 181 Kinder Menveo erhielten. Die lokalen und systemischen Reaktogenitätsraten sowie die Raten anderer unerwünschter Ereignisse waren bei den Empfängern von Menveo und von Vergleichsimpfstoffen (quadrivalenter Diphtherietoxoid-Meningokokken-Konjugat-Impfstoff (ACWY-D), oder quadrivalenter Meningokokken-Polysaccharid-Impfstoff (ACWY-PS) im Allgemeinen vergleichbar.

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen in den klinischen Studien blieben im Allgemeinen ein bis zwei Tage bestehen und waren nicht schwerwiegend. Bei unerwünschten Wirkungen handelte es sich um:

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Essstörung.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Schläfrigkeit (14%), Kopfschmerzen (11%).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhöe.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Ausschlag.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Myalgien, Arthralgien.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Reizbarkeit (18%), allgemeines Unwohlsein (12%), Schmerzen an der Injektionsstelle (31%), Erythem an der Injektionsstelle (19%), Verhärtung an der Injektionsstelle (14%).

Häufig: Erythem an der Injektionsstelle (>50 mm), Verhärtung an der Injektionsstelle (>50 mm), Schüttelfrost, Fieber ≥38 °C.

Gelegentlich: Juckreiz an der Injektionsstelle.

Jugendliche und Erwachsene im Alter von 11 bis 65 Jahren

Bei Erwachsenen und Jugendlichen wurde die Sicherheit und Verträglichkeit von Menveo wurde in fünf randomisierten kontrollierten klinischen Studien an insgesamt 6185 Personen im Alter zwischen 11 und 55 Jahren evaluiert (5286 erhielten Menveo allein und 899 wurden zusammen mit anderen Impfstoffen im Rahmen von Interaktionsstudien behandelt).

Aus einer der klinischen Studien liegen zusätzlich Daten zur Anwendung von Menveo bei Personen im Alter zwischen 56 und 65 Jahren vor (N=216). Aufgrund der kleinen Fallzahl wurden diese Daten nicht in die über die Studien und Altersgruppen gepoolte Analyse einbezogen. Die Reaktogenität und Nebenwirkungsraten waren in dieser Altersgruppe jedoch insgesamt vergleichbar mit denen in den jüngeren Altersgruppen (11-55 Jahre).

Die Studien wurden in Nordamerika, Lateinamerika und Europa durchgeführt. Etwa 50% der Personen waren Kaukasier und 40% hispanischen Ursprungs. Die Mehrheit (rund 58%) der 6185 Personen, die Menveo erhielten, waren Jugendliche (11-18 Jahre), 19% waren zwischen 19 und 34 Jahre alt und 24% im Altersbereich zwischen 35 und 55 Jahren. In der untersten Altersgruppe war das Geschlechterverhältnis ausgewogen, während in den anderen Altersgruppen 2/3 (19-34 Jahre) bzw. ¾ der Personen (35-55 Jahre) weiblich waren. Personen welche den konjugierten quadrivalenten Vergleichsimpfstoff gegen Meningokokken ACWY-D* erhielten, waren etwas älter (31%, 32% und 37% in den Altersgruppen 11 bis 18, 19 bis 34 und 35 bis 55 Jahre). Unter den 6185 Probanden die im Rahmen der Sicherheit analysiert wurden, wurden Daten zur Sicherheit des unkonjugierten quadrivalenten -Vergleichsimpfstoffs gegen Meningokokken (ACWY-PS)* nur bei bei einer Gruppe Jugendlicher (11-18 Jahre) gesammelt.

Die in den fünf Studien berichteten lokalen und/oder systemischen unerwünschten Wirkungen sind im Folgenden nach Organklassen und Häufigkeit geordnet aufgeführt. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind sie nach absteigendem Schweregrad gelistet.

Demnach waren die häufigsten lokalen/systemischen unerwünschten Wirkungen Schmerzen an der Injektionsstelle (41%), Kopfschmerzen (30%), Myalgie (18%) und allgemeines Unwohlsein (16%). Die zahlenmässig bedeutendsten Nebenwirkungen hielten im Allgemeinen nur 1 bis 2 Tage an und waren für gewöhnlich mild bis mässig schwer ausgeprägt.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Gelegentlich: Nasopharyngitis.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen (30%).

Gelegentlich: Schwindel.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit (10%).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Ausschlag.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr häufig: Myalgie (18%).

Allgemeine Erkrankungen

Sehr häufig: Allgemeines Unwohlsein (16%).

Häufig: Fieber ≥38 °C, Schüttelfrost.

Lokale Reaktionen an der Injektionsstelle

Sehr häufig: Schmerzen (41%), Rötung (<50 mm) (15%), Verhärtung (<50 mm) (13%).

Gelegentlich: Rötung (>50 mm), Verhärtung (>50 mm), Juckreiz.

Spontanmeldungen von Nebenwirkungen aus der Postmarketing Surveillance (alle Altergruppen)

Da diese Meldungen freiwillig und aus einer Population unbekannter Grösse erfolgten, lassen sich daraus weder verlässliche Rückschlüsse auf die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen ziehen, noch für alle unerwünschten Wirkungen ein kausaler Zusammenhang mit der Exposition gegenüber dem Impfstoff herstellen.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths: Hörschädigungen, Ohrenschmerzen, Gleichgewichtsstörungen.

Augenerkrankungen: Ptosis der Augenlider.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort: ausgedehnte Schwellung an der Extremität, an der die Injektion vorgenommen wurde.

Erkrankungen des Immunsystems: Überempfindlichkeit, einschliesslich Anaphylaxie.

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen: Stürze, Kopfverletzungen.

Untersuchungen: erhöhte Alaninaminotransferase.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen: Knochenschmerzen.

Erkrankungen des Nervensystems: Synkope, tonische Krämpfe, Fieberkrämpfe, Gesichtslähmungen, Gleichgewichtsstörungen.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums: oropharyngeale Schmerzen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes: bullöse Erkrankungen.

Das Risiko für das Auftreten des Guillain-Barré-Syndroms (GBS), Thrombozytopenie und von Vaskulitis, einschliesslich Purpura Henoch-Schönlein (HSP), nach der Verabreichung von Menveo ist nicht bekannt. In Einzelfällen wurden nach der gleichzeitigen Verabreichung mit anderen Impfstoffen (z.B. dT-Impfstoffe) GBS und Vaskulitis, einschliesslich HSP, beobachtet. In Einzelfällen wurde nach der Verabreichung von Menveo über Thrombozytopenien berichtet.

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: J07AH08

Pharmakotherapeutische Gruppe: Meningokokken-Impfstoffe

Biomarker für Immunogenität

Die Wirksamkeit von Menveo wurde durch immunologische non-inferiority Studien gegenüber ACWY-D* (konjugierter quadrivalenter Meningokokkenimpfstoff) an Probanden im Alter von 11–55 Jahren aufgezeigt. Als Mass der Immunantwort galt die Induktion von serogruppen-spezifischen, gegen die Kapselantigene gerichteten Antikörpern mit bakterizider Aktivität. Die bakterizide Aktivität im Serum (SBA = serum bactericidal activity) wurde mit Humanserum als Quelle exogenen Komplements (hSBA) bestimmt. Diese Ergebnisse sind nicht vergleichbar mit Daten, bei denen Kaninchen-Komplement (rSBA) zur Testung verwendet wurde. Der Effekt des konjugierten Impfstoffes auf die T-zellabhängige Immunantwort wurde nicht untersucht.

Die Immunogenität wurde in randomisierten, multizentrischen, aktiv kontrollierten klinischen Studien untersucht, welche Kinder im Alter von 2-10 Jahren, Jugendliche im Alter von 11–18 Jahren wie auch Erwachsene im Alter von 19–55 Jahren einschlossen. In einer Studie nahmen auch ältere Personen im Alter zwischen 56 und 65 Jahren teil (N=217). In der Hauptstudie (V59P13) erhielten die Probanden entweder eine Dosis Menveo (N = 2649) oder den Diphtherietoxoid-Proteinträger konjugierten quadrivalenten Meningokokken-Impfstoff ACWY-D* (N = 875). Die Serumproben wurden vor und 28 Tage nach der Impfung gesammelt. Die demographischen Charakteristika der beiden Impfgruppen waren innerhalb der Altersgruppen vergleichbar.

In einer anderen Studie (V59P6) wurde die Immunogenität von Menveo mit dem unkonjugierten quadrivalenten Meningokokkenimpfstoff ​ACWY-PS* bei 524 Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 17 Jahren verglichen.

Immunogenität bei Kindern

In der pivotalen Studie V59P20 wurde die Immunogenität von Menveo mit ACWY-D* verglichen. In den Per-Protokoll-Populationen wurden 1 ​170 Kinder mit Menveo geimpft und 1 ​161 erhielten den Vergleichsimpfstoff. In zwei ergänzenden Studien, V59P8 und V59P10, wurde die Immunogenität von Menveo mit ACWY-PS* verglichen.

In der pivotalen, randomisierten, Beobachter-blinden Studie V59P20, in welcher die Probanden hinsichtlich des Alters stratifiziert wurden (2 bis 5 Jahre und 6 bis 10 Jahre), wurde die Immunogenität einer Einzeldosis Menveo einen Monat nach der Impfung mit der Immunogenität einer Einzeldosis ACWY-D* ​verglichen. In beiden Altersgruppen wurde die Nichtunterlegenheit von Menveo gegenüber ACWY-D* bei dem Anteil der Kinder mit einer Serumantwort und beim prozentualen Anteil der Kinder mit einem hSBA ≥1:8 für die Serogruppen C, W-135 und Y, nicht aber für die Serogruppe A nachgewiesen. In beiden Altersgruppen (2 bis 5 Jahre und 6 bis 10 Jahre) war die anhand der hSBA-GMT-Werte gemessene Immunantwort in allen Serogruppen nicht unterlegen (Tabelle ​1). Ausserdem waren der prozentuale Anteil von Kindern mit einer Serumantwort, der prozentuale Anteil der Kinder mit einem hSBA≥1:8 sowie die GMT-Werte bei den Serogruppen W-135 und Y unter den mit Menveo behandelten Kindern statistisch signifikant höher. Die GMT-Werte waren auch bei der Serogruppe C unter den mit Menveo behandelten Kindern statistisch signifikant höher.​

Tabelle 1: Vergleich der serumbakteriziden Antikörperantwort ​auf Menveo und ACWY-D* 1 Monat nach der Impfung von Kindern Im Alter von 2 bis 10 Jahren

2-56-102-10
End­punkt nach Sero­gruppeMen­veo(95% -KI)ACWY-D(95%-KI)Differenz in Prozent (Menveo – ACWY-D) oder GMT-Verhältnis ​(Menveo/ACWY-D) (95%-KI)Men­veo(95% -KI)ACWY-D(95%-KI)Differenz in Prozent(Menveo – ACWY-D) oder GMT-Verhältnis Menveo/ACWY-D)(95%-KI)Men­veo(95% -KI)ACWY-D(95% -KI)Differenz in Prozent(Menveo – ​ACWY-D) oder GMT-Verhältnis (Menveo/ACWY-D)(95%-KI)

A

N= 606

N= 611

N= 551

N= 541

N= 1157

N= 1152

% Serum­antwort‡72(68, 75)77(73, 80)-5(-10,0, -0,3)77(73, 80)83(79, 86)-6(-11, -1)74(71,76)80(77,82)-6*(-9, -2)
%≥1:872(68, 75)78(74, 81)-6(-11, -1)77(74, 81)83(80, 86)-6(-11, -1)75(72, 77)80(78, 83)-6*(-9,-3)
GMT26(22, 30)25(21, 29)1,04*(0,86, 1,27)35(29, 42)35(29, 41)1,01*(0,83, 1,24)30(27, 34)29(26, 33)1,03*(0,89,1,18)

C

N= 607

N= 615

N= 554

N= 539

N= 1161

N= 1154

% Serum­antwort‡60(56, 64)56(52, 60)4 *(-2, 9)63(59, 67)57(53, 62)6*(0, 11)61(58, 64)57(54, 60)5* §(1, 9)
%≥1:868(64, 72)64(60, 68)4* (-1, 10)77(73, 80)74(70, 77)3* (-2, 8)72(70, 75)68(66, 71)4* (0, 8)
GMT18(15, 20)13(11, 15)1,33* §(1,11, 1,6)36(29, 45)27(21, 33)1,36* §(1,06, 1,73)23(21, 27)17(15, 20)1,34* §(1,15, 1,56)

W-135

N= 594

N= 605

N= 542

N= 533

N= 1136

N= 1138

% Serum­antwort‡72(68, 75)58(54, 62)14 * §(9, 19)57(53, 61)44(40, 49)13* §(7, 18)65(62, 67)51(48, 54)13* §(9, 17)
%≥1:890(87, 92)75(71, 78)15* §(11, 19)91(88, 93)84(81, 87)7* §(3, 11)90(88, 92)79(77, 81)11* §(8, 14)
GMT43(38, 50)21(19, 25)2,02* §(1,71, 2,39)61(52, 72)35(30, 42)1,72* §(1,44, 2,06)49(44, 54)26(23, 29)1,87* §(1,65, 2,12)

Y

N= 593

N= 600

N= 545

N= 539

N= 1138

N= 1139

% Serum­antwort‡‡66(62, 70)45(41, 49)21 * §(16, 27)58(54, 62)39(35, 44)19* §(13, 24)62(60, 65)42(40, 45)20* §(16, 24)
%≥1:876(72, 79)57(53, 61)19* §(14, 24)79(76, 83)63(59, 67)16* §(11, 21)77(75, 80)60(57, 63)18* §(14, 21)
GMT24(20, 28)10(8,68, 12)2,36* §(1,95, 2,85)34(28, 41)14(12, 17)2,41* §(1,95, 2,97)29(25, 32)12(11, 14)2,37* §(2,06, 2,73)

‡ Definition der Serumantwort: a) hSBA ≥1:8 post-vakzinal bei Probanden mit einem hSBA <1:4 prä-vakzinal; oder, b) bei Probanden mit einem hSBA ≥1:4 prä-vakzinal ein Anstieg um mindestens das Vierfache des Ausgangstiters.

* Nichtunterlegenheitskriterium erfüllt (untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI ist > ​-10% bezüglich der Impfgruppendifferenzen [Menveo minus ACWY-D], und ​das GMT-Verhältnis [Menveo/ACWY-D] ist ​>0,5).

§ Immunantwort war statistisch stärker (untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI ist >0% bezüglich der Impfgruppendifferenzen, oder das GMT-Verhältnis ist >1,0 ); die klinische Bedeutung der stärkeren post-vakzinalen Immunantworten ist jedoch nicht bekannt.

In einer weiteren randomisierten, Beobachter-blinden Studie (V59P8) wurden Kinder in den USA entweder mit einer Einzeldosis Menveo (N=284) oder mit einer Einzeldosis ACWY-PS* (N=285) immunisiert. Einen Monat nach der Impfung waren bei den Kindern im Alter von 2-10 Jahren wie auch innerhalb jeder Alterstufe (2-5 und 6-10 Jahre) die Immunantworten, gemessen anhand des Anteils der Kinder mit einer hSBA-Serumantwort ≥1:8 und GMT, nicht nur dem Vergleichsimpfstoff ACWY-PS* nicht unterlegen, sondern hinsichtlich aller Serogruppen und aller Immunitätsparameter statistisch signifikant höher als mit dem Vergleichsimpfstoff. Ein Jahr nach der Impfung war die Immunantwort der mit Menveo geimpften Kinder, gemessen anhand des Anteils der Kinder mit einer hSBA-Serumantwort ≥1:8 und GMT, hinsichtlich der Serogruppen A, W-135 und Y weiterhin statistisch signifikant höher als nach Impfung mit ACWY-PS*. Hinsichtlich Serogruppe C war Menveo an diesen Endpunkten nicht unterlegen (Tabelle 2).

Tabelle 2: Vergleich der serumbakteriziden Antikörperantworten im Serum auf Menveo und ACWY-PS* 1 Monat und 12 Monate nach der Impfung von Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren

Endpunkt nach SerogruppeMenveo(95%-KIACWY-PS(95%-KI)Differenz in Prozent (Menveo – ACWY-PS) oder GMT-Verhältnis (Menveo/ACWY-PS)(95%-KI)Menveo(95%-KIACWY-PS(95%-KIDifferenz in Prozent (Menveo – ACWY-PS) oder GMT-Verhältnis (Menveo/ACWY-PS)(95%-KI)
1 Monat nach der Impfung12 Monate nach der Impfung

A

N=280

N=281

N=253

N=238

Serum­antwort‡79(74, 8437(31, 43)43 *§(35,50)n. zutr.n. zutr.
%≥1:879(74, 8437(31, 43)42 *§(35, 49)23(18, 29)13(9, 18)10 *§(3, 17)
GMT36(30, 446,31(5,21, 7,64)5,74 *§(4,38, 7,53)3,88(3,39, 4,44)3(2,61, 3,44)1,29 *§(1,07, 1,57)

C

N=281

N=283

N=252

N=240

Serum­antwort‡64(59, 7043(38, 49)21*§(13, 29)n. zutr.n. zutr.
%≥1:873(68, 7854(48, 60)19 *§(11, 27)53(47, 59)44(38, 51)9 *(0, 18)
GMT26(21, 3415(12, 20)1,71*§(1,22, 2,40)11(8,64, 139,02(7,23, 111,19*(0,87, 1,62)

W-135

N=279

N=282

N=249

N=237

Serum­antwort‡67(61, 7231(26, 37)35 *§(28, 43)n. zutr.n. zutr.
%≥1:892(88, 9566(60, 71)26 *§(20, 33)90(86, 94)45(38, 51)46 *§(38, 53)
GMT60(50, 7114(12, 17)4,26*§(3,35, 5,43)42(35, 50)7,57(6,33, 9,07)5,56 *§(4,32, 7,15)

Y

N=280

N=282

N=250

N=239

Serum­antwort‡75(70, 8038(32, 44)37 *§(30, 45)n. zutr.n. zutr.
%≥1:888(83, 9153(47, 59)34*§(27, 41)77(71, 82)32(26, 38)45 *§(37, 53)
GMT54(44, 6611(9,29, 14)4,70 *§(3,49, 6,31)27(22, 33)5,29(4,34, 6,45)5,12 *§(3,88, 6,76)

‡ Definition der Serumantwort: a) hSBA ≥1:8 post-vakzinal bei Probanden mit einem hSBA <1:4 prä-vakzinal; oder, b) bei Probanden mit einem hSBA ≥1:4 prä-vakzinal ein Anstieg um mindestens das Vierfache des Ausgangswerts.

* Nichtunterlegenheitskriterium erfüllt (untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI ist > ​-10% bezüglich der Impfgruppendifferenzen [Menveo minus ACWY-PS, und ​das GMT-Verhältnis [Menveo/ACWY-PS] ist ​>0,5).

§ Immunantwort war statistisch stärker (untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI ist >0% bezüglich der Impfgruppendifferenzen, oder das GMT-Verhältnis ist >1,0 ); die klinische Bedeutung der stärkeren post-vakzinalen Immunantwort ist jedoch nicht bekannt.

n. zutr. = nicht zutreffend.

In einer in Argentinien durchgeführten randomisierten, Beobachter-blinden Studie (V59P10) wurden ​Kinder entweder mit einer Einzeldosis Menveo (N=949) oder einer Einzeldosis ACWY-PS* (N=551) immunisiert. Die Immunogenität wurde innerhalb jeder Impfgruppe bei einer Untergruppe von 150 ​Kindern beurteilt. Die bei den Kindern im Alter von 2-10 Jahren beobachtete Immunantwort war sehr ähnlich derjenigen, die in der oben dargestellten Studie V59P8 beobachtet wurde: Die Immunantwort auf Menveo einen Monat nach der Impfung, gemessen anhand des Anteils der Kinder mit einer hSBA-Serumantwort ≥1:8 und GMT, war derjenigen auf ACWY-PS* nicht unterlegen.

Langzeitpersistenz der Immunantwort und Antwort auf eine Auffrischimpfung bei Kindern (2-10 Jahre alt bei Grundimmunisierung).

Die Antikörperpersistenz und die Antwort auf eine Auffrischungsdosis 5 Jahre nach der Erstimpfung wurden in der Verlängerungsstudie V59P20E1 untersucht (Grundimmunisierung in der klinischen Studie V59P20 im Alter von 2-5 bzw. 6-10 Jahren). Zum Zeitpunkt der Auffrischimpfung waren die Kinder in der klinischen Studie V59P20E1 7-10 bzw. 11-15 Jahre alt. Es wurde eine erhebliche Antikörperpersistenz gegen die Serogruppen C, W und Y beobachtet; der prozentuale Anteil der Teilnehmer mit hSBA ≥1:8 betrug bei den 7- bis 10-Jährigen und bei den 11- bis 15-Jährigen 32% bzw. 56% gegen Serogruppe C, 74% bzw. 80% gegen Serogruppe W und 48% bzw. 53% gegen Serogruppe Y. Für Serogruppe A hatten 14% der 7- bis 10-Jährigen und 22% der 11 bis 15-Jährigen hSBA-Werte ≥1:8. Die Werte waren für alle Serogruppen höher als bei nicht gegen Meningokokken geimpften Kindern vergleichbaren Alters. Die Kinder erhielten ausserdem eine Auffrischimpfung mit Menveo 5 Jahre nach der Einzeldosis der Erstimpfung. Alle Probanden in beiden Altersgruppen hatten für alle Serogruppen hSBA-Werte ≥1:8, wobei die Antikörpertiter um ein Mehrfaches höher lagen als nach der Erstimpfung (Tabellen 3 und 4).

Tabelle 3: Persistenz der Immunantworten 5 Jahre nach Erstimpfung mit Menveo und Immunantworten 1 Monat nach einer Auffrischungsdosis in Probanden im Alter von 7-10 Jahren (2-5 zum Zeitpunkt der Erstimpfung)

Serogruppe

7‑10 Jahre

5 Jahre Persistenz

1 Monat nach Auffrischung

%hSBA ≥1:8(95% CI)

%hSBA ≥1:8(95% CI)

A

N=96

N=95

14(7, 22)100(96, 100)

C

N=96

N=94

32(23, 43)100(96, 100)

W-135

N=96

N=95

74(64, 82)100(96, 100)

Y

N=96

N=94

48(38, 58)100(96, 100)

Tabelle 4: Persistenz der Immunantworten 5 Jahre nach Erstimpfung mit Menveo und Immunantworten 1 Monat nach einer Auffrischungsdosis in Probanden im Alter von 11-15 Jahren (6-10 Jahre zum Zeitpunkt der Erstimpfung)

Serogruppe

11‑15 Jahre

5 Jahre Persistenz

1 Monat nach Auffrischung

%hSBA ≥1:8(95% CI)

%hSBA ≥1:8(95% CI)

A

N=64

N=60

22(13, 34)100(94, 100)

C

N=64

N=60

56(43, 69)100(94, 100)

W-135

N=64

N=60

80(68, 89)100(94, 100)

Y

N=64

N=59

53(40, 66)100(94, 100)

Immunogenität bei Jugendlichen

In der pivotalen Studie V59P13 konnte in der Altersgruppe der 11- bis 18-Jährigen die Nichtinferiorität von Menveo gegenüber dem konjugierten quadrivalenten Meningokokkenimpfstoff ACWY-D* für alle 4 Serogruppen beim Endpunkt % Seroresponder belegt werden. Weitere Analysenparameter waren % hSBA ≥1:8 und hSBA GMTs (GMT=Geometric Mean Titre). Alle Endpunkte wurden 1 Monat nach Impfung bestimmt. Die hSBA GMTs lagen für alle 4 Serogruppen statistisch signifikant höher in der Menveo Gruppe verglichen mit der ACWY-D Gruppe. Der Prozentsatz aller Probanden mit einer hSBA-Serumantwort und einem hSBA ≥1:8 war statistisch signifikant höher für die Serogruppen A, W-135 und Y in der Menveo-Gruppe verglichen mit der ACWY-D-Gruppe (Tabelle 5). Die klinische Signifikanz der numerisch höheren Immunantwort ist nicht bekannt.

In einer Untergruppe der Probanden, wurde die Persistenz der Immunantwort über 22 Monate (Median) nach Impfung mit Menveo oder ACWY-D verfolgt (siehe Tabelle 5).

Tabelle 5: ​Vergleich der bakteriziden Antikörperantwort† auf Menveo und ACWY-D* (konjugierter quadrivalenter Meningokokkenimpfstoff) 28 Tage sowie 22 Monate nach Impfung in der Altersgruppe 11–18 Jahre

28 Tage nach Impfung22 Monate nach Impfung
MenveoACWY-DMenveoACWY-D
SerogruppeEndpunkt% oder GMT(95% CI)% oder GMT(95% CI)% oder GMT(95% CI)% oder GMT(95% CI)

A

N=1075

N=359

N=275

N=188

% Serumantwort ‡75 (72, 77)66 (61, 71)n/an/a
% ≥1:875 (73, 78)67 (62, 72)36 (30, 42)25 (19, 32)
GMT29 (24, 35)18 (14, 23)5.29 (4.63, 6.05)3.59 (3.06, 4.23)

C

N=1483

N=501

N=275

N=188

% Serumantwort ‡75 (73, 77)73 (69, 77)n/an/a
% ≥1:884 (82, 86)84 (80, 87)62 (56, 68)58 (51, 65)
GMT59 (48, 73)47 (36, 61)10 (9.02, 12)8.68 (7.31, 10)

W-135

N=1024

N=288

N=273

N=185

% Serumantwort ‡75 (72, 77)63 (57, 68)n/an/a
% ≥1:896 (95, 97)88 (84, 92)84 (79, 88)74 (67, 80)
GMT87 (74, 102)44 (35, 54)18 (15, 20)14 (12, 17)

Y

N=1036

N=294

N=275

N=188

% Serumantwort ‡68 (65, 71)41 (35, 47)n/an/a
% ≥1:888 (85, 90)69 (63, 74)67 (61, 72)54 (47, 62)
GMT51 (42, 61)18 (14, 23)12 (10, 14)7.94 (6.64, 9.49)

† die bakterizide Aktivität im Serum (SBA = serum bactericidal activity) mit Humanserum als Quelle exogenen Komplements (hSBA).

‡ Serumantwort war definiert als hSBA ≥1:8 (prä-vakzinaler Titer <1:4) bzw. mindestens 4-facher Titeranstieg (prä-vakzinaler Titer ≥1:4).

n/a: nicht zutreffend.

In der Nichtinferioritäts-Studie V59P6 wurde die Immunogenität bei 11- bis 17-jährigen Jugendlichen in den USA untersucht, die entweder auf Menveo oder ACWY-PS * (unkonjugierter quadrivalenter Meningokokkenimpfstoff) randomisiert worden waren. Für Menveo konnte die Nichtinferiorität gegenüber ACWY-PS* für alle 4 Serogruppen (A, C, W-135 und Y) gezeigt werden, basierend auf der Serumantwort, dem Anteil Probanden mit hSBA ≥1:8 und GMTs. ​Die Serumantwort und die GMTs waren unter Menveo für alle 4 Serogruppen gegenüber ACWY-PS* statistisch signifikant höher. Ausserdem war für Menveo im Vergleich zu ACWY-PS* der Anteil der Probanden mit einem hSBA-Titer ≥1:8 für die Serogruppen A, C und Y statistisch signifikant höher. Die klinische Signifikanz der numerisch höheren Immunantwort ist nicht bekannt. ​

Die Persistenz der Immunantwort wurde 12 Monate und 5 Jahre nach der Grundimmunisierung untersucht. 12 Monate nach der Erstimpfung blieb der Prozentsatz an mit Menveo Geimpften mit hSBA-Titer ≥1:8 signifikant höher im Vergleich zur ACWY-PS*-Gruppe für die Serogruppen C, W-135 und Y und vergleichbar zwischen den beiden Studiengruppen für die Serogruppe A (siehe Tabelle 6). Fünf Jahre nach der Erstimpfung lag bei der Mehrheit der mit Menveo Geimpften (72 – 76% der Probanden) weiterhin ein hSBA ≥1:8 für die Serogruppen C, W und Y vor. Für die Serogruppen C und Y war der Anteil anhaltend seropositiver Probanden signifikant höher als bei den mit ACWY-PS* Geimpften (siehe Tabelle 6).

Tabelle ​6: Persistenz der Immunantwort: Vergleich der bakteriziden Antikörperantwort† auf Menveo und ACWY-PS* (unkonjugierter quadrivalenter Meningokokkenimpfstoff) 28 Tage, 12 ​Monate und 5 ​Jahre nach der Erstimpfung bei Probanden in der Altersgruppe 11–17 Jahre

28 Tage nach Erstimpfung12 Monate nach Erstimpfung5 Jahre nach Erstimpfung
MenveoACWY-PSMenveoACWY-PSMenveoACWY-PS
SerogruppeEndpunkt% oder GMT(95% CI)% oder GMT(95% CI)% oder GMT(95% CI)% oder GMT(95% CI)% oder GMT(95% CI)% oder GMT(95% CI)

A

N=148

N=179

N=140

N=149

N=50

N=50

% ≥1:8 ​81%(74, 87)41%(34, 49)29%(22, 38)36%(29, 45)30%(18, 45)44%(30, 59)
GMT34(26, 44)6.97(5.51, 8.82)4.24(3.35, 5.38)5.65(4.54, 7.03)5.38(3.29-8.78)7.75(4.83-12)

C

N=148

N=177

N=140

N=147

N=50

N=50

% ≥1:8 ​83%(76, 89)63%(56, 70)77%(69, 84)61%(53, 69)76%(62, 87)62%(47, 75)
GMT58(39, 85)30(22, 43)28(19, 41)26(18, 37)21(12-37)20(12-35)

W-135

N=146

N=173

N=138

N=141

N=50

N=50

% ≥1:8 ​90%(84, 95)86%(80, 91)93%(88, 97)68%(60, 76)72%(58, 84)56%(41, 70)
GMT49(39, 62)30(24, 37)40(31, 52)17(13, 22)30(18-52)13(7.65-22)

Y

N=147

N=177

N=139

N=147

N=50

N=50

% ≥1:8 ​95%(90, 98)81%(74, 86)82%(75, 88)55%(47, 63)76%(62, 87)50%(36, 64)
GMT100(75, 133)34(27, 44)30(22, 41)13(9.49, 17)30(18-49)8.25(5.03-14)

† die bakterizide Aktivität im Serum (SBA = serum bactericidal activity) mit Humanserum als Quelle exogenen Komplements (hSBA). ​

Eine Auffrischungsdosis Menveo wurde fünf Jahre nach der Erstimpfung mit Menveo oder ACWY-PS* verabreicht. Einen Monat nach der Auffrischimpfung erzielten 98–100% der zuvor mit Menveo geimpften Probanden und 84–96% der zuvor mit ACWY-PS* geimpften Probanden einen hSBA ≥1:8 (Tabelle 7). Auch sieben Tage nach der Impfung wurde ein robuster Auffrischeffekt beobachtet (98–100% bzw. 73–84% der Probanden hatten einen hSBA ​≥1:8).

Es ist nicht geklärt, ob eine Auffrischimpfung aus klinischen Gründen notwendig ist. ​

Tabelle 7:Ansprechen auf Auffrischimpfung: Vergleich der bakteriziden Antikörperantwort auf Auffrischimpfungen mit Menveo fünf Jahre nach der Erstimpfung mit Menveo oder ACWY-PS* (nicht konjugierter Meningokokken-Impfstoff) bei Probanden zwischen 11 ​und 17 ​Jahren

Vor Auffrischimpfung7 Tage nach Aufrischimpfung28 Tage nach Auffrischimpfung
MenveoACWY-PSMenveoACWY-PSMenveoACWY-PS
SerogruppeEndpunkt

% oder GMT(95% CI)

% oder GMT(95% CI)

% oder GMT(95% CI)

% oder GMT(95% CI)

% oder GMT(95% CI)

% oder GMT(95% CI)

A

N=49

N=49

N=49

N=49

N=49

N=49

% ≥1:8 ​29%(17-43)43%(29-58)100%(93-100)73%(59-85)98%(89-100)94%(83-99)
GMT5.16(3.46-7.7)7.31(4.94-11)1059(585-1917)45(25-80)819(514-1305)147(94-232)

C

N=49

N=49

N=49

N=49

N=49

N=49

% ≥1:8 ​78%(63-88)61%(46-75)100%(93-100)78%(63-88)100%(93-100)84%(70-93)
GMT20(13-33)19(12-31)1603(893-2877)36(20-64)1217(717-2066)51(30-86)

W-135

N=49

N=49

N=49

N=49

N=49

N=49

% ≥1:8 ​73%(59-85)55%(40-69)100%(93-100)84%(70-93)100%(93-100)92%(80-98)
GMT29(17-49)12(7.02-19)1685(1042-2725)34(21-54)1644(1090-2481)47(32-71)

Y

N=49

N=49

N=49

N=49

N=49

N=49

% ≥1:8 ​78%(63-88)51%(36-66)98%(89-100)76%(61-87)100%(93-100)96%(86-100)
GMT28(18-45)7.8(4.91-12)2561(1526-4298)21(13-35)2092(1340-3268)63(41-98)

† die bakterizide Aktivität im Serum (SBA = serum bactericidal activity) mit Humanserum als Quelle exogenen Komplements (hSBA). ​

Immunogenität bei Erwachsenen

In der pivotalen Studie V59P13 konnte in der Populationsgruppe der 19 – 55-Jährigen die Nichtinferiorität von Menveo gegenüber ACWY-D* (konjugierter quadrivalenter Meningokokkenimpfstoff) für alle 4 Serogruppen beim Endpunkt % Seroresponder gezeigt werden. Weitere Analysen waren % hSBA ≥1:8 und hSBA GMTs. Die hSBA GMTs und der Prozentsatz Probanden mit Serumantwort für die Serogruppen C, W-135 und Y lagen statistisch signifikant höher in der Menveo Gruppe verglichen mit der ACWY-D* Gruppe. Der Prozentsatz aller Probanden mit einem hSBA 1:8 war statistisch signifikant höher für die Serogruppen C und Y in der Menveo-Gruppe verglichen mit der ACWY-D *-Gruppe (Tabelle 8). Die klinische Signifikanz der numerisch höheren Immunantwort ist nicht bekannt.

Tabelle 8: ​Vergleich der bakteriziden Antikörperantwort† auf Menveo und ACWY-D* (konjugierter quadrivalenter Meningokokkenimpfstoff) 28 Tage nach Impfung in der Altersgruppe 19–55 Jahre

MenveoACWY-D
SerogruppeEndpunkt% oder GMT(95% CI)% oder GMT(95% CI)

A

N=963

N=321

% Serumantwort ‡67 (64, 70)68 (63, 73)
% ≥1:869 (66, 72)71 (65, 76)
GMT31 (27, 36)30 (24, 37)

C

N=961

N=318

% Serumantwort ‡67 (64, 70)58 (53, 64)
% ≥1:880 (77, 83)72 (67, 77)
GMT52 (44, 60)32 (25, 40)

W-135

N=484

N=292

% Serumantwort ‡50 (46, 55)41 (35, 47)
% ≥1:894 (91, 96)90 (86, 93)
GMT111 (93, 132)69 (55, 85)

Y

N=503

N=306

% Serumantwort ‡56 (51, 60)40 (34, 46)
% ≥1:879 (76, 83)70 (65, 75)
GMT44 (37, 52)21 (17, 26)

† die bakterizide Aktivität im Serum (SBA = serum bactericidal activity) mit Humanserum als Quelle exogenen Komplements (hSBA).

‡ Seroresponse war definiert als hSBA ≥1:8 (prä-vakzinaler Titer <1:4) bzw. mindestens 4-facher Titeranstieg (prä-vakzinaler Titer ≥1:4).

Für diese Altersgruppe liegen bislang keine Daten zur Persitenz der Immunantwort vor. ​

Immunogenität bei älteren Erwachsenen

Die Immunogenität von Menveo (N=84) im Vergleich zu ACWY-PS * (unkonjugierter quadrivalenter Meningokokkenimpfstoff) (N=41) wurde bei Probanden im Alter zwischen 56 und 65 Jahren untersucht und deskriptiv ausgewertet (Studie V59P17). Der Prozentsatz an Probanden mit einem hSBA ≥1:8 (ohne Berücksichtigung des prä-vakzinalen Ausgangstiters) war nichtinferior (die untere Limite des zweiseitigen 95% CI > -10% für die Differenz zwischen den Gruppen) zur ACWY-PS*-Gruppe für alle 4 Serogruppen und statistisch signifikant überlegen für die Serogruppen A und Y. Die klinische Signifikanz der numerisch höheren Immunantwort ist nicht bekannt.

Tabelle 9: ​Vergleich der bakteriziden Antikörper-antwort† auf Menveo und ACWY-PS * (unkonjugierter quadrivalenter Meningokokkenimpfstoff) 28 Tage nach Impfung in der Altersgruppe 56–65 Jahre

SerogruppeMenveo​hSBA ≥1:8 (95% ​CI)ACWY-PS​hSBA ≥1:8 (95% ​CI)
AN=83N=41
87% (78, 93)63% (47, 78)
CN=84N=41
90% (82, 96)83% (68, 93)
W-135N=82N=39
94% (86, 98)95% (83, 99)
YN=84N=41
88% (79, 94)68% (52, 82)

† die bakterizide Aktivität im Serum (SBA = serum bactericidal activity) mit Humanserum als Quelle exogenen Komplements (hSBA).

Pharmakokinetik

Nicht zutreffend

Präklinische Daten

Toxizitätsstudien bei wiederholter Gabe und Untersuchungen zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität deuten nicht auf spezifische Risiken für den Menschen hin.

Humorale Immunantworten wurden in allen Toxizitätsstudien bei wiederholter Gabe untersucht, nicht aber nach einmaliger intramuskulärer Gabe.

Toxizitätsstudien bei wiederholter Gabe an Kaninchen sowohl mit adjuvantierten als auch nicht-adjuvantierten Formulierungen und Dosierungen bis zum 24-fachen der Humandosis auf Basis des Körpergewichts zeigten keine, auf den Impfstoff zurückzuführenden, unerwünschten Effekte basierend auf klinischen Parametern, Laboruntersuchungen, oder pathologischen Veränderungen an irgendeinem Organ oder Gewebe. Studien zur Reproduktion bei Kaninchen verwendeten Dosierungen bis zum 15-fachen der Humandosis auf Basis des Körpergewichts. Es wurden keine, auf den Impfstoff zurückzuführenden, unerwünschten Effekte beobachtet, weder auf Paarung, Fruchtbarkeit, Schwangerschaft, noch auf die embryofötale Entwicklung. Es wurden keine post-natalen Entwicklung­anomalitäten bis Tag 29 der Stillzeit festgestellt. Die Fruchtbarkeit der männlichen Tiere wurde nicht untersucht. Es wurden keine Studien zur Karzinogenese oder Mutagenese von Menveo durchgeführt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Menveo darf nicht mit anderen Arzneimitteln in der gleichen Spritze oder Durchstechflasche gemischt werden.

HaltbarkeitMenveo ist im Kühlschrank bei +2 °C bis +8 °C, vor Licht geschützt in der Originalpackung zu lagern. Nicht einfrieren. Eingefrorenes Produkt nicht verwenden. Der Impfstoff darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Der Impfstoff soll für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Hinweise für die Handhabung

Menveo muss durch Auflösen des Pulvers (Durchstechflasche) mit der Lösung (Durchstechflasche) für die Anwendung bereitgestellt werden.

Die Komponenten des Impfstoffes sollten vor und nach der Rekonstitution visuell kontrolliert werden.

Entnehmen Sie den ganzen Inhalt der Durchstechflasche (Lösung) mittels einer Spritze und dazu passender steriler Aufziehnadel (21G, 40 mm Länge, oder 21G, 1½ Zoll Länge) und injizieren Sie die Lösung in die Durchstechflasche mit dem Pulver, um die die MenA-Konjugat-Komponente aufzulösen.

Die Durchstechflasche drehen und kräftig schütteln, bis sich das Pulver ganz gelöst hat, und 0,5 ml Impfstoff aufziehen. Es ist normal, dass nach dem Aufziehen der Lösung eine geringe Flüssigkeitsmenge zurückbleibt. Nach der Rekonstitution sollte die Lösung klar und farblos bis schwach gelblich und frei von sichtbaren Femdpartikeln sein. Sind sichtbare Partikel und/oder andere Abweichungen im Aussehen vorhanden, so muss der Impfstoff verworfen werden. Vor der Injektion muss die Aufziehnadel durch eine geeignete Injektionsnadel ersetzt werden. Stellen Sie vor der Injektion sicher, dass keine Luftblasen in der Spritzen vorhanden sind.

Nach Auflösung muss der Impfstoff sofort verwendet werden. Eine physiko-chemische Stabilität über 8 Stunden bei maximal 25 °C kann jedoch belegt werden.

Zulassungsnummer

62502 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

GlaxoSmithKline AG, 3053 Münchenbuchsee.

Stand der Information

Januar 2016.

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