Venugel Gel 100g

Venugel Gel 100g

Fachinformationen

Zusammensetzung

Venucreme, Creme

Wirkstoffe: Heparinum natricum, Hydroxyethylis salicylas, Dimethylis sulfoxidum, Macrogoli 9 aether laurilicum (Polidocanolum 600).

Hilfsstoffe: Aromatica, Excipiens ad Gelatum.

Venugel, Gel

Wirkstoffe: Heparinum natricum, Hydroxyethylis salicylas, Dimethylis sulfoxidum, Macrogoli 9 aether laurilicum (Polidocanolum 600), Dexpanthenolum.

Hilfsstoffe: Propylenglycolum, Aromatica, Excipiens ad Gelatum.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 g Venucreme enthält: 500 I.E. Heparinum natricum, 100 mg Hydroxyethylis salicylas, 50 mg Dimethylis sulfoxidum, 25 mg Polidocanolum 600.

1 g Venugel enthält: 500 I.E. Heparinum natricum, 100 mg Hydroxyethylis salicylas, 50 mg Dimethylis sulfoxidum, 20 mg Polidocanolum 600, 10 mg Dexpanthenolum.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Sport- und Unfallverletzungen wie z.B. Prellungen, Zerrungen, Quetschungen, Verstauchungen mit Blutergüssen und Schwellungen sowie Entzündungen von Muskulatur und Bandapparat.

Venöse Beinleiden mit Beschwerden wie Schmerzen, Schweregefühl, geschwollene Beine (Stauungsödeme).

Auf ärztliche Verschreibung zur Therapie oberflächlicher Thrombophlebitiden.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, Venucreme und Venugel mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen leicht auftragen und verteilen, bei den Beinen Massagerichtung von unten nach oben. Nur auf intakter Haut, nicht auf Schleimhäuten anwenden. Werden aus therapeutischen Gründen Verbände nötig, so sollen diese luftdurchlässig sein und frühestens 5 Minuten nach dem Auftragen von Venucreme oder Venugel angelegt werden. Venenpatienten, die tagsüber Kompressionsstrümpfe oder -verbände tragen, sollen Venucreme und Venugel nur abends anwenden. Bei Thrombophlebitiden nicht einmassieren, sondern oberflächlich auf der Haut verteilen und einziehen lassen. Die Auftragsstelle soll frei von Arzneimitteln und Kosmetika sein (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Interaktionen»).

Die Anwendung und Sicherheit von Venucreme/Venugel bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.

Kontraindikationen

Venucreme und Venugel sollen nicht angewendet werden bei bekannter Allergie oder Unverträglichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder einen der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung, bei schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Blutungsneigung, bekannter Heparin-induzierter/assoziierter Thrombozytopenie (HIT), Lupus erythematodes, Kreislauflabilität und Bronchialasthma sowie bei Kindern unter 5 Jahren.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Venucreme und Venugel nicht an die Augen, auf die Schleimhäute und auf offene Wunden oder geschädigte Haut bringen.

Bei Kindern und Patienten mit Niereninsuffizienz mit Rücksicht auf die Salicylat-Resorption nicht grossflächig oder über längere Zeit anwenden.

Von gleichzeitiger oder kurz vorausgehender Applikation anderer Arzneimittel ist abzusehen.

Bei Venenerkrankungen mit thrombotischen Prozessen darf nicht massiert werden.

Patienten, die gleichzeitig gerinnungshemmende Arzneimittel erhalten, müssen sorgfältig überwacht werden.

Vorsicht ist des Weiteren bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen, Heuschnupfen oder Nasenpolypen geboten sowie bei solchen, bei denen bei früherer Anwendung von nichtsteroidalen Entzündungshemmern oder Analgetika Überempfindlichkeitsreaktionen aufgetreten sind.

Bei Verschlechterung der Symptome ist ein Arzt bzw. eine Ärztin aufzusuchen.

Interaktionen

Das in Venucreme und Venugel enthaltene DMSO fördert die Penetration anderer Wirkstoffe durch die Haut. Um unerwünschte Effekte solcher Substanzen zu vermeiden, sollen auf dem mit Venucreme und Venugel behandelten Hautareal keine anderen Präparate angewendet werden.

Es liegen keine Hinweise aus Studien oder von Kasuistiken vor, die einen Interaktionsverdacht zwischen topisch appliziertem Heparin und systemisch wirkenden Gerinnungshemmern begründen würden. Für systemisch verfügbares Heparin besteht aufgrund der Beeinflussung der Thrombozytenaggregation ein Interaktionsrisiko mit oralen Antikoagulanzien wie z.B. Cumarine, Acetylsalicylsäure, Dipyridamol, Dextrane, Streptokinase (Wirkungsverstärkung).

Schwangerschaft/Stillzeit

Es sind mit der vorliegenden Formulierung keine Daten zur Reproduktionstoxikologie aus Tierversuchen oder kontrollierten Studien an schwangeren oder stillenden Frauen verfügbar. Venucreme und Venugel sollten deshalb während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden, es sei denn, es ist klar notwendig und es erfolgt keine Langzeit- oder grossflächige Behandlung.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Venucreme und Venugel können in seltenen Fällen zu allergischen Hauterscheinungen führen. In solchen Fallen sollte die Behandlung abgebrochen werden.

Gelegentlich auftretende Hautrötungen, Juckreiz und Brennen sind durch die gefässerweiternde Wirkung von Venucreme und Venugel bedingt und verschwinden im Allgemeinen während der weiteren Behandlung. Die Anwendung von Venucreme und Venugel kann einen vorübergehenden knoblauchartigen Geruch des Atems zur Folge haben. Systemische Nebenwirkungen wie Übelkeit und Kopfschmerzen sind selten.

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: M02AC

Venucreme und Venugel sind Kombinationen analgetischer, antiphlogistischer und abschwellender Wirkstoffe. Venucreme und Venugel haben einen kühlenden Effekt und fetten nicht.

Pharmakokinetik

Mit Venucreme und Venugel wurden keine pharmakokinetischen Untersuchungen durchgeführt. Die folgenden Angaben stammen aus der Literatur und sind allgemeiner Art. Heparin durchdringt nach äusserlicher Anwendung die Hornschicht und ist in Epidermis und Corium nachweisbar. Die Aufnahme von Heparin in den Körper nach äusserlicher Anwendung hängt hauptsächlich von der Fläche und der Häufigkeit der Applikation ab. Sie ist bei korrekter Anwendung zu gering um eine systemische Wirkung zu entfalten. Der Zusatz von DMSO beschleunigt und erhöht die Resorption von Hydroxyethylsalicylat.

Präklinische Daten

Es sind keine für die Anwendung von Venucreme und Venugel relevanten präklinischen Daten bekannt.

Sonstige Hinweise

Für Ultraschalltherapie: Venugel kann als medikamentöses Kontaktmittel für die Sonophorese verwendet werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Venucreme und Venugel bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Zulassungsnummer

54254, 54255 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Lubapharm AG, 4053 Basel.

Stand der Information

Februar 2009.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.