Gaviscon Liquid Mint Susp In Beuteln 12 X 10 Ml

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Natriumalginat, Natriumhydrogencarbonat und Calciumcarbonat.

Hilfsstoffe:

Mint Kautabletten: Conserv.: Sulfurdioxid (E220), Aspartam (E951), Aromatica, Excipiens pro compresso.

Erdbeer Kautabletten: Aspartam (E951), Aromatica, Excipiens pro compresso.

Suspension zum Einnehmen (in Sachets): Conserv.: Methyl-4-hydroxybenzoat (E218), Propyl-4-hydroxybenzoat (E216), Sacharin-Natrium, Aromatica, Excipiens ad suspensionem.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Kautabletten:

Gaviscon Mint: Gebrochen-weisse bis cremfarbene, leicht marmorierte Tablette.

Prägung auf der Oberseite: Schwert im Kreis.

Prägung auf der Unterseite: G250.

Gaviscon Erdbeer: Hellrosa, runde, flache Tablette mit abgeschrägten Kanten mit Erdbeergeruch und Erdbeergeschmack.

Prägung auf der Oberseite: Schwert im Kreis.

Prägung auf der Unterseite: GS250.

250 mg Natriumalginat, 133,5 mg Natriumhydrogencarbonat und 80 mg Calciumcarbonat pro Kautablette.

Suspension zum Einnehmen (in Sachets):

Cremefarbene Suspension mit Pfefferminzgeruch und Pfefferminzgeschmack.

500 mg Natriumalginat, 267 mg Natriumhydrogencarbonat und 160 mg Calciumcarbonat pro 10 ml Dosis.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Symptomatische Behandlung von Magenbrennen und saurem Aufstossen.

Dosierung/Anwendung

Dosierung

Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren:

Kautabletten: 2 bis 4 Tabletten nach den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen (bis zu 4mal am Tag) gründlich kauen.

Suspension zum Einnehmen: 10–20 ml bzw. 1–2 Beutel nach den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen (bis zu 4mal am Tag) einnehmen.

Nicht empfohlen für Kinder unter 12 Jahren.

Behandlungsdauer: Falls sich die Symptome nicht nach sieben Tagen bessern, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Kontraindikationen

Dieses Arzneimittel ist kontraindiziert bei Patienten mit bekannter oder erwarteter Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Der Natriumgehalt einer Dosis von 2 Tabletten beträgt 123 mg (5,3 mmol) bzw. von 10 ml Suspension 141 mg (6,2 mmol). Dies sollte berücksichtigt werden, wenn eine strikte kochsalzarme Diät erforderlich ist, z.B. in einigen Fällen von dekompensierter Herzinsuffizienz und Niereninsuffizienz.

Eine Dosis von 2 Tabletten resp. von 10 ml enthält 160 mg (1,6 mmol) Calciumcarbonat. Vorsicht ist geboten bei der Behandlung von Patienten mit Hyperkalziämie, Nephrokalzinose und wiederholt auftretenden kalziumhaltigen Nierensteinen.

Bei Patienten mit sehr niedrigen Magensäurespiegeln kann die Wirksamkeit reduziert sein.

Aufgrund des Aspartamgehalts in den Kautabletten darf diese Formulierung nicht an Patienten mit Phenylketonurie verabreicht werden.

Die Suspension enthält Methyl-4-hydroxybenzoat (E218) und Propyl-4-hydroxybenzoat (E216), welche allergische Reaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen können.

Interaktionen

Aufgrund des enthaltenen Calciumcarbonat, welches säureneutralisierend wirkt, sollte ein Zeitintervall von 2 Stunden zwischen der Einnahme von Gaviscon und der Einnahme anderer Arzneimittel, vor allem H2­­-Antihistaminika, Tetracycline, Digoxin, Fluroquinolone, Eisenpräparate, Ketoconazol, Neuroleptika, Thyroxin, Penicillamin, Beta-Blocker (Atenolol, Metoprolol, Propranolol), Glucocorticoide, Chlorochin und Bisphosphonat eingehalten werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Eine offene kontrollierte Studie an 281 schwangeren Frauen ergab keine Hinweise auf unerwünschte Effekte von Gaviscon auf den Verlauf der Schwangerschaft oder auf die Gesundheit des Fötus/Neugeborenen.

Aufgrund dieses Befundes und früheren Erfahrungen kann dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft angewendet werden.

Stillzeit

Bei gestillten Neugeborenen und Säuglingen von behandelten Müttern konnte kein Wirkstoffeinfluss festgestellt werden. Gaviscon kann während der Stillzeit angewendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

Unerwünschte Wirkungen

Atmungsorgane (Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen)

Sehr selten (≤1/10'000): Respiratorische Effekte wie Bronchospasmus.

Störungen des Immunsystems

Sehr selten (≤1/10'000): Anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Urtikaria.

Überdosierung

Im Fall einer Überdosierung kann Meteorismus auftreten. Eine symptomatische Therapie ist nach Bedarf angezeigt.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A02AX

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antacida

Wirkungsmechanismus

Natriumalginat formt einen Alginsäure-Gelschaum, welcher auf dem Mageninhalt schwimmt und so eine physikalische Schutzbarriere bildet. Dadurch wird das saure Aufstossen mechanisch verhindert und die Speiseröhre geschützt. Natriumhydrogencarbonat setzt hierbei das für den Auftrieb erforderliche CO2 frei. Calciumcarbonat setzt die für die Vernetzung des Alginsäure-Gelschaums notwendigen Calciumionen frei. Gleichzeitig neutralisieren Natriumhydrogencarbonat und Calciumcarbonat einen Teil der überschüssigen Magensäure.

Pharmakokinetik

Die Wirkungsweise dieses Arzneimittels ist physikalisch und beruht nicht auf der Resorption in den systemischen Kreislauf.

Präklinische Daten

Es sind keine für die Anwendung relevanten präparatespezifischen Daten bekannt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Ausser Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Mint Kautabletten:

Nicht über 30 °C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Erdbeer Kautabletten und Mint Suspension zum Einnehmen in Beuteln:

Nicht über 25 °C lagern und in der Originalverpackung aufbewahren. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Zulassungsnummer

62887, 62889 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Reckitt Benckiser (Switzerland) AG, 8304 Wallisellen.

Stand der Information

August 2015.

Verwendung dieser Informationen

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