Trawell Kaugummi 20mg 10 Stück

Trawell Kaugummi 20mg 10 Stück

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Dimenhydrinat.

Hilfsstoffe: Kaugummimasse, Sorbitolum 285 mg, Saccharum, Saccharinum Natricum, Aspartamum, Aromatica, Antioxidans E321, Excipiens pro Pastillo.

Hinweis für Diabetikerinnen und Diabetiker: Trawell Kaugummi-Dragées enthalten 0,06 Brotwerte (BW) (1 BW = 10 g Kohlenhydrate).

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Kaugummi-Dragées zu 20 mg Dimenhydrinat.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung der Reisekrankheit.

Dosierung/Anwendung

Bei Auftreten der Symptome wie Unwohlsein und Übelkeit wird 1 Trawell Kaugummi-Dragée gekaut. Um die maximale Wirkung zu erreichen, sollten Trawell Kaugummi-Dragées während 3–10 Minuten gekaut werden. Besonders empfindliche Personen kauen Trawell Kaugummi-Dragées vor Antritt einer turbulenten Reise (kurvenreiche Strassen, Turbulenzen bei Flugreisen, Schlechtwetterfront bei Seereisen usw.).

Trawell Kaugummi-Dragées dürfen auf keinen Fall geschluckt werden, da dies die beginnende Übelkeit nur verstärken würde.

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre kauen 1 Trawell Kaugummi-Dragée 20 mg bei Auftreten der ersten Anzeichen von Übelkeit. Die Wirkung hält individuell 1–3 Stunden an. Bei Nachlassen der Wirkung wird die Dosis wiederholt (bis maximal 6 Kaugummi-Dragées pro Tag).

Kinder

Kinder von 8–12 Jahren: 1 Trawell Kaugummi-Dragée 20 mg bei Auftreten der ersten Anzeichen von Übelkeit kauen. Die Wirkung hält individuell 1–3 Stunden an. Bei Nachlassen der Wirkung wird die Dosis wiederholt (bis maximal 3 Kaugummi-Dragées pro Tag).

An Kinder unter 8 Jahren dürfen Trawell Kaugummi-Dragées nur auf ärztliche Verordnung gegeben werden. Für sie gilt dieselbe Dosierungsempfehlung wie für Kinder von 8–12 Jahren.

Trawell Kaugummi-Dragées sind nicht geeignet für Kinder unter 4 Jahren.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Engwinkelglaukom.

Prostatahyperplasie mit Restharnbildung.

Porphyrie.

Epilepsie.

Phäochromozytom.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

In hohen Dosen kann Trawell zu Schläfrigkeit führen.

Patienten mit Phenylketonurie sollen darauf hingewiesen werden, dass Trawell Kaugummi-Dragées Aspartam enthalten.

Trawell Kaugummi-Dragées enthalten Sorbitol. Patienten mit den seltenen hereditären Problemen einer Fructoseintoleranz sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Bei eingeschränkter Leberfunktion, Herzrhythmusstörungen, chronischen Atembeschwerden und Asthma sowie Pylorusstenose darf Trawell nur mit Vorsicht eingenommen werden.

Interaktionen

Trawell Kaugummi-Dragées können die Wirkung von Antidepressiva, MAO-Hemmern, Beruhigungsmitteln und Alkohol verstärken und dürfen daher nicht gleichzeitig mit diesen angewendet werden.

Unter der Verabreichung von Trawell kann die schädigende Wirkung bestimmter Antibiotika auf das Gleichgewichtsorgan maskiert werden. Wird bei einer Antibiotikabehandlung während mehrerer Tage Trawell benötigt, ist der Arzt oder die Ärztin zu informieren.

Schwangerschaft/Stillzeit

Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Risiken für den Fötus gezeigt, aber man verfügt über keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Bei der Anwendung von Trawell während der Schwangerschaft ist deshalb Vorsicht geboten. Speziell im letzten Trimenon der Schwangerschaft sollte Trawell nicht eingenommen werden, da vereinzelt vorzeitige Wehen beobachtet wurden. Dimenhydrinat tritt in die Muttermilch über und sollte deshalb während der Stillzeit nicht verwendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Trawell Kaugummi-Dragées können zu leichter Schläfrigkeit führen und dadurch die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Unerwünschte Wirkungen

Häufigkeit

Sehr häufig (>1/10), häufig (>1/100, <1/10), gelegentlich (>1/1’000, <1/100), selten (>1/10’000, <1/1’000), sehr selten (<1/10’000).

Blut- und Lymphsystem

Sehr selten: Blutzellschäden.

Zentrales Nervensystem

Sehr häufig, insbesondere zu Beginn der Behandlung: Somnolenz, Benommenheit, Schwindelgefühl und Muskelschwäche. Diese Nebenwirkungen können auch noch am folgenden Tag zu Beeinträchtigung führen. In einem placebo-kontrollierten Cross-over Vergleich wurde gezeigt, dass diese unerwünschten Wirkungen nach der Einnahme von 3 Trawell Kaugummi-Dragées 20 mg im Abstand von je einer halben Stunde deutlich weniger ausgeprägt waren als nach der Einnahme von 1 Dimenhydrinat-Tablette 50 mg.

Selten: Mundtrockenheit.

Sehr selten: Stimmungsschwankungen.

Augen

Häufig: Sehstörungen, Erhöhung des Augeninnendrucks.

Herz-Kreislaufsystem

Häufig: Tachykardie.

Atmungsorgane

Selten: Gefühl einer verstopften Nase.

Gastrointestinale Störungen

Selten: Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Übelkeit, Schmerzen im Bereich des Magens, Erbrechen, Obstipation, Diarrhoe).

Leber und Galle

Sehr selten: Leberfunktionsstörungen (cholestatischer Ikterus).

Haut

Sehr selten: Allergische Reaktionen und Lichtempfindlichkeit der Haut.

Harnwege

Sehr selten: Dysurie.

Überdosierung

Es besteht, wie für jeden H1-Antagonisten, die grösste Gefahr einer Überdosierung in der zentralen Wirkung (Halluzinationen, Ataxie, Übererregbarkeit, Konvulsionen). In einer Studie mit Diphenhydramin in Überdosierung (Diphenhydramin ist ein Bestandteil von Dimenhydrinat) kam es zu leichten, aber signifikanten QT-Verlängerungen.

Massnahmen: Magenspülung, Verabreichung von Emetika. Kein spezifisches Antidot bekannt.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A04A

Pharmakodynamik

Generell hat sich Dimenhydrinat, ein Antihistaminikum, zur Prophylaxe und Behandlung der Reisekrankheit bewährt, sei es bei Auto-, Bahn, Flug- oder Schiffsreisen.

Trawell Kaugummi-Dragées werden wegen der raschen Resorption im Mund in der Regel nicht prophylaktisch, sondern erst beim Auftreten der ersten Symptome genommen.

Pharmakokinetik

Mit Trawell Kaugummi-Dragées wurden keine pharmakokinetischen Studien durchgeführt.

Die Resorption des Wirkstoffs ist schnell. Dimenhydrinat wird beim Kauen direkt durch die Mundschleimhaut ins Blut aufgenommen.

Präklinische Daten

Eine teratogene Wirkung von Dimenhydrinat war im Tierversuch nicht nachweisbar. Eine ausführliche Mutagenitätsprüfung und Langzeitstudien zum kanzerogenen Potential der Wirksubstanz liegen nicht vor.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Das Arzneimittel ist ausser Reichweite von Kindern und bei Raumtemperatur (15–25 °C) zu lagern.

Zulassungsnummer

43194 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

MEDA Pharma GmbH, 8602 Wangen-Brüttisellen.

Stand der Information

September 2007.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.