Tiberal Filmtabl 500 Mg 10 Stk
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Tiberal Filmtabl 500 Mg 10 Stk

28.10 Fr.

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Dieses Medikament gehört zur Abgabekategorie B und ist daher rezeptpflichtig. Wenn Sie von einem Arzt ein Rezept erhalten haben, können Sie uns dieses per Post senden worauf wir Ihnen das Medikament zuschicken werden.Genauere Informationen

Was ist Tiberal und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Tiberal ist ein Mittel gegen Infektionskrankheiten. Es wirkt gegen verschiedene Erreger aus der Gruppe der Einzeller (wie Trichomonaden, Amöben und Lamblien) sowie gegen Bakterien, die in sauerstoffarmem oder sauerstofffreiem Milieu vorkommen (anaerob wachsende Bakterien).

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen Tiberal hauptsächlich bei den folgenden Erkrankungen verordnen:

1. Befall der Geschlechtsorgane mit Trichomonaden.

2. Befall der Bauchorgane mit Amöben.

3. Befall des Darmtrakts mit Lamblien.

4. Befall durch Bakterien, die zur Vermehrung eine sauerstoffarme Umgebung benötigen (anaerobe Bakterien), zum Beispiel im Mundbereich.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Erkrankung verschrieben.

Das Antibiotikum in Tiberal ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche Infektionskrankheiten verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten Antibiotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie Tiberal deshalb nie von sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an.

Wann darf Tiberal nicht eingenommen werden?

Wenn Sie auf den Wirkstoff von Tiberal (Ornidazol) oder ein anderes Imidazol-Derivat überempfindlich sind, sollten Sie das Präparat nicht einnehmen.

Falls Sie an einer Erkrankung des Zentralnervensystems (z.B. Epilepsie, Multiple Sklerose) oder an einer Anomalie des Blutes leiden, dürfen Sie Tiberal auch nicht einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme von Tiberal Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge und Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Nebenwirkungen, wie Schläfrigkeit, Schwindel, Zittern, Bewegungsstarrheit, Koordinations-schwierigkeiten, Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen können bei der Behandlung mit Tiberal auftreten. Bei Auftreten einer dieser Effekte kann die Aufmerksamkeit des Patienten beeinträchtigt werden einschliesslich der Fähigkeit, Fahrzeuge zu lenken oder Maschinen zu bedienen.

Wenn Sie Tiberal in hohen Dosen oder über 10 Tage lang einnehmen müssen, sollte Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin regelmässig labormässige und klinische Kontrollen durchführen.

Wenn Sie an einer Blutkrankheit leiden, muss diese von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin kontrolliert werden.

Schwere Nervenerkrankungen können sich während der Einnahme von Tiberal verschlechtern. Bei Auftreten von Bewegungsschwierigkeiten, Schwindel oder geistiger Verwirrung müssen Sie dies sofort Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin melden.

Wenn Sie Schlafmittel mit Barbituraten oder Arzneimittel, die die Magensäure herabsetzen (wie z.B. Cimetidin) einnehmen, muss die Dosierung von Tiberal von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin angepasst werden.

Tiberal verstärkt die Wirkung von blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln. Diese müssen dann von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin niedriger dosiert werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an andern Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Tiberal während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Obwohl Untersuchungen am Tier keine Hinweise auf eine schädliche Wirkung beim werdenden Kind erbrachten, sollten Sie das Präparat während der Schwangerschaft (und besonders während der ersten drei Monate) oder in der Stillzeit nur einnehmen, wenn es Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin ausdrücklich gestattet.

Wie verwenden Sie Tiberal?

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin legt für Sie die Behandlungsdauer und die Einnahmemenge fest, je nach Art der Krankheitserreger und der betroffenen Organe.

Eine begonnene Antibiotikatherapie sollte so lange wie vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnet durchgeführt werden. Die Krankheitssymptome verschwinden oft, bevor die Infektion vollständig ausgeheilt ist. Eine ungenügende Anwendungsdauer oder ein zu frühes Beenden der Behandlung kann ein erneutes Aufflammen der Erkrankung zur Folge haben.

Die folgenden Angaben sind Richtlinien. Folgen Sie der ärztlichen Verordnung, auch wenn die Dosierung von der nachstehenden abweicht.

Wenn Tiberal zur Behandlung bei Kindern eingesetzt werden muss, muss die altersgerechte Dosierung vom Arzt bzw. der Ärztin festgelegt und die entsprechende Dosisstärke teilweise individuell (z.B. in einer Apotheke) aus den Tabletten hergestellt werden. Bei Kindern müssen die Dosierungsanweisungen des Arztes bzw. der Ärztin besonders strikt eingehalten werden.

1. Bei Erkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane durch Trichomonaden

Es sind zwei Behandlungsarten möglich, eine Einmalbehandlung oder eine Fünftagesbehandlung. Zur Verhinderung einer erneuten Ansteckung muss der Partner unbedingt mitbehandelt werden.

Eindosisbehandlung: 3 Filmtabletten zu 500 mg abends.

Partnerbehandlung: nach dem Abendessen 3 Filmtabletten zu 500 mg.

Fünftagesbehandlung: Morgens und abends nach dem Essen je 1 Filmtabletten zu 500 mg.

Partnerbehandlung: Morgens und abends je 1 Filmtabletten.

2. Erkrankung durch Amöben

Je nach Art und Schwere des Befalls wird der Arzt bzw. die Ärztin eine Behandlung während drei bis zehn Tagen und mit 2–4 Filmtabletten zu 500 mg pro Tag verordnen.

Bei Kindern wird er dem Gewicht entsprechend kleinere Mengen verschreiben.

3. Erkrankung durch Lamblien

Erwachsene und Kinder über 35 kg erhalten 3 Filmtabletten zu 500 mg, Kinder bis 35 kg 1 Filmtabletten zu 500 mg pro 12 kg Körpergewicht.

Nehmen Sie die Filmtabletten nach dem Abendessen auf einmal ein. Die Behandlung dauert ein oder zwei Tage.

4. Erkrankung durch anaerob wachsende Bakterien

Erwachsene und Kinder über 35 kg erhalten morgens und abends je 1 Filmtabletten zu 500 mg während 5–10 Tagen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Tiberal haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Tiberal auftreten:

Häufig treten Verdauungsbeschwerden (Übelkeit, Erbrechen, unangenehmer Metallgeschmack) auf. Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindelgefühl können auftreten. In seltenen Fällen wurden Zeichen wie Zittern, Bewegungsstarrheit, Koordinationsschwierigkeiten, Krampfanfälle, Hautveränderungen oder Bewusstseinsstörungen beobachtet.

Sie können das Auftreten von Nebenwirkungen vermindern, wenn Sie die Filmtabletten nach dem Essen einnehmen. Falls Sie trotzdem Beschwerden haben, teilen Sie dies Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin mit.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Präparat ist nicht über 30 °C und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Nach Beendigung der Behandlung das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt Ihrer Abgabestelle (Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin) zur fachgerechten Entsorgung bringen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Tiberal enthalten?

Die Filmtabletten enthalten 500 mg des Wirkstoffs Ornidazol sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

44231 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Tiberal? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Filmtabletten zu 500 mg.

Zulassungsinhaberin

OrPha Swiss GmbH, 8700 Küsnacht

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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