Teveten Tablets 600 Mg 98 Stk

Teveten Tablets 600 Mg 98 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Eprosartan ut Eprosartani mesilas.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso obducto.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Filmtabletten (weiss) mit 600 mg Eprosartan.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung von essentieller Hypertonie.

Dosierung/Anwendung

Die empfohlene Anfangs-Tagesdosis und Erhaltungsdosis beträgt 600 mg, eingenommen als Einmaldosis.

Wenn eine verstärkte Blutdrucksenkung erwünscht ist, kann die Kombination von Teveten mit einem weiteren Antihypertensivum (zum Beispiel Thiazid-Diuretikum oder einem langwirkenden Calcium-Antagonisten) einer Monotherapie hinsichtlich Blutdrucksenkung überlegen sein (siehe Rubriken «Kontraindikationen», «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen», «Interaktionen» und «Eigenschaften/Wirkungen»).

Teveten kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit leichten bis mittelschweren Nierenfunktionsstörungen (Kreatininclearance ≥30 ml/min) ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Da für Patienten mit einer Kreatininclearance <30 ml/min nur begrenzte Erfahrungen vorliegen, ist bei der Anwendung von Teveten Vorsicht geboten (siehe auch unter «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Das gleiche gilt für Dialysepatienten.

Patienten mit Leberinsuffizienz

Für Patienten mit einer Leberinsuffizienz liegen nur begrenzte Erfahrungen vor (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung notwendig.

Kinder und Jugendliche

Da die Wirksamkeit und Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen nicht nachgewiesen wurden, wird die Behandlung von Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe.

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Hämodynamisch relevante bilaterale renovaskuläre Erkrankungen oder schwere arterielle Stenose einer einzeln funktionierenden Niere.

Gleichzeitige Anwendung von Teveten mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus (Typ 1 und Typ 2) oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR <60 ml/min/1,73 m2 (siehe Rubrik «Interaktionen» und «Eigenschaften/Wirkung»).

Gleichzeitige Anwendung von Teveten mit ACE-Hemmern bei Patienten mit diabetischer Nephropathie.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Da für Patienten mit einer Kreatininclearance <30 ml/min und bei Dialysepatienten nur begrenzte Erfahrungen vorliegen, ist bei der Anwendung von Teveten bei diesen Patienten Vorsicht geboten (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Manche Patienten, deren renale Funktion vom Renin-Angiotensin-Aldosteron-System abhängig ist (z.B. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz, zweiseitiger oder einseitiger renaler Arterienstenose) haben unter Therapie mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten Oligurie und/oder progressive Azotämie und selten akutes Nierenversagen entwickelt. Da zurzeit keine entsprechenden Erfahrungen bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder renaler Arterienstenose vorhanden sind, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die renale Funktion durch Teveten, infolge Inhibition des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems, gestört werden kann.

Wird Teveten bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion eingesetzt, so sollte diese vor Beginn und regelmässig während der Behandlung überprüft werden.

Im Falle einer Verschlechterung der Nierenfunktion sollte die Behandlung mit Teveten reevaluiert werden.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lapp Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Teveten nicht einnehmen.

Die gleichzeitige Anwendung eines kaliumsparenden Diuretikums kann eine Erhöhung des Kaliumserumspiegels zur Folge haben.

Leberfunktionsstörungen

Da für Patienten mit einer Leberinsuffizienz nur begrenzte Erfahrungen vorliegen, ist bei der Anwendung von Teveten Vorsicht geboten.

Koronare Herzkrankheit

Die Erfahrung bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit ist begrenzt.

Die im Folgenden genannten Vorsichtsmassnahmen beruhen auf Erfahrungen mit anderen Arzneimitteln dieser Klasse sowie mit ACE-Hemmern.

Hyperkaliämie

Unter der Kombinationsbehandlung von Teveten mit anderen Arzneimitteln, die auf das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) einwirken oder zu einer Erhöhung des Serumkaliums führen können (z.B. Kaliumsparende Diuretika, Kaliumhaltige Präparate, Heparin), kann das Risiko für eine Hyperkaliämie erhöht sein, insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen und/oder Herzinsuffizienz.

Die Gabe von Eprosartan sollte in solchen Fällen mit Vorsicht und unter Kontrolle des Kaliumspiegels erfolgen.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Synkope, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschliesslich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Rubriken «Interaktionen» und «Eigenschaften/Wirkung»). Bei gewissen Patienten ist diese Kombination kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Schwere Herzinsuffizienz

Patienten, deren Nierenfunktion von der Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängt (z.B. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz), entwickelten unter der Behandlung mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten eine Oligurie und/oder progressive Azotämie sowie in seltenen Fällen akutes Nierenversagen. Da derzeit keine ausreichenden therapeutischen Erfahrungen bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz vorliegen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Teveten die Nierenfunktion bei diesen Patienten infolge der Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems beeinträchtigt werden kann.

Natrium- und/oder Volumenmangel

Bei Patienten mit schwerem Natrium- und/oder Volumenmangel (z.B. hochdosierter Diuretikatherapie) kann zu Beginn der Behandlung eine symptomatische Hypotonie auftreten. Ein Natrium- und/oder Volumendefizit ist vor Beginn der Behandlung auszugleichen bzw. eine bestehende Diuretikatherapie zu reduzieren.

Primärer Hyperaldosteronismus

Die Behandlung von Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus mit Teveten wird nicht empfohlen.

Aorten- und Mitralklappenstenose/hypertrophie Kardiomyopathie

Wie alle Vasodilatatoren sollte Teveten bei Patienten mit Aorten- und Mitralklappenstenose bzw. hypertropher Kardiomyopathie nur mit Vorsicht angewendet werden.

Nierenarterienstenose

Es liegen keine Erfahrungen in der Behandlung von Patienten mit unilateraler oder bilateraler Nierenarterienstenose vor.

Nierentransplantation

Es liegen keine Erfahrungen bei Patienten mit kürzlich erfolgter Nierentransplantation vor.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern/Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit ACE-Hemmern/AIIRAs ist zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern/AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe «Kontraindikationen» und «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Andere Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Wie bei Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmern beobachtet, kann es bei Menschen mit schwarzer Hautfarbe unter Eprosartan und den anderen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten anscheinend zu einer geringeren Senkung des Blutdrucks kommen als bei Menschen mit nicht-schwarzer Hautfarbe. Dies ist wahrscheinlich auf das häufigere Vorkommen eines Niedrig-Renin-Status bei der schwarzen Bevölkerung mit Bluthochdruck zurückzuführen.

Interaktionen

Antihypertensiva

Bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Antihypertensiva kann der blutdrucksenkende Effekt von Teveten potenziert werden.

Kaliumhaltige Präparate, Kaliumsparende Diuretika, weitere Arzneimittel, welche das Serumkalium erhöhen können (z.B. Heparin) und oder auf das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System einwirken

Die gleichzeitige Gabe von Teveten und diesen Präparaten kann das Risiko für eine Hyperkaliämie erhöhen, insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen und Herzinsuffizienz.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Synkope, Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschliesslich eines akuten Nierenversagens) einher geht (siehe Rubriken «Kontraindikationen» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

NSAR inklusive selektive Cyclooxygenase-2-Inhibitoren (COX-2 Hemmer)

Wie bei ACE-Hemmern kann die gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und NSAR inklusive selektiven COX-2 Inhibitoren, Acetylsalicylsäure oder anderen nicht selektiven NSAR das Risiko einer Verschlechterung der Nierenfunktion erhöhen, einschliesslich der Möglichkeit eines akuten Nierenversagens und eines Anstiegs des Serumkaliums, insbesondere bei Patienten mit vorbestehender Niereninsuffizienz. Die Kombination sollte insbesondere bei älteren Patienten nur mit Vorsicht eingesetzt werden.

Eine ausreichende Hydrierung der Patienten sollte sichergestellt sein, und Kontrollen der Nierenfunktion nach Beginn und in regelmässigen Abständen unter der gleichzeitigen Therapie sollten erfolgen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Angiotensin-II—Rezeptor-Antagonisten inklusive Teveten zusammen mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) inklusive selektiven COX-2 Inhibitoren, Acetylsalicylsäure oder anderen nicht selektiven NSAR kann eine Verminderung der Blutdrucksenkung auftreten.

Cytochrom P450-Metabolismus

In in-vitro-Tests wurde gezeigt, dass Eprosartan auf folgende Cytochrom P450-Enzyme keine inhibitorische Wirkung hat: CYP1A, 2A6, 2C9/8, 2C19, 2D6, 2E und 3A.

Lithiumpräparate

Toxizität und ein reversibler Anstieg der Serumlithiumkonzentration wurden unter gleichzeitiger Therapie mit Lithiumpräparaten und ACE-Hemmern berichtet. Die Möglichkeit einer ähnlichen Wirkung unter Eprosartan kann nicht ausgeschlossen werden und eine sorgfältige Überwachung der Serumlithiumspiegel während der gleichzeitigen Gabe wird empfohlen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Aufgrund der Wirkung des Wirkstoffes dieses Arzneimittels in der Schwangerschaft, wird die Anwendung von Teveten während des ersten Trimesters nicht empfohlen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Die Anwendung von Teveten ist kontraindiziert während des zweiten und dritten Trimesters (siehe «Kontraindikationen» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Es liegen keine kontrollierten epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor. Ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Es ist bekannt, dass die Gabe von AIIRAs während des zweiten und dritten Schwangerschaftstrimesters zu foetotoxischen Effekten (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) führen kann (siehe auch «Präklinische Daten»).

Im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Neugeborene

Alle Neugeborenen, deren Mütter während der Schwangerschaft mit Teveten behandelt worden sind, sollen sorgfältig auf genügende Harnausscheidung, Hyperkaliämie und Blutdruck untersucht werden.

Stillzeit

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Teveten in der Stillzeit vorliegen, wird Teveten nicht empfohlen. Eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten engmaschig auf Hypotonie überwacht werden (siehe «Kontraindikationen» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt. Basierend auf den pharmacodynamischen Eigenschaften von Teveten ist es aber unwahrscheinlich, dass Teveten eine andauernde Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen hat. Unerwünschte Wirkungen wie Kopfschmerz, Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen können gelegentlich und vor allem zu Beginn einer Behandlung mit Teveten auftreten.

Unerwünschte Wirkungen

In placebokontrollierten klinischen Studien war die Gesamthäufigkeit berichteter unerwünschter Ereignisse unter Eprosartan mit der unter Placebo vergleichbar. Die beobachteten unerwünschten Ereignisse waren gewöhnlich von leichter und vorübergehender Natur und erforderten in placebokontrollierten Studien nur bei 4,1% der mit Eprosartan behandelten Patienten das Absetzen der Therapie (6,5% unter Placebo).

In klinischen Studien wurde gezeigt, dass Tagesdosen bis zu 1200 mg, während 8 Wochen verabreicht, wirksam waren, ohne dass dabei die Inzidenz von Nebenwirkungen zunahm.

In den klinischen Studien wurden die nachfolgend genannten Nebenwirkungen berichtet.

Ein Zusammenhang mit Eprosartan konnte nicht in allen Fällen gesichert werden.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig: virale Infekte.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Depressionen.

Herzerkrankungen

Häufig: Brustschmerzen und Palpitationen.

Selten: Herzrhythmusstörungen.

Gefässerkrankungen

Unbekannt: Hypotension, einschliesslich orthostatische Hypotension.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Rhinitis, Pharyngitis, Dyspnoe, Infektionen der oberen Atemwege, Husten und Bronchitis.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Nausea, Erbrechen, unspezifische gastrointestinale Beschwerden, Dyspepsie, Hypertriglyceridämie und Durchfall.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Ödeme.

Unbekannt: Hautreaktionen (Exanthem, Pruritus, Urtikaria), Gesichtsschwellung und Angioödem.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Rückenschmerzen, Arthralgien und Muskelschmerzen.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig: Harnwegsinfekte.

Allgemeine Erkrankungen

Häufig: Asthenie, Verletzungen und Schmerzen.

Zusätzlich zu den in den klinischen Studien berichteten Nebenwirkungen, wurden folgende Nebenwirkungen spontan gemeldet. Eine Frequenz kann anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden (nicht bekannt).

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Verminderte Nierenfunktion einschliesslich Nierenversagen bei Risikopatienten (z.B. Nierenarterien-Stenose).

Laborbefunde

In placebokontrollierten klinischen Studien wurden signifikant erhöhte Serum-Kalium-Konzentrationen bei 0,9% der mit Eprosartan und bei 0,3% der mit Placebo behandelten Patienten gefunden.

Signifikant niedrige Hämoglobinwerte wurden bei 0,1% der mit Eprosartan und bei 0% der mit Placebo behandelten Patienten beobachtet.

In seltenen Fällen wurde über Erhöhungen der Blutharnstoffwerte unter der Behandlung mit Eprosartan berichtet. Erhöhungen der Leberfunktionswerte wurden ebenso in seltenen Fällen beobachtet, aber nicht mit der Behandlung mit Eprosartan in kausalen Zusammenhang gebracht.

Überdosierung

Bezüglich Überdosierung von Teveten beim Menschen sind nur beschränkte Daten vorhanden.

In Einzelfallberichten wird die Einnahme von Dosen bis zu 12'000 mg Eprosartan beschrieben.

Die wahrscheinlichste Reaktion einer Überdosierung ist ein Blutdruckabfall. Im Falle einer Überdosierung sind geeignete allgemeine und spezielle Behandlungsmassnahmen zu ergreifen. Die Überwachung bzw. Stabilisierung des Herz-Kreislauf-Systems und anderer Vitalparameter kann erforderlich sein.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09CA02

Wirkungsmechanismus

Angiotensin II-Rezeptor-Antagonisten werden nach ihrer chemischen Struktur in drei Gruppen unterteilt: Nicht-Biphenyl-Tetrazole, Biphenyl-Tetrazole, Nicht-Heterozyklen. Eprosartan ist ein synthetischer, potenter, oral wirksamer Angiotensin II-Rezeptor-Antagonist aus der Gruppe der Nicht-Biphenyl-Tetrazole. Eprosartan bindet selektiv an AT1-Rezeptoren.

Angiotensin II ist ein potenter Vasokonstriktor und das primär aktive Hormon des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems, als welches es eine wichtige Rolle in der Pathophysiologie der Hypertonie spielt. Angiotensin II bindet an den AT1-Rezeptor, welcher in vielen Körpergeweben (z.B. glatte Gefässmuskulatur, Nebennieren, Nieren und Herz) vorkommt, wo es für verschiedene wichtige biologische Wirkungen verantwortlich ist, wie Vasokonstriktion, Natrium-Retention und Aldosteron-Freisetzung.

Angiotensin II wird durch seinen Einfluss auf das Wachstum von Herzzellen und glatten Muskelzellen mit der Entstehung von Herz- und vaskulärer Hypertrophie in Verbindung gebracht.

Bei gesunden Freiwilligen antagonisiert Eprosartan die Wirkung von Angiotensin II auf den Blutdruck, den renalen Blutfluss und die Aldosteron-Freisetzung.

Pharmakodynamik

Eine maximale Blutdrucksenkung wurde bei den meisten Patienten nach 2-3 Wochen erreicht. Die bei Hypertonikern erreichte Blutdrucksenkung ist unabhängig davon, ob die Tagesdosis als Einzeldosis eingenommen oder auf zwei Dosen aufgeteilt wird. Die Blutdruckkontrolle bleibt über 24 Stunden gleichmässig erhalten, ohne dass es nach einer ersten Gabe zu einer orthostatischen Hypotonie kommt. Das Absetzen von Teveten führt nicht zu einem schnellen Blutdruckanstieg (Rebound).

Bei Patienten mit Hypertonie bewirkt die Blutdrucksenkung keine Änderung der Herzfrequenz.

Bei Patienten mit Hypertonie hat Eprosartan keinen Einfluss auf die Gesamtcholesterin-, Triglycerid- und LDL-Cholesterin-Spiegel im Nüchternzustand. Im weiteren hat es auch keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel im Nüchternzustand.

Eprosartan hat keinen Einfluss auf die autoregulativen Mechanismen der Nieren. Bei gesunden jungen Männern wurde gezeigt, dass Eprosartan den durchschnittlichen effektiven renalen Plasmafluss erhöht. Bei Patienten mit essentieller Hypertonie oder bei Patienten mit Niereninsuffizienz wird bei der Einnahme von Teveten die renale Funktion aufrechterhalten.

Eprosartan vermindert weder bei gesunden Männern, noch bei Patienten mit essentieller Hypertonie oder Patienten mit Niereninsuffizienz verschiedenen Grades die glomeruläre Filtrationsrate.

Eprosartan hat bei gesunden Personen, die eine salzarme Diät einhalten, einen natriuretischen Effekt. Bei Patienten mit essentieller Hypertonie und bei Patienten mit Niereninsuffizienz verschiedenen Grades kann Eprosartan sicher angewendet werden, ohne dass eine Natriumretention oder eine Verschlechterung der renalen Funktion verursacht wird.

Eprosartan hat keinen signifikanten Einfluss auf die Harnsäureausscheidung im Urin.

Wirkungen, welche mit Bradykinin in Zusammenhang stehen, wie z.B. Husten, werden durch Eprosartan nicht verstärkt. In einer prospektiven Studie konnte gezeigt werden, dass die Inzidenz von trockenem Husten bei Patienten, welche mit Eprosartan behandelt wurden (1,5%), signifikant (p<0,05) tiefer war als bei den Patienten, welche mit einem ACE-Hemmer behandelt wurden (5,4%). Ebenso war die Inzidenz von Husten jeglicher Art bei der Behandlung mit Eprosartan signifikant tiefer (p<0,05) als bei der Behandlung mit ACE-Hemmern (21,2% vs. 29,9%).

In einer weiteren Studie, bei Patienten, welche bei einer vorherigen Behandlung mit einem ACE-Hemmer unter Husten litten, betrug die Inzidenz unter Eprosartan 2,6%, unter ACE-Hemmern 25% und unter Placebo 2,7%. Die Inzidenz von trockenem Husten war somit unter Eprosartan signifikant niedriger als unter dem ACE-Hemmer (p<0.01); gegenüber Placebo war der Unterschied nicht signifikant. Die Inzidenz von Husten jeglicher Art war unter Eprosartan (24%) ebenfalls signifikant (p<0,01) tiefer als unter dem ACE-Hemmer (57%), jedoch nicht gegenüber Placebo (25%). Weiter wurde in einer Analyse von 6 doppelblinden klinischen Studien mit insgesamt 1554 Patienten festgestellt, dass die Inzidenz von Husten, welcher von den Patienten spontan angegeben wurde, unter Eprosartan (3,5%) im gleichen Bereich lag wie unter Placebo (2,6%).

In zwei grossen randomisierten, kontrollierten Studien («ONTARGET» [ONgoing Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und «VA NEPHRON-D» [The Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht. Die «ONTARGET»–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die «VA NEPHRON-D»-Studie wurde bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt. Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar. Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der «ALTITUDE»-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Klinische Wirksamkeit

In drei klinischen Studien mit insgesamt 791 Probanden wurde gezeigt, dass der Effekt auf den Blutdruck bei Eprosartan ebenso gross war wie beim ACE-Hemmer Enalapril.

Pharmakokinetik

Absorption

Die systemische Bioverfügbarkeit von Eprosartan nach einer oralen Dosis von 300 mg beträgt aufgrund einer beschränkten oralen Resorption ungefähr 13%. Maximale Plasmakonzentrationen von Eprosartan werden nach einer oralen Dosis in nüchternem Zustand nach 1-2 Stunden erreicht. Die Höhe der Plasmaspiegel ist bei Dosen von 100 bis 200 mg proportional zur Dosierung und steigt bei Dosen von 400 und 800 mg unterproportional an.

Einfachdosierungen von 600 mg sind bioäquivalent zu gleichzeitig verabreichten Dosen von 2× 300 mg.

Die gleichzeitige Einnahme von Nahrung verzögert die Absorption in variablem Ausmass, während bezüglich der maximalen Plasmakonzentration (cmax) als auch der Area Under the Curve (AUC) Veränderungen von weniger als 25% festgestellt wurden. Diese Veränderungen haben jedoch keine klinischen Konsequenzen.

Distribution

Eprosartan ist zu rund 98% an Plasmaproteine gebunden. Dieser Wert ist über den therapeutischen Konzentrationsbereich konstant. Das Ausmass der Proteinbindung wird weder durch Geschlecht und Alter, noch durch eine Funktionsstörung der Leber oder eine leichte bis mässige Nierenfunktionsstörung beeinflusst. Bei schwerer Nierenfunktionsstörung wurde jedoch bei einigen Patienten eine tiefere Proteinbindung beobachtet.

Das Verteilungsvolumen von Eprosartan beträgt etwa 13 Liter.

Metabolismus

Nach intravenöser und oraler Gabe von 14C-markiertem Eprosartan beim Menschen wurde in Plasma und Stuhl nur unverändertes Eprosartan gefunden. Im Urin wurden 20% der Radioaktivität als Acylglucuronid des Eprosartans und die restlichen 80% als unverändertes Eprosartan gemessen.

Elimination

Die terminale Eliminationshalbwertszeit von Eprosartan beträgt nach oraler Gabe in den meisten Fällen 5-9 Stunden. Die Plasma-Clearance von Eprosartan beträgt 130 ml/min. Zur Elimination von Eprosartan tragen sowohl die biliäre als auch die renale Ausscheidung bei. Nach intravenöser Gabe von 14C-markiertem Eprosartan wurden 61% der Radioaktivität im Stuhl und 37% im Urin wiedergefunden. Nach oraler Gabe von 14C-markiertem Eprosartan wurden 90% der Radioaktivität im Stuhl und 7% im Urin wiedergefunden. Eprosartan kumuliert bei Langzeiteinnahme nicht.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Bei älteren Patienten sind sowohl die AUC als auch die maximalen Plasmakonzentrationen um annähernd das 2fache erhöht. Diese Erhöhung erfordert jedoch keine Anpassung der Dosierung.

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen waren nach Gabe einer Einzeldosis von 100 mg Eprosartan die AUC-Werte, jedoch nicht die maximalen Plasmakonzentrationen, im Durchschnitt um etwa 40% erhöht.

Bei Patienten mit mässig schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 30-59 ml/min) wurden im Vergleich zu Patienten mit normaler Nierenfunktion mittlere AUC-Werte und maximale Plasmakonzentrationen gemessen, die um etwa 30% erhöht waren.

Bei einer kleinen Anzahl Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 5-29 ml/min) waren die mittleren AUC und die maximale Plasmakonzentrationen im Vergleich zu gesunden Patienten um rund 50% erhöht.

Die Pharmakokinetik von Eprosartan ist unabhängig vom Geschlecht.

Präklinische Daten

Allgemeine Toxizität

Orale Eprosartandosen bis zu 1000 mg/kg/Tag während bis zu 6 Monaten in Ratten und bis zu einem Jahr in Hunden, führten zu keiner relevanten wirkstoffbezogener Toxizität.

Reproduktion

Bei trächtigen Kaninchen hat Eprosartan bei Dosen von 10 mg/kg/Tag, welche am Ende der Tragzeit verabreicht wurden, eine mütterliche und fötale Mortalität gezeigt. Dies ist hauptsächlich auf die Wirkung auf das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System zurückzuführen. Eine mütterliche Toxizität, jedoch keine fötale Toxizität, wurde bei 3 mg/kg/Tag beobachtet.

Genotoxiziät

Bei einer Reihe von in vitro und in vivo Untersuchungen wurde keine Genotoxizität beobachtet.

Karzinogenität

In Ratten und Mäusen wurden bei Dosen von 600 oder 2000 mg/kg/Tag während 2 Jahren keine Karzinogenität beobachtet.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.:» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Aufbewahrung bei Raumtemperatur (15–25 °C).

Medikament ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

54214 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

BGP Products GmbH, 6341 Baar.

Stand der Information

März 2015.

[Version 102 D]

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