Siesta 1 Brausesalz 150g

Siesta 1 Brausesalz 150g

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Acidum citricum anhydricum, Acidum tartaricum, Magnesii sulfas dihydricus, Natrii hydrogenocarbonas.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 g Brausepulver enthält: Acidum citricum anhydricum 125 mg, Acidum tartaricum 195 mg, Magnesii sulfas dihydricus 320 mg, Natrii hydrogenocarbonas 360 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Siesta-1 Brausesalz dient als leichtes Abführmittel und wird kurzfristig bei Verstopfung verschiedener Ursache angewendet.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren

2–4 leicht gehäufte Teelöffel Siesta-1 Brausesalz in 2,5 Deziliter Wasser auflösen.

Kinder von 6–12 Jahren

1–2 leicht gehäufte Teelöffel ­Siesta-1 Brausesalz in 1,5 Deziliter Wasser auflösen.

Kinder unter 6 Jahren

½–1 leicht gehäufter Teelöffel ­Siesta-1 Brausesalz in 1 Deziliter Wasser auflösen.

Das Getränk soll morgens eine halbe Stunde vor dem Frühstück eingenommen werden.

Kontraindikationen

Niereninsuffizienz, Darmverschluss, Appendizitis und Myastenia gravis.

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirkstoffe gemäss Zusammensetzung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Vorsicht geboten ist bei Personen, die eine salzarme Diät einhalten.

Interaktionen

Magnesium

Bildet mit Tetracyclinen schwer resorbierbare Komplexe mit der Folge unzureichender antibiotischer Wirkspiegel.

Verstärkt den Effekt von Suxamethonium und anderen Muskelrelaxantien an der Muskelendplatte.

Herz-Kreislauf

Die Empfindlichkeit für Herzglykoside kann durch eine durch Laxantieneinnahme verursachte Hypokaliämie gesteigert werden.

Nieren und ableitende Harnwege

Kaliumverluste werden durch Carbenoxolon, Korticoste­roide, Thiazid-Diuretica und Amphotericin verstärkt.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch bei schwangeren Frauen verfügbar. Bei der Anwendung während der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Über unerwünschte Wirkungen durch die Anwendung von Magnesiumsulfat als Laxans während der Schwangerschaft und Stillperiode liegen keine Erkenntnisse vor.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

Unerwünschte Wirkungen

Bei einer Daueranwendung, sowie bei Einnahme hoher Dosen von Siesta-1 Brausesalz können die folgenden Nebenwirkungen auftreten:

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Häufigkeit unbekannt: Elektrolytstörungen mit Hypokaliämie, Dehydratation.

Störungen des Nervensystems

Häufigkeit unbekannt: ZNS-Depression, Blockade der neuromuskulären Übertragung.

Funktionsstörungen des Herzens

Häufigkeit unbekannt: Herzfunktionsstörungen.

Gastrointestinale Störungen

Häufigkeit unbekannt: abdominelle Schmerzen mit Flatulenz und Diarrhö.

Nieren und ableitende Harnwege

Häufigkeit unbekannt: Natriumretention (sekundärer Hyperaldosteronismus).

Die Einnahme über einen längeren Zeitraum kann zu Gewöhnung führen.

Überdosierung

Zufuhr grosser Mengen Magnesiumsulfat verursacht Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Leibschmerzen. Magnesiumvergiftungen werden mit 10%iger Calciumglukonatlösung langsam i.v. therapiert.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A06AD10

Siesta-1 Brausesalz gehört zu den osmotisch wirksamen Laxantien. Es stimuliert die Peristaltik durch osmotische Bindung von Flüssigkeit im Darmlumen und durch Freisetzung vom Cholecystokinin im Duodenum.

Pharmakokinetik

Magnesiumionen werden aus dem Darm langsam resorbiert, die Resorptionsquote liegt bei 30–40%. Magnesium wird vorwiegend durch die Nieren ausgeschieden, wobei die Hauptmenge des glomerulär filtrierten Magnesiums tubulär rückresorbiert wird.

Sulfationen werden kaum resorbiert.

Präklinische Daten

Es sind keine für die Anwendung relevanten präparatespezifischen Daten bekannt.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C), trocken und gut verschlossen, sowie für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Zulassungsnummer

36990 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Dr. H. Welti AG, Gebenstorf.

Stand der Information

März 2012.

Verwendung dieser Informationen

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