Grazax Lyophilisat Oral 75000 Sq-t 100 X 1 Dos

Grazax Lyophilisat Oral 75000 Sq-t 100 X 1 Dos

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Pollinis allergeni extractum (Phleum pratense).

Hilfsstoffe: Gelatine, Mannitol.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Lyophilisat zum Einnehmen.

Die biologische Aktivität wird in der Einheit SQ-T ausgedrückt.

1 Dosis (Tablette) enthält 75'000 SQ-T.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Erwachsene

Behandlung von Gräserpollen-bedingter Rhinitis und Konjunktivitis bei erwachsenen Patienten mit positivem Prick-Test und/oder positivem spezifischem IgE-Test auf Phleum pratense (Wiesenlieschgras).

Kinder

Behandlung von Gräserpollen-bedingter Rhinitis und Konjunktivitis bei Kindern (5 Jahre oder älter) mit positivem Prick-Test und/oder positivem spezifischem IgE-Test auf Phleum pratense (Wiesenlieschgras).

Bei Kindern muss die Indikation sorgfältig gestellt werden.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene, Kinder (5 Jahre oder älter) und ältere Patienten

Die empfohlene Dosierung beträgt 75'000 SQ-T (1 Dosis) einmal täglich.

Die Therapie mit Grazax sollte nur von Ärzten mit Erfahrung in der Therapie allergischer Erkrankungen eingeleitet werden, die auch allergische Reaktionen behandeln können.

Für die Therapie bei Kindern muss der Arzt Erfahrung in der Therapie allergischer Erkrankungen bei Kindern haben. Die Patienten müssen sorgfältig, unter Berücksichtigung des zu erwartenden Therapieerfolges in der Altersgruppe, ausgewählt werden.

Die erste Dosis sollte unter ärztlicher Aufsicht (30 Minuten) eingenommen werden, damit bei eventuell auftretenden Nebenwirkungen die Empfehlungen für den Patienten festgelegt werden können. Schwere allergische Reaktionen können auch im späteren Therapieverlauf aufteten, meistens innerhalb 30 Minuten nach einer Tabletteneinnahme (vgl. Rubrik Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen).

Gelegentlich treten rasch nach Tabletteneinnahme Schwellungen im Mund-Rachenbereich auf, die selten einmal zu Atembehinderung führen können. Kinder unter 12 Jahren müssen nach Einnahme der Tablette noch mindestens eine halbe Stunde unter der Aufsicht einer erwachsenen Person bleiben.

Eine klinische Wirkung in der ersten Behandlungsperiode wird erreicht, wenn die Behandlung mindestens 8 Wochen vor der Gräserpollen-Saison initiiert und die Therapie während der ganzen Pollen-Saison durchgeführt wird. Eine längere präsaisonale Behandlung kann die klinische Wirksamkeit erhöhen.

Kinder (<5 Jahre)

Die Anwendung und Sicherheit bei Kindern unter 5 Jahren ist bisher nicht geprüft worden.

Ältere Patienten (≥65 Jahre)

Es wurden keine klinischen Studien bei diesen Patienten durchgeführt.

Art der Anwendung

Grazax ist eine lyophilisierte Tablette. Die Tablette unmittelbar vor Gebrauch mit trockenen Fingern vorsichtig aus dem Blister entnehmen und unter die Zunge legen, wo sie sich auflösen wird. Für ungefähr eine Minute nicht hinunterschlucken. Anschliessend für mindestens 5 Minuten nichts essen und trinken.

Kontraindikationen

•Überempfindlichkeit gegen einen der Hilfsstoffe.

•Systemische Erkrankungen, die das Immunsystem beeinträchtigen wie z.B. Immunkomplexkrankheiten und Immundefektkrankheiten.

•Patienten mit unzureichend behandeltem oder schwerem Asthma (bei Erwachsenen FEV1 <70%, bei Kindern FEV1 <80% des Vorhersagewerts nach adäquater pharmakologischer Therapie) dürfen nicht mit Grazax behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Entzündliche Zustände in der Mundhöhle mit schwerwiegenden Symptomen wie z.B. oraler Lichen ruber planus mit Ulzerationen oder schwere orale Mykose.

Nach operativen Eingriffen in der Mundhöhle, Zahnextraktionen eingeschlossen und Ausfall eines Milchzahnes bei Kindern, sollte die Behandlung mit Grazax für 7 Tage unterbrochen werden, damit die Mundhöhle heilen kann.

Bei Kindern, die gleichzeitig Asthma und eine akute Infektion der oberen Atemwege haben, soll die Behandlung mit Grazax bis zum Abklingen der Infektion unterbrochen werden.

Bei der Behandlung mit Grazax wird der Patient dem Allergen ausgesetzt, das die allergischen Symptome hervorruft. Daher sind während der Behandlungsphase primär milde und mässige lokale allergische Reaktionen zu erwarten. Treten beim Patienten signifikante lokale Nebenwirkungen aufgrund der Behandlung auf, sollte eine Therapie mit Antiallergika (z.B. Antihistaminika) in Betracht gezogen werden.

Das Auftreten von systemischen Symptomen kann Hautröte, intensiven Juckreiz an Handflächen und Fusssohlen und anderen Körperregionen (wie Nesselsucht) einschliessen. Hitzegefühl, allgemeines Unwohlsein und Agitation/Ängstlichkeit können ebenfalls auftreten. Seit Markteinführung wurde über Fälle von schwerwiegenden anaphylaktischen Reaktionen berichtet, deswegen ist die medizinische Überwachung zu Beginn der Behandlung eine wichtige Vorsichtsmassnahme. Schwerwiegende anaphylaktische Reaktionen traten auch bei einer späteren Einnahem und nicht bereits bei der Ersteinnahme auf.

Patienten müssen über dieses Risiko und die Behandlungmöglichketien schwerer Reaktionen informiert werden. Dabei sollte auch die Abgabe und Instruktion eines Notallsets (inklusive Adrenalin-Autoinjektor) besprochen werden. Patienten sollten angewiesen werden, bei schwerwiegenden systemischen Reaktionen, Angioödem, Schluckschwierigkeiten, Atemschwierigkeiten, Stimmveränderungen oder Klossgefühl im Hals nebst Anwendung des Notfallsets sofort einen Arzt zu konsultieren. Kinder unter 12 Jahren müssen deshalb nach Einnahme der Tabletten mindestens eine halbe Stunde unter Aufsicht einer erwachsenen Person bleiben. Beim Auftreten schwerer systemischer Reaktionen soll die Behandlung abgebrochen werden, entweder für immer oder bis auf andere Anweisung des Arztes.

Wenn bei Patienten mit begleitendem Asthma Symptome und Anzeichen auftreten, die auf eine Verschlimmerung des Asthmas hinweisen, ist die Therapie abzubrechen und sofort ein Arzt aufzusuchen, der über die Fortsetzung der Therapie entscheidet.

Anaphylaktische Reaktionen sollten mit Adrenalin behandelt werden. Verschiedene Medikamente können mit den Wirkungen des Adrenalins interagieren, was eine allfällige Anaphylaxie-Behandlung erschwert und das Risiko der spezifischen Immuntherapie erhöht. Patienten, die mit Betablocker behandelt werden, sprechen möglicherweise auf übliche Adrenalindosen nicht oder nur ungenügend an. Die Wirkungen des Adrenalins können umgekehrt bei Patienten, die mit trizyklischen Antidepressiva und/oder Monoaminooxidasehemmern (MAO-Hemmern) behandelt werden, verstärkt werden, was möglicherweise lebensbedrohliche Folgen haben kann. Dies ist vor Beginn einer spezifischen Immuntherapie zu berücksichtigen.

Seit Markteinführung wurden Einzelfälle der eosinophilen Oesophagitis in Verbindung mit einer Grazax-Behandlung berichtet. Bei Patienten mit schweren oder anhaltenden gastrooesophagealen Symptomen wie Dysphagie oder Dyspepsie sollte ein Therapieabbruch von Grazax erwogen werden.

Bei Patienten, die bereits früher eine systemische Reaktion auf eine subkutane Immuntherapie mit Gräserpollen entwickelt haben, kann das Risiko erhöht sein, eine ernsthafte Reaktion auf Grazax zu entwickeln. Der Behandlungsbeginn mit Grazax soll sorgfältig überdacht werden und es sollen Massnahmen zur Verfügung stehen, um die Reaktionen zu behandeln.

Interaktionen

Die gleichzeitige Behandlung mit symptomatisch wirksamen Antiallergika (z.B. Antihistaminika, Kortikosteroide, Mastzellstabilisatoren) kann die Toleranzgrenze des Patienten für die Immuntherapie erhöhen.

Es liegen keine Daten über die möglichen Risiken einer gleichzeitigen Immuntherapie mit anderen Allergenen während der Behandlung mit Grazax vor.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen keine klinischen Daten vor zur Anwendung von Grazax während der Schwangerschaft. Tierstudien weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko für den Fötus hin. Während einer Schwangerschaft soll eine Behandlung mit Grazax nicht eingeleitet werden. Kommt es im Verlauf einer Therapie zu einer Schwangerschaft, so kann die Behandlung unter Berücksichtigung des Allgemeinzustandes der Patientin und der Reaktion auf vergangene Verabreichungen von Grazax weitergeführt werden.

Es liegen keine Daten zur Anwendung von Grazax während der Stillzeit vor.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Grazax hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

In Studien, welche die Behandlung mit Grazax bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten untersuchten, berichteten 56% der Patienten, die 75'000 SQ-T pro Tag erhielten, über unerwünschte Wirkungen in den ersten drei Behandlungsmonaten.

Die Anzahl Patienten, welche über Nebenwirkungen berichteten, sank während der weiteren Behandlung merklich.

Sehr häufig berichtete Nebenwirkungen bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten, die mit Grazax behandelt wurden, waren lokale allergische Reaktionen im Mund, meist milden oder mässigen Schweregrades. Bei den meisten Patienten traten diese Reaktionen in der Anfangsphase der Therapie auf, dauerten nach jeder Einnahme von Grazax Minuten bis Stunden und tendierten dazu, innerhalb 1-7 Tagen spontan abzuklingen.

Auflistung der Nebenwirkungen

Die in kontrollierten klinischen Studien bei Patienten mit saisonaler Gräserpollen-bedingter Rhinokonjunktivitis einschliesslich Patienten mit leichtem bis moderatem gleichzeitig bestehendem Gräserpollen-bedingtem Asthma beobachteten Nebenwirkungen sind in der nachfolgenden Auflistung dargestellt. Die Häufigkeit ist definiert als sehr häufig (≥1/10); häufig (<1/10, ≥1/100); gelegentlich (<1/100, ≥1/1'000); selten (<1/1'000, ≥1/10'000); sehr selten (<1/10'000).

Infektionen

Sehr häufig: Infektionen des oberen Respirationstraktes (21.3%).

Blut und Lymphsystem

Gelegentlich: Lymphadenopathie.

Immunsystem

Gelegentlich: anaphylaktische Reaktion, saisonale Allergie.

Nervensystem

Häufig: Kopfschmerzen, Parästhesie.

Gelegentlich: Schwindel, Geschmacksstörung.

Augen

Häufig: Juckreiz am Auge, Konjunktivitis.

Gelegentlich: Konjunktivale Hyperämie, erhöhter Tränenfluss, Augenschwellung, Augenschmerzen.

Ohr und Innenohr

Häufig: Juckreiz im Ohr.

Gelegentlich: Ohrbeschwerden.

Herz

Gelegentlich: Herzklopfen.

Atmungsorgane

Sehr häufig: Halsirritation (19%).

Häufig: Niesen, Asthma, Husten, Halstrockenheit, Dyspnoe, oropharyngealer Schmerz, verstopfte Nase, Pharynxschwellung, Rhinorrhoe, Nasenbeschwerden, allergische Rhinitis.

Gelegentlich: Dysphonie, Engegefühl im Hals, pharyngeales Erythem, pharyngeale Hypoästhesie, tonsilläre Hypertrophie, pfeifende Atmung.

Selten: Bronchospasmen.

Gastrointestinale Störungen

Sehr häufig: Juckreiz im Mund (50%).

Häufig: Mundschwellung, Schwellung der Lippen, Mundbeschwerden, orale Parästhesie, Bläschenbildung im Oropharynx, Stomatitis, Zungenschwellung, Dysphagie, Zungenerkrankungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Dyspepsie, Übelkeit, Erbrechen.

Gelegentlich: Mundschleimhauterythem, oropharyngeale Beschwerden, Schwellung des Gaumens, Mundtrockenheit, Lippenbläschen, Mundschmerzen, Mundkrankheiten, Erkrankungen der Speicheldrüsen, Erkrankungen der Mundweichteile und des Zahnfleisches, Gastritis, Gastrooesophagealer Reflux, verminderter Appetit.

Haut

Häufig: Juckreiz, Urtikaria, Ekzem, Ausschlag.

Gelegentlich: Angioödem wie geschwollenes Gesicht, Erythem, Hautrötung.

Allgemeine Störungen

Häufig: Müdigkeit, Beschwerden in der Brust, Fieber.

Gelegentlich: Brustschmerzen, Hitzegefühl, Malaise, Fremdkörpergefühl.

Untersuchungen

Gelegentlich: erhöhte Blut-Kreatininwerte.

Beschreibung von ausgewählten unerwünschten Wirkungen

Bei Auftreten von signifikanten unerwünschten Wirkungen aufgrund der Behandlung sollte die Gabe von Antiallergika (z.B. Antihistaminika) in Betracht gezogen werden.

Seit Markteinführung wurde über Fälle von schwerwiegenden anaphylaktischen Reaktionen, einschliesslich des anaphylaktischen Schocks, berichtet, deswegen ist die medizinische Überwachung zu Beginn der Behandlung eine wichtige Vorsichtsmassnahme.

Schwerwiegende anaphylaktische Reaktionen traten auch bei einer späteren Einnahme und nicht bereits bei der Ersteinnahme auf.

Es wurden vereinzelte Fälle von eosinophiler Oesophagitis nach der Markteinführung berichtet, siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen.

Pädiatrische Population

Bei Kindern und Jugendlichen, die mit Grazax behandelt wurden, ist das Profil der unerwünschten Wirkungen ähnlich zu dem Profil bei Erwachsenen. Nicht schwerwiegende systemische allergische Reaktion, konjunktivale Hyperämie, Ohrenbeschwerden, pharyngeales Erythem, Lippenbläschen, Erkrankungen der Mundweichteile, Erythem und Schmerzen in der Brust kommen in der pädiatrischen Population häufiger vor (häufig) als oben in der Auflistung beschrieben. Die Ereignisse waren hauptsächlich milden bis moderaten Schweregrades.

Überdosierung

In Phase I-Studien erhielten erwachsene Patienten mit Gräserpollen-Allergie Dosen bis zu 1'000'000 SQ-T. Zu Kindern, die Dosen über der empfohlenen Tagesdosis von 75'000 SQ-T ausgesetzt waren, liegen keine Daten vor.

Bei Einnahme höherer Dosen als der empfohlenen täglichen Dosis kann das Risiko für Nebenwirkungen erhöht sein, einschliesslich des Risikos systemischer Reaktionen oder schwerwiegender lokaler Reaktionen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: V01 AA02

Wirkungsmechanismus

Grazax ist indiziert zur Behandlung von Patienten mit spezifischer IgE-vermittelter Allergie mit Symptomen wie Rhinitis und Rhinokonjunktivitis, die durch Gräserpollen verursacht werden.

Zielorgan der pharmakologischen Wirkungen ist das Immunsystem, indem eine protektive Immunantwort gegen die Allergene mit denen der Patient behandelt wird, induziert werden soll. Die vollständige und exakte Wirkungsweise hinsichtlich der klinischen Wirkungen der spezifischen Immuntherapie ist noch nicht vollständig aufgeklärt und belegt. Während der Behandlung wird eine immunologische Toleranz gegen Gräserpollen aufgebaut. Es konnte gezeigt werden, dass eine Behandlung mit Grazax eine systemische kompetitive Antikörper-Antwort gegen Gräser induziert, die IgE-Synthese modifiziert und eindeutig dosisabhängig die spezifischen IgG erhöht.

Klinische Wirksamkeit bei Erwachsenen

In einer Placebo-kontrollierten, doppelblinden, randomisierten multinationalen Studie wurde die Wirksamkeit der einmal täglichen Verabreichung von Grazax bei 634 erwachsenen Patienten mit Gräserpollen-bedingter Rhinokonjunktivitis untersucht. Die Wirksamkeit stützte sich auf die durchschnittliche tägliche Rhinokonjunktivitis Symptom- und Medikations-Bewertung während einer Gräserpollen-Saison.

Es konnte gezeigt werden, dass mit Grazax im Vergleich zu Placebo die Rhinokonjunktivits-Symptome um 30% und die tägliche Anwendung von symptomatischer Medikation um 38% reduziert werden konnte (p<0.0001).

Rhinokonjunktivitis-Symptome wurden zusätzlich mit einer visuellen Analog-Skala (VAS) beurteilt. Mit Grazax behandelte Patienten zeigten 30% tiefere mittlere tägliche VAS-Werte im Vergleich zu Placebo (p<0.0001).

Eine umfassende Beurteilung der Besserung der Rhinokonjunktivitis-Symptome wurde durchgeführt, indem Patienten zu ihrem Eindruck der Wirksamkeit der Behandlung befragt wurden. 82% der mit Grazax behandelten Patienten berichteten über eine Besserung der Symptome im Vergleich zu 55% der mit Placebo behandelten Patienten. Somit berichteten 49% mehr Patienten in der Grazax-Gruppe über eine Besserung im Vergleich zu Placebo (p<0.0001).

Der Einfluss der allergischen Rhinokonjunktivitis auf die Lebensqualität des Patienten wurde mittels des Juniper-Fragebogens «Rhinokonjunktivitis Lebensqualität» erfasst, der von den Patienten einmal wöchentlich während der ganzen Gräserpollen-Saison ausgefüllt wurde. Die Lebensqualität während der Gräserpollen-Saison der mit Grazax behandelten Patienten war 23% besser als diejenige der mit Placebo behandelten Patienten (p<0.0001).

Die oben dargestellte klinische Wirksamkeit wurde erreicht, wenn die Behandlung 16 Wochen vor Beginn der Gräserpollen-Saison initiiert wurde.

Eine Studie mit kürzerer Vorbehandlungszeit ergab eine geringere Reduktion der Symptom- und Medikamentenscores. Bei einer Behandlung mit Grazax circa 2 Monate vor und während der Gräserpollensaison wurde eine Reduktion des Symptomscores von 16% (p=0.071) und des Medikamentenscores von 28% (p=0.047) erreicht (full analysis set).

Klinische Wirksamkeit bei Kindern

Die Wirksamkeit von Grazax wurde bei Kindern (5-16 Jahre) mit Gräserpollen-induzierter Rhinokonjunktivitis mit/ohne Asthma in einer randomisierten, doppelblinden, placebo-kontrollierten Studie untersucht. Die Patienten wurden mindestens 8 Wochen vor Beginn der Gräserpollen-Saison behandelt. Die Behandlung wurde über die gesamte Saison hinweg fortgesetzt. Die klinische Wirksamkeit von Grazax bei Rhinokonjunktivitis bei Kindern war ähnlich der Wirksamkeit bei Erwachsenen. Zusätzlich ergab die Analyse des gesamten Analysensatzes eine 64%ige Reduktion des Asthmasymptomspiegels (p=0.0344) innerhalb der Grazax-Gruppe verglichen mit Placebo und eine Reduktion der Tage mit Asthmasymptomen von 9 auf 3 (Mediane, p=0.0188).

Pharmakokinetik

Der grösste Teil der in Grazax enthaltenen Allergene sind Polypeptide und Proteine, von denen man annimmt, dass sie im Lumen des Gastrointestinaltraktes und im Gewebe zu Aminosäuren und kurzkettigen Polypeptiden abgebaut werden. Es gibt keine Hinweise, dass die in Grazax enthaltenen Allergene in das vaskuläre System aufgenommen werden. Daher wurden keine Tier- oder Humanstudien durchgeführt, die das pharmakokinetische Profil und den Metabolismus von Grazax untersuchten.

Präklinische Daten

Konventionelle Studien zur Toxizität und Reproduktionstoxizität bei Mäusen haben keine Hinweise für ein spezielles Gefährdungspotential für den Menschen ergeben. In toxikologischen Studien bei männlichen Hunden wurde nach täglicher Exposition über 52 Wochen Vaskulitis/Perivaskulitis beobachtet, nicht aber bei weiblichen Tieren.

Genotoxische und reproduktionstoxische Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf mutagene oder reproduktionstoxikologische Effekte.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Nicht zutreffend.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C lagern.

Den Behälter im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Zulassungsnummer

57850 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

ALK-Abelló AG, Volketswil.

Stand der Information

Januar 2016

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