Latanoprost/timolol Sandoz Gtt Opht 3 X 2.5 Ml

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Dieses Medikament gehört zur Abgabekategorie B und ist daher rezeptpflichtig. Wenn Sie von einem Arzt ein Rezept erhalten haben, können Sie uns dieses per Post senden worauf wir Ihnen das Medikament zuschicken werden.Genauere Informationen

Was ist Latanoprost/Timolol Sandoz und wann wird es angewendet?

Latanoprost/Timolol Sandoz Augentropfen enthalten eine Kombination von zwei Wirkstoffen, dem Prostaglandin Latanoprost und dem Betablocker Timolol. Latanoprost/Timolol Sandoz Augentropfen werden zur Senkung des Augeninnendruckes beim Weitwinkel-Glaukom (grüner Star) und bei erhöhtem Augeninnendruck angewendet. Erhöhter Augeninnendruck kann den Sehnerv schädigen und zu einer Verschlechterung des Sehvermögens führen.

Latanoprost/Timolol Sandoz Augentropfen dürfen nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Hinweis für Kontaktlinsenträger

Latanoprost/Timolol Sandoz enthält Benzalkoniumchlorid, welches von Kontaktlinsen absorbiert werden kann. Die Kontaktlinsen sollten daher vor der Instillation der Augentropfen herausgenommen werden und erst 15 Minuten danach wieder eingesetzt werden.

Wann darf Latanoprost/Timolol Sandoznicht angewendet werden?

Bei einer bekannten oder vermuteten Überempfindlichkeit (Allergie) auf einen Inhaltsstoff von Latanoprost/Timolol Sandoz.

Latanoprost/Timolol Sandoz darf ebenfalls nicht angewendet werden bei:

  • Patienten bzw. Patientinnen, die früher unter Bronchialasthma gelitten haben oder zurzeit daran erkrankt sind;
  • chronisch entzündlichen Lungenerkrankungen;
  • bestimmten Herz- und Kreislauferkrankungen.

Wann ist bei der Anwendung von Latanoprost/Timolol SandozVorsicht geboten?

Wenn Sie früher an Asthma, Lungen-, Herz- oder Kreislaufleiden, tiefem Blutdruck, Zuckerkrankheit, Überfunktion der Schilddrüse oder einer Entzündung der Hornhaut des Auges erkrankt waren, oder wenn zurzeit eine solche Krankheit besteht, teilen Sie dies dem Arzt oder Apotheker bzw. der Ärztin oder Apothekerin mit, bevor Sie Latanoprost/Timolol Sandoz anwenden.

Unmittelbar nach der Anwendung kann die Sicht verschwommen sein. Warten Sie deshalb bis diese Erscheinung abklingt, bevor Sie Fahrzeuge lenken oder Maschinen bedienen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin auch, wenn Sie an Muskelschwäche leiden oder gelitten haben oder wenn bei Ihnen die Krankheit Myasthenia gravis diagnostiziert wurde.

Bei Patienten bzw. Patientinnen mit gemischt farbigen Augen (z.B. grün-braun, blau-braun), v.a. bei jenen mit brauner Grundfarbe, kann Latanoprost/Timolol Sandoz zu einer Verdunkelung der Iris (Regenbogenhaut) führen. Diese Veränderung der Augenfarbe erfolgt sehr langsam; sie kann für immer bleiben. Falls Sie nur ein Auge behandeln, könnten Sie eine unterschiedliche Färbung Ihrer Augen bemerken.

Wenn Sie gemischt-farbige Augen haben, sollten Sie zuerst mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin sprechen, bevor Sie mit einer Behandlung beginnen. Kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls sich eine verstärkte Pigmentierung der Iris entwickelt.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Zahnarzt bzw. Ihrer Ärztin oder Zahnärztin mit, dass Sie Latanoprost/Timolol Sandoz anwenden, falls Sie eine Narkose erhalten sollten.

Die Anwendung von Latanoprost/Timolol Sandoz bei Kindern wird nicht empfohlen, da noch keine entsprechenden Erfahrungen vorliegen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder am Auge anwenden.

Darf Latanoprost/Timolol Sandozwährend einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Latanoprost/Timolol Sandoz sollte während der Schwangerschaft oder Stillzeit nicht angewendet werden.

Wie verwenden Sie Latanoprost/Timolol Sandoz?

Erwachsene: 1 Tropfen Latanoprost/Timolol Sandoz 1x täglich in jedes erkrankte Auge eintropfen. Schliessen Sie die Augen für zwei Minuten nach dem Eintropfen. Häufigere Gaben setzen die gewünschte Wirkung herab.

Sollten Sie einmal eine Dosis vergessen haben, kann die Therapie mit der nächsten Dosis normal weitergeführt werden. Verdoppeln Sie keinesfalls die Tropfenzahl!

Falls Sie andere Augentropfen zusammen mit Latanoprost/Timolol Sandoz anwenden, sollten Sie einen Abstand von mindestens 5 Minuten zwischen jeder Anwendung einhalten.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Latanoprost/Timolol Sandozhaben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Latanoprost/Timolol Sandoz auftreten:

Sehr häufig treten Augenreizungen wie Stechen, Brennen und Jucken sowie eine Verdunkelung, Verdickung oder Verlängerung der Wimpern auf.

Häufig wurde auch über Rötung der Augen, Entzündung der Horn- oder Bindehaut, Augenschmerzen, unspezifische Sehstörungen, Linsentrübung, Lichtscheu und Entzündung des Lidrandes berichtet.

Bei Patienten und Patientinnen mit gemischt farbigen Augen, v.a. bei jenen mit brauner Grundfarbe, kann Latanoprost/Timolol Sandoz zu einer Verdunkelung der Iris (Regenbogenhaut) führen (siehe unter «Wann ist bei der Anwendung von Latanoprost/Timolol Sandoz Vorsicht geboten?»).

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind zudem Augenreizungen wie Fremdkörpergefühl, Schwellung des Augenlides, Zunahme der Anzahl der Wimpern, fehlgerichtetes Wachstum der Wimpern, Verdunkelung, Verdickung und Verlängerung sowie eine Zunahme der Anzahl der feinen Härchen um das Auge, verschwommenes Sehen, Verdunkelung der Haut der Augenlider, örtliche Hautreaktionen am Lid, Doppeltsehen, Herabhängen des Lids, Lichtempfindlichkeit, Veränderung des Augenlids, Entzündung der Hornhaut des Auges.

Bei vereinzelten Patienten bzw. Patientinnen, denen infolge einer Staroperation die Linse aus dem Auge entfernt wurde, ist im Laufe der Therapie mit Latanoprost/Timolol Sandoz wegen einer Netzhautschwellung eine Abnahme der Sehschärfe festgestellt worden. In einem solchen Fall ist der Arzt bzw. die Ärztin aufzusuchen.

In sehr seltenen Fällen entwickelten Patienten mit ausgeprägten Hornhautdefekten unter der Therapie mit phosphathaltigen Augentropfen Trübungen der Hornhaut durch die Bildung von Kalziumphosphat.

In Augenpräparaten enthaltene Wirkstoffe können in den Blutkreislauf gelangen. Nebenwirkungen können deshalb ausser am Auge auch an anderen Stellen des Körpers auftreten und folgende Symptome verursachen: Kopfschmerzen, Schwindel- und Schwächegefühle, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Ameisenlaufen, Ohrensausen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen,  Verdauungsstörungen, Durchfall, Mundtrockenheit, Geschmacksstörungen, psychische Verstimmung, Depression, Albträume, Verwirrtheit, Halluzinationen, Angst, Nervosität, Gedächtnisschwund, Ohnmacht, kalte Hände und Füsse, Husten, verstopfte Nase, Appetitlosigkeit, reduzierte Libido, Impotenz, Infektionen der Atemwege oder der Stirnhöhle, Schwellungen, erhöhter Blutdruck, Hautausschlag, Juckreiz, abnormaler Haarwuchs, Haarausfall, Gelenkentzündung (Arthritis), Muskel- und Gelenkschmerzen, sowie Nebenwirkungen auf Herz und Kreislauf könnten auftreten. Wenn nach Beginn der Behandlung Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, erniedrigter Blutdruck, verlangsamter Puls, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen oder andere Zeichen von Herzbeschwerden auftreten, soll der Arzt bzw. die Ärztin unverzüglich davon benachrichtigt werden.

Bei vereinzelten Patienten bzw. Patientinnen, besonders bei solchen mit vorbestehendem Asthma, können Husten, Asthma, akute Asthma-Attacken, eine Verstärkung des Asthmas, Atemnot oder Atemstillstand ausgelöst werden. In einem solchen Fall ist der Arzt bzw. die Ärztin aufzusuchen.

Während der Behandlung mit Latanoprost/Timolol Sandoz können allergische Reaktionen wie Schwellungen im Bereich von Haut und Schleimhäuten, Nesselfieber und Hautausschlag auftreten.

Falls solche allergische Reaktionen oder weitere Nebenwirkungen wie z.B. Verfärbung der Iris mit Schmerzen und Lichtscheu oder plötzliche Trübung des Sehens auftreten, oder wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Falls Sie Latanoprost/Timolol Sandoz versehentlich eingenommen haben, kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Latanoprost/Timolol Sandoz sollte lichtgeschützt (in der verschlossenen Originalverpackung) und im Kühlschrank bei 2–8 °C aufbewahrt werden. Vor dem Gebrauch muss die Schutzkappe entfernt werden. Nach Öffnung der Tropfflasche ist Latanoprost/Timolol Sandoz vor Licht geschützt bei maximal 25 °C aufzubewahren. Latanoprost/Timolol Sandoz muss innerhalb 4 Wochen verwendet werden. Allfällige Reste müssen entsorgt werden.

Wie alle Arzneimittel sollte Latanoprost/Timolol Sandoz ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Latanoprost/Timolol Sandozenthalten?

1 ml Latanoprost/Timolol Sandoz enthält 50 µg Latanoprost und Timolol Maleat entsprechend 5 mg Timolol als Wirkstoffe, das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid sowie weitere Hilfsstoffe zur Herstellung von Augentropfen.

Zulassungsnummer

61325 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Latanoprost/Timolol Sandoz? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 1× 2,5 ml und 3× 2,5 ml.

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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