Mebu-lemon Lutschtabl 24 Stk

Mebu-lemon Lutschtabl 24 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Tyrothricinum, Cetrimonii bromidum und Lidocainum.

Hilfsstoffe

Mebu-Cherry: Sorbitolum [1,05 g entspr. 17,6 kJ (4,2 kcal)], Saccharinum natricum, Aromatica: Vanillinum et alia, Color.: E 172, excipiens pro compresso.

Mebu-Lemon: Sorbitolum [1,09 g entspr. 18 kJ (4,3 kcal)], Saccharinum natricum, Aromatica, Color.: E 104, E 132, excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Lutschtablette enthält: 4 mg Tyrothricinum, 2 mg Cetrimonii bromidum und 1 mg Lidocainum.

Mebu-Cherry: pinkfarbene bis rote, weiss gesprenkelte Lutschtabletten, viereckig mit beidseitig abgeschliffenen Kanten, mit Kirschengeschmack.

Mebu-Lemon: leicht gelblich bis grünlich, gesprenkelte Lutschtabletten, rechteckig mit beidseitig abgeschliffenen Kanten, mit Limonengeschmack.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Entzündungen des Mund- und Rachenraumes, symptomatische Behandlung bei Halsschmerzen, Schluckweh, Stomatitis, Pharyngitis, Parodontitis, Gingivitis, Aphthen.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene: Bei leichteren Entzündungen 1 Lutschtablette alle 2–3 Stunden, bei schwereren Entzündungen stündlich 1 Lutschtablette langsam im Munde zergehen lassen.

Maximale Tagesdosis: 12 Lutschtabletten.

Bei Aphthen die Lutschtablette im direkten Kontakt mit der Läsion langsam zergehen lassen.

Die Lutschtabletten sollten weder zerkaut noch ganz geschluckt werden.

Kinder und Jugendliche: Die Anwendung und Sicherheit von Mebu-Cherry bzw. Mebu-Lemon bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber Tyrothricin, Cetrimoniumbromid, Lidocain oder anderen Lokalanästhetika des Amidtyps. Überempfindlichkeit gegenüber einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Patienten sollten angewiesen werden einen Arzt, Apotheker bzw. eine Ärztin, Apothekerin aufzusuchen, falls die Halsschmerzen mit hohem Fieber, Schwindel und Erbrechen einhergehen, wenn starke Beschwerden beim Schlucken bestehen, sich die Symptome nicht bessern oder länger als 5-7 Tage anhalten. Mebu-Cherry bzw. Mebu-Lemon ist zur kurzfristigen Anwendung während 5-7 Tagen bestimmt.

Mebu-Cherry bzw. Mebu-Lemon sollte während oder unmittelbar nach dem Trinken oder Essen nicht angewendet werden. Die lokalanästhetische Wirkung des Lidocains kann ein vorübergehendes Taubheitsgefühl von Zunge und Rachen verursachen und so das Schlucken beeinträchtigen.

Mebu-Cherry bzw. Mebu-Lemon sollte bei Wunden und Verletzungen der Mund- und Rachenschleimhaut nur mit Vorsicht angewendet werden.

Information bezüglich Hilfsstoffe

Das Präparat enthält Sorbitol (E 420): Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz sollten dieses Präparat nicht anwenden.

Interaktionen

Es wurden keine Interaktionsstudien durchgeführt.

Tyrothricin: Da der Wirkstoff nicht aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert wird, sind keine systemischen Interaktionen zu erwarten.

Cetrimoniumbromid: Die Wirkung von Cetrimoniumbromid kann durch gleichzeitig applizierte anionische Tenside (z.B. Zahnpaste) verringert werden.

Lidocain: Theoretisch könnte Lidocain mit gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln, wie z.B. mit anderen Antiarrhythmika interagieren; aufgrund der sehr geringen Mengen im Präparat sind keine Interaktionen zu erwarten.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Lidocain passiert die Placenta. Hinweise auf fetale Risiken liegen nicht vor. Es liegen jedoch keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor. Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten. Mebu-Cherry bzw. Mebu-Lemon soll während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn es eindeutig erforderlich ist.

Stillzeit

Kleine Mengen von Lidocain werden in die Muttermilch ausgeschieden. Die in der Muttermilch zu erwartenden Wirkstoffkonzentrationen von Lidocain sind bei therapeutischer Dosierung so gering, dass Risiken für das Neugeborene als unwahrscheinlich beurteilt werden.

Da für Tyrothricin und Cetrimoniumbromid keine adäquaten Daten verfügbar sind, wird die Anwendung von Mebu-Cherry bzw. Mebu-Lemon während der Stillzeit nicht empfohlen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Nachfolgend werden die unerwünschten Wirkungen, nach Systemorganklasse und Häufigkeiten geordnet, aufgelistet. Häufigkeiten werden folgendermassen definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1000 bis <1/100), selten (≥1/10'000 bis <1/1000), sehr selten (<1/10'000). Innerhalb der einzelnen Häufigkeitsgruppen sind die unerwünschten Wirkungen nach absteigendem Schweregrad geordnet.

Immunsystem

Selten: systemische Überempfindlichkeitsreaktionen.

Gastrointestinaltrakt

Nausea kann auftreten, wenn das in den Lutschtabletten enthaltene Lidocain in hohen Dosen auf nüchternen Magen eingenommen wird.

Lokale Reaktionen

Häufige, fortgesetzte Verabreichung über längere Zeiträume kann lokale Reizungen verursachen. Die Anwendung von Tyrothricin auf frischen Wunden kann zu Blutungen führen.

Haut

Sehr selten: Hautausschlag, Pruritus.

Überdosierung

Bis heute sind keine Fälle von Überdosierung mit Mebu-Cherry bzw. Mebu-Lemon bekannt.

Tyrothricin: Tyrothricin wird nach peroraler Aufnahme kaum resorbiert, weshalb eine Überdosierung als klinisch unbedeutend erachtet wird.

Cetrimoniumbromid: Wie bei allen quaternären Ammoniumverbindungen, kann die akzidentelle Einnahme einer grösseren Menge von Cetrimoniumbromid Übelkeit und Erbrechen verursachen. Eine symptomatische Therapie ist angezeigt; falls angebracht, sollten reizlindernde Mittel gegeben werden; induziertes Erbrechen und Magenspülung sollten vermieden werden. Die sofortige Gabe von Milch oder geschlagenem Eiweiss in Wasser wird empfohlen. Alkohol, welcher die Resorption begünstigt, ist zu vermeiden.

Lidocain: Eine Lidocain-Intoxikation ist meistens auf eine unbeabsichtigte intravenöse Überdosierung zurückzuführen und hat schwerwiegende Wirkungen auf das Zentralnerven- (ZNS) und Herz-Kreislauf-System, wie Hypotonie, Asystolie, Bradykardie, Apnoe, Krampfanfälle, Koma, Herz-, Atemstillstand und Tod. Eine Überdosierung aufgrund oraler Einnahme einer topischen Lidocain-Lösung ist wenig wahrscheinlich, da grosse Mengen eingenommen werden müssten und weil Lidocain einen ausgeprägten First-Pass-Metabolismus besitzt.

Obwohl die Bioverfügbarkeit von Lidocain aus oralen Verabreichungen niedrig ist, können nach Einnahme von Lidocain-haltigen Lösungen Intoxikationen auftreten. Es gibt Berichte über ZNS-Effekte wie Krampfanfälle und Todesfälle bei Kindern und Erwachsenen, welche eine visköse Lösung mit Lidocain eingenommen oder mit einer 4%-igen Lidocain-Lösung gegurgelt hatten. Die Behandlung einer Überdosierung erfolgt symptomatisch und umfasst die Kontrolle der kardiovaskulären und respiratorischen Funktionen sowie der Krampfanfälle.

Alle Patienten, die versehentlich oder beabsichtigt grosse Mengen Mebu-Cherry bzw. Mebu-Lemon eingenommen haben, sollten unverzüglich an einen Arzt oder eine Ärztin zur medizinischen Untersuchung verwiesen werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: R02AB02

Mebu-Cherry bzw. Mebu-Lemon dient zur lokalen Behandlung von Entzündungen im Mund- und Rachenbereich.

Tyrothricin ist ein typisches Antibiotikum mit bakteriostatischer Wirkung auf grampositive Bakterien. Eine Resistenzbildung oder Kreuzresistenzen mit anderen Antibiotika sind nicht bekannt. Die Möglichkeit einer Sensibilisierung ist gering.

Die antibakterielle Wirkung von Tyrothricin wird ergänzt durch die desinfizierende Wirkung von Cetrimoniumbromid. Letzteres besitzt eine leichte Oberflächenaktivität, welche ermöglicht, dass der antibakterielle und desinfizierende Effekt bis in die Tiefe des Gewebes dringt.

Lidocain ist ein Lokalanästhetikum vom Amidtyp. Es mindert aufgrund seiner lokalanästhetischen Wirkung die Hals- und Schluckbeschwerden, die mit der Infektion einhergehen.

Pharmakokinetik

Tyrothricin wird nicht resorbiert.

Cetrimoniumbromid wird rasch aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert und wird unverändert mit den Fäzes und im Urin ausgeschieden.

Lidocain wird gut aus dem Gastrointestinaltrakt, über Schleimhäute und verletzte Haut resorbiert. Das nach oraler Verabreichung resorbierte Lidocain unterliegt in der Leber einem First-Pass-Metabolismus. Nach oraler Verabreichung beträgt seine Bioverfügbarkeit etwa 35%. Seine Metaboliten werden im Urin ausgeschieden, davon weniger als 10% in unveränderter Form.

Präklinische Daten

Keine für die Anwendung relevanten präparatespezifischen Daten verfügbar.

Sonstige Hinweise

Mebu-Cherry bzw. Mebu-Lemon ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Zulassungsnummer

62301, 62302 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

GSK Consumer Healthcare Schweiz AG, Risch.

Stand der Information

April 2015.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.