Rhin-x 10 Kapseln

Rhin-x 10 Kapseln

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Phenylephrini hydrochloridum, Dimenhydrinatum, Coffeinum.

Hilfsstoffe: Color. E 127, E 132, Excipiens pro capsula.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Kapsel: Phenylephrini hydrochloridum 20 mg, Dimenhydrinatum 10 mg, Coffeinum 25 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Symptombehandlung des Schnupfens; Schwellungen der Nasen- und Nebenhöhlenschleimhäute; allergische Rhinitis.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre: 1 Kapsel morgens und abends.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Schwere kardiovaskuläre Störungen, Tachykardie, Hypertonie, Hyperthyreose, Glaukom, Arteriosklerose, Prostatahypertrophie, Epilepsie und Eklampsie sowie schwerer Diabetes mellitus.

Gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern.

Rhin-X sollte Kindern unter 12 Jahren nicht verabreicht werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Rhin-X soll bei Patientinnen und Patienten mit diabetischer Stoffwechsellage, Asthma bronchiale, Pylorusstenose, Herzrhythmusstörungen, Leberfunktionsstörungen mit Vorsicht verwendet werden.

In Rhin-X ist ein Wirkstoff enthalten, der zu den Doping-Substanzen gemäss IOC (Int. Olymp. Komitee) zählt.

Interaktionen

Rhin-X kann die Wirkung von Sedativa, Hypnotika, Antidepressiva, Anticholinergika und Alkohol verstärken.

Eine Kombinationsbehandlung mit MAO-Hemmern, Methyldopa, Beta-Blockern oder Arzneimitteln mit gefässverengenden Eigenschaften führt zu Blutdrucksteigerung. Rhin-X sollte nicht zusammen mit diesen Arzneimitteln verwendet werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch bei schwangeren Frauen verfügbar. Rhin-X sollte in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es sei klar notwendig. Speziell im letzten Trimenon der Schwangerschaft sollte Rhin-X nicht eingenommen werden, da vereinzelt vorzeitige Wehen beobachtet wurden.

Dimenhydrinat tritt in die Muttermilch über, bei Phenylephrin gibt es dazu keine Daten. Rhin-X sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Rhin-X kann zu Schläfrigkeit führen und die allgemeine Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Im Strassenverkehr und bei Maschinenbedienung usw. ist deshalb Vorsicht geboten.

Zusammen mit Alkohol können diese Effekte unvorhersehbar stark sein.

Unerwünschte Wirkungen

Häufig: Schläfrigkeit oder Benommenheit.

Gelegentlich: Mundtrockenheit, Nervosität, Akkomodationsstörungen, Erhöhung des Augeninnendrucks, Übelkeit, Hitzegefühl, Schwindel, Tachykardie, Arrhytmie.

Selten: Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Erregtheit.

Sehr selten: Blutzellschäden, Hautausschlag.

Überdosierung

Symptome

Hypertension, Herzarrhythmien, neuropsychiatrische Symptome, Krampfanfälle, Schläfrigkeit, anticholinerge und sympathomimetische Wirkung.

In einer Studie mit Diphenhydramin Überdosierungen (Diphenhydramin ist ein Bestandteil von Dimenhydrinat) kam es zu leichten aber signifikanten QT-Verlängerungen.

Therapie

Symptomatische Behandlung.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: R01BA53

Phenylephrin und Dimenhydrinat besitzen antiexsudative und schleimhautabschwellende Eigenschaften.

Dimenhydrinat hemmt die H1-Rezeptoren und setzt die Kapillarpermeabilität herab. Es übt zudem eine antipruriginöse Wirkung aus.

Phenylephrin ist ein Sympathikomimetikum, das im Bereich der entzündeten Schleimhäute eine gefässverengende und abschwellende Wirkung entfaltet.

Coffein wirkt erregend auf das ZNS, so dass eine Antagonisierung des sedierenden Nebeneffektes von Dimenhydrinat erreicht werden kann.

Die Retard-Kapsel bewirkt eine verzögerte Freisetzung und verlängert somit die Wirkungsdauer.

Rhin-X wirkt systemisch auf den gesamten Bereich der oberen Atemwege.

Rhin-X wirkt vorbeugend und mildert Symptome wie übermässige Sekretion, Schwellung der Nasen- und Nebenhöhlenschleimhaut.

Bei Rhinitis allergischer Genese (z.B. Heuschnupfen) lindert Rhin-X den Krankheitsprozess durch eine Hemmung der Histaminfreisetzung.

Pharmakokinetik

Phenylephrin wird im Magen-Darm-Trakt unvollständig, aber in wirksamen Mengen aufgenommen. Es verteilt sich in alle Gewebe, das Gehirn eingeschlossen. Ungefähr 20 Minuten nach der Einnahme kommt es zur Nasenschleimhautabschwellung. Ein Teil wird in der Leber abgebaut, ein Teil im Urin unverändert ausgeschieden.

Dimenhydrinat wird im Magen-Darm-Trakt rasch und praktisch vollständig aufgenommen. Es verteilt sich in alle Gewebe, einschliesslich das Gehirn. Maximale Serumkonzentration nach 1,5 Stunden, Plasma-Halbwertzeit 5–8 Stunden. Dimenhydrinat wird in der Leber abgebaut, nur ein geringer Teil wird unverändert im Urin ausgeschieden.

Coffein wird im Magen-Darm-Trakt rasch und vollständig resorbiert. Es verteilt sich in alle Gewebe und das Gehirn. Die Plasma-Halbwertzeit beträgt zwischen 3–7 Stunden. Coffein wird zum überwiegenden Teil in der Leber abgebaut.

Präklinische Daten

Es sind keine für die Anwendung relevanten präparatspezifischen Daten vorhanden.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausser Reichweite von Kindern lagern.

Zulassungsnummer

58539 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Axapharm AG, 6340 Baar.

Stand der Information

März 2007.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.