Veregen Salbe 10 % 15 G

Veregen Salbe 10 % 15 G

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: aufgereinigter Trockenextrakt aus Grünteeblättern (Camellia sinensis (L.) O. Kuntze) (DEV: 24-56:1) entsprechend 55-72% (-)-Epigallokatechingallat. Erstes Auszugsmittel: Wasser.

Hilfstoffe: Propylenglycolmonopalmitostearat, Isopropylmyristat. Dieses Präparat enthält zusätzliche Hilfsstoffe.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Bräunliche, glatte Salbe.

1 g Salbe enthält 100 mg aufgereinigten Trockenextrakt aus Grünteeblättern (camelliae sinensis extractum siccum raffinatum).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Veregen 10% ist für die dermale Behandlung von äusserlichen Feigwarzen im Genital- und Perianalbereich (Condylomata acuminata) bei immunkompetenten Patienten, die über 18 Jahren alt sind, bestimmt.

Dosierung/Anwendung

Veregen 10% Salbe wird dreimal täglich auf alle äusserlichen Feigwarzen im Genital- und Perianalbereich aufgetragen. Die Behandlung mit Veregen 10% soll so lange fortgesetzt werden, bis alle Feigwarzen abgeheilt sind, insgesamt jedoch nicht länger als 16 Wochen, selbst wenn sich während der Behandlung neue Feigwarzen entwickeln.

Art der Anwendung

Eine kleine Menge Veregen 10% wird mit dem Finger auf jede Feigwarze aufgetupft, so dass jede Feigwarze vollständig bedeckt ist und eine dünne Schicht der Salbe auf der Warze verbleibt (insgesamt max. 250 mg, entsprechend einem Salbenstrang von ca. 0,5 cm; max. Tagesdosis 750 mg).

Nur auf die betroffenen Hautbereiche auftragen, eine Applikation in Vagina, Urethra oder Anus muss vermieden werden.

Wenn eine Dosis vergessen wurde, soll die Behandlung in der vorgeschriebenen Dosierung fortgesetzt werden.

Es wird empfohlen, vor und nach dem Auftragen von Veregen 10% die Hände zu waschen.

Es ist nicht erforderlich, die Salbe vor der nächsten Behandlung von den behandelten Hautbereichen abzuwaschen.

Vor sexuellem Kontakt jedoch soll Veregen 10% von den behandelten Hautbereichen abgewaschen werden.

Frauen, die Tampons benutzen, sollten diese vor Auftragen der Salbe einführen.

Ältere Personen ab 65 Jahren

Die Zahl der bisher behandelten älteren Patienten ist nicht ausreichend um festzustellen, ob diese anders als jüngere Patienten auf die Behandlung ansprechen.

Kinder

Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird aufgrund des Fehlens von Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht empfohlen (siehe Rubriken «Pharmakokinetik» und «Eigenschaften des Wirkstoffs»).

Kontraindikationen

Veregen 10% ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Extrakt aus Grünteeblättern oder gegen einen der sonstigen Bestandteile (siehe Rubrik «Zusammensetzung»).

Veregen 10% darf bei Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Veregen 10% hat eine stark reizende Wirkung auf die Hautzellen.

Ein Kontakt mit Augen, Nasenschleimhaut, Lippen und Mund muss vermieden werden.

Veregen 10% darf nicht in offene Wunden, auf verletzte oder entzündete Haut aufgebracht werden.

Die gleichzeitige Einnahme oraler Präparate mit hohem Anteil an Grüntee-Extrakt (Nahrungsergänzungsmittel) sollte vermieden werden (siehe unter «Interaktionen»).

Nach vorheriger chirurgischer oder medikamentöser Behandlung sollte die Behandlung mit Veregen 10% erst begonnen werden, wenn die Haut vollständig abgeheilt ist.

Veregen 10% wurde nicht in der Behandlung urethraler, intravaginaler, zervikaler, rektaler oder intraanaler Warzen untersucht und darf zur Behandlung dieser Erkrankungen nicht eingesetzt werden.

Frauen mit Feigwarzen im Vulva-Bereich sollten die Salbe mit besonderer Vorsicht anwenden, da schwere Hautreaktionen in diesem Bereich häufiger vorkommen (siehe Rubrik «Unerwünschte Wirkungen»). Eine versehentliche Applikation in die Vagina muss vermieden werden. Sollte dies doch passieren, sollte die Salbe umgehend mit warmem Wasser abgewaschen werden.

Unbeschnittene Männer, die Feigwarzen unter der Vorhaut behandeln, sollen die Vorhaut zurückziehen und den Bereich täglich waschen, um Phimosen zu vermeiden. Treten Zeichen einer Striktur auf (z.B. Geschwür, Verhärtung oder zunehmende Schwierigkeiten beim Zurückziehen der Vorhaut), muss die Behandlung abgebrochen werden.

Während der Behandlung können sich neue Feigwarzen bilden.

Vor einer Behandlung sollte der Sexualpartner oder die Sexualpartnerin überprüfen lassen, ob er oder sie ebenfalls erkrankt ist und sich gegebenenfalls simultan behandeln lassen, um einer Reinfektion vorzubeugen.

Bis zur vollständigen Abheilung aller Feigwarzen sollten «Safer-Sex» Methoden (Kondome) benutzt werden, da Veregen 10% das HP-Virus nicht eliminiert und die Übertragung der Erkrankung nicht verhindert.

Veregen 10% Salbe kann die Reissfestigkeit von Kondomen und Scheidenpessaren beeinträchtigen. Deshalb soll die Salbe vor Anlegen eines Kondoms und dem Geschlechtsverkehr von den behandelten Hautbereichen abgewaschen werden. Zusätzliche Verhütungsmethoden sollten in Betracht gezogen werden.

Die behandelten Hautbereiche sollen keiner Sonneneinwirkung oder UV-Bestrahlung ausgesetzt werden, da Veregen 10% unter Sonneneinwirkung nicht geprüft wurde.

Während der Behandlung keinen Okklusiv-Verband verwenden.

Veregen 10% verfärbt Kleidung und Bettwäsche.

Leichte lokale Hautreaktionen wie Erythem, Pruritus, Hautreizung (meist Brennen), Schmerz und Ödem an der Applikationsstelle sind sehr häufig und sollten nicht zur Unterbrechung der Behandlung führen. Sie sollten sich in den ersten Wochen der Behandlung bessern (siehe Rubrik «Unerwünschte Wirkungen»). Eine Unterbrechung der Behandlung kann bei intensiveren lokalen Hautreaktionen angezeigt sein, die zu nicht tolerierbaren Beschwerden führen oder sich verschlimmern oder die mit einer Schwellung der regionalen Lymphknoten assoziiert sind. Die Behandlung mit Veregen 10% kann fortgesetzt werden, sobald die Hautreaktionen abgeklungen sind.

Bei lokalen Hautreaktionen mit Bläschenbildung soll der Patient zum Ausschluss einer Herpes genitalis Infektion einen Arzt bzw. eine Ärztin konsultieren.

Bei der Behandlung mit Veregen 10% Salbe kann es zu starken Immunreaktionen der Haut kommen (Hypersensibilisierung).

Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit bei Patienten mit eingeschränktem Immunsystem wurde nicht untersucht. Patienten unter immunsuppressiver Therapie sollen Veregen 10% Salbe daher nicht anwenden.

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit über eine Behandlungszeit von 16 Wochen hinaus oder für mehrere Behandlungszyklen wurde nicht untersucht.

Patienten mit bestehender Lebererkrankung (z.B. erhöhte Leber-Enzym-Werte, Ascites, Ikterus) sollten Veregen 10% aufgrund nicht ausreichender Daten zur Unbedenklichkeit nicht anwenden.

Veregen 10% enthält Propylenglycolmonopalmitostearat, das Hautreizungen hervorrufen und Isopropylmyristat, das Hautreizung und Sensibilisierung hervorrufen kann.

Interaktionen

Es wurden keine Wechselwirkungsstudien durchgeführt.

Im Bereich der Feigwarzen sollte kein anderes topisches Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden.

Die gleichzeitige Einnahme oraler Präparate mit hohem Anteil an Grüntee-Extrakt (Nahrungsergänzungsmittel) sollte vermieden werden, da Grünteeblätterextrakt den Metabolismus von Folsäure und damit auch anderer Arzneimittel beeinflussen kann.

Schwangerschaft/Stillzeit

Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Veregen 10% bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität nach intravaginaler oder subkutaner Anwendung gezeigt (siehe Rubrik «Präklinische Daten»).

Als Vorsichtsmassnahme sollte Veregen 10% während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Auch wenn die systemische Verfügbarkeit von Epigallokatechingallat nach dermaler Applikation als gering eingestuft wird, besteht ein Risiko zu niedriger Folsäurespiegel durch Grünteeextrakte (Risikofaktor für Neuralrohrdefekte) (siehe unter «Interaktionen»).

Es ist nicht bekannt, ob Veregen 10% oder die Metaboliten in die Muttermilch übergehen. Ein Risiko für das gestillte Kind kann daher nicht ausgeschlossen werden.

Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Veregen 10% verzichtet werden soll/die Behandlung mit Veregen 10% zu unterbrechen ist. Dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Da Veregen 10% dermal appliziert wird und angesichts der in der Rubrik «Unerwünschte Wirkungen» aufgeführten Nebenwirkungen sind Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen unwahrscheinlich.

Unerwünschte Wirkungen

In pivotalen Studien wurden 400 Patienten dermal mit Veregen 10% Salbe behandelt (zusätzlich wurden 397 Patienten mit Veregen 15% Salbe behandelt). Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Sensibilisierungen mit lokalen Hautreaktionen und Hautreizungen sowie weiteren Beschwerden am Applikationsort. Insgesamt traten bei 83,5% der Patienten solche Nebenwirkungen auf. Die am häufigsten beobachteten waren Erythem, Pruritus, Hautreizung (meist Brennen), Schmerz, Ödem, Ulzeration, Verhärtung und Bläschenbildung. Leichte Hautreaktionen traten bei 24,8%, mittelschwere bei 32,0% auf (Männer 36,3%/Frauen 27,1%). Schwerwiegende Hautreaktionen traten bei 26,8% der Patienten mindestens einmal unter der Behandlung auf (Männer 20,8%/Frauen 33,5%). Von diesen Patienten mit mindestens einer schweren Hautreaktion im Zusammenhang mit der Behandlung hatten 26,3% (87/331) ausschliesslich Genitalwarzen, 23,1% (6/26) hatten perianale Warzen und 32,6% (14/43) hatten Perianal- und Genitalwarzen.

Leichte lokale Hautreaktionen hängen mit dem auf die Zellen gerichteten Wirkmechanismus zusammen und sollten nicht zur Unterbrechung der Behandlung führen.

Frauen mit Feigwarzen im Vulva-Bereich hatten eine höhere Inzidenz für schwere lokale Hautreaktionen und Beschwerden am Applikationsort.

Vier Frauen (1%) unterbrachen die Behandlung je einmal wegen Schmerzen, Taubheitsgefühl und Dermatitis am Applikationsort. Eine Frau (0,3%) brach die Behandlung mit Veregen 10% wegen Brennen im Dammbereich, Schmerz und Juckreiz ab.

Bei einer Frau trat unter der Behandlung mit Veregen 10% Salbe eine schwere Vulvovaginitis auf.

Bei 1,9% (4/212) der unbeschnittenen Männer trat eine Phimose auf.

In einer Haut-Sensibilisierungsstudie wurden bei 2,4% (5/209) der Probanden Überempfindlichkeitsreaktionen beobachtet. Im Falle einer Überempfindlichkeits­rektion auf Veregen 10% soll die Behandlung abgebrochen werden.

Zeitlicher Verlauf der lokalen Hautreaktionen

Der höchste durchschnittliche Schweregrad der Hautreaktionen trat in den ersten Behandlungswochen auf.

Die Nebenwirkungen, die zumindest möglicherweise mit der Applikation von Veregen 10% in Zusammenhang stehen sind unten angegeben.

Häufigkeitsangaben (Organklasse nach dem MedDra-System): sehr häufig >1/10, häufig >1/100 bis <1/10, gelegentlich >1/1’000 bis <1/100, selten >1/10’000 bis <1/1’000, sehr selten <1/10’000 einschl. isolierte Berichte.

Infektionen und Infestationen

Gelegentlich: Pusteln, Staphylokokken Infektion, Urethritis, vaginale Candidiasis und Vulvovaginitis.

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Häufig: Lymphadenitis/Lymphadenopathie.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Hautausschlag und papulöser Hautausschlag.

Funktionsstörungen der Nieren und ableitenden Harnwege

Gelegentlich: Dysurie und Harndrang.

Funktionsstörungen des Reproduktionssystems und der Brust

Häufig: Phimose.

Gelegentlich: Balanitis und Dyspareunie.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Sehr häufig: Lokale Reaktionen am Applikationsort wie: Erythem, Pruritus, Hautreizung/Brennen, Schmerz, Ulzeration, Ödem, Verhärtung und Bläschenbildung.

Häufig: Lokale Reaktionen am Applikationsort wie: Hautabschälung, Hautsekretion, Bluten und Schwellung.

Gelegentlich: Lokale Reaktionen am Applikationsort wie: Verfärbung, unangenehmes Gefühl, Hauttrockenheit, Hautabschürfung, Fissuren, Hyperästhesie, Taubheit, Narbenbildung, Knötchenbildung, Dermatitis, Papeln und Ekzem.

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: D06BB12

Pharmakotherapeutische Gruppe: pflanzliches Arzneimittel zum Auftragen auf die Haut.

Eigenschaften des Wirkstoffs

Wirkungsmechanismus

Der Wirkmechanismus des Extraktes aus Grünteeblättern ist nicht bekannt. Präklinische Studien zeigen eine Wachstumshemmung aktivierter Keratinozyten sowie anti-oxidative Effekte am Applikationsort. Die klinische Relevanz dieser Effekte ist nicht bekannt.

Klinische Wirksamkeit

Zwei randomisierte, doppelblinde, dreiarmige, Parallel-Gruppen-, Placebo-kontrollierte Phase-3-Studien zur Untersuchung der klinischen Wirksamkeit und Sicherheit von Polyphenon-Salbe 10% und 15% bei der Behandlung von äusserlichen Genitalwarzen wurden durchgeführt und erbrachten bezüglich der 10%ig konzentrierten Salbe folgende Daten:

Die Studie CT 1017 (ITT-Population n=199) wurde in 48 Zentren in Europa und Südafrika durchgeführt. Die Behandlungszeit betrug 16 Wochen. In der aktiven Behandlungsgruppe mit 10%iger Wirkstoff-Konzentration wurde in der ITT-LOCF-Analyse bei 50.8% der Patienten eine vollständige Clearance aller Warzen erreicht, in der Placebogruppe bei 37.3% der Patienten. Bei Frauen zeigten sich bessere Behandlungseffekte als bei Männern. In der aktiven Behandlungsgruppe wurden allerdings 26, in der Placebogruppe 21 Teilnehmer mit «missing values» verzeichnet, die als «failures» mit in die Auswertung gingen. So war die Differenz zwischen den Gruppen nur in der ITT-LOCF-Analyse signifikant (p=0.028), in der ITT-OC Analyse dagegen nicht (p=0.109).

Die Studie CT 1018 (ITT-Population n=202) wurde in 50 Zentren in Nord-, Zentral- und Süd-Amerika und Rumänien durchgeführt. In der aktiven Behandlungsgruppe mit 10%iger Wirkstoff-Konzentration wurde nach 16-wöchiger Behandlung in der ITT-LOCF-Analyse bei 56.3% der Patienten eine vollständige Clearance aller Warzen erreicht, was im Vergleich zur Placebogruppe (vollständige Clearance bei 33.7% der Patienten) eine statistisch signifikante Differenz ist (jeweils p<0.001). Auch hier zeigten sich bei Frauen bessere Effekte als bei Männern. Mit dieser Studie wurde eine statistisch signifikante Wirksamkeit der 10%ig konzentrierten Salbe innerhalb einer Behandlungszeit von 16 Wochen gezeigt.

Für das Sicherheitsprofil, siehe Rubriken «Unerwünschte Wirkungen» und «Präklinische Daten».

Pharmakokinetik

Veregen 10% wirkt lokal.

Aufgrund konsistenter Daten aus Anwendungsstudien (topische Verabreichung der höher konzentrierten Salbe Veregen 15% im Vergleich zu grünteehaltiger Limonade) kann davon ausgegangen werden, dass die systemische Verfügbarkeit von gewissen Bestandteilen des Grünteeextrakts (Katechine) durch die dermale Anwendung von Veregen 10% vergleichbar ist mit jener nach Trinken von grünteehaltigen Getränken.

Nach topischer Anwendung von 750 mg der höher konzentrierten Salbe Veregen 15% (enthält 72 mg Epigallokatechingallat (EGCg), das Hauptkatechin von Veregen 10%) war der cmax für EGCg 7 ng/ml im Plasma, mit 7,34 ng/ml als höchster gemessener Wert. Dieser Wert trat nur bei einzelnen Patienten auf. Die systemische Verfügbarkeit von Bestandteilen von Veregen 10%, den Katechinen, ist nach topischer Anwendung von Veregen 10% vergleichbar mit der systemischen Verfügbarkeit nach oraler Aufnahme von grünteehaltigen Getränken.

Präklinische Daten

Präklinische Sicherheitsdaten wurden mit dem Extrakt aus Grünteeblättern oder mit der höher dosierten Veregen 15% Salbe gewonnen. Studien zur Sicherheitspharmakologie, Genotoxizität und Kanzerogenität mit dem Pflanzenextrakt liessen keine speziellen Risiken für den Menschen erkennen.

In konventionellen Studien zur Toxizität nach wiederholter Gabe wurden keine Effekte ausser den lokalen Effekten nach Verabreichung von Veregen 15% Salbe beobachtet. Diese Ergebnisse gelten gleichermassen für die niedriger dosierte Veregen 10% Salbe.

Nebenwirkungen nach dermaler Applikation blieben lokal auf den Applikationsort begrenzt und umfassten Hautreizungen einschliesslich Erythem, Ödem und Entzündungsreaktionen. Der Schweregrad dieser Nebenwirkungen nahm mit fortgesetzter Behandlungsdauer ab. Eine direkte intra-vaginale Applikation von Veregen 15% Salbe, die als potentielle Falschanwendung bei Frauen getestet wurde, führte zu schweren reversiblen lokalen Entzündungsreaktionen. In entsprechenden Tierversuchen zeigte sich ein Potential zur Hautsensibilisierung.

Studien zur Fertilität und embryo-fötalen Entwicklung an Ratten zeigten keine negativen Auswirkungen nach dermaler, oraler oder intravaginaler Anwendung. Die subkutane Injektion des Extraktes aus Grünem Tee in Kaninchen während der Organogenese führte zu Maternotoxizität in Form von lokaler Hautreizung gefolgt von Gewichtsverlust und reduzierte Nahrungsaufnahme. Eine Beeinflussung der Fötalentwicklung (z.B. reduziertes Fötengewicht, verzögerte Ossifikation) wurde auch bei den Föten beobachtet, deren Muttertiere keine Anzeichen von Maternotoxizität aufwiesen. Es wurde kein Hinweis auf eine teratogene Wirkung gefunden. In einer Studie zur prä- und postnatalen Entwicklung nach intravaginaler Anwendung von Veregen 15% an der Ratte traten Nebenwirkungen (Toxizität beim Muttertier einschliesslich Totgeburten) erst bei Belastungen auf, die ausreichend hoch über der maximalen Belastung beim Menschen lagen.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen topischen Arzneimitteln gemischt werden.

Haltbarkeit

Bitte das auf der Packung aufgedruckte Verfalldatum beachten.

Lagerungshinweis

Veregen 10% in der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15-25 °C) und für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Haltbarkeit nach Öffnen der Tube: 6 Wochen.

Zulassungsnummer

61895 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

BGP Products GmbH, 6341 Baar.

Stand der Information

Februar 2015.

[Version 102 D]

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