Mobilat Salbe 50 G

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Heparinoidum MPS (Chondroitini polysulfas), Acidum salicylicum.

Hilfsstoffe: Alcoholes adipis lanae, Aromatica; Thymolum, excipiens ad unguentum.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 g Salbe enthält 2 mg Mucopolysaccharidpolysulfat (Heparinoidum MPS) sowie 20 mg Salicylsäure.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Mobilat wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und abschwellend bei:

Verstauchungen, Prellungen und Zerrungen.

Muskel- und Gelenkschmerzen.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene

Einmal oder mehrmals täglich, je nach Grösse des erkrankten Gebietes, einen Salbenstrang von 5–15 cm auftragen und leicht einmassieren.

Mit Mobilat Salbe kann auch ein Salbenverband (gegebenenfalls in Verbindung mit einem Stützverband) angelegt werden. In diesem Fall ist entsprechend mehr Salbe zu verwenden.

Kinder

Die Anwendung und Sicherheit von Mobilat bei Kindern ist bisher nicht systematisch geprüft worden.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung. Überempfindlichkeit gegenüber Salicylaten.

Mobilat darf nicht auf offene Wunden oder ekzematöse Haut aufgetragen werden.

Nicht bei Säuglingen anwenden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Anwendung auf grossen Hautflächen und über einen längeren Zeitraum soll vor allem bei Patienten mit vorgeschädigter Niere und bei Kleinkindern unterbleiben.

Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden.

Interaktionen

Salicylsäure kann die Aufnahme von anderen lokal angewendeten Arzneimitteln durch die Haut verstärken.

Die aufgenommene Salicylsäure kann die Wirkung von Methotrexat und Sulfonylharnstoffen verstärken.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen keine klinischen Daten beim Menschen für die Verwendung von Mobilat in der Schwangerschaft und Stillzeit und nur unzureichende tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizität vor. Das potentielle Risiko beim Menschen ist nicht bekannt.

Mobilat soll in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden, es sei denn es ist klar notwendig.

Stillende Mütter dürfen die Salbe nicht im Brustbereich auftragen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Die Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen wurde nicht untersucht, eine Beeinträchtigung durch Mobilat ist jedoch nicht zu erwarten.

Unerwünschte Wirkungen

Gelegentlich können lokale Hautreizungen wie Juckreiz und Rötungen auftreten, in sehr seltenen Fällen wurden Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut (Kontaktallergie) beobachtet.

Überdosierung

Bei einer lokalen Anwendung sind im Allgemeinen keine toxischen Nebenwirkungen zu erwarten, da kaum Serumspiegel über 5 mg/dl erreicht werden. Frühsymptome einer Salicylat-Intoxikation können bei Serumwerten über 30 mg/dl auftreten.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: M02AC

Mobilat Salbe enthält eine Kombination von Wirkstoffen, die sich in ihrer antiphlogistischen, analgetischen und bindegewebsregenerierenden Wirkung ergänzen.

Das Mucopolysaccharidpolysulfat (Heparinoid MPS) greift als Inhibitor kataboler Enzyme regulierend in Abbauprozesse des entzündeten Gewebes ein. Als Plasminogenaktivator und aufgrund seiner Antithrombinwirkung beschleunigt es die Elimination von Fibrindepots aus dem Entzündungsgebiet und die Rückbildung von Hämatomen. Darüber hinaus fördert es mesenchymale Stoffwechselleistungen und trägt so zur Regeneration des geschädigten Gewebes bei.

Die Salicylsäure entwickelt über die Hemmung der Prostaglandinsynthese das bekannte antiphlogistische und analgetische Potential der Salicylate.

Pharmakokinetik

Die Wirkstoffe diffundieren aus der Grundlage durch die Haut in die oberflächennahen Bindegewebs- und Muskelschichten. Gleichzeitig bleiben die Wirkstoffspiegel im Blut niedrig und die systemische Belastung des Organismus gering.

Mucopolysaccharidpolysulfat (Heparinoid MPS)

Nach kutaner Resorption des Mucopolysaccharidpolysulfates (Heparinoid MPS) kommt es im Organismus zeitabhängig zu einer teilweisen Depolymerisierung und geringgradigen Desulfatierung. Nach tierexperimentellen Befunden wird ca. 1% der applizierten Dosis im Harn wiedergefunden.

Salicylsäure

Die Salicylsäure penetriert rasch die Hornhaut, die mittlere Resorptionsquote auf der gesunden Haut beträgt 20% der applizierten Menge. Die gemessenen Blutspiegel liegen jedoch unterhalb der systemisch wirksamen Konzentration. Die maximalen Plasmaspiegel treten 6–12 Stunden nach Applikation auf, die plasmatische Halbwertszeit beträgt zwischen 2–3 Stunden und kann bei hoher Dosierung infolge einer begrenzten Kapazität der Leber die Salicylsäure zu konjugieren auf 15–30 Stunden ansteigen. Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich als Salicylursäure; ein kleiner Prozentsatz wird unverändert bzw. glucuroniert ausgeschieden.

Präklinische Daten

Es sind keine für Mobilat relevanten präklinischen Daten bekannt.

Für Salicylsäure sind bisher keine mutagenen, kanzerogenen und teratogenen Wirkungen bekannt.

Sonstige Hinweise

Nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Verfalldatum verwenden.

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern lagern.

Zulassungsnummer

27335 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Medinova AG, 8050 Zürich.

Stand der Information

November 2010.

Verwendung dieser Informationen

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