Crixivan Kaps 200 Mg 360 Stk

408.60 Fr.

Momentan nicht lieferbar.Details
Dieses Medikament gehört zur Abgabekategorie A und ist daher rezeptpflichtig. Wenn Sie von einem Arzt ein Rezept erhalten haben, können Sie uns dieses per Post senden worauf wir Ihnen das Medikament zuschicken werden.Genauere Informationen

Was ist Crixivan und wann wird es angewendet?

Crixivan gehört zur Klasse der HIV-Proteasehemmer. Durch seine Wirkung gegen das Humane Immunodefizienz-Virus (HIV) wirkt Crixivan der Ausbreitung des Virus im Körper entgegen. HIV wird durch Kontakt mit infiziertem Blut oder durch sexuellen Kontakt mit HIV-Infizierten übertragen.

Crixivan wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln gegen HIV-Infektionen und nur auf Verschreibung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin angewendet.

Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird die Anwendung von Crixivan nicht empfohlen.

Was sollte dazu beachtet werden?

Sie sollten wissen, dass die Kombinationstherapie mit Crixivan eine HIV-Infektion nicht heilen kann. Dies bedeutet, dass bei Ihnen möglicherweise weiterhin Infektionen oder andere Erkrankungen in Zusammenhang mit der HIV-Erkrankung auftreten können. Unter der Kombinationstherapie mit Crixivan sollten Sie deshalb weiter von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin betreut werden.

Bei einigen Patienten mit fortgeschrittener HIV Infektion (Aids) und einer Vorgeschichte von opportunistischen Infektionen können Anzeichen und Symptome von vorangegangenen entzündlichen Infektionen auftreten, wenn die antiretrovirale Kombinationstherapie begonnen wird. Eine weitere Abklärung durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin ist dann erforderlich. Er bzw. sie wird dann die entsprechende Behandlung verordnen.

Die Langzeitwirkungen von Crixivan sind heute noch nicht bekannt. Die Behandlung mit Crixivan verringert nicht das Risiko, andere Menschen - durch sexuellen Kontakt oder Kontakt mit Blut - mit HIV zu infizieren.

Wann darf Crixivan nicht eingenommen/angewendet werden?

Sie dürfen Crixivan nicht einnehmen, wenn bei Ihnen eine schwere allergische Reaktion auf einen Bestandteil dieses Arzneimittels auftritt.

Arzneimittel wie Amiodaron (Cordarone®), Terfenadin (Teldane®), oral (d.h. über den Mund) eingenommenes Midazolam (Dormicum®), Alprazolam (Xanax®), Cisaprid (Prepulsid®), Quetiapin, Astemizol (Hismanal®), Triazolam (Halcion®) und Rifampicin (Rimactan®), Ergotaminderivate, wie Ergotamintartrat oder Ergotamintartrat/Coffein, Lovastatin oder Simvastatin (Zocor®), dürfen nicht zusammen mit Crixivan eingenommen werden.

Eine Behandlung mit Crixivan darf nicht erfolgen, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel mit dem Wirkstoff Rifampicin (z.B. Rimactan®) einnehmen.

Während der Behandlung mit Crixivan dürfen keine Johanniskraut-Extrakte (Hypericum perforatum), pflanzliche Produkte, die bei gedrückter Stimmung und depressiven Symptomen eingesetzt werden, eingenommen werden. Durch die gleichzeitige Einnahme von Johanniskraut-Extrakten kann es zu einem Verlust der antiviralen Wirkung von Crixivan kommen.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Crixivan Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin umfassend über Ihre gegenwärtigen und früheren Erkrankungen und medizinischen Probleme, insbesondere Leberfunktionsstörungen aufgrund einer Zirrhose, Nierenprobleme, Diabetes (Zuckerkrankheit), Hämophilie (Bluterkrankheit) und Allergien. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie hohe Cholesterinwerte haben und cholesterinsenkende Arzneimittel einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Atazanavir (Reyataz®) einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Kalziumkanalblocker einnehmen (Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck und Brustschmerzen).

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Venlafaxin (z.B. Efexor®) einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Trazodon (Trittico®) einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Ritonavir (Norvir®) einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Efavirenz (z.B. Stocrin®) einnehmen.

Fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, bevor Sie Crixivan mit irgendeinem anderen Arzneimittel einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen.

Crixivan kann gleichzeitig mit einer Reihe anderer, häufig bei HIV-Infizierten eingesetzten Arzneimitteln - einschliesslich Zidovudin (Retrovir® AZT), Didanosin (Videx®), Lamivudin (Epivir®), Stavudin (Zerit®), Efavirenz (Stocrin®), Clarithromycin (Klacid®), Isoniacid (INH®), Fluconazol (Diflucan®), Trimethoprim/Sulfamethoxazol (Bactrim®) und Methadon - angewendet werden. Andere Arzneimittel [wie Rifabutin (Mycobutin®), Ketoconazol (Nizoral®), Itraconazol (Sporanox®) und durch Injektion verabreichtes Midazolam (Dormicum®] können zwar zusammen mit Crixivan eingenommen werden, die Dosis dieser Präparate oder von Crixivan muss aber angepasst werden.

Es zeigte sich, dass Sildenafil (Viagra®), Tadalafil (Cialis®) oder Vardenafil (Levitra®) in der Kombination mit Protease-Hemmern vermehrt Nebenwirkungen hervorruft. Hierzu gehören tiefer Blutdruck, Veränderung des Sehvermögens und Dauererektion. Daher ist bei der Kombination von Sildenafil, Tadalafil oder Vardenafil mit Crixivan Vorsicht geboten. Patienten, die beide Arzneimittel einnehmen, sollten die Dosierungsempfehlungen von Sildenafil, Tadalafil oder Vardenafil in dessen Packungsbeilage beachten.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Crixivan die Fähigkeit zur Teilnahme am Strassenverkehr und das Bedienen von Maschinen beeinflusst. Es wurde jedoch über Schwindel und verschwommenes Sehen unter Therapie mit Crixivan berichtet. Falls Sie davon betroffen sind, sollten Sie das Autofahren und Bedienen von Maschinen vermeiden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!, Phytopharmaka oder Nahrungsergänzungsmittel) einnehmen.

Darf Crixivan während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?

Es ist nicht bekannt, ob es zu einer Schädigung des Ungeborenen kommen kann, wenn eine Schwangere Crixivan einnimmt. Falls Sie schwanger sind, sollten Sie Crixivan nur dann einnehmen, wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin dies unbedingt für erforderlich hält.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie stillen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen raten, abzustillen, während Sie Crixivan einnehmen. Um die Übertragung von HIV zu verhindern, wird empfohlen, dass HIV-infizierte Mütter ihre Säuglinge unter keinen Umständen stillen dürfen.

Wie verwenden Sie Crixivan?

Crixivan ist in Kapselform zur oralen Einnahme vorgesehen. Crixivan muss regelmässig alle acht Stunden eingenommen werden, um die volle Wirksamkeit zu sichern. In der Regel werden alle acht Stunden 800 mg (je 2 Kapseln zu 400 mg) eingenommen.

Um die volle Wirksamkeit des Präparates sicherzustellen, ist es sehr wichtig, Crixivan genau nach Vorschrift Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin einzunehmen.

Crixivan sollte eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit ohne Nahrung, aber mit reichlich Wasser eingenommen werden. Die Hartkapseln sollen unzerkaut und ungeöffnet geschluckt werden. Die Einnahme kann statt mit Wasser mit Magermilch oder fettfreier Milch, Saft, Kaffee oder Tee oder mit einer leichten Mahlzeit, z.B. trockenem Toast (ohne Butter) mit Marmelade oder Fruchtkonserve, Saft und Kaffee mit Magermilch oder fettfreier Milch und Zucker oder Cornflakes mit Magermilch oder fettfreier Milch und Zucker erfolgen. Zu jeder anderen Zeit können Sie essen, was Sie möchten.

Die Einnahme von Crixivan mit einer Mahlzeit mit hohem Kalorien-, Fett- und Eiweissgehalt beeinträchtigt die Fähigkeit des Körpers, den Wirkstoff aufzunehmen und verringert dadurch seine Wirksamkeit.

Es ist für Erwachsene wichtig, während der Einnahmen von Crixivan pro Tag mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit zu trinken, um das Risiko zu reduzieren Nierensteine zu bilden.

Es ist wichtig, Crixivan genauso einzunehmen, wie es Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin verordnet hat, und das Medikament nicht abzusetzen, ohne Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin vorher zu informieren.

Nehmen Sie Crixivan dreimal täglich regelmässig alle acht Stunden ein. Falls Sie jedoch einmal eine Einnahme vergessen haben, holen Sie diese nicht später am Tag nach. Setzen Sie einfach Ihr gewohntes Einnahmeschema fort.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung des Arzneimittels. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Crixivan haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Crixivan auftreten:

Jedes Arzneimittel kann ungewollte oder unerwünschte Wirkungen, sogenannte Nebenwirkungen, haben. Die Nebenwirkungen umfassen:

Störungen des Herzen: Herzprobleme einschliesslich Herzinfarkt.

Störungen des Blut- und Lymphsystems: Erniedrigte Anzahl roter Blutkörper.

Störungen des Nervensystems: Kopfschmerzen, veränderte Geschmackswahrnehmung, Schlaganfall, Empfindungsstörungen im und um den Mund.

Störungen des Magen-Darmtraktes: Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Blähungen, saures Aufstossen, Bauchschmerzen, Bauchschwellung, Entzündung der Bauchspeicheldrüse.

Störungen der ableitenden Harnwege: Nierenentzündungen, Niereninfektion, verminderte Nierenfunktion, Steine im Urin.

Störungen der Haut- und des Unterhautgewebes: Vermehrte Fettansammlung an Stellen wie Nacken, Brust, Bauch und Rücken; Hautausschlag, schwere Hautreaktionen, trockene Haut, Haarverlust, eingewachsene Zehennägel, Veränderung der Hautfarbe.

Muskelskelettsystem (Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen): Schmerzen und Schwierigkeiten die Schulter zu bewegen.

Störungen des Immunsystems: Allergische Reaktionen.

Psychiatrische Störungen: Schlaflosigkeit.

Allgemeine Störungen: Schwäche/Müdigkeit.

Es gibt Berichte über das Auftreten von Nierensteinen, die bei einigen Patienten zu ernsteren Nierenproblemen, einschliesslich Nierenversagen, geführt haben. In den meisten Fällen waren die Beeinträchtigung der Nieren und das Nierenversagen reversibel. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn plötzliche starke Rückenschmerzen, mit oder ohne Blut im Urin, auftreten, die von Nierensteinen verursacht werden können.

Bei einigen Patienten trat unter Crixivan eine schnelle Zersetzung von roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie) auf, die in einigen Fällen schwer war.

Einige Patienten hatten Leberprobleme und in seltenen Fällen Leberversagen.

Diabetes und hoher Blutzucker (Hyperglykämie) ist bei Patienten unter Behandlung mit Proteasehemmern aufgetreten. Bei einigen Patienten führte dies zu Ketoazidose, ein durch schlecht eingestellten Blutzucker verursachter ernster Zustand. Einige Patienten hatten schon vor Beginn der Behandlung mit Crixivan Diabetes, andere nicht. Einige Patienten benötigten eine Anpassung ihrer Diabetes-Medikation, während andere neu entsprechende Medikamente erhielten.

Unter antiretroviralen Kombinationstherapien mit Proteasehemmern wurde in einigen Fällen über eine Umverteilung des Fettgewebes berichtet. Dabei kam es zu Fettgewebsschwund unter der Haut, z.B. im Bereich des Gesichtes und der Beine, und zu Anhäufungen von Fettgewebe im Nacken, in der Brust und im Bauch. Proteasehemmer können auch einen Anstieg der Blutfette und des Blutzuckers verursachen.

Bei einigen Patienten mit Hämophilie (Bluterkrankheit) wurden verstärkte Blutungen beobachtet. Sollte dies bei Ihnen vorkommen, verständigen Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Während der Behandlung mit Crixivan kann es zu Blutdruckerhöhungen kommen.

Schwere Muskelschmerzen und Muskelschwäche sind bei einigen Patienten unter Behandlung mit Proteasehemmern wie Crixivan und gleichzeitiger Einnahme von bestimmten cholesterinsenkenden Arzneimitteln, sogenannten Statinen, aufgetreten. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn schwere Muskelschmerzen oder Muskelschwäche auftreten.

Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin liegen umfassendere Informationen über Nebenwirkungen vor.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn die hier genannten oder andere ungewöhnliche Symptome auftreten. Wenn Ihr Zustand anhält oder sich sogar verschlechtert, suchen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auch über alle Symptome (wie z.B. Asthma, Atemnot, Kreislaufbeschwerden, Schwellungen der Haut (z.B. Nesselfieber) und Schleimhaut, Hautausschlag, Juckreiz), die auf eine allergische Reaktion gegenüber Crixivan hindeuten könnten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel ausserhalb der Reichweite von Kindern auf.

Lagern Sie Crixivan im festverschlossenen Originalbehälter, vor Feuchtigkeit geschützt, bei einer Temperatur zwischen 15 °C und 25 °C.

Die Crixivan-Kapseln sind empfindlich gegen Feuchtigkeit. Crixivan darf deshalb nur im Originalbehälter mit dem Trockenmittel aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Crixivan enthalten?

Crixivan ist erhältlich als weisse, opake Kapseln mit entweder 200 mg oder 400 mg Indinavir als Wirkstoff.

Ausserdem enthält Crixivan die folgenden Hilfsstoffe: wasserfreie Lactose, Magnesiumstearat, die Kapselhülle besteht aus Gelatine, Titandioxid (E 171) und Indigocarmin (E 132).

Zulassungsnummer

53944 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Crixivan? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Crixivan 200 mg: Flaschen mit 360 Kapseln.

Crixivan 400 mg: Flaschen mit 180 Kapseln.

Zulassungsinhaberin

MSD MERCK SHARP & DOHME AG, Luzern.

Diese Packungsbeilage wurde im September 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

S-WPPI-MK0639-C-032015/0639-CHE-2016-012558

Fachinformationen zum Medikament anzeigen