Pharmalgen Apis Mellifera Fortsetz Be C Solv 4 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe:

Pharmalgen Apis mellifera: Bienengift.

Pharmalgen Vespula spp.: Wespengift.

Pharmalgen Albumin Diluent: nicht zutreffend.

Hilfsstoffe:

Pharmalgen Apis mellifera, Pharmalgen Vespula spp.

Lyophilisat: mannitolum, albuminum seri humani, acidum hydrochloricum aut natrii hydroxidum q.s. ad pH pro vitro.

Pharmalgen Albumin Diluent

Albuminum seri humani, natrii chloridum, conserv.: phenolum 4 mg, aqua q.s. ad solutionem pro 1 ml.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Pharmalgen Apis mellifera, Pharmalgen Vespula spp.

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung.

Das Lyophilisat muss vor der Anwendung mit 1.2 ml Pharmalgen Albumin Diluent (Lösungsmittel) rekonstituiert werden.

Die Potenz wird in µg/ml deklariert (0.1, 1.0, 10 oder 100 µg/ml).

Menge (µg)Konzentration nach Rekonstitution mit 1.2 ml Pharmalgen Albumin Diluent (µg/ml)Farbe der Flasche
Nr. 10.120.1grau
Nr. 21.21grün
Nr. 31210gelb
Nr. 4120100rot

Pharmalgen Albumin Diluent

Lösungsmittel zur Rekonsitution von Pharmalgen Apis mellifera bzw. Vespula spp.

1 Durchstechflasche enthält 5 ml Lösungsmittel.

Pharmalgen Albumin Diluent ist nur geeignet zur Rekonstitution des Lyophilisats von Pharmalgen Apis mellifera bzw. Vespula spp.

Pharmalgen Albumin Diluent darf nicht allein verwendet werden.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Hauttestung und kausale Behandlung (spezifische Immuntherapie / Hyposensibilisierung / Allergie-Impfung) allergisch bedingter Reaktionen vom Soforttyp (Typ-I-Allergien) verursacht durch Stiche von Bienen oder Wespen.

Vor Behandlungsbeginn muss die Allergie auf das entsprechende Insektengift grundsätzlich durch die Anamnese und durch In-vivo- und/oder In-vitro-Diagnose gesichert werden.

Pharmalgen-Präparate werden für die spezifische Immuntherapie und für die Hauttestung eingesetzt.

Diagnostik (Hauttestung)

Die Diagnostik mittels In-vivo-Hauttests und In-vitro-Tests (RAST) dient dazu, eine Soforttyp (IgE)- bedingte Sensibilisierung auf das entsprechende Insektengift zu sichern und den Sensibilisierungsgrad des Patienten aufzuzeigen.

Achtung: Bis zu zwei Wochen nach einem Stichereignis kann ein Hauttest falsch-negativ ausfallen.

Pricktest

Der Pricktest sollte in der Regel im Duplikat durchgeführt werden. Es ist angezeigt, gleichzeitig eine positive (z.B. 0.1% Histamin-Dihydrochlorid) und eine negative (Pharmalgen Albumin Diluent) Kontrolle mitzuführen. Ein negativer Pricktest schliesst aber eine Insektengift-Sensibilisierung nicht aus.

Eine Konzentration von 100 µg Insektengift/ml wird für die Anwendung im Pricktest empfohlen. Bei stark sensiblen Patienten ist die Testung mit einer geringeren Konzentration (z.B. 1 oder 10 µg Insektengift/ml) ratsam.

Alternativ kann der Pricktest als Endpunkt-Titration zur Ermittlung der individuellen Anfangskonzentration für die spezifische Immuntherapie herangezogen werden. Die Ausgangskonzentration für diese Testreihe liegt bei 0.01 µg/ml Pharmalgen-Insektengift. Wird bei dieser Konzentration eine positive Reaktion beobachtet, muss der Endpunkt mit niedrigeren Konzentrationen bestimmt werden. Wird bei 0.01 µg/ml keine Reaktion beobachtet, wird die Testreihe mit steigenden Konzentrationen fortgesetzt (0.1; 1 µg/ml usw.). Die maximale Konzentration ist hierbei 100 µg/ml. Die niedrigste Konzentration, die eine Quaddel von annähernd 3 mm Durchmesser erzeugt, ist der Endpunkt der Titration.

•Die Auswertung der Reaktionen erfolgt nach 15-20 Minuten. Eine Reaktion wird als positiv bewertet, wenn die entstandene Quaddel einen Durchmesser von mehr als 3 mm aufweist.

Intrakutantest

Der Intrakutantest ist um das 100- bis 1000-fache sensitiver als der Pricktest und sollte immer als Endpunkt-Titration durchgeführt werden.

Die Ausgangskonzentration für diese Testreihe liegt bei 0.0001 µg/ml Pharmalgen-Insektengift.

•Wird bei dieser Konzentration eine deutliche Reaktion beobachtet, muss der Endpunkt mit niedrigeren Konzentrationen bestimmt werden.

•Wird bei 0.0001 µg/ml keine Reaktion beobachtet, wird die Testung mit steigenden Konzentrationen in Abständen von 20 Minuten fortgesetzt (0.001; 0.01 µg/ml usw.). Die maximale Konzentration ist hierbei 1 µg/ml. Höhere Konzentrationen können unspezifische Reaktionen auslösen.

•Zur Beachtung: Bei Konzentrationen über 1 µg/ml muss beim Intrakutan-Test mit unspezifischen (falsch-positiven) Hautreaktionen gerechnet werden.

•Die niedrigste Konzentration, die eine Quaddel von annähernd 5 mm Durchmesser erzeugt, ist der Endpunkt der Titration.

•Die Auswertung der Reaktionen erfolgt nach 15-20 Minuten.

•Eine Reaktion wird als positiv bewertet, wenn die entstandene Quaddel einen Durchmesser von mehr als 5 mm aufweist und Hautrötung auftritt.

•Pharmalgen Albumin Diluent wird als Negativ-Kontrolle verwendet.

Dosierung/Anwendung

Die Behandlung wird in eine Anfangs- und eine Fortsetzungsbehandlung unterteilt. Gemäss Empfehlungen der SGAI (Schweizerische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie) soll die Beurteilung und Indikationsstellung durch den Facharzt für Allergologie oder einen entsprechend allergologisch geschulten Spezialarzt erfolgen. Der Arzt muss die üblichen Reanimationsmassnahmen beherrschen.

Vor Behandlungsbeginn mit Pharmalgen muss die IgE-vermittelte Allergie auf Bienen- oder Wespengift durch die Anamnese und durch In-vivo- und/oder In-vitro-Diagnose gesichert werden.

Intrakutane, intramuskuläre oder intravasale Injektionen sind wegen der Gefahr eines anaphylaktischen Schocks streng zu vermeiden. Um eine intravasale Injektion zu vermeiden, ist jeweils vor der Injektion vorsichtig zu aspirieren.

Die jeweilige Dosierung muss der individuellen Reaktionslage des Patienten angepasst werden und darf nur bei einwandfreier Verträglichkeit der vorausgegangenen Injektion gesteigert werden.

Die spezifische Immuntherapie wird in Form einer Anfangsbehandlung und einer Fortsetzungsbehandlung durchgeführt. Die Injektionen der Anfangsbehandlung werden entsprechend der Dosierungsschemata I, II, oder III (siehe unten) verabreicht. In der anschliessenden Fortsetzungsbehandlung betragen die Injektionsintervalle 4 Wochen. Diese Angaben sind jedoch nur als allgemeine Richtlinie gedacht. Insbesondere bei Unverträglichkeiten und Therapieunterbrechungen (z.B. durch Infekte, Schutzimpfungen, Urlaub) muss die Dosis gegebenenfalls individuell reduziert werden. Die Dosis sollte nur dann gesteigert werden, wenn die zuletzt verabreichte Injektion gut vertragen wurde.

Anfangsbehandlung

In der Anfangsbehandlung wird die applizierte Allergenmenge von der individuellen Anfangsdosis des Patienten schrittweise bis zu seiner Erhaltungsdosis gesteigert. Die Anfangsdosis des Patienten wird vom Ergebnis der Endpunkt-Titration abgeleitet:

•Bestimmung des Endpunktes durch Pricktestung:Die Anfangsdosis beträgt 0.1 ml einer 1:1000 Verdünnung der Endpunkt-Konzentration.

•Bestimmung des Endpunktes durch Intrakutantest:Die Anfangsdosis beträgt 0.1 ml einer 1:10 Verdünnung der Endpunkt-Konzentration.

Empfehlungen zur Anfangsbehandlung bei einer Anfangsdosis von 0.01 µg sind in den Dosierungsschemata I (Schnellhyposensibilisierung), II (Modifizierte Schnellhyposensibilisierung, Cluster-Aufdosierung) und III (Konventionelle Anfangsbehandlung) wiedergegeben. Liegt die Anfangsdosis des Patienten hingegen unter 0.01 µg, so wird die Allergendosis bei jeder Injektion um das 10-fache erhöht, bis eine Konzentration von 0.01 µg erreicht ist. Danach wird die Steigerung gemäss Schema I, II oder III fortgesetzt.

Schnellhyposensibilisierung, Schema I

Der Patient wird stationär aufgenommen und erhält in Abständen von 2 Stunden bis zu maximal 4 Injektionen pro Tag.

TagKonzentration (µg/ml)Injektionsvolumen (ml)Dosis (µg)
10.10.10.01*
0.10.20.02
0.10.40.04
1.00.080.08
21.00.10.1
1.00.20.2
1.00.40.4
100.080.8
3100.11
100.22
100.44
1000.088**
41000.110**
1000.220**
1000.440**
1000.880**
51001.0100**,***

* Oder eine tiefere Anfangsdosis, falls angezeigt.

** Um Reaktionen zu vermeiden, empfehlen wir, die Dosen 5-100 µg in je 2 Injektionen im Abstand von 30 Minuten zu verabreichen.

*** Erhaltungsdosis wird nach 1, 2, 3 und 4 Wochen wiederholt, dann monatlich mit 100 µg oder der höchsten tolerierten Dosis.

Modifizierte Schnellhyposensibilisierung, Schema II

Der Patient wird während eines Tages unter Intensivüberwachung (Zentrum, Spital) jede 2. Stunde mit insgesamt 4 Injektionen behandelt. Dann einmal pro Woche bis die Erhaltungsdosis erreicht ist.

WocheKonzentration (µg/ml)Injektionsvolumen (ml)Dosis (µg)
10.10.10.01*
1.00.10.1
1.01.01.0
100.33.0
2100.55**
31000.110**
41000.220**
51000.440**
61000.880**
71001.0100**,***

* Oder eine tiefere Anfangsdosis, falls angezeigt.

** Um Reaktionen zu vermeiden, empfehlen wir, die Dosen 5-100 µg in je 2 Injektionen im Abstand von 30 Minuten zu verabreichen.

*** Erhaltungsdosis wird nach 1, 2, 3 und 4 Wochen wiederholt, dann monatlich mit 100 µg oder der höchsten tolerierten Dosis.

Konventionelle Anfangsbehandlung, Schema III

Eine Injektion ein-oder zweimal wöchentlich entsprechend der untenstehenden Tabelle.

WocheKonzentration (µg/ml)Injektionsvolumen (ml)Dosis (µg)
10.10.10.01*
21.00.10.1
3100.11.0
4100.55**
51000.110**
61000.220**
71000.330**
81000.440**
91000.550**
101000.660**
111000.880**
121001.0100**,***

* Oder eine tiefere Anfangsdosis, falls angezeigt.

** Um Reaktionen zu vermeiden, empfehlen wir, die Dosen 5-100 µg in je 2 Injektionen im Abstand von 30 Minuten zu verabreichen.

*** Erhaltungsdosis wird nach 1, 2, 3 und 4 Wochen wiederholt, dann monatlich mit 100 µg oder der höchsten tolerierten Dosis.

Dosisreduktion nach Therapieunterbruch

Wird in Ausnahmefällen bei der konventionellen Anfangsbehandlung ein Intervall von 1 Woche überschritten, so kann die Dosis nicht weiter gesteigert, sondern muss wie folgt angepasst werden:

IntervallDosierung
>1-2 WochenWiederholung der zuletzt verabreichten Dosis
>2-3 WochenReduktion auf 1/2 der zuletzt verabreichten Dosis
>3-4 WochenReduktion auf 1/10 der zuletzt verabreichten Dosis
Mehr als 4 WochenNeubeginn der Therapie (mit der individuellen Anfangsdosis)

Nach einer Dosisreduktion wird weiter bis zur Erhaltungsdosis gesteigert. Die Steigerung erfolgt mit Injektionsintervallen von (3 bis) 7 Tagen gemäss Schema für die konventionelle Anfangsbehandlung (gegebenenfalls mit Zwischenschritten).

Fortsetzungsbehandlung

Die empfohlene Erhaltungsdosis ist 100 µg Insektengift. Die individuelle Höchstdosis des Patienten kann aber geringer sein. Liegt diese deutlich unter der empfohlenen Erhaltungsdosis, ist ein ausreichender therapeutischer Effekt fraglich. Werden bei einem Patienten nach Erreichen der empfohlenen Höchstdosis allergische Reaktionen auf einen Insektenstich beobachtet, kann die Erhaltungsdosis vorsichtig erhöht werden bis zu 200 µg.

Injektionsintervall

In der Fortsetzungsbehandlung mit Pharmalgen-Präparaten ist ein Injektionsintervall von 4 Wochen vorgesehen. Nach Abschluss der Anfangsbehandlung und Erreichen der Erhaltungsdosis sollte das Injektionsintervall jeweils um eine Woche verlängert werden, bis ein 4-Wochen-Intervall erreicht ist (Umstellung auf Alutard SQ-Insektengiftpräparate, siehe unten).

Intervallüberschreitung in der Fortsetzungsbehandlung

Wird in Ausnahmefällen ein Intervall von 4 Wochen überschritten, so muss die Dosis wie folgt reduziert werden:

IntervallDosierung
>4–6 WochenReduktion auf 3/4 der zuletzt verabreichten Dosis
>6–8 WochenReduktion auf 1/2 der zuletzt verabreichten Dosis
>8–10 WochenReduktion auf 1/4 der zuletzt verabreichten Dosis
Mehr als 10 WochenNeubeginn der Therapie (mit der individuellen Anfangsdosis)

Nach einer Dosisreduktion wird wiederum bis zur Erhaltungsdosis gesteigert. Die Steigerung erfolgt mit Injektionsintervallen von (3 bis) 7 Tagen und entspricht dem Schema für die konventionelle Anfangsbehandlung (gegebenenfalls mit Zwischenschritten).

Dosisreduktion beim Auftreten systemischer Reaktionen

Beim Auftreten von schwerwiegenden systemischen Reaktionen nach der Injektion sollte die Behandlung mit Pharmalgen nur nach sorgfältiger Abwägung fortgesetzt werden. Bei einer Fortsetzung der Behandlung sollte in Betracht gezogen werden, die Dosis auf 10% der reaktionsauslösenden Dosis zu reduzieren.

Dosisreduktion wenn Lokalreaktionen an der Injektionsstelle beobachtet werden

Wenn eine Lokalreaktion mit einem Durchmesser von 8 cm oder mehr bei Erwachsenen bzw. 5 cm oder mehr bei Kindern auftritt und länger als 6 Stunden anhält, sollte die Dosis gemäss der folgenden Tabelle reduziert werden.

Maximaler Durchmesser der Schwellung

Weiteres Vorgehen

KinderErwachsene
<5 cm<8 cmDosis kann gemäss Dosierungsschema gesteigert werden
5-7 cm8-12 cmWiederholung der zuletzt verabreichten Dosis
7-12 cm12-20 cmDosisreduktion um 1 Schritt im Dosierungsschema
12-17 cm>20 cmDosisreduktion um 2 Schritte im Dosierungsschema
>17 cmDosisreduktion um 3 Schritte im Dosierungsschema

Gleichzeitige Behandlung einer Bienen- und Wespengiftallergie

Pharmalgen Apis mellifera und Pharmalgen Vesupla spp. dürfen keinesfalls miteinander gemischt werden.

Bei Patienten, die auf Bienen- und Wespengift allergisch sind, sollte die Therapie zunächst nur mit einem Allergen begonnen werden. Nach Erreichen der Erhaltungsdosis kann dann die Initialtherapie mit dem zweiten Allergen erfolgen.

In der Erhaltungstherapie sollte ein Abstand von mindestens 2-3 Tagen zwischen den verschiedenen Insektengift-Injektionen liegen.

Therapieumstellung von Pharmalgen-Präparaten auf das entsprechende Alutard SQ-Insektengiftpräparat

Nach Abschluss einer Anfangsbehandlung mit einem Pharmalgen-Präparat (aber auch zu jedem anderen Zeitpunkt) ist der Übergang auf das entsprechende Alutard SQ-Insektengiftpräparat möglich: Die Konzentration von 100 µg/ml Pharmalgen-Insektengift entspricht 100'000 SQ-U/ml bei den Alutard SQ-Insektengiftpräparaten. Das vorgesehene Injektionsintervall der Pharmalgen-Präparate darf dabei nicht überschritten werden. Weitere Informationen: siehe Fachinformation Alutard SQ-Insektengifte.

Dauer der Anwendung

Die Behandlung mit Pharmalgen-Präparaten sollte ganzjährig über mindestens (3 bis) 5 Jahre erfolgen, bei Vorliegen besonderer Risikofaktoren auch länger. In einzelnen Fällen (z.B. bei Mastozytose-Patienten) kann auch eine lebenslange Therapie erforderlich sein.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Ältere Patienten

Bei älteren Menschen muss auf altersbedingt häufiger auftretende Erkrankungen geachtet werden, die der Behandlung mit Pharmalgen-Präparaten entgegenstehen (siehe «Kontraindikationen»).

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren)

Besondere Vorsicht ist bei der Abwägung des Risiko-Nutzen-Verhältnisses bei Kindern unter 5 Jahren geboten. Zur Wirksamkeit bei Kindern im Alter von ≥5 Jahren sind nur wenige klinische Daten vorhanden, Daten zur Sicherheit zeigen jedoch kein grösseres Risiko als für Erwachsene.

Kontraindikationen

•Überempfindlichkeit gegen einen der sonstigen Bestandteile des Präparats.

•Aktive Tuberkulose.

•Schwere immunpathologische Erkrankungen (z.B. Immunkomplex-Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen) und Immundefektkrankheiten.

•Rheumatische Erkrankungen.

•Schwere chronisch-entzündliche Erkrankungen.

•Tumorerkrankungen.

•Patienten mit unzureichend behandeltem Asthma bronchiale oder Asthma bronchiale, mit einer trotz adäquater medikamentöser Behandlung dauerhaft eingeschränkten Lungenfunktion unter 60% FEV1 vom Sollwert.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Behandlung sollte nur von Ärzten ausgeübt werden, die Erfahrung in der Durchführung einer spezifischen Immuntherapie haben.

Pharmalgen muss subkutan verabreicht werden. Eine intravasale Verabreichung muss vermieden werden (Aspirationskontrolle) wegen des erhöhten Risikos für allergische Reaktionen. Notfallmedikamente zur Behandlung eines anaphylaktischen Schocks müssen stets in Griffnähe sein.

Vor jeder Injektion muss die Art, die Konzentration, das Volumen sowie das Verabreichungsdatum der vorangegangenen Injektion (Dosierungsintervall) überprüft werden.

Nach jeder Injektion muss der Patient für mindestens 30 Minuten unter Beobachtung bleiben.

Der Patient sollte angewiesen werden, Alkohol, stärkere körperliche Anstrengungen, heisses Duschen sowie Saunabesuche am Injektionstag zu vermeiden.

Jegliche allergische Reaktionen nach einer Injektion sollten protokolliert und die Dosierung überprüft werden.

Allergische Reaktionen sollten unverzüglich behandelt werden und der Patient ist anzuweisen, jede verzögert auftretende lokale oder systemische Reaktion dem behandelnden Arzt bei der nächsten Visite mitzuteilen.

Der Patient ist darüber zu informieren, dass er im Falle einer schweren systemischen Spätreaktion einen Arzt oder eine Notfallstation aufzusuchen hat.

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte mindestens 24 Stunden vor einer Injektion unterbrochen werden, da ein erhöhtes Risiko für anaphylaktische Reaktionen aufgrund der Hemmung des Angiotensinmetabolismus besteht.

Die Behandlung mit Betablockern (einschliesslich Augentropfen) reduziert die Wirkung von Adrenalin für die Therapie anaphylaktischer Reaktionen.

Bei Patienten mit einer erhöhten basalen Serumtryptasekonzentration und/oder Mastozytose kann das Risiko systemischer allergischer Reaktionen und deren Schweregrad erhöht sein.

Bei Patienten mit Mastozytose kann die Wirksamkeit im Vergleich zu anderen Insektengiftallergikern geringer sein.

Vorsichtsmassnahmen bei der Behandlung

•Die Lungenfunktion des Patienten soll vor der Behandlung mit Pharmalgen überprüft werden (siehe «Kontraindikationen»).

•Eine Änderung der Pharmalgentoleranz des Patienten kann auftreten, wenn die Medikation anderer antiallergischer Arzneimittel geändert wurde (siehe „Interaktionen”).

•Vor jeder Injektion sind die Durchstechflaschen, insbesondere jene, die schon geöffnet worden sind, auf Trübung und alle anderen Anzeichen einer Kontamination zu prüfen.

•Die Behandlung mit Pharmalgen erfolgt durch subkutane Injektionen. Intravasale Injektionen sind wegen der Gefahr eines anaphylaktischen Schocks streng zu vermeiden.

•Es ist unbedingt erforderlich, den Patienten nach jeder Injektion während mindestens 30 Minuten ärztlich zu überwachen. Beim Auftreten von Symptomen einer Sofortreaktion, wie Urtikaria, Angioödem oder schwerem Asthma innerhalb dieser Zeitspanne soll die Symptom-Behandlung eingeleitet werden.

•Behandlung mit trizyklischen Antidepressiva sowie Monooxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) kann die Wirkung von Adrenalin verstärken. Adrenalin wird zur Behandlung schwerer systemischer Reaktion eingesetzt.

•Patienten mit schwerwiegenden kardiovaskulären Erkrankungen sind während einer Behandlung mit Pharmalgen sorgfältig zu überwachen, da das Risiko einer anaphylaktischen Reaktion besteht.

Situationen, die eine Dosisanpassung oder einen Aufschub der Injektion erfordern

•Wenn der Patient Fieber hat oder andere klinische Anzeichen einer akuten oder chronischen Infektion.

•Wenn die Lungenfunktion des Patienten ≤70% seines Höchstwertes beträgt.

•Beim Auftreten von systemischen Reaktionen (siehe «Dosierung/Anwendung»).

•Beim Auftreten von lokalen Reaktionen (siehe „Dosierung/Anwendung”).

•Bei Überschreitung der vorgesehenen Verabreichungsintervalle (siehe „Dosierung/Anwendung”).

Interaktionen

In sehr seltenen Fällen wurde bei Patienten, die mit ACE-Hemmern therapiert werden, über lebensbedrohliche anaphylaktische Reaktionen auf eine Hyposensibilisierung mit Wespen- oder Bienengift berichtet. Durch einen befristeten Unterbruch der ACE-Hemmer-Therapie (je nach Halbwertszeit des ACE-Hemmers) kann dieses potentielle Risiko vermieden werden. Das Risiko eines Therapieunterbruchs mit ACE-Hemmern sollte sorgfältig gegenüber dem Nutzen einer spezifischen Immuntherapie mit Bienen- oder Wespengift abgewogen werden (siehe «Kontraindikationen»).

Vor und nach einer Impfung sollte – so weit möglich – der Abstand zur Pharmalgen Injektion mindestens 1 Woche betragen, je nach Reaktion auch länger. Die Dosis ist einer eventuell eingetretenen Überschreitung des Injektionsintervalls anzupassen (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Eine gleichzeitige Einnahme von symptomatisch wirksamen Antiallergika (z.B. Antihistaminika, Glukokortikoide, Mastzellstabilisatoren) kann die Toleranzgrenze des Patienten beeinflussen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Therapie

Es gibt keine hinreichende Daten zur Anwendung bei Schwangeren. Es liegen keine hinreichenden tierexperimentellen Studien zur Auswirkung auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Föten und/oder die postnatale Entwicklung vor. Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Während der Schwangerschaft darf das Medikaemnt nicht verabreicht werden, ausser es sei eindeutig erforderlich.

Hauttestung

Während der Schwangerschaft sollte eine Hauttestung nicht durchgeführt werden.

Stillzeit

Es sind keine klinischen Daten zur Anwendung von Pharmalgen während der Stillzeit vorhanden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

In Einzelfällen kann nach der Injektion leichte Müdigkeit auftreten, hierauf haben besonders Autofahrer zu achten, sowie Patienten bei der Arbeit mit Maschinen oder bei Arbeiten ohne sicheren Halt.

Unerwünschte Wirkungen

Üblicherweise handelt es sich bei Reaktionen, die im Zusammenhang mit der Behandlung mit Pharmalgen auftreten, um immunologische Reaktionen (lokale und/oder systemische) auf das entsprechende Allergen. Symptome einer frühen Reaktion treten innerhalb von 30 Minuten nach der Injektion auf. Symptome einer Spätreaktion treten normalerweise innerhalb von 24 Stunden nach der Injektion auf.

Sehr häufig auftretende unerwünschte Wirkungen bei Patienten, die mit Pharmalgen behandelt werden, sind lokale Reaktionen an der Injektionsstelle (42%).

Unerwünschte Wirkungen werden gemäss MedDRA-Konvention nach Häufigkeiten unterteilt: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1'000 bis <1/100), selten (≥1/10'000 bis <1/1'000), sehr selten (<1/10'000). Die Häufigkeiten basieren auf klinischen Immuntherapie-Studien. «Nicht bekannt» bedeutet, dass die Häufigkeit aus den vorhandenen Daten nicht abgeschätzt werden kann und auf Post-Marketing Erfahrungen beruht.

OrganklasseHäufigkeitUnerwünschte Wirkung
ImmunsystemGelegentlichAnaphylaktische Reaktion
SeltenAnaphylaktischer Schock
NervensystemSehr häufigKopfschmerzen (14%)
Nicht bekanntSchwindel, Parästhesie
AugenHäufigKonjunktivitis
Nicht bekanntAugenlidödeme
Ohr und InnenohrNicht bekanntSchwindel
HerzNicht bekanntHerzklopfen, Tachykardie, Zyanose
GefässeHäufigFlush
Nicht bekanntHypotonie, Blässe
AtmungsorganeHäufigKeuchen, Husten, Dyspnoe
Nicht bekanntAsthma, Verstopfung der Nase, allergische Rhinitis, Niesen, Bronchospasmus, Irritation des Rachens, Verengung des Rachens
Gastrointestinale StörungenHäufigDiarrhoe, Erbrechen, Übelkeit, Dyspepsie
Nicht bekanntBauchschmerzen
HautHäufigUrtikaria, Juckreiz, Hautausschlag
Nicht bekanntAngioödem, Hautrötung
MuskelskelettsystemGelegentlichRückenschmerzen
Nicht bekanntGelenkschwellung, Gelenkschmerz
Allgemeine Störungen und Reaktionen an der ApplikationsstelleSehr häufigSchwellung an der Injektionsstelle (42%)
HäufigJuckreiz an der Injektionsstelle, Urtikaria an der Injektionsstelle, Unwohlsein, Müdigkeit
Nicht bekanntPruritus, Brustbeschwerden, Schüttelfrost, Rötungen an der Injektionsstelle, Knoten an der Injektionsstelle, Schmerzen an der Injektionsstelle, Fremdkörpergefühl

Lokale Reaktionen

Lokale Reaktionen treten an der Injektionsstelle auf und beinhalten Schwellung an der Injektionsstelle, Rötung, Schmerzen, Juckreiz, Verfärbung und Hämatome.

Lokale Reaktionen können mit symptomatischen Arzneimitteln wie z.B. Antihistaminika behandelt werden.

Systemische Reaktionen

Systemische Reaktionen sind in der Regel mild bis mässig stark und können mit symptomatischen Arzneimitteln wie z.B. Antihistaminika behandelt werden.

Häufige Sofortreaktionen sind Urtikaria, Müdigkeit, Atemnot, Engegefühl der Brust und Flush. Weitere Sofortreaktionen können sein: Rhinitis, Nasenfluss, Husten, Niesen, Konjunktivitis und Asthma. Diese Reaktionen können auch als Spätreaktionen auftreten. Weitere Spätreaktionen sind: Kopfschmerzen, Juckreiz, allgemeines Unwohlsein.

Quincke-Ödem, Bronchospasmus und Schwellungen der Lippen oder der Zunge treten selten auf.

Sind diese Reaktionen stärkerer und allgemeiner Art, muss der Patient umgehend seinen Arzt oder notfalls dessen Vertretung benachrichtigen. Auf alle Fälle sollte der Patient vor der nächsten Injektion den behandelnden Arzt über nachträglich aufgetretene Reaktionen informieren.

Anaphylaxie

In seltenen Fällen können Patienten klinische Symptome einer anaphylaktischen Reaktion entwickeln. Anaphylaktische Symptome treten innerhalb von einigen Minuten auf, nachdem der Patient der Immuntherapie ausgesetzt war. Anfangssymptome, die auf eine schwerwiegende allergische Reaktion hinweisen, umfassen häufig Flush, intensiver Juckreiz an Handflächen und Fusssohlen und anderen Körperregionen (wie Nesselsucht). Hitzegefühl, allgemeines Unwohlsein und Unruhe/Ängstlichkeit können auftreten.

Symptome eines anaphylaktischen Schocks umfassen: Schwellung der Lippen, des Halses und der Zunge (kann mit oder ohne Atembeschwerden und Bronchospasmus auftreten), Kurzatmigkeit oder bronchiale Obstruktion gefolgt von pulmonalen Ödemen. Symptome des oberen Respirationstraktes können einschliessen: Niesen, Rhinitis und Larynxödem, das zu Veränderungen in der Stimme und zu pfeifendem Atem (Stridor) führen kann. Gastrointestinale Beschwerden können sein: Übelkeit, Bauchschmerzen und -krämpfe, Erbrechen und Durchfall. Diese Symptome können sich zu kardiovaskulären Symptomen einschliesslich Blutdruckabfall, Tachykardie, Arrhythmien, Kammerflattern und in schweren Fällen zu Schock und Herzstillstand entwickeln. Mögliche Reaktionen des Zentralnervensystems schliessen ein: Bewusstseinstrübung, die zu Ohnmacht und zu Komarisiko führen kann.

Ein anaphylaktischer Schock entwickelt sich schnell innerhalb von Minuten nach der Injektion und verlangt nach einer schnellen Behandlung. Eine Therapie gemäss den aktuellen Richtlinien zur Schockbehandlung muss eingeleitet werden.

Bei Auftreten ausgedehnter lokaler Reaktionen und systemischer Reaktionen muss eine Evaluation der Behandlung durchgeführt werden (siehe „Dosierung/Anwendung”).

Behandlung von unerwünschten Wirkungen (Empfehlungen gemäss EAACI Richtlinie zur Immuntherapie 2006)

SymptomeTherapie ErwachseneTherapie Kinder
ausgedehnte Lokalreaktion (>12 cm nach 30 Min.)

Antihistaminikum oral;

Beobachtung über mindestens 60 Min.

Antihistaminikum oral;

Beobachtung über mindestens 60 Min.

Rhinitis

Antihistaminikum oral;

Beobachtung über mindestens 60 Min. und Wiederholung Peak flow.

Antihistaminikum oral;

Beobachtung über mindestens 60 Min. und Wiederholung Peak flow.

Leichte Urtikaria

Antihistaminikum oral oder parenteral;

Beobachtung über mindestens 60 Min.

Antihistaminikum oral oder parenteral;

Beobachtung über mindestens 60 Min.

Asthma

β-2 Agonist inhalativ;

β-2 Agonist i.v./s.c.;

Sauerstoff;

Kortikosteroide (Prednisolon 50 mg oder Methylprednisolon 40 mg i.v.);

Hospitalisierung in Betracht ziehen.

β-2 Agonist inhalativ;

β-2 Agonist i.v./s.c.;

Sauerstoff;

Kortikosteroide (Methylprednisolon 2 mg/kg i.v.);

Theophyllin;

Hospitalisierung in Betracht ziehen.

Systemische ReaktionenAdrenalin (1 mg/ml) 0.3-0.5 mg tief i.m.Adrenalin (1 mg/ml) 0.005 mg/kg tief i.m.

Generalisierte Urtikaria,

Angioödem

i.v. Zugang (0.9% Kochsalzlösung);

Blutdruck und Puls kontrollieren;

Antihistaminikum i.m.;

Kortikosteroide (Prednisolon 50 mg oder Methylprednisolon 40 mg i.v.);

Hospitalisierung in Betracht ziehen.

i.v. Zugang (0.9%

Kochsalzlösung);

Blutdruck und Puls kontrollieren;

Antihistaminikum i.m.;

Kortikosteroide (Methylprednisolon 2 mg/kg i.v.);

Hospitalisierung in Betracht ziehen.

Anaphylaktischer Schock

Adrenalin (1 mg/ml) 0.5-0.8 mg tief i.m. oder (verdünnt 0.1 mg/ml) 0.3-0.5 mg i.v. (langsam in fraktionierten Dosen) kann nach 10-20 Min. wiederholt werden;

i.v. Zugang (0.9% Kochsalzlösung);

Patient in Rückenlage bringen;

Sauerstoff 5-10 l/Min.;

Blutdruck, Puls und Sauerstoffsättigung überprüfen;

Antihistaminikum i.v.;

Methylprednisolon 80 mg i.v.;

Hospitalisierung notwendig aufgrund des Risikos eines verzögerten Schocks.

Adrenalin (1 mg/ml) 0.01 mg/kg (entspricht 0.01 ml/kg) tief i.m. oder wenn nötig (verdünnt 0.1 mg/ml) i.v. (langsam in fraktionierten Dosen);

i.v. Zugang (0.9% Kochsalzlösung);

Patient in Rückenlage bringen;

Sauerstoff;

Blutdruck, Puls und Sauerstoffsättigung überprüfen;

Antihistaminikum i.m.;

Kortikosteroide (Methylprednisolon 2 mg/kg i.v.);

Hospitalisierung notwendig aufgrund des Risikos eines verzögerten Schocks.

Erfahrung bei Kindern

Insgesamt ist das Nebenwirkungsprofil bei Kindern und Jugendlichen, die mit Pharmalgen behandelt werden, mit dem bei Erwachsenen vergleichbar.

Überdosierung

Im Falle einer Überdosierung ist das Risiko von schweren allergischen Reaktionen erhöht. Der Patient sollte engmaschig überwacht werden und jedes Symptom muss angemessen behandelt werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: V01AA

Wirkungsmechanismus

Pricktest und Intrakutantest bewirken eine unmittelbare allergische Reaktion innerhalb von 10-20 Minuten. Diese Reaktion ist charakterisiert durch die Bildung von Quaddeln und Rötung. Quaddeln und Rötung werden durch eine IgE-vermittelte Immunantwort hervorgerufen und werden hauptsächlich durch die Bindung des verabreichten Allergens an spezifische IgE der Mastzellen verursacht. Durch diese Bindung werden die Zellen aktiviert und setzen vasoaktive Mediatoren, z.B. Histamine, Prostaglandine D2 (PGD2) und Leukotriene C4 (LTC4) frei.

Folgende immunologische Veränderungen durch die Therapie (mit ALK-Präparaten) wurden nachgewiesen: Durch die Änderung des Zytokinprofils wird die Wanderung von T-Lymphozyten und eosinophilen Granulozyten zu den Zielorganen eingeschränkt. Das Verhältnis zwischen Th2- und Th1-Zytokinen wird zu Gunsten der Th1-Zytokine verschoben. Des Weiteren steigt die Syntheserate von IL-10, das unter anderem eine Anergie von T-Lymphozyten bewirkt. Auf Grund der geringeren Anzahl rezirkulierender basophiler Granulozyten im peripheren Blut wird ausserdem die Freisetzung von Histamin reduziert.

Pharmakokinetik

Der Hauptanteil der Allergene in Pharmalgen sind Polypeptide und Proteine. Es wird erwartet, dass diese zu kurzen Polypeptiden und Aminosäuren abgebaut werden. Man geht davon aus, dass die Allergene in Pharmalgen nicht in signifikanter Menge ins vaskuläre System absorbiert werden. Es wurden keine pharmakokinetischen Studien an Tieren oder klinische Studien, die das pharmakinetische Profil und den Metabolismus von Pharmalgen untersucht haben, durchgeführt.

Präklinische Daten

Es sind keine für die Anwendung relevanten präparatespezifischen Daten bekannt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Da keine Verträglichkeitsstudien durchgeführt wurden, darf das Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit „EXP” bezeichneten Datum verwendet werden.

Haltbarkeit von Pharmalgen Apis mellifera bzw. Vespula spp. nach Rekonstitution/Verdünnung

Konzentration der rekonstituierten LösungHaltbarkeit nach Auflösung*
100 µg/ml6 Monate
10 µg/ml2 Wochen
1 µg/ml1 Woche
0.1 µg/ml1 Woche
<0.1 µg/ml1 Tag

* höchstens jedoch entsprechend der Haltbarkeit des Lyophilisates bzw. des Lösungsmittels!

Rekonstitiuierte und verdünnte Pharmalgen-Präparate im Kühlschrank (2-8 °C) lagern. Nicht einfrieren. Vor Licht geschützt aufbewahren.

Besondere Lagerungshinweise

Im Kühlschrank (2-8 °C) lagern. Nicht einfrieren.

Den Behälter im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Vorsicht, an der Kühlschrankrückwand können eventuell tiefere Temperaturen auftreten. Gefrorene und wieder aufgetaute Präparate vernichten.

Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Herstellung der Allergen-Lösungen

Zur Sicherstellung der Stabilität liegen die Pharmalgen-Präparate als Lyophilisat vor. Vor Gebrauch muss das Lyophilisat mit 1.2 ml Lösungsmittel (Pharmalgen Albumin Diluent) versetzt und anschliessend vorsichtig gemischt werden, bis es sich vollständig gelöst hat. Es dürfen keine anderen Lösungsmittel zur Rekonstitution verwendet werden.

Werden weitere Verdünnungen benötigt (z.B. Durchführung von Hauttests) wird das rekonstituierte Insektengift mit Pharmalgen Albumin Diluent weiter verdünnt. Dazu werden 0.55 ml der rekonstituierten Lösung in ein neues Lösungsmittel-Fläschchen (enthält 5 ml Pharmalgen Albumin Diluent) überführt. So erhält man eine 1:10 Verdünnung. Weitere Verdünnungen werden auf die gleiche Art hergestellt. Verwenden sie eine graduierte Spritze und beachten Sie die aseptische Technik. Es dürfen keine anderen Lösungsmittel zur Verdünnung verwendet werden.

Achtung! Um Verwechslungen zu vermeiden, sollten die Flaschen vor der Verdünnung gekennzeichnet werden (Mindestangaben: Präparat mit Allergen, Konzentration, Datum der Verdünnung und Verfalldatum).

Zulassungsnummer

60687, 60688, 62806 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

ALK-Abelló AG, Volketswil.

Stand der Information

August 2014

Verwendung dieser Informationen

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