Oxis 6 Turbuhaler 6 Mcg/dosis 60 Dos

Oxis 6 Turbuhaler 6 Mcg/dosis 60 Dos

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Formoteroli fumaras dihydricus.

Hilfsstoffe: Lactosum monohydricum, excipiens ad pulverem.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Inhalation enthält:

Wirkstoff: 6 µg resp. 12 µg Formoteroli fumaras dihydricus (= deklarierte Dosis, entspricht einer abgegebenen Dosis von 4,5 µg resp. 9 µg).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Oxis Turbuhaler ist, zusätzlich zur Erhaltungstherapie mit inhalativen Kortikosteroiden, zur Therapie und Prophylaxe von reversiblen Atemwegsobstruktionen, wie Asthma bronchiale einschliesslich nächtliches und anstrengungsbedingtes Asthma angezeigt, bei denen eine Behandlung mit Kortikosteroiden nicht ausreichend ist.

Oxis Turbuhaler ist ebenfalls indiziert zur Therapie und Prophylaxe von obstruktiven Symptomen bei Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenkrankheit (COPD).

Dosierung/Anwendung

Die Dosierung von Oxis Turbuhaler sollte individuell erfolgen.

Bei Asthma bronchiale sollte die bronchodilatatorische Dauertherapie mit Oxis von einer entzündungshemmenden Basistherapie mit Kortikosteroiden begleitet werden.

Oxis soll bei akuten Asthmaanfällen nicht eingesetzt werden.

Erwachsene und ältere Patienten

Asthma

Behandlung nach Bedarf

Zur Linderung einer akuten Bronchokonstriktion werden 6–12 µg inhaliert.

Erhaltungstherapie

Im Allgemeinen 1 bis 2 mal täglich 6-12 µg. Wenn nötig kann die Dosis bis auf 2 mal täglich 24 µg erhöht werden.

Prophylaxe von anstrengungsbedingter Bronchokonstriktion

Vor einer körperlichen Anstrengung werden 6-12 µg inhaliert. 1 Anwendung reicht für 4-12 Stunden.

Allgemeine Dosierungshinweise zu Asthma bei Erwachsenen

Mehr als 36 μg sollten nicht als Einzeldosis inhaliert werden. Die tägliche Erhaltungsdosis sollte 48 µg nicht überschreiten. Kurzzeitig können maximal 72 μg innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden inhaliert werden. Wenn ein Patient an mehr als 2 Tagen pro Woche Dosen oberhalb seiner normalen Erhaltungsdosis benötigt, ist das ein Zeichen einer suboptimalen Kontrolle der Krankheit. In diesem Falle soll die Behandlung neu überdacht werden.

Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit (COPD)

Behandlung nach Bedarf: 6 oder 12 µg inhalieren.

Erhaltungstherapie: 2 mal täglich 6-12 µg inhalieren.

Die tägliche Erhaltungsdosis sollte bei 24 µg liegen.

Kinder ab 6 Jahren

Behandlung nach Bedarf

Zur Linderung einer akuten Bronchokonstriktion 6-12 µg.

Erhaltungstherapie

Im Allgemeinen 1 bis 2 mal täglich 6-12 µg.

Prophylaxe von anstrengungsbedingtem Asthma

6-12 µg vor einer körperlichen Anstrengung inhalieren.

Allgemeine Dosierungshinweise zu Asthma bei Kindern

Die maximale tägliche Erhaltungsdosis sollte 24 µg nicht überschreiten. Kurzzeitig können maximal 48 µg innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden inhaliert werden. Mehr als 24 µg sollten nicht als Einzeldosis inhaliert werden. Wenn ein Patient an mehr als 2 Tagen pro Woche. Dosen oberhalb seiner normalen Erhaltungsdosis benötigt, ist das ein Zeichen einer suboptimalen Kontrolle der Krankheit. In diesem Falle soll die Behandlung neu überdacht werden.

Spezielle Patientengruppen

Bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion ist keine Dosisanpassung notwendig. Bis jetzt wurden jedoch keine Studien mit diesen Patientengruppen durchgeführt.

Art der Anwendung: siehe Kapitel «Sonstige Hinweise/Hinweise für die Handhabung».

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Formoterol oder inhalierter Laktose. Es ist unwahrscheinlich, dass die sehr kleine Menge von Laktose eine Unverträglichkeit bei laktose-empfindlichen Patienten auslöst.

Tachyarrhythmie, atrioventrikulärer Block III. Grades.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Unter langwirksamen Betaagonisten besteht bei Kindern die Möglichkeit einer Maskierung von Asthmasymptomen und damit die Gefahr einer Unterdosierung der antientzündlichen Behandlung sowie einer Verschleierung von Frühsymptomen bei Asthmaexazerbationen. In einer Studie mit Kindern, die eine antiinflammatorische Grundbehandlung erhielten, waren unter Formoterol schwere Asthma-exazerbationen, welche zu Hospitalisierungen führten, häufiger als unter Salbutamol nach Bedarf.

Oxis soll bei akuten Asthma-Anfällen nicht eingesetzt werden.

Antiinflammatorische Behandlung

Allgemein sollten Asthma-Patienten, die eine regelmässige Behandlung mit β2-Agonisten benötigen, eine antiinflammatorische Begleit- resp. Basis-Therapie erhalten. Patienten, die bereits eine solche Therapie (inhalative oder orale Kortikosteroide) erhalten, sollten diese bei Aufnahme der Behandlung mit Oxis Turbuhaler unverändert weiterführen, selbst wenn sich die Symptome bessern. Wenn die Symptome weiter anhalten oder wenn die zur Unterdrückung der Symptome erforderliche Dosis von Oxis Turbuhaler ansteigt, ist das gewöhnlich ein Anzeichen für eine Verschlechterung der Grundkrankheit und erfordert eine Neufestlegung der Therapie.

Obwohl Oxis Turbuhaler als Zusatztherapie eingebracht werden kann, sobald mit inhalativen Kortikosteroiden keine ausreichende Kontrolle der Asthmasymptome erzielt werden kann, sollte die Einstellung der Patienten auf Oxis Turbuhaler nicht während einer schweren Asthma-Exazerbation erfolgen. Die Patienten sollten aufgefordert werden, die Behandlung fortzusetzen, jedoch medizinischen Rat einzuholen, falls nach Einstellung auf Oxis Turbuhaler die Asthmasymptome unkontrolliert bleiben oder sich verschlimmern.

Sobald die Asthma-Symptome unter Kontrolle sind, kann eine stufenweise Verringerung der Oxis Turbuhaler-Dosis in Betracht gezogen werden. Es ist wichtig, die Patienten während der Dosisverringerung regelmässig zu überprüfen. Die niedrigste wirksame Dosis von Oxis Turbuhaler sollte angewendet werden.

Die Daten einer grossen Placebo-kontrollierten amerikanischen Studie, die die Sicherheit von Salmeterol, einem andern langwirksamen beta2-Agonisten, oder Placebo zusätzlich zur üblichen Therapie untersuchte, zeigte, dass bei den mit Salmeterol behandelten Patienten eine höhere Rate an Asthma-bedingten Todesfällen beobachtet wurde als bei Patienten unter Placebo (13/13176 [0.10%] gegenüber 3/13179 [0.02%]). Es liegen jedoch keine Studien zur Bestimmung der Häufigkeit von Asthma-bedingten Todesfällen bei Patienten vor, die mit Formoterol, dem Wirkstoff von Oxis behandelt wurden. Es ist jedoch möglich, dass das erhöhte Risiko eines Asthma-bedingten Todesfalles, welches bei der Behandlung mit Salmeterol beobachtet wurde, einen Klasseneffekt der langwirksamen beta2-Agonisten inklusive Formoterol darstellt.

Es ist speziell bei Kindern sehr wichtig, dass sie vor Beginn einer Dauertherapie mit Oxis Turbuhaler eine angemessene Dosis von inhalativen Kortikosteroiden erhalten. Die Steroiddosis soll bei Behandlungsbeginn mit Oxis Turbuhaler nicht reduziert werden, und spätere Steroid-Dosisreduktionen sollten nur mit Vorsicht vorgenommen werden.

Wie bei allen β2-Agonisten ist bei Patienten mit folgenden Krankheiten eine besondere Überwachung erforderlich (siehe auch Kontraindikationen):

  • schwere kardiovaskuläre Störungen wie ischämische Herzkrankheit, Tachyarrhythmien oder schwere Herzinsuffizienz.
  • Hyperthyreose
  • Myokardinfarkt

Patienten mit einem verlängerten QTc-Intervall sollen sorgfältig beobachtet werden.

Wegen der hyperglykämischen Wirkung von β2-Agonisten wird empfohlen, zu Beginn der Behandlung mit Oxis bei diabetischen Patienten zusätzliche Blutzuckerkontrollen durchzuführen.

Die Behandlung mit einem β2-Agonisten kann zu einer möglicherweise schweren Hypokaliämie führen. Bei schwerem Asthma ist besondere Vorsicht angezeigt, da diese Wirkung durch Hypoxie und gleichzeitige andere Behandlungen verstärkt werden kann (siehe unter «Interaktionen»). Unter solchen Umständen wird empfohlen, den Serumkaliumspiegel zu überwachen.

Es ist nicht bekannt, ob eine verminderte Leber- oder Nierenfunktion zu Veränderungen in der Pharmakokinetik von Formoterol führen. Da Formoterol hauptsächlich durch Metabolisierung eliminiert wird, kann eine erhöhte Exposition bei Patienten mit einer schweren Leberzirrhose erwartet werden.

Eine Akkumulation bei Leberinsuffizienz ist möglich. Diese Patienten sollten engmaschig überwacht werden.

Oxis enthält ca. 0.9 mg Laktose pro Dosis. Normalerweise führt diese Menge bei Patienten mit Laktoseintoleranz zu keinen Problemen.

Wie auch bei anderen Inhalationsbehandlungen sollte daran gedacht werden, dass paradoxe Bronchospasmen auftreten können. In diesem Falle ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und auf eine andere Behandlung überzugehen.

Betablocker (einschliesslich Augentropfen), vor allem nicht-selektive, können die Wirkung von Oxis abschwächen oder sogar eine antagonistische Wirkung haben (siehe Kapitel «Interaktionen»).

Interaktionen

Spezifische Interaktionsstudien mit Oxis wurden nicht durchgeführt.

Es besteht theoretisch das Risiko, dass Arzneimittel, die bekannterweise das QTc-Intervall verlängern können, zu einer pharmakodynamischen Interaktion mit Formoterol führen und das mögliche Risiko von ventrikulären Arrhythmien erhöhen können. Beispiele solcher Arzneimittel sind bestimmte Antihistaminika (z.B. Terfenadin, Astemizol, Mizolastin), gewisse Antiarrhythmika (z.B. Chinidin, Disopyramid, Procainamid, Phenothiazine, Erythromycin und trizyklische Antidepressiva.

Die zusätzliche Verabreichung sympathikomimetischer Substanzen kann unerwünschte kardiovaskuläre Wirkungen verstärken.

Wird Oxis Patienten verabreicht, die unter Behandlung mit MAO-Hemmern oder trizyklischen Antidepressiva stehen, dann sollte dies mit Vorsicht geschehen, da die Wirkung von β2-Stimulatoren auf das kardiovaskuläre System verstärkt werden kann.

Die gleichzeitige Verabreichung von L-Dopa, L-Thyroxin und Oxytocin kann die kardiale Toleranz gegenüber β2-Sympathomimetika negativ beeinflussen.

Betablocker (einschliesslich Augentropfen), vor allem nicht-selektive, können die Wirkung von Oxis abschwächen oder sogar eine antagonistische Wirkung haben.

Die gleichzeitige Behandlung mit Xanthinderivaten, Mineralkortiko-Steroiden oder Diuretika (wie z.B. Thiazide oder Schleifendiuretica) kann die hypokaliämische Wirkung von β2-Agonisten verstärken (siehe unter «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Schwangerschaft/Stillzeit

Klinische Erfahrungen bei Schwangeren sind begrenzt. In Studien an Tieren wurden unter Formoterol eine verminderte Zahl von Implantationen, eine herabgesetzte postnatale Überlebensrate sowie ein verringertes Geburtsgewicht beobachtet. Diese Wirkungen traten erst bei Dosen auf, die wesentlich über der bei der klinischen Anwendung von Oxis Turbuhaler erreichten Exposition lagen. Eine Behandlung mit Oxis Turbuhaler kann in jedem Stadium der Schwangerschaft in Betracht gezogen werden, sofern dies zur Asthmakontrolle unerlässlich ist. Bei der Anwendung während einer Schwangerschaft ist jedoch Vorsicht geboten.

Formoterol wurde in kleinen Mengen in der Milch von Ratten nachgewiesen. Es ist aber nicht bekannt, ob der Wirkstoff beim Menschen in die Muttermilch übertritt, weshalb Oxis in der Stillzeit nur angewendet werden soll, wenn dies eindeutig erforderlich ist.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Wenn unerwünschte Wirkungen wie Tremor oder Agitiertheit auftreten, kann dadurch die Fähigkeit des Patienten, ein Fahrzeug zu lenken oder Maschinen zu bedienen, eingeschränkt werden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu Beginn der Behandlung können die pharmakologisch voraussagbaren Nebenwirkungen wie Tremor und Palpitationen auftreten, die jedoch während des Behandlungsverlaufs meistens wieder abklingen. Wie auch bei anderen Inhalationsbehandlungen sollte daran gedacht werden, dass in sehr seltenen Fällen paradoxe Bronchospasmen auftreten können (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Immunsystem

Selten: Hypersensibilitätsreaktionen, wie z.B. Exanthem, Urtikaria, Pruritis, Bronchospasmen.

Stoffwechsel

Selten: Hypokaliämie.

Sehr selten: Hyperglykämie.

Behandlungen mit β2-Sympathomimetika können erhöhte Blutspiegel von Insulin, freien Fettsäuren, Glycerin und Ketonkörpern verursachen.

Psychiatrische Störungen

Gelegentlich: Agitiertheit, Unruhe, Schlafstörungen.

Störungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen, Tremor.

Sehr selten: Geschmacksstörungen, Schwindel.

Funktionsstörungen des Herzens

Häufig: Palpitationen.

Gelegentlich: Tachykardie.

Selten: Arrhythmien, z.B. Vorhofflimmern, supra-ventrikuläre Tachykardie und Extrasystolen.

Sehr selten: Angina pectoris.

Funktionsstörungen der Gefässe

Sehr selten: Blutdruckinstabilität.

Atemwege

Selten: Oropharyngeale Irritationen.

Gastrointestinale Störungen

Selten: Übelkeit.

Muskelskelettsystem

Gelegentlich: Muskelkrämpfe.

Überdosierung

Es liegt nur beschränkte klinische Erfahrung in der Behandlung von Überdosierungen vor. Eine Überdosierung mit Oxis ruft Wirkungen hervor, die charakteristisch für die adrenergen β2-Stimulatoren sind: Tremor, Kopfschmerzen und Palpitationen. Von isolierten Fällen wurde über Tachykardie, Hyperglykämie, Hypokaliämie, verlängertes QTc-Intervall, Arrhythmien, Übelkeit und Erbrechen berichtet. Mit andern β2-Agonisten wurden auch Hypotonie und metabolische Azidose beobachtet.

Im Falle einer Überdosierung von Oxis ist eine unterstützende und symptomatische Behandlung angezeigt.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: R03AC13

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Formoterol, welches als Razemat vorliegt, ist ein wirksamer selektiv wirkender β2-adrenerger Stimulator, welcher entspannend auf die glatte Bronchialmuskulatur wirkt. Er hat eine bronchodilatatorische Wirkung bei Patienten mit reversibler Atemwegsobstruktion. Die Wirkung tritt rasch ein (innerhalb von 1-3 Minuten nach Inhalation) und ist 12 Stunden nach einer einmaligen Inhalation noch vorhanden. Der Turbuhaler ist ein Mehrdosen-Pulverinhalator, bei welchem die geladene Dosis durch den Inspirationsfluss des Patienten (einatmen durch das Mundstück) in die Luftwege gelangt.

Pharmakokinetik

Absorption

Inhaliertes Formoterol wird schnell resorbiert und die Plasma-Peak-Konzentration wird ca. 15 Minuten nach der Inhalation erreicht.

Studien haben gezeigt, dass die durchschnittliche Lungendeposition der abgegebenen Dosis von Formoterol nach der Inhalation mit dem Turbuhaler ca. 21-37% beträgt. Die totale systemische Bioverfügbarkeit nach Inhalation beläuft sich auf ca. 46%.

Distribution und Metabolismus

Die Plasmaproteinbindung ist ungefähr 50%. Formoterol wird durch direkte Glucuronisierung und O-Demethylierung metabolisiert.

Elimination

Die Elimination erfolgt hauptsächlich in metabolisierter Form. 6-10% der abgegebenen Dosis von Formoterol werden unverändert renal ausgeschieden; ca. 20% einer intravenös verabreichten Dosis werden unverändert via Urin eliminiert. Die terminale Halbwertszeit nach Inhalation wird auf 8 Stunden geschätzt.

Präklinische Daten

Bei hohen systemischen Dosen von Formoterol wurde bei männlichen Ratten eine leicht verringerte Fertilität beobachtet.

In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen mit Formoterol zeigten keine genotoxischen Wirkungen. Es wurde lediglich eine leichte Zunahme der Häufigkeit von gutartigen Leiomyomen des Uterus bei Ratten und Mäusen beobachtet. Diese Wirkung wird als Klasseneffekt angesehen, der bei Nagern nach lang dauernder Verabreichung von Beta-2-Agonisten in hohen Dosen auftritt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Keine bekannt.

Hinweise

Arzneimittel sind ausser Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Oxis Turbuhaler enthält Lactosemonohydrat, welches Restmengen von Milchprotein enthalten kann.

Haltbarkeit

Oxis Turbuhaler nicht über 30 °C aufbewahren und immer mit der Schutzkappe verschliessen.

Er darf nur bis zu dem auf der Packung unter «EXP» aufgedruckten Verfalldatum verwendet werden.

Hinweise für die Handhabung

Es ist wichtig, den Patienten/die Patientin in der Handhabung zu instruieren, und dass er/sie:

  • die Anwendunghinweise in der Patienteninformation sorgfältig liest
  • kräftig und tief durch das Mundstück einatmet, damit genügend Wirkstoff zur Lunge gelangt
  • nie durch das Mundstück ausatmet
  • nach dem Gebrauch die Schutzkappe wieder aufschraubt.

Vorbereitung des neuen Turbuhalers vor der ersten Inhalation

  1. Schutzkappe abschrauben.
  2. Das Inhalationsgerät aufrecht halten, mit dem Dosierrad nach unten. Das Mundstück nicht festhalten.
  3. Das türkisfarbene Dosierrad zweimal bis zum Anschlag und wieder zurück in die Ausgangsposition drehen. Dabei ist ein «Klick» zu hören. Es ist egal, in welche Richtung zuerst gedreht wird. Das Gerät ist nun zur Inhalation bereit.

Anwendung des Turbuhalers

  1. Schutzkappe abschrauben
  2. Das Inhalationsgerät aufrecht halten, mit dem Dosierrad nach unten. Das Mundstück nicht festhalten.
  3. Zum Laden einer Dosis das türkisfarbene Dosierrad bis zum Anschlag und wieder zurück in die Ausgangsposition drehen. Dabei ist ein «Klick» zu hören. Es ist egal, in welche Richtung zuerst gedreht wird.
  4. In die Luft ausatmen, nicht in den Turbuhaler.
  5. Dann das Mundstück sanft mit den Zähnen und den Lippen umschliessen und tief und kräftig einatmen. Das Mundstück darf weder gekaut noch darf darauf gebissen werden.
  6. Das Gerät vom Mund absetzen und den Atem einige Sekunden anhalten. Langsam ausatmen. Nicht durch das Mundstück ausatmen.
  7. Schutzkappe wieder fest aufschrauben.

Wird mehr als eine Inhalation pro Anwendung benötigt, müssen die Schritte 2/3/4/5/6 entsprechend wiederholt werden.

Wichtige Hinweise

Nie durch das Mundstück ausatmen und die Schutzkappe nach jeder Anwendung wieder gut schliessen. Es ist möglich, dass der Patient bei der Inhalation den Wirkstoff weder spürt noch einen Geschmack wahrnimmt, da nur sehr wenig Wirkstoff freigesetzt wird. Kinder dürfen nur unter Aufsicht von Erwachsenen mit Oxis Turbuhaler behandelt werden. Turbuhaler nicht verwenden, falls er beschädigt ist oder sich das Mundstück gelöst hat.

Regelmässige Pflege des Mundstücks

Das Mundstück sollte wöchentlich mit einem trockenen Tuch aussen abgerieben werden. Zur Reinigung des Mundstückes darf nie Wasser verwendet werden.

Wann ist der Oxis Turbuhaler aufgebraucht?

Die Dosisanzeige zeigt an, wieviele Dosen noch im Turbuhaler sind, bei 60 beginnend. Die Dosisanzeige wird in Intervallen von 10 Dosen angezeigt. Wenn eine rote Markierung im Fenster erscheint, sind noch rund 20 Dosen übrig. Bei den letzten 10 Dosen wird der Hintergrund des Fensters ganz rot. Wenn die «0» auf dem roten Hintergrund die Mitte des Fensters erreicht hat, muss ein neuer Turbuhaler verwendet werden.

Das Geräusch, das beim Schütteln des Inhaliergerätes auftritt, wird durch das Trocknungsmittel verursacht. Es ist auch dann noch zu hören, wenn das Gerät nicht mehr genügend oder keinen Wirkstoff mehr enthält.

Zulassungsnummer

53997 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

AstraZeneca AG, 6301 Zug.

Stand der Information

November 2015.

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