Trilagavit Filmtabl Blist 15 Stk

Trilagavit Filmtabl Blist 15 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Thiamini nitras (Vit. B1), Pyridoxini hydrochloridum (Vit. B6), Cyanocobalaminum (Vit. B12).

Hilfsstoffe

Excipiens pro compresso obducto.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Filmtablette

Vitamine B1: 200 mg.

Vitamine B6: 100 mg.

Vitamine B12: 1 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Als Adjuvans in der Neuritis-Behandlung bei alhoholischer, diabetischer oder toxischer Polyneuritis, bei Neuralgien unterschiedlicher Genese (Ischias, lumbale und zervikale Schmerzen, Zervikobrachialgien), bei Herpes zoster und anderen degenerativen entzündlichen Prozessen peripherer Nerven.

Die Tabletten nur bei leichteren Fällen benützen.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene

Die übliche Dosierung beträgt 1 Tablette täglich, unzerkaut, mit Flüssigkeit, während oder nach dem Essen schlucken.

Kinder/Jugendliche

Die Anwendung und die Sicherheit der Trilagavit-Verwendung beim Kind und Jugendlichen sind weder untersucht noch bis heute getestet worden. Deshalb konnte das Nutzen/Risiko-Verhältnis nicht in dieser Patientengruppe bewiesen werden.

Kontraindikationen

Trilagavit ist kontraindiziert bei Patienten, die überempfindlich sind gegen die Vitamine B1, B6 oder B12 oder gegen einen anderen Inhaltsstoff des Präparates und bei Patienten mit Psoriasis (B12).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Da Vitamin B6 die Wirkung von L-Dopa abschwächt, soll Patienten, die unter einer solchen Therapie stehen, kein Trilagavit verabreicht werden.

Bei Langzeit-Behandlung (während mehr als 5 Monaten), kann es zu peripheren sensorischen Neuropathien kommen, die verbunden sind mit einer hohen Gabe (500 mg/Tag) von Vitamin B6.

Interaktionen

Da Vitamin B6 die Wirkung von L-Dopa abschwächt, soll Patienten, die unter einer solchen Therapie stehen, kein Trilagavit verabreicht werden.

Thiosemicarbazon und 5-Fluorouracil heben als Antagonisten von Thiamin die Wirkung von Vitamin B1 auf.

Ascorbinsäure zersetzt Cyanocobalamin in vitro. Die beiden Arzneimittel sollten daher nicht gleichzeitig gegeben werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine kontrollierte Studien bei Tieren oder bei Schwangeren vor. Unter diesen Umständen sollte das Arzneimittel nicht verabreicht werden, es sei denn es ist klar notwendig.

Stillzeit

Trilagavit-Wirkstoffe gehen in die Muttermilch über. Trilagavit sollte deshalb während der Stillzeit nicht verabreicht werden, es sei denn es ist klar notwendig.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Kein Einfluss bekannt.

Unerwünschte Wirkungen

Vitamin B12 kann Akne verschlimmern.

Unter der Behandlung mit Trilagavit kann es zu peripheren sensorischen Neuropathien kommen, die verbunden sind mit einer hohen Gabe (500 mg/Tag) von Vitamin B6 während mehr als 5 Monaten.

Überdosierung

Eine Überdosierung von Trilagavit kann periphere sensorische Neuropathien bewirken (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A11DB

Wirkungsmechanismus und Pharmakodynamik

Die drei Vitamine in Trilagavit, B1, B6 B12, sind wesentlich für die normale Funktion der Zellen und speziell für die Nervenzellen.

Vitamine B1 greift in den Kohlenhydratstoffwechsel ein. Ein Mangel an Vitamin B1 und B6 (Pyridoxin) zeichnet sich durch metabolische Störungen, aus wie sie in der Neurologie und Kardiologie angetroffen werden.

Vitamine B12 (Cyanocobalamin) ist notwendig für die Integrität des hämatopoietischen Systems. Sein Fehlen manifestiert sich in einer megaloblastären Anämie und häufig in neuropathologischen Störungen.

Trilagavit begünstigt auch den Abbau von toxischen Metaboliten.

Pharmakokinetik

Absorption

Orale Einnahme

Die Resorption von Vitamin B1 erfolgt im Gastrointestinaltrakt durch Na+-abhängigen aktiven Transport, bei höheren Konzentrationen auch durch passive Diffusion.

Vitamin B6 wird aus dem Gastrointestinaltrakt nach Hydrolyse seiner phosphorylierten Derivate resorbiert.

Die Resorption von Vitamin B12 ist abhängig von der Präsenz des Intrinsic-Factors in der Magenschleimhaut.

Distribution

Vitamin B1 diffundiert rasch in die organischen Gewebe und Flüssigkeiten, ohne dass eine signifikante Ablagerung in einem bestimmten Organ stattfindet.

Vitamin B1 geht in den Foetus über und wird in die Muttermilch ausgeschieden.

Pyridoxin bindet sich praktisch nicht an Plasmaproteine. Pyridoxalphosphat jedoch macht mindestens 60% des zirkulierenden Vitamin B6 aus.

Vitamin B6 geht in den Foetus über und wird in die Muttermilch ausgeschieden.

Vitamin B12 wird an die Plasmaproteine gebunden. Transcobalamin II ist auf Gewebeebene verantwortlich für dessen Transport. Vitamin B12 wird in der Leber gespeichert und geht in den enteropatischen Kreislauf ein. Vitamin B12 wird aktiv in den Foetus transportiert und wird in die Muttermilch ausgeschieden.

Metabolismus

Bei einer täglichen Einnahme von ca. 1 mg Vitamin B1 (ungefährer normaler Tagesbedarf) wird dieses im Gewebe vollständig metabolisiert. Wenn die Einnahme den Tagesbedarf überschreitet, wird Vitamin B1 zuerst im Gewebe abgelagert.

Durch Wirkung der hepatischen Aldehydoxidase wird das freie Pyridoxal in 4-Pyridoxinsäure übergeführt.

Vitamin B12 unterliegt keiner Metabolisierung.

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit von Vitamin B1 beträgt ca. 0,35 Stunden.

Bei einer täglichen Einnahme von ca. 1 mg wird wenig oder kein Vitamin B1 im Urin ausgeschieden.

Überflüssiges Vitamin B1 wird als unverändertes Thiamin und Pyrimidin, welches aus dem Abbau von Thiamin entsteht, im Urin ausgeschieden. Vitamin B1 wird umso mehr unverändert ausgeschieden, je höher der Überschuss im Körper ist.

Vitamin B6 wird hauptsächlich im Urin als 4-Pyridoxinsäure ausgeschieden.

Vitamin B12 wird biliär, zum Teil auch renal ausgeschieden. Überschüssiges Vitamin B12 wird im Urin ausgeschieden, grösstenteils in den ersten 8 Stunden nach Einnahme.

Präklinische Daten

Es sind keine für die Anwendung relevanten präklinischen Daten vorhanden.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Keine bekannt.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Keine bekannt.

Besondere Lagerungshinweise

Die Tabletten bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern. In der Originalverpackung aufbewahren und vor Licht und Feuchtigkeit schützen.

Zulassungsnummer

35157 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Lagap SA, 6943 Vezia.

Stand der Information

Juni 2007.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.