Subcuvia Inj Loes 1600 Mg/10ml Durchstf 10 Ml

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Immunglobulin vom Menschen (SC/IMIg) 160 mg/ml. Protein mit ≥95% Immunglobulin.

Verteilung der IgG-Subklassen: IgG1 45 – 75%; IgG2 20 – 45%; IgG3 3 – 10%; IgG4 2 – 8%. IgA-Gehalt: ≤4.8 mg/ml.

Hilfsstoffe: Glycin, Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Injektionslösung

Eine 5 ml Durchstechflasche enthält 800 mg humanes Protein (mit einem Immunglobulingehalt von mindestens 95%).

Eine 10 ml Durchstechflasche enthält 1600 mg humanes Protein (mit einem Immunglobulingehalt von mindestens 95%).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Substitutionstherapie bei primären Immunmangeldefekten wie:

-kongenitale Agammaglobulinämie und Hypogammaglobulinämie

-allgemeine, variable Immunmangelkrankheiten

-schwere, kombinierte Immunmangelkrankheiten

-Mangel der IgG-Subklasse mit rezidivierenden Infektionen.

Substitutionstherapie bei Myelomen oder chronisch lymphatischer Leukämie (CLL) mit schwerer sekundärer Hypogammaglobulinämie und rezidivierenden Infektionen.

Subcuvia kann allen Altersgruppen einschliesslich Kindern unter 12 Jahren verabreicht werden

Dosierung/Anwendung

Die Behandlung sollte durch einen in der Behandlung von Immunmangelkrankheiten erfahrenen Arzt begonnen und überwacht werden.

Dosierung

Die Dosierung und das Dosierungsschema sind von der Indikation abhängig.

Substitutionstherapie

Das Arzneimittel sollte subkutan verabreicht werden.Bei einer Substitutionstherapie kann eine individuelle Dosierung für jeden Patienten in Abhängigkeit von der pharmakokinetischen und klinischen Reaktion notwendig sein.

Die folgenden Dosierungen gelten als Empfehlung:

Die Dosierung sollte so eingestellt werden, dass ein IgG-Talspiegel (gemessen vor der nächsten Infusion) von mindestens 5 – 6 g/L aufrechterhalten werden kann, mit dem Ziel, innerhalb des Referenzintervalls für Serum IgG für die entsprechende Altersgruppe zu sein.

Eine Initialdosis («Loading Dose») von mindestens 0.2 – 0.5 g/kg Körpergewicht (KG) kann erforderlich sein. Diese sollte im Laufe einer Woche an verschiedenen Tagen als maximale Tagesdosis von 0.1 – 0.15 g/kg KG gegeben werden. Nachdem ein Gleichgewicht des IgG-Plasmaspiegels erreicht wurde, werden wiederholte Erhaltungsdosen (ungefähr ein Mal pro Woche) verabreicht, um eine kumulative Gesamtmonatsdosis von ca. 0.4 – 0.8 g/kg zu erreichen. Es kann erforderlich sein, jede Einzeldosis an verschiedenen anatomischen Injektionsstellen zu verabreichen. Um die Dosierung und das Dosierungsintervall herauszufinden sollten die IgG-Talspiegel (gemessen vor der nächsten Injektion) bestimmt werden.Der Talspiegel sollte gemessen und im Zusammenhang mit der Infektionsinzidenz beurteilt werden. Es kann erforderlich sein, die Dosierung zu erhöhen und höhere Talspiegel anzustreben, um die Infektionsrate zu reduzieren.

Subcuvia kann ausnahmsweise auch als intramuskuläre Injektion verabreicht werden. In diesem Fall soll die Gesamtmonatsdosis in wöchentliche oder 2xwöchentliche Dosen aufgeteilt werden, um das Injektionsvolumen gering zu halten. Um die Beschwerden für den Patienten weiter zu verringern, kann jede Einzeldosis an verschiedenen Injektionsstellen verabreicht werden.

Pädiatrie

Die Dosierung bei Kindern und Jugendlichen (0-18 Jahre) ist nicht anders als diejenige von Erwachsenen für jede Indikation. Sie wird durch das Körpergewicht bestimmt und dem klinischen Ergebnis bei Substitutionstherapien angepasst.

Anwendung

Subcuvia sollte subkutan verabreicht werden. In Ausnahmefällen, wenn eine subkutane Verabreichung nicht möglich ist, kann Subcuvia auch als intramuskuläre Injektion verabreicht werden.

Die subkutane Infusion zur Heimbehandlung sollte durch einen in der Anleitung von Patienten zur Heimbehandlung erfahrenen Arzt begonnen und überwacht werden. Während der Einschulung müssen dem Patienten die Anwendung der Infusionspumpe, die Infusionstechnik, das Führen von Behandlungstagebüchern und die im Fall von schweren Nebenwirkungen erforderlichen Massnahmen erklärt werden.

Subcuvia kann an Infusionsstellen wie Abdomen, Oberschenkel, Oberarm und Hüfte verabreicht werden.

Es wird empfohlen mit einer initialen Infusionsgeschwindigkeit von 10 ml/Std./Pumpe zu beginnen.

Falls gut verträglich (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“ ) kann die Infusionsgeschwindigkeit kann mit jeder folgenden Infusion um 1 ml/Std./Pumpe gesteigert werden. Die empfohlene Maximalgeschwindigkeit beträgt 20 ml/Std/Pumpe. Es kann mehr als 1 Pumpe gleichzeitig verwendet werden. Die Infusionsstelle sollte alle 5 – 15 ml gewechselt werden. Bei Erwachsenen können Dosen von mehr als 30 ml nach Präferenzen des Patienten aufgeteilt werden. Es gibt keine Begrenzung für die Anzahl von Infusionsstellen.

Die intramuskuläre Injektion muss durch einen Arzt oder eine Krankenschwester erfolgen.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeitsreaktionen gegen einen der Inhaltsstoffe.

Subcuvia darf nicht intravaskulär verabreicht werden.

Bei schwerer Thrombozytopenie bzw. anderen Gerinnungsstörungen darf Subcuvia nicht intramuskulär verabreicht werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Wenn Subcuvia versehentlich in ein Blutgefäss verabreicht wird, kann der Patient einen Schock entwickeln. Die unter „Dosierung / Anwendung“ empfohlene Infusionsgeschwindigkeit muss genau befolgt werden. Die Patienten sind während der Infusionsdauer genau zu überwachen und hinsichtlich des Auftretens von jeglichen Symptomen sorgfältig zu beobachten.

Patienten unter Heimselbstbehandlung und/oder deren Pflegepersonal müssen im Erkennen von frühen Anzeichen selten auftretender hypotensiver Reaktionen geschult sein. Beim Verdacht auf allergische oder anaphylaktoide Reaktionen muss die Injektion sofort abgebrochen werden. Bei schweren anaphylaktoiden Reaktionen müssen medizinische Standardmassnahmen angewendet werden und der Patient oder das Pflegepersonal sollen unverzüglich den Arzt konsultieren.

Bestimmte unerwünschte Reaktionen können bei Patienten, die erstmals Immunglobulin vom Menschen erhalten, häufiger vorkommen. In seltenen Fällen können solche Reaktionen auch bei einem Wechsel des Immunglobulinpräparates oder nach einer Behandlungspause von mehr als 8 Wochen auftreten.

Mögliche Komplikationen können oft vermieden werden, indem:

•den Patienten das Präparat bei der ersten Injektion langsamer als die empfohlene Rate substituiert wird (siehe „Dosierung / Anwendung“)

•Patienten während der gesamten Dauer der Applikationszeit sorgfältig auf Symptome hin überwacht werden. Insbesondere solche Patienten, die erstmals Immunglobulin vom Menschen erhalten, oder die von einem anderen Immunglobulin umgestellt werden, oder die eine längere Behandlungspause hatten, sollten während der ersten Infusion und eine Stunde danach überwacht werden, um mögliche Nebenwirkungen festzustellen. Alle anderen Patienten sind für mindestens 20 Minuten nach der Verabreichung zu beobachten.

Bei Verdacht auf eine unerwünschte Wirkung muss die Infusionsrate reduziert oder gestoppt werden.

Die erforderliche Behandlung hängt von der Art und Schwere der Nebenwirkungen ab. Bei einem Schock sind die aktuellen Standardmassnahmen für eine Schockbehandlung durchzuführen.

Überempfindlichkeit

Echte Überempfindlichkeitsreaktionen sind selten. Sie können in Patienten mit anti-IgA-Antikörpern auftreten. Diese sollten mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Bei Patienten mit anti-IgA-Antikörpern, bei denen die Behandlung mit subkutanen IgG Präparaten die einzige Option bleibt, sollte die Behandlung mit Subcuvia medizinisch engmaschig überwacht werden.

Selten kann Immunglobulin vom Menschen einen Abfall des Blutdrucks mit einer anaphylaktischen Reaktion hervorrufen, sogar bei Patienten, die die Behandlung mit normalem Immunglobulin vom Menschen bisher gut vertragen haben.

Bei Verdacht auf allergische oder anaphylaktische Reaktionen muss die Infusion sofortgestoppt werden.

Thromboembolie

Arterielle und venöse thromboembolische Ereignisse, einschliesslich Myokardinfarkt, Schlaganfall, tiefe Venenthrombose und Lungenembolie wurden mit der Verwendung von Immunglobulinen in Verbindung gebracht. Patienten sollten vor der Verabreichung von Immunglobulinen ausreichend hydriert werden. Vorsicht ist geboten bei Patienten mit vorbestehenden Risikofaktoren für thrombotische Ereignisse (wie fortgeschrittenes Alter, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und einer Anamnese mit vaskulärer Erkrankung oder thrombotischen Ereignissen, bei Patienten mit erworbener oder angeborener Thromboseneigung, bei Patienten mit längeren Phasen einer Immobilität, bei Patienten mit schwerer Hypovolämie und bei Patienten mit Krankheiten, welche die Blutviskosität erhöhen).Die Patienten sollten über die ersten Symptome von thromboembolischen Ereignissen wie Atemnot, Schmerzen und Schwellungen einer Extremität, fokale neurologische Defizite und Schmerzen in der Brust informiert werden und es sollte ihnen geraten werden, ihren Arzt sofort nach Auftreten der ersten Symptome zu kontaktieren.

Aseptische Meningitis (AMS)

Es wurde berichtet, dass das Aseptische Meningitis Syndrom in Verbindung mit der Behandlung mit subkutanen Immunglobulinen auftritt. In der Regel treten die Symptome innerhalb weniger Stunden bis zu 2 Tage nach der Behandlung auf. Das Absetzen der Immunglobulin-Behandlung kann zur Remission der AMS innerhalb von einigen Tagen ohne Spätfolgen führen.Die Patienten sollten über die ersten Symptome informiert werden, welche starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Benommenheit, Fieber, Lichtscheu, Übelkeit und Erbrechen umfassen.

Übertragbare Erreger

Subcuvia wird aus humanem Plasma hergestellt. Standardmassnahmen zur Vorbeugung von Infektionen, die sich durch den Einsatz von Arzneimitteln ergeben, die aus Blut oder Blutplasma hergestellt sind, schliessen die Auswahl der Spender und das Screening der einzelnen Spenden und Plasmapools auf spezifische Infektionsmarker sowie den Einsatz effektiver Schritte zur Inaktivierung/Entfernung von Viren im Herstellungsverfahren ein. Dennoch kann bei der Verabreichung von Arzneimitteln aus menschlichem Blut oder Blutplasma die Möglichkeit der Übertragung von Krankheitserregern nicht völlig ausgeschlossen werden. Dasselbe gilt auch für bislang unbekannte oder neu aufgetretene Viren und andere Pathogene.

Die durchgeführten Massnahmen werden als wirksam gegen umhüllte Viren wie HIV, HBV und HCV erachtet. Für nicht-umhüllte Viren, wie z.B. HAV und Parvovirus B19, können die getroffenen Massnahmen von eingeschränktem Wert sein.

Es liegen gesicherte klinische Erfahrungen hinsichtlich der Nichtübertragung von Hepatitis A oder Parvovirus B19 mit Immunglobulinen vor. Darüber hinaus wird angenommen, dass der Antikörpergehalt einen wichtigen Beitrag zur viralen Sicherheit leistet.

Es wird empfohlen, bei jeder Verabr eichung von Subcuvia an einen Patienten den Namen und die Chargennummer des Produktes zu dokumentieren, um einen Zusammenhang zwischen Patient und Produktcharge herzustellen.

Dieses Arzneimittel enthält bis zu 98 mg (4,3 mmol) Natrium pro Dosis (bei einem Körpergewicht vom 75 kg), wenn die Maximaldosis (11,25 g IgG = 70 ml Subcuvia) verabreicht wird. Dies muss bei Patienten mit einer kontrollierten Natriumdiät berücksichtigt werden.

Interaktionen

Abgeschwächte Viruslebendimpfstoffe

Die Verabreichung von Immunglobulin kann die Wirkung von abgeschwächten Virus-Lebendimpfstoffen wie Masern, Röteln, Mumps und Varizellen über einen Zeitraum von mindestens 6 Wochen bis zu 3 Monaten beeinträchtigen. Nach Verabreichung dieses Präparates soll daher ein Zeitraum von 3 Monaten verstreichen, bevor eine Impfung mit abgeschwächten Virus-Lebendimpfstoffen erfolgt. Bei Masern kann dieser Zeitraum bis zu 1 Jahr andauern. Deshalb sollte bei Patienten, die eine Masernimpfung erhalten, der entsprechende Antikörpertiter überprüft werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Über die Sicherheit dieses Arzneimittels bei Anwendung während der Schwangerschaft liegen keine kontrollierten klinischen Studien vor. Daher sollte es Schwangeren und stillenden Müttern nur mit Vorsicht gegeben werden. Immunglobulin Präparate sind plazentagängig zunehmend während des letzten Trimenons. Die klinische Erfahrung mit Immunglobulinen lässt jedoch keine schädlichen Wirkungen auf den Verlauf der Schwangerschaft oder den Fötus und das Neugeborene erwarten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen kann durch einige mit Subcuvia assoziierte unerwünschte Wirkungen beeinträchtigt werden. Patienten, bei denen während der Behandlung unerwünschte Wirkungen auftreten, sollten zuerst deren Abklang abwarten, bevor sie fahren oder Maschinen bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Gelegentlich können unerwünschte Reaktionen wie Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Fieber, Erbrechen, allergische Reaktionen, Übelkeit, Benommenheit, Hyperhydrosis, Blässe, Taubheitsgefühl, Tachykardie, Gelenkschmerzen, Hypotonie und leichte Rückenschmerzen auftreten.

Selten können Immunglobuline vom Menschen einen plötzlichen Blutdruckabfall oder in Einzelfällen einen anaphylaktischen Schock verursachen, auch wenn der Patient bei früheren Anwendungen keine Reaktion gezeigt hat.

Lokalreaktionen an der Injektionsstelle können oft auftreten: Schwellung, Berührungsempfind-lichkeit, Rötung, Verhärtung, lokale Erwärmung, Juckreiz, Hämatom und Hautausschlag.

Information bezüglich übertragbarer Erreger siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Die Berichte von unerwünschten Wirkungen, die im Folgenden aufgeführt sind, basieren auf den Reports von drei klinischen Studien und Post-marketing Meldungen mit Subcuvia. Die Häufigkeit wird nach folgenden Kriterien bewertet: sehr häufig (≥ 10%), häufig (≥1 bis <10%), gelegentlich (≥ 0,1 bis <1%), selten (≥ 0,01 bis <0,1%), sehr selten (<0.01%), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt: Anaphylaktischer Schock, anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen, Überempfindlichkeitsreaktion

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerz

Gelegentlich: Benommenheit

Selten: Tremor

Nicht bekannt: Parästhesie

Herzerkrankungen

Selten: Tachykardie

Gefässerkrankungen

Selten: peripheres Kältegefühl

Nicht bekannt: Hypotonie, Hypertonie, Hitzegefühl, Blässe

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Nicht bekannt: Dyspnoe

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich: Übelkeit, Abdominalschmerz

Nicht bekannt: Erbrechen, Parästhesie oral

Affektionen der Leber und GallenblaseSelten: Alaninaminotransferase erhöht

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Pruritus, Erythem

Selten: Urtikaria

Nicht bekannt: Gesichtsschwellung, Ausschlag makulo-papulös, Dermatitis allergisch, Hyperhidrosis

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich: Muskuloskelettale Steifigkeit (einschliesslich Brustkorbbeschwerden)

Selten: Arthralgie, Myalgie

Nicht bekannt: Rückenschmerzen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: an der Injektionsstelle: Blutung, Schmerzen, Hämatom, Erythem, Schüttelfrost

Gelegentlich: Schwellung an der Injektionsstelle, Injektionsstelle juckend, Schmerz, Ermüdung, Wärmegefühl

Selten: Ausschlag an der Injektionsstelle

Nicht bekannt: Fieber, Unwohlsein, an der Injektionsstelle: Reaktion, Urtikaria, Verhärtung oder lokale Erwärmung

Für Informationen zur Virussicherheit, vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Pädiatrie

Die Häufigkeit, der Typ und der Schweregrad von unerwünschten Wirkungen in der Pädiatrie sind dieselben wie für Erwachsene.

Überdosierung

Folgen einer Überdosierung sind nicht bekannt.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: J06BA01

Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsera und Immunglobuline: Immunglobulin vom Menschen zur extravaskulären Anwendung.

Immunglobulin vom Menschen enthält hauptsächlich Immunglobulin G (IgG) mit einem breiten Spektrum an Antikörpern gegen infektiöse Erreger.

Immunglobulin vom Menschen enthält die IgG-Antikörper, die in der Normalbevölkerung vorhanden sind. Es wird in der Regel aus gepooltem Plasma von mindestens 1000 Spendern hergestellt. Die Verteilung der IgG-Subklassen entspricht nahezu der des natürlichen menschlichen Plasmas.

Adäquate Dosen dieses Arzneimittels können abnormal verminderte Immunglobulin-G-Spiegel wieder auf den Normbereich anheben.

Pharmakokinetik

Nach subkutaner Verabreichung von Immunglobulin vom Menschen wird der maximale IgG-Serumspiegel ca. 4 Tage nach Injektion erreicht.

Daten aus klinischen Studien zeigen, dass ein Plasmaspiegel (gemessen vor der nächsten Infusion) von 7.24 – 7.86 g/l durch eine Dosis von 1.25 ml (0.2g)/kg Körpergewicht, verabreicht in 2wöchigen Intervallen aufrecht erhalten werden kann.

Nach intramuskulärer Verabreichung ist Immunglobulin vom Menschen nach 2 – 3 Tagen bioverfügbar. IgG und IgG-Komplexe werden in den Zellen des retikuloendothelialen Systems abgebaut.

Präklinische Daten

Einzeldosis-Toxizitätsstudien zeigen, dass Dosen, die um ein Mehrfaches höher waren als die empfohlene Maximaldosis für den Menschen, keine schädlichen Auswirkungen auf Mäuse und Ratten hatten.

Mit diesem Präparat wurden keine Reproduktionsstudien oder Untersuchungen zur Entwicklungstoxizität durchgeführt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Da keine Verträglichkeitsstudien durchgeführt wurden, darf Subcuvia nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Nach Infusion von Immunglobulin kann es durch den vorübergehenden Anstieg der verschiedenen, passiv übertragenen Antikörper im Blut des Patienten zu falsch positiven Testergebnissen bei serologischen Untersuchungen kommen.

Die passive Übertragung von Antikörpern gegen Erythrozytenantigene z.B. A, B, D kann einige serologische Untersuchungen auf Erythrozythen-Alloantikörpern (z.B. den Coombs-Test, Retikulozyten Bestimmung oder Haptoglobintest) beeinträchtigen.

Die Behandlung mit Subcuvia kann zu falsch positiven Interpretationen bei Assays führen, die von der Erkennung von Beta-D-Glucanen abhängig sind, und zur Diagnose von Pilzinfektionen dienen. Dies kann in den Wochen nach der Infusion des Präparates bestehen bleiben.

Haltbarkeit

Subcuvia ist bis zu dem auf Etikett und Faltschachtel unter «EXP» angegebenen Verfalldatum haltbar.

Nach dem Öffnen muss das Präparat unmittelbar verwendet werden.

Angebrochene Behältnisse dürfen nicht wiederverwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Im Kühlschrank (2-8 °C) lagern. Nicht einfrieren.

Das Behältnis in der Faltschachtel aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Innerhalb der Haltbarkeitsdauer kann das verpackte Präparat einmal bis zu einem Zeitraum von maximal 6 Wochen bei Raumtemperatur (≤ 25 °C) aufbewahrt werden. In diesem Fall verfällt das Produkt am Ende der 6. Woche der Raumtemperaturlagerung; das neue Verfalldatum ist auf der Faltschachtel zu vermerken.

Am Ende dieses Zeitraums darf das Präparat nicht in den Kühlschrank zurückgestellt werden, sondern muss verbraucht oder vernichtet werden.

Hinweise für die Handhabung

Vor der Verabreichung sollte das Präparat auf Raum- oder Körpertemperatur erwärmt werden.

Keine Heizgeräte benutzen.

Die flüssige Injektionslösung ist klar und schwach gelb bis hellbraun. Während der Lagerung können eine leichte Trübung oder ein schwacher Niederschlag auftreten. Lösungen, die getrübt sind oder Ablagerungen enthalten, dürfen nicht verwendet werden.

Nicht verwendete Arzneimittel oder Abfallmaterial sind zu entsorgen.

Zulassungsnummer

58749 (Swissmedic)

Zulassungsinhaberin

Baxalta Schweiz AG, CH-8604 Volketswil

Stand der Information

Dezember 2015

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten.