Lipoplus Braun Inf Emuls 20 % 10 Glasfl 100 Ml

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Raffiniertes Sojabohnenöl, mittelkettige Triglyceride (MCT), Ω-3-Säuren-Triglyceride.

Hilfsstoffe: Eilecithin, Glycerol, α-Tocopherol (E 307), Natriumoleat, Palmitoylascorbinsäure (E 304), Natriumhydroxid zur pH-Einstellung, Wasser für Injektionszwecke.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Emulsion zur intravenösen Infusion

1000 ml Emulsion enthalten:                         
Raffiniertes Sojabohnenöl       [g]        80,0     
Mittelkettige Triglyceride      [g]        100,0    
Omega-3-Säuren-Triglyceride                         
 (aus Fischöl)                  [g]        20,0     
Essentielle Fettsäuren:                             
Linolsäure (Omega-6)            [g]        48,0–58,0
Alpha-Linolensäure (Omega-3)    [g]        4–8,8    
Eicosapentaensäure und Dico-                        
 sahexaensäure (Omega-3)        [g]        mind. 9  
Eilecithin                      [g]        12,0     
Glycerol                        [g]        25,0     
Natriumoleat                    [mg]       300      
Palmitoylascorbinsäure (E 304)  [mg]       300      
Alpha-Tocopherol (E 307)        [mg]       200      
Natriumhydroxid zu pH-                              
 Einstellung                    [mg]       q.s.     
Aqua ad iniectabilia q.s. ad    [ml]       1000     
Energiegehalt                   [KJ/l]     7900     
                                [kcal/l]   1910     
Osmolalität                     [mOsm/kg]  ca 410   
Titrierbare Azidität            [mmol               
                                NaOH/l]    <0,5     
Titrierbare Basizität           [mmol               
                                HCl/l]     <0,5     
pH-Wert                         –          6,5–8,5  

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Zufuhr von Energie und von essentiellen Ω-6-Fettsäuren und Ω-3-Fettsäuren, sowie zur Supplementierung von Ω-3-Fettsäuren als Bestandteil eines parenteralen Ernährungsregimes, wenn orale oder enterale Ernährung nicht möglich, unzureichend oder kontraindiziert ist.

Dosierung/Anwendung

Zur zentral- oder periphervenösen Infusion bei kompletter parenteraler Ernährung.

Erwachsene

Die Dosierung ist – je nach Kalorienbedarf – individuell dem Bedarf des jeweiligen Patienten anzupassen.

Empfohlene Dosierung: 1–2 g Fett (5–10 ml Lipoplus 20%) pro kg Körpergewicht pro Tag.

Lipoplus 20% sollte sehr langsam infundiert werden. In den ersten 15 Minuten sollte die Infusionsrate lediglich 50% der maximalen anzuwendenden Infusionsgeschwindigkeit betragen.

Maximale Infusionsgeschwindigkeit: Bis zu 0,15 g Fett (bis zu 0,75 ml Lipoplus 20%) pro kg Körpergewicht pro Stunde.

Die Infusionsrate ist bei unterernährten Patienten zu vermindern.

Da nur begrenzte klinische Erfahrung zur Langzeitanwendung von Lipoplus vorliegt, sollte das Arzneimittel normalerweise nicht länger als eine Woche angewendet werden.

Spezielle Population von Patienten mit Leber- und Niereninsuffizienz wurden nicht untersucht. Hier ist die Fett-Clearance verringert daher ist Lipoplus 20% hier nur mit besonderer Vorsicht anzuwenden.

Pädiatrische Patienten

Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht nachgewiesen.

Kontraindikationen

Lipoplus darf nicht angewendet werden bei:

schwerer Hyperlipidämie;

schwere Gerinnungsstörungen;

intrahepatischer Cholesterase;

schwerer Leberinsuffizienz;

schwerer Niereninsuffizienz ohne Zugang zu Hämofiltration oder Dialyse;

Patienten in der Akutphase des Myokardinfarkts oder Schlaganfalls;

akuter thromboembolischer Erkrankung, Fettembolie;

Überempfindlichkeit gegen Ei-oder Sojaprotein oder gegen einen der Inhaltsstoffe der Emulsion.

Folgende Kontraindikationen gelten allgemein für eine Infusionstherapie

Instabile Kreislaufverhältnisse mit vitaler Bedrohung (Kollaps- und Schockzustände);

instabile Stoffwechsellage (z.B. schwere posttraumatische Zustände, unkompensierter Diabetes mellitus, schwere Sepsis, Acidose);

akutes Lungenödem;

Hyperhydratation;

dekompensierte Herzinsuffizienz;

hypotone Dehydratation;

Hypokaliämie.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Zur Anwendung von Lipoplus 20% über einen Zeitraum von mehr als 14 Tagen liegen begrenzte Erfahrungen vor.

Nur bei sorgfältiger Indikationsstellung unter engmaschiger Stoffwechselüberwachung kann die Emulsion länger angewendet werden.

Unter Lipoplus-Infusion sind die Serumtriglyceride engmaschig zu kontrollieren. Bei Patienten mit Verdacht auf Fettstoffwechselstörungen ist vor Infusionsbeginn eine Nüchternlipidämie auszuschliessen. Eine 12 Stunden nach der Fettinfusion fortbestehende Hypertriglyceridämie weist auch auf eine Fettstoffwechselstörung hin.

Die Infusionsgeschwindigkeit soll so gewählt werden, dass der obere Normwert der Triglyceridkonzentration nicht mehr als um das 2,5fache überschritten wird bzw. die Triglyceridkonzentration konstant bleibt. Bei diskontinuierlicher Infusion soll die lipämische Trübung des Serums während der Infusionspausen vollständig verschwinden. Eine Kumulation von Triglyceriden im Blut ist unter allen Umständen zu vermeiden. Freie Fettsäuren und Ketonkörper steigen bei Einhaltung der Dosierungs- und Anwendungshinweise im Allgemeinen nicht über den Normbereich hinaus an.

Abhängig von der Stoffwechsellage des Patienten kann es transitorisch zu Hypertriglyceridämie oder erhöhten Blutzuckerspiegeln kommen. Wenn die Triglyceridkonzentration im Plasma unter der Anwendung der Fettemulsion auf über 3 mmol/l ansteigt, empfiehlt sich eine Verminderung der Infusionsgeschwindigkeit. Bleibt die Triglyceridkonzentration im Plasma über 3 mmol/l, dann ist die Infusion bis zur Normalisierung der Plasmatriglyceride zu unterbrechen.

Serumelektrolyte, Wasserbilanz oder Körpergewicht, Säure-Basen-Bilanz, Blutzuckerspiegel sowie bei Langzeitanwendung vollständiges Blutbild, Gerinnungsstatus und Leberfunktion sind zu überwachen.

Die Infusion von Lipoplus ist zu unterbrechen, wenn Zeichen einer allergischen Reaktion auftreten z.B. Fieber, Schüttelfrost, Hautausschlag, Atemnot.

Eine Überdosierung kann zu einem Fett-Überladungssyndrom führen.

Zum Einsatz bei Patienten mit Diabetes mellitus liegen begrenzte Erfahrungen vor. Unter Infusion von Lipoplus 20% wurde Hyperglykämie beobachtet. Die Glucosewerte sollten hier engmaschig kontrolliert werden.

Vorsicht ist weiterhin geboten bei Erkrankungen mit Fettstoffwechselstörungen, wie z.B. bei Leber- und Niereninsuffizienz, Pankreatitis, Hypothyreose (bei Hypertriglyce­ridämie), Lungenerkrankungen und Sepsis.

Fettüberladungssyndrom

Verminderte Kapazität der Elimination von Triglyceriden kann zu einem Fettüberladungssyndrom führen, das durch eine Überdosierung verursacht sein kann. Patienten müssen daher auf mögliche Anzeichen einer metabolischen Überladung überwacht werden. Das Auftreten kann genetisch bedingt sein (individuell unterschiedlicher Stoffwechsel) oder der Fettstoffwechsel ist durch bestehende oder vorangegangene Erkrankungen beeinträchtigt. Dieses Syndrom kann auch bei schwerer Hypertriglyceridämie sogar unter der empfohlenen Infusionsgeschwindigkeit in Verbindung mit einer dramatischen Verschlechterung des klinischen Zustandes des Patienten auftreten, wie z.B. eingeschränkte Nierenfunktion oder Infektionen. Das Fettüberladungssyndrom ist gekennzeichnet durch Hyperlipämie, Fieber, Fettinfiltration, Hepatomegalie mit oder ohne Ikterus, Splenomegalie, Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Gerinnungsstörungen, Hämolyse und Retikulozytose, abnormale Leberwerte und Koma. Die Symptome sind normalerweise reversibel, wenn die Infusion der Fettemulsion unterbrochen wird. Sollten Zeichen eines Fettüberladungssyndroms auftreten, sollte die Infusion sofort unterbrochen werden. Sollten diese Nebenwirkungen auftreten oder sollte die Triglyceridkonzentration unter der Infusion einen Wert von mehr als 3 mmol/l erreichen, sollte die Infusion von Lipoplus unterbrochen oder, wenn notwendig, mit reduzierter Dosierung fortgesetzt werden.

Wenn die Infusion erneut begonnen wird ist der Patient insbesondere zu Infusionsbeginn sorgfältig zu überwachen, und die Serumtriglyceride sind in kurzen Abständen zu kontrollieren.

Triglyceride, die Ω-3-Fettsäuren enthalten, können eine Verlängerung der Blutungszeit und eine Hemmung der Thrombozytenaggregation bewirken. Bei Patienten mit durch Acetylsalicylsäure ausgelöstem Asthma kann es zudem zu einer Verschlechterung der Lungenfunktion kommen.

Lipoplus sollte immer Bestandteil einer kompletten parenteralen Ernährung mit Aminosäuren und Glucose sein. Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Hyperglykämie können Begleiterscheinungen von Erkrankungen sein, die eine parenterale Ernährung indizieren oder im Zusammenhang mit parenteraler Ernährung auftreten.

Lipide können bestimmte Laborwerte (z.B. Bilirubin, Laktatdehydrogenase, Sauerstoffsättigung, Hämoglobinbestimmung) beeinflussen, wenn die Blutproben innerhalb 6 Stunden nach Beendigen der Infusion (vor der Elimination der Lipide aus dem Blutkreislauf) entnommen werden.

Eine ausschliessliche Verwendung von Fettemulsionen zur kalorischen Substitution kann zu metabolischer Azidose führen und ist daher zu vermeiden. Neben der Fettemulsion muss eine ausreichende Menge an Kohlenhydraten substituiert werden.

Es kann die Wirkung von Vitamin K beeinflusst werden. Dies ist bei Patienten mit Gerinnungsstörungen oder Verdacht auf Vitamin-K-Mangel zu beachten.

Lipoplus enthält 2,6 mmol/l Natrium. Dies ist zu bei Personen unter Natrium kontrollierter Diät berücksichtigen.

Interaktionen

Heparin bewirkt eine kurzzeitige Freisetzung der Lipoproteinlipase in den Blutkreislauf.

Initial kann dies zu einer vermehrten Lipolyse im Plasma führen, gefolgt von einem vorübergehenden Abfall der Triglycerid-Clearance.

Sojaöl hat einen natürlichen Gehalt an Vitamin K1. Die Menge in Lipoplus ist aber so niedrig, dass ein signifikanter Einfluss auf den Gerinnungsprozess von Patienten, die mit Cumarinderivaten behandelt werden, nicht zu erwarten ist. Dennoch sollte der Gerinnungsstatus bei Patienten, die mit Antikoagulanzien behandelt werden, überwacht werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Zur Anwendung von Lipoplus in der Schwangerschaft liegen keine Erfahrungen vor.

Parenterale Ernährung kann während der Schwangerschaft notwendig werden. Lipoplus sollte Schwangeren nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung gegeben werden.

Zur Anwendung von Lipoplus während der Stillzeit liegen keine Erfahrungen vor.

Es ist derzeit nicht bekannt, ob Lipoplus plazentagängig ist bzw. in die Muttermilch übergeht. Es liegen hierzu auch keine Daten aus Tierexperimenten vor.

Es wird allgemein nicht empfohlen, dass Mütter ihr Kind stillen, wenn sie parenteral ernährt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

Unerwünschte Wirkungen

Die nachfolgend genannten Nebenwirkungen schliessen eine Reihe von systemischen Reaktionen ein, die im Zusammenhang mit der Anwendung von Lipoplus sehr selten auftreten:

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Sehr selten (<1/10’000): Hyperkoagulation.

Störungen des Immunsystems

Sehr selten (<1/10’000): Allergische Reaktionen.

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Sehr selten (<1/10’000): Hyperlipidämie, Hyperglykämie, metabolische Azidose, Ketoazidose.

Störungen des Nervensystems

Sehr selten (<1/10’000): Schläfrigkeit.

Funktionsstörungen der Gefässe

Sehr selten (<1/10’000): Hypertonie oder Hypotonie.

Atmungsorgane (Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen)

Sehr selten (<1/10’000): Dyspnoe, Zyanose.

Gastrointestinale Störungen

Sehr selten (<1/10’000): Übelkeit, Erbrechen.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Sehr selten (<1/10’000): Kopfschmerzen, Rötung/Erythem, erhöhte Körpertemperatur, Schweissausbrüche, Schüttelfrost, Brust- und Rückenschmerzen, Fettüberladungssyndrom.

Überdosierung

Überdosierung hat ein Fettüberladungssyndrom zur Folge und kann bei zu hoher Infusionsrate oder chronischer Anwendung auftreten, insbesondere in Verbindung mit einer eingeschränkter Nierenfunktion oder Infektion.

Bei Auftreten eines Fettüberladungssyndroms ist die Infusion unverzüglich abzubrechen. Die weiteren Therapiemassnahmen hängen von der Art und Schwere der Symptome im Einzelfall ab. Sofern die Infusion nach erfolgter Rückbildung der Symptome wieder aufgenommen wird, darf die Infusionsgeschwindigkeit nur langsam und unter sorgfältiger Überwachung des Patienten erhöht werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B05BA02

Als Bestandteil eines parenteralen Ernährungsregimes dient Lipoplus der Zufuhr von mittel- und langkettigen Triglyceridenund mehrfach ungesättigten («essentiellen») Ω-6- und Ω-3-Fettsäuren.

Mittelkettige Triglyceride werden im Vergleich zu langkettigen schneller hydrolysiert, rascher aus dem Blutkreislauf entfernt und schneller oxidiert.

Nur mit den langkettigen Ω-6- und Ω-3-Triglyceriden werden mehrfach ungesättigte Fettsäuren zugeführt. Diese dienen in erster Linie der Prophylaxe und Behandlung eines Mangels an essentiellen Ω 6-Fettsäuren. Mit Lipoplus werden essentielle Omega-6-Fettsäuren, hauptsächlich in Form der Linolsäure, sowie Ω-3-Fettsäuren in Form von α-Linolensäure, Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure zugeführt.

Das Verhältnis von Ω-6/Ω-3-Fettsäuren beträgt bei Lipoplus ca. 3:1.

Pharmakokinetik

Absorption, Distribution, Metabolismus, Elimination

Mittelkettige Fettsäuren weisen zu Albumin eine geringere Affinität auf als langkettige. Bei langsamer Infusion werden beide Fettsäurearten fast zu 100% an Plasmaalbumin gebunden. Weder mittel- noch langkettige Fettsäuren penetrieren die Blut-Hirn-Schranke.

Die Metabolisierung von Fettemulsionen wird durch die intravasale Lipolyse der Triglyceride eingeleitet; die dabei freigesetzten Fettsäuren unterliegen der Fragmentierung zu Acetyl-CoA in der Beta-Oxidation. Acetyl-CoA wird entweder vollständig oxidiert oder dient zur Bildung von Ketonkörpern bzw. zur Neusynthese von Lipiden. Die Halbwertszeit der Fettklärung liegt für Lipoplus bei 8 Minuten; der Abstrom der freigesetzten Fettsäuren erfolgt entlang dem Diffusionsgradienten. Wegen der unterschiedlichen Aufgaben von Fetten bzw. Fettsäuren im intermediären Stoffwechsel (Energiebereitstellung, Biosynthese) ist die Angabe einer mittleren Verweildauer im Organismus nicht sinnvoll.

Bei der vollständigen Oxidation von Fetten werden Kohlendioxid und Wasser als Endprodukte gebildet und eliminiert. Eine renale Elimination von Triglyceriden oder Fettsäuren erfolgt nicht. Die Ausscheidung von Zwischenprodukten des Intermediärstoffwechsels wie Ketonkörpern und Dikarbonsäuren spielt quantitativ keine Rolle und ist nicht mit einem nennenswerten Verlust an Energieträgern verbunden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Bei Leberversagen, Nierenversagen und u.U. auch bei Sepsis ist die Halbwertszeit der Fettklärung verlängert. Darauf ist bei der Wahl der Dosis und der Infusionsgeschwindigkeit Rücksicht zu nehmen; öftere Kontrollen der Serumtriglyceride sind erforderlich. Wegen Unreife kann die Halbwertszeit der Fettklärung speziell auch bei Früh- und Neugeborenen verlängert sein.

Präklinische Daten

Präklinische Studien mit einer Entwicklungsvariante von Lipoplus (mit einem doppelt so hohem Gehalt an Ω-3 Triglyceriden im Endprodukt und einem entsprechend geringeren Gehalt an langkettigen Triglyceriden) zeigten keine anderen Effekte als die, die für eine hohe Dosierung von Fetten zu erwarten sind. In reproduktionstoxikologischen Untersuchungen an Kaninchen wurde bei einer Dosierung von 2 g Fett/kg Körpergewicht und Tag über 12 Tage keine Anzeichen einer Embryotoxizität oder Teratogenität beobachtet.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Da keine Verträglichkeitsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden

Haltbarkeit

Nach Ablauf des mit «Exp» angegebenen Verfalldatums nicht mehr anzuwenden.

Nach dem ersten Öffnen sollte das Arzneimittel unverzüglich angewendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Hinweise für die Handhabung

Fettemulsionen eignen sich zur peripheren Verabreichung und können auch im Rahmen vollständiger parenteraler Ernährung separat über periphere Venen infundiert werden.

Bei simultaner Infusion von Fettemulsionen mit Aminosäuren- und Kohlenhydratlösungen sind das Y-Verbindungsstück oder der Bypass-Anschluss patientennah zu platzieren.

Bei der simultanen Infusion von Fettemulsionen mit Aminosäuren- und Kohlenhydratlösungen über Y-Verbindungsstück oder Bypass-Anschluss ist auf Kompatibilität zu achten, insbesondere dann, wenn Lösungen mit zugesetzten Pharmaka beteiligt sind. Besondere Vorsicht ist bei Anwesenheit von zweiwertigen Elektrolyten (Calcium, Magnesium) in simultan infundierten Lösungen geboten.

Die Anwendung von 0,2 µm-Bakterienfiltern im Zusammenhang mit der Fettzufuhr ist nicht möglich, da Fettemulsionen diese Filter nicht passieren.

Eine Eindickung bzw. Aufrahmung der Emulsion nach einer langen Lagerzeit, das heisst eine gewisse Auftrennung der Liposomen nach Dichte (an der Oberfläche ist noch eine weisse Emulsion sichtbar), hat keinen Einfluss auf die Qualität des Produktes.

Vor dem Mischen gut schütteln.

Ein solches Aufrahmen darf mit einer Instabilität der Emulsion nicht verwechselt werden:

Jede Emulsions-Flasche, die an der Oberfläche eine ölige, durchsichtige Phase aufweist oder Öltropfen enthält, ist unbrauchbar und muss vernichtet werden.

Vor der Infusion ist die Emulsion stets auf Raumtemperatur zu bringen.

Nur zur einmaligen Anwendung. Nicht verbrauchte Reste der Emulsion sind zu verwerfen.

Zulassungsnummer

59117 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

B. Braun Medical AG, Sempach.

Stand der Information

Oktober 2009.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten.