Nevanac Gtt Opht 0.1 % 5 Ml

Nevanac Gtt Opht 0.1 % 5 Ml

Fachinformationen

* Ein Markenzeichen der Novartis

Zusammensetzung

Wirkstoff: Nepafenacum.

Hilfsstoffe: Conserv.: Benzalkonii chloridum, Excipiens ad suspensionem.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 ml Augentropfensuspension enthält:

1 mg Nepafenac (Amfenacamid).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Prophylaxe und Therapie von postoperativen Schmerzen und Entzündungen im Zusammenhang mit einer Katarakt-Operation.

Verminderung des Risikos postoperativer Makulaödeme in Zusammenhang mit Kataraktoperationen bei Diabetikern.

Dosierung/Anwendung

Anwendung bei Erwachsenen einschliesslich älteren Patienten:

Zur Prophylaxe und Therapie von postoperativen Schmerzen und Entzündungen im Zusammenhang mit einer Katarakt-Operation

Einen Tag vor der Kataraktoperation 3mal täglich 1 Tropfen NEVANAC Augentropfensuspension in das (die) betroffene(n) Auge(n).

Mit der gleichen Dosis am Tag der Operation und bis zu 2 Wochen postoperativ fortfahren. Einen zusätzlichen Tropfen 30-120 Minuten vor der Operation applizieren. Die Behandlung kann bei Bedarf verlängert werden auf 3 Wochen.

Zur Verminderung des Risikos postoperativer Makulaödeme in Zusammenhang mit Kataraktoperationen bei Diabetikern

Einen Tag vor der Kataraktoperation 3mal täglich 1 Tropfen NEVANAC Augentropfensuspension in das (die) betroffene(n) Auge(n).

Mit der gleichen Dosis am Tag der Operation und bis zu 8 Wochen postoperativ fortfahren, je nach Anweisung des Arztes. Einen zusätzlichen Tropfen 30-120 Minuten vor der Operation applizieren.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Wirksamkeit und Sicherheit von NEVANAC Augentropfensuspension ist an Kindern und Jugendlichen nicht untersucht worden.

Anwendung bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion

NEVANAC Augentropfensuspension ist an Patienten mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion nicht untersucht worden. Nach der topischen Verabreichung der NEVANAC Augentropfensuspension wird Nepafenac primär durch Biotransformation abgebaut; die systemische Exposition ist sehr kurz. Eine Dosisanpassung ist bei diesen Patienten nicht erforderlich.

Art der Anwendung

Zur Anwendung am Auge.

Die Flasche vor Gebrauch gut schütteln.

Wird mehr als ein topisches ophthalmisches Arzneimittel verabreicht, müssen die einzelnen Anwendungen mindestens 5 Minuten auseinander liegen.

Um eine Kontamination von Tropferspitze und Lösung zu vermeiden, dürfen weder Augenlid noch die Augenumgebung oder andere Oberflächen mit der Tropferspitze in Berührung kommen.

Die Flasche nach Gebrauch dicht verschliessen.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber Nepafenac, einem Hilfsstoff des Präparates oder anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern (NSAID).

Wie andere NSAID ist auch NEVANAC kontraindiziert bei Patienten, bei welchen Asthma-Attacken, Urticaria oder akute Rhinitis durch Acetylsalicylsäure oder andere NSAID hervorgerufen werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Nicht zur Injektion oder oralen Einnahme bestimmt.

Die Wirksamkeit und Sicherheit von NEVANAC Augentropfensuspension ist an Kindern und Jugendlichen nicht untersucht worden. Die Anwendung von NEVANAC Augentropfensuspension ist bei Patienten unter 18 Jahren nicht empfohlen, solange keine Daten vorliegen.

Patienten sollen angewiesen werden, direktes Sonnenlicht während der Behandlung mit NEVANAC zu vermeiden.

Die Anwendung von topischen NSAID kann zu Keratitis führen. Bei einigen prädisponierten Patienten kann die kontinuierliche Anwendung von topischen NSAID zu Epithelschädigungen, Hornhautverdünnung, Hornhauterosion, Hornhautulzeration oder Hornhautperforation führen und dadurch das Sehvermögen gefährden. Patienten mit nachweislichen Schädigungen der Hornhaut sollten unverzüglich die Verwendung von Nevanac abbrechen und hinsichtlich des Zustands der Hornhaut eng überwacht werden.

Topische NSAIDs können die Wundheilung verlangsamen oder verzögern. Auch topisch angewandte Kortikosteroide sind für diesen Effekt bekannt. Die gleichzeitige Anwendung von topischen NSAID und topischen Steroiden kann die Möglichkeit für Wundheilungsstörungen erhöhen.

Postmarketing-Erfahrungen mit topischen NSAID lassen vermuten, dass bei Patienten mit komplizierten oder innerhalb kurzer Zeit wiederholten Eingriffen am Auge sowie bei Patienten mit Denervierung der Hornhaut, Hornhautepitheldefekten, Diabetes mellitus, Krankheiten der Augenoberfläche (z.B. trockenes Auge) oder rheumatoider Arthritis ein erhöhtes Risiko für corneale Nebenwirkungen besteht, welche das Sehvermögen gefährden könnten. Topische NSAID sollten bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden. Wiederholte oder längere Verwendung von topischen NSAID kann das Risiko für das Auftreten und die Schwere von cornealen Nebenwirkungen erhöhen.

Es wurde berichtet, dass ophthalmische NSAID im Zusammenhang mit einer Augenoperation eine Verlängerung der Blutungszeit von Augengewebe (inklusive Hyphäma) verursachen können. Daher wird empfohlen, NEVANAC Augentropfensuspension bei Patienten mit Blutungsneigung oder bei Verwendung von blutungsfördernden Arzneimitteln mit Vorsicht anzuwenden.

Bei postoperativer Anwendung von Nepafenac zur Vermeidung von Makulaödemen bei Diabetikern muss jeder zusätzliche Risikofaktor zu einer erneuten Bewertung des erwarteten Verhältnisses von Nutzen und Risiko führen. Der Patient ist darüber hinaus intensiv zu überwachen.

Hinsichtlich der gleichzeitigen Anwendung von Prostaglandinanaloga und NEVANAC sind nur sehr begrenzt Daten verfügbar. Unter Berücksichtigung der Wirkmechanismen dieser Substanzen ist die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel nicht empfehlenswert.

Es liegen Berichte vor, dass Benzalkoniumchlorid, ein häufiges Konservierungsmittel in ophthalmologischen Produkten, Keratitis punctata und/oder toxische, ulcerative Keratopathie verursachen kann. Da NEVANAC Benzalkoniumchlorid enthält, ist bei häufigem oder langfristigem Gebrauch eine genaue Überwachung erforderlich.

Eine akute Augeninfektion kann durch die topische Anwendung von entzündungshemmenden Präparaten maskiert werden. NSAID haben keine antimikrobiellen Eigenschaften. Bei okulären Infektionen sollte der kombinierte Einsatz von NSAID und Antiinfektiva mit Vorsicht erfolgen.

Kreuzsensitivität

Es können Kreuzsensitivitäten von Nepafenac zu Acetylsalicylsäure, Phenylacetylsäurederivaten und sonstigen NSAID bestehen.

Hinweis für Kontaktlinsenträger

NEVANAC enthält Benzalkoniumchlorid, welches Augenirritationen hervorrufen und bekanntermassen weiche Kontaktlinsen verfärben kann. Zudem ist das Tragen von Kontaktlinsen während der postoperativen Periode nach der Kataraktoperation nicht zu empfehlen. Deshalb sollten während der Behandlung mit NEVANAC keine Kontaktlinsen getragen werden.

Interaktionen

In vitro Studien haben ein sehr geringes Potential für Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln aufgezeigt (siehe auch «Pharmakokinetik»).

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Zur Anwendung von Nepafenac bei schwangeren Frauen liegen keine Daten vor. Tierstudien deuten auf reproduktionstoxische Effekte hin (siehe auch «Präklinische Daten»). Das Risikopotential für den Menschen ist nicht bekannt. Da nach der Anwendung von NEVANAC nur eine geringfügige systemische Belastung anzunehmen ist, wird das Risiko während der Schwangerschaft als klein eingestuft. Dennoch kann eine Hemmung der Prostaglandinsynthese die Schwangerschaft, die embryonale/foetale Entwicklung, das Gebären und/oder die postnatale Entwicklung beeinträchtigen. Daher sollte NEVANAC Augentropfensuspension während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist klar notwendig.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Nepafenac in die menschliche Muttermilch übertritt. Tierstudien haben gezeigt, dass Nepafenac in die Milch von Ratten übergehen kann. Zur Entscheidung über die Fortsetzung oder Beendigung des Stillens respektive der NEVANAC-Therapie sollte der Nutzen des Stillens für das Kind und der Nutzen der NEVANAC-Therapie für die Mutter abgewogen werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Wie bei allen Augentropfen kann vorübergehendes Verschwommensehen und andere Seheinschränkungen die Fähigkeit beeinträchtigen, Fahrzeuge zu lenken oder Maschinen zu bedienen. Wenn sich nach dem Eintropfen Verschwommensehen einstellt, dürfen Patienten keine Fahrzeuge lenken oder Maschinen bedienen, bis sich die Sicht geklärt hat.

Unerwünschte Wirkungen

In klinischen Studien mit über 800 Patienten die einer Kataraktoperation unterzogen wurden und denen NEVANAC Augentropfensuspension verabreicht wurden, traten bei etwa 3% der Patienten unerwünschte Wirkungen auf. Diese Wirkungen führten bei 0,6% der Patienten zum Therapieabbruch, weniger als bei den Placebo-behandelten Patienten der gleichen Studien (1,3%). In diesen Studien wurden keine ernsthaften unerwünschten Wirkungen im Zusammenhang mit NEVANAC verzeichnet.

Von den folgenden unerwünschten Wirkungen wurde angenommen, dass sie behandlungsbedingt sind; ihre Häufigkeiten sind folgendermassen definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1000 bis <1/100), selten (≥1/10'000 bis <1/1000), sehr selten (<10'000) oder nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Die Daten über Nebenwirkungen wurden durch klinische Studien und Berichte nach Inverkehrbringen erhoben.

Immunsystem

Gelegentlich: Hypersensitivität.

Nervensystem

Selten: Schwindel, Kopfschmerzen.

Augen

Gelegentlich: Keratitis, Iritis, Keratitis punctata, Epitheldefekte der Kornea, allergische Konjunktivitis, Augenschmerzen, Fremdkörpergefühl, Verkrustungen des Lidrandes.

Selten: Verschwommenes Sehen, Photophobie, trockenes Auge, Blepharitis, Juckreiz am Auge, Augenausfluss, erhöhter Tränenfluss.

Gastrointestinale Störungen

Selten: Übelkeit.

Haut:

Gelegetlich: Cutis laxa (Dermatochalasis).

Selten: Hautallergien.

Diabetiker

Eine begrenzte Anzahl Patienten mit Diabetes (N = 126) erhielt in einer einzelnen Studie eine Behandlung mit NEVANAC über 60 Tage oder länger zur Prophylaxe von Makulaödemen nach Katarakteingriffen. Bei ungefähr 2% dieser Patienten traten Nebenwirkungen auf. Aufgrund dieser Nebenwirkungen wurde bei 0,8% der Patienten die Behandlung abgesetzt, d.h. bei gleich vielen wie in der Placebogruppe (0,8%). In dieser Studie wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen in Zusammenhang mit NEVANAC berichtet.

Die folgenden Nebenwirkungen werden im Zusammenhang mit der Anwendung des Arzneimittels gesehen:

Augen

Häufig: Keratitis punctata.

Gelegentlich: Defekt des Hornhautepithels.

Die Erfahrungen aus klinischen Studien zur Langzeitanwendung von NEVANAC zwecks Prophylaxe von Makulaödemen nach Katarakteingriffen bei diabetischen Patienten sind begrenzt. Nebenwirkungen am Auge könnten bei diabetischen Patienten häufiger auftreten als bei der Durchschnittsbevölkerung.

Nebenwirkungen, die zusätzlich nach der Markteinführung berichtet wurden:

Die Häufigkeit kann auf Grund der vorliegenden Daten nicht bestimmt werden.

Augenstörungen: Ulzerative Keratitis, Hornhautverdünnung, Trübung der Hornhaut, Korneanarben, verzögerte Heilung der Kornea, reduzierte Sehschärfe, Augenschwellung, Augenirritation, Hyperämie des Auges.

Gastrointestinale Störungen: Erbrechen.

Untersuchungen/Laborwerte: erhöhter Blutdruck.

Überdosierung

Es sind keine Fälle von Überdosierungen am Auge bekannt. Bei einer Applikation von mehr als einem Tropfen pro Auge sind Nebenwirkungen unwahrscheinlich. Bei einer versehentlichen Einnahme besteht kein nennenswertes Risiko von Nebenwirkungen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: S01BC10

Wirkungsmechanismus

Nepafenac ist ein nichtsteroidales entzündungshemmendes und analgetisches Prodrug. Nach dem Eintropfen ins Auge penetriert Nepafenac die Cornea und wird von Hydrolasen des Augengewebes in Amfenac, einen nichtsteroidalen Entzündungshemmer, umgewandelt. Amfenac inhibiert die Prostaglandin-H-Synthase (Cyclooxygenase), einem für die Prostaglandinsynthese benötigten Enzym.

An Kaninchen wurde nachgewiesen, dass Nepafenac die Auflösung der Blut-Retina-Schranke unterbindet und gleichzeitig die PGE2-Synthese unterdrückt. Ex vivo zeigte sich, dass eine einzelne topische okuläre Dosis von Nepafenac die Prostaglandinsynthese in Iris und Ziliarkörper (85%-95%) bis zu 6 Stunden lang und in der Retina bzw. der Choroidea (55%) bis zu 4 Stunden lang blockiert.

Pharmakodynamik

Entsprechend dem Gehalt an vaskularisiertem Gewebe findet die hydrolytische Umwandlung vorwiegend in der Retina/Choroidea statt, gefolgt von Iris und Ziliarkörper und der Cornea.

Resultate aus klinischen Studien haben ergeben, dass NEVANAC Augentropfensuspension keinen signifikanten Einfluss auf den intraokulären Druck hat.

Klinische Effekte

Prophylaxe und Therapie von postoperativen Schmerzen und Entzündungen im Zusammenhang mit einer Katarakt-Operation

Drei Pivotstudien wurden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von NEVANAC in einer Dosierung von dreimal täglich im Vergleich zu Placebo und/oder Ketorolactrometamol zur Verhütung und Behandlung postoperativer Schmerzen und Entzündung bei Patienten nach Kataraktoperation zu untersuchen. In diesen Studien wurde mit der Gabe der Studienmedikation am Tag vor der Operation begonnen, und diese wurde am Tag der Operation und bis zu 2-4 Wochen nach dem Eingriff fortgesetzt. Zusätzlich erhielten fast alle Patienten vorsorglich eine Behandlung mit Antibiotika, entsprechend der klinischen Praxis des jeweiligen Prüfzentrums.

Zwei doppelt verblindete, randomisierte, placebokontrollierte Studien zeigten, dass Patienten unter NEVANAC ab der frühen postoperativen Phase bis hin zum Behandlungsende signifikant weniger Entzündungsanzeichen entwickelten (Zellen im Kammerwasser sowie Flare) als Placebopatienten.

In einer doppelt verblindeten, randomisierten, placebo- und aktiv kontrollierten Studie zeigten die mit NEVANAC behandelten Patienten signifikant weniger Entzündungen als unter Placebo. Ausserdem war NEVANAC in der Entzündungs- und Schmerzreduktion Keterolac 5 mg/ml nicht unterlegen und war beim Eintropfen geringfügig besser verträglich.

Nach Kataraktoperation berichteten in der NEVANAC-Gruppe signifikant mehr Patienten über Schmerzfreiheit am Auge als in der Placebogruppe.

Verminderung des Risikos postoperativer Makulaödeme in Zusammenhang mit Kataraktoperationen bei Diabetikern

Zur Bewertung von Wirksamkeit und Sicherheit von NEVANAC zur Prophylaxe postoperativer Makulaödeme im Zusammenhang mit Katarakteingriffen wurden drei Studien (eine mit Diabetikern und zwei mit Nichtdiabetikern) durchgeführt. In diesen Studien erfolgte die Anwendung des Prüfmedikaments einen Tag vor dem Eingriff sowie am Tag des Eingriffs und wurde bis zu 90 Tage nach der Operation beibehalten.

In einer doppelt verblindeten, randomisierten, placebokontrollierten Studie, die mit diabetischen Retinopathiepatienten durchgeführt wurde, entwickelte in der Placebogruppe ein signifikant höherer Prozentsatz der Patienten (16,7 %) Makulaödeme im Vergleich zu den Patienten, die mit NEVANAC behandelt wurden (3,2 %). Eine Verschlechterung des bestkorrigierten Visus um mehr als 5 Buchstaben trat zwischen Tag 7 und Tag 90 (oder Studienabbruch) bei den mit Placebo behandelten Patienten zu einem höheren Prozentsatz (11,5%) auf, als bei mit NEVANAC behandelten Patienten (5,6%). Von den mit NEVANAC behandelten Patienten erzielen mehr eine Verbesserung des bestkorrigierten Visus um 15 Buchstaben als von den mit Placebo behandelten Patienten: 56,8 % bzw. 41,9 %; p=0,019.

Pharmakokinetik

Absorption

Bei 3mal täglicher Gabe von NEVANAC in beide Augen wurden in der Mehrzahl der Probanden 2 respektive 3 Stunden nach Applikation geringe, aber quantifizierbare Plasmakonzentrationen von Nepafenac und Amfenac nachgewiesen. Nach Verabreichung am Auge lag das durchschnittliche steady-state Plasma Cmax für Nepafenac bei 0,310 ± 0,104 ng/ml und für Amfenac bei 0,422 ± 0,121 ng/ml.

Distribution

Amfenac hat eine hohe Affinität zu Serumalbumin. In vitro waren 98,4% Amfenac an Ratten-Albumin, 95,4% an Humanalbumin und 99,1% an Humanserum gebunden.

Studien an Ratten haben aufgezeigt, dass sich, nach einzelner und mehrfacher oraler Gabe von 14C-Nepafenac, von der Wirksubstanz abstammende Stoffe im Körper weit verteilen.

Metabolismus

Nepafenac erfährt eine relativ schnelle Bioaktivierung zu Amfenac durch intraokuläre Hydrolasen. Danach wird Amfenac weitgehend zu stärker polaren Stoffwechselprodukten metabolisiert, bedingt durch die Hydroxylierung des aromatischen Rings, was zur Entstehung von Glucuronid-Konjugaten führt. Radiochromatografische Analysen vor und nach Hydrolisierung durch β–Glucuronidase deuten darauf hin, dass mit Ausnahme von Amfenac alle Metaboliten als Glucuronid-Konjugate vorliegen. Amfenac war der häufigste Metabolit im Plasma und repräsentierte etwa 13% der gesamten Plasmaradioaktivität. Der zweithäufigste Plasmametabolit war 5-Hydroxy-Nepafenac, welches ungefähr 9% der totalen Radioaktivität darstellte.

Interaktionen mit anderen Arzneimitteln: Weder Nepafenac noch Amfenac hemmten in vitro in Konzentrationen bis zu 300 ng/ml die metabolischen Aktivitäten der wichtigsten menschlichen Cytochrome P450 (CYP1 A2, 2C9, 2C19, 2D6, 2E1 und 3A4). Demgemäss sind keine Wechselwirkungen mit anderen, gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln, welche einen CYP-vermittelten Metabolismus einschliessen, anzunehmen. Durch Proteinbindung vermittelte Interaktionen sind ebenso unwahrscheinlich.

Elimination

Nach oraler Verabreichung von 14C-Nepafenac an gesunden Freiwilligen wurde festgestellt, dass die grösste Menge der Radioaktivität (85%) über den Urin ausgeschieden wird, während die fäkale Exkretion lediglich 6% der Dosis ausmachte. Nepafenac und Amfenac waren im Urin nicht quantifizierbar.

In 25 Kataraktoperationspatienten wurden die Kammerwasserkonzentrationen 15, 30, 45 und 60 Minuten nach einer einzelnen Gabe von NEVANAC gemessen. Es zeigte sich, dass maximale Kammerwasserkonzentrationen im Mittel nach einer Stunde erreicht wurde (Nepafenac 177 ng/ml, Amfenac 44,8 ng/ml). Diese Resultate weisen auf eine rasche corneale Penetration hin.

Präklinische Daten

Sicherheit

Die präklinischen Daten lassen aufgrund der üblichen Studien zur pharmakologischen Sicherheit, Toxizität bei Dosiswiederholungen, Genotoxizität, sowie zur lokalen Toleranz keine spezielle Gefahr für den Menschen erkennen.

Nepafenac wurde in keinen Langzeitstudien zur Karzinogenität untersucht.

In mit Nepafenac durchgeführten Reproduktionsstudien an Ratten war die maternale toxische Dosis von ≥10 mg/kg mit Dystokie, erhöhten Postimplantationsverlusten, reduziertem fötalen Gewicht und Wachstum sowie mit kleineren Überlebensraten der Föten verbunden. Bei trächtigen Kaninchen führte eine maternale Dosis von 30 mg/kg zu einer leichten Toxizität in den Muttertieren und zeigte einen statistisch signifikanten Anstieg der Missbildungshäufigkeit in den Würfen.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

NEVANAC Augentropfensuspension sollte 4 Wochen nach dem erstmaligen Öffnen des Behälters verworfen werden. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 30 °C lagern.

Zulassungsnummer

58'745 (Swissmedic)

Zulassungsinhaberin

Alcon Switzerland SA, Risch.

Stand der Information

Januar 2016.

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