Ultravist Vorgefuellte Patronen 370 Mg 10 X 100 Ml

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Iopromidum.

Hilfsstoffe: Natrii calcii edetas, Trometamolum, aqua ad iniectabilia.

Ultravist150240300370
Jodkonzentration (mg/ml)150240300370
Jodgehalt (g) pro
Flasche zu 20 ml6
Flasche zu 30 ml11.1
Flasche zu 50 ml7.5121518.5
Flasche zu 75 ml22.527.8
Flasche zu 100 ml3037
Flasche zu 125 ml37.5
Flasche zu 200 ml306074
Flasche zu 500 ml150185

Kontrastmittelkonzentration (mg/ml)

312499623769
Kontrastmittelgehalt (g) pro
Flasche zu 20 ml12.5
Flasche zu 30 ml23
Flasche zu 50 ml15.624.931.238.4
Flasche zu 75 ml46.757.7
Flasche zu 100 ml62.376.9
Flasche zu 125 ml77.9
Flasche zu 200 ml62.4124.7153.8
Flasche zu 500 ml311.5384.5
Viskosität (mPa∙s bzw. CP)
bei 20 °C2.34.98.922
bei 37 °C1.52.84.710
Osmot. Druck bei 37 °C
(Mpa)0.861.221.592.02
(atm)8.512.115.719.9
Osmolalität bei 37 °C (osm/kg H2O)0.330.480.590.77
Osmolarität bei 37 °C (osm/l Lsg.)0.280.360.430.49
pH-Wert6,5–8,06,5–8,06,5–8,06,5–8,0

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Lösung zur Injektion oder Infusion.

Ultravist 150

Iopromidum 312 mg corresp. iodum 150 mg pro 1 ml.

Ultravist 240

Iopromidum 499 mg corresp. iodum 240 mg pro 1 ml.

Ultravist 300

Iopromidum 623 mg corresp. iodum 300 mg pro 1 ml.

Ultravist 370

Iopromidum 769 mg corresp. iodum 370 mg pro 1 ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Das Arzneimittel darf nur für diagnostische Zwecke verwendet werden.

Ultravist 150

Intraarterielle digitale Subtraktionsangiographie, Funktionskontrolle bei Dialyse-Shunt.

Ultravist 240, 300, 370

Kontrastverstärkung bei der Computertomographie (CT), digitale Subtraktionsangiographie (DSA), intravenöse Urographie, Extremitätenphlebographie, Darstellung von Körperhöhlen (z.B. Arthrographie, Fistulographie), mit Ausnahme der Myelographie, Ventrikulographie, Zisternographie.

Ultravist 240: zusätzlich auch Hysterosalpingographie.

Ultravist 300: zusätzlich auch für Venographie, Arteriographie und Hysterosalpingographie.

Ultravist 370: zusätzlich auch zur Angiocardiographie.

Dosierung/Anwendung

Allgemeine Informationen

Intravasale Kontrastmittelgaben sind möglichst am liegenden Patienten vorzunehmen.

Nichtionische RKM haben in vitro eine schwächere gerinnungshemmende Wirkung als ionische RKM. Es ist auf eine besonders sorgfältige angiographische Technik und das häufige Spülen der benutzten Katheter mit physiologischer Kochsalzlösung zu achten, um das mit der Untersuchungstechnik verbundene Thromboembolierisiko so gering wie möglich zu halten.

Bei Angiographien im Abdominalbereich und bei Urographien lässt sich die diagnostische Aussage erhöhen, wenn der Darm weitgehend entleert und entgast ist.

Bei allen Patienten sind Vorbereitungen zu treffen, um im Notfall die entsprechenden Massnahmen einleiten zu können.

Für zusätzliche Anweisungen siehe auch Kapitel «Sonstige Hinweise/Hinweise für die Handhabung».

Dosierung bei intravasaler Applikation

Die Dosierung richtet sich nach Alter, Gewicht, klinischer Fragestellung und Untersuchungstechnik.

Die unten aufgeführten Dosierungen sind nur als Empfehlung zu betrachten und stellen übliche Dosen für einen normalgewichtigen erwachsenen Patienten mit einem Gewicht von 70 kg dar. Es werden die Dosen für Einzelinjektionen oder pro kg Körpergewicht (KG) angegeben.

Dosen bis zu 1,5 g Jod pro kg Körpergewicht (entsprechend 3-5 ml Ultravist 300/kg Körpergewicht) liefern in den meisten Fällen eine ausreichende diagnostische Information und werden im Allgemeinen gut vertragen.

Konventionelle Angiographie:
Aortenbogenangiographie50-80 ml Ultravist 300
Selektive Angiographie6-15 ml Ultravist 300
Thorakale Aortographie50-80 ml Ultravist 300
Abdominale Aortographie40-60 ml Ultravist 300
Arteriographie:
Obere Extremitäten8-12 ml Ultravist 300
Untere Extremitäten20-30 ml Ultravist 300
Angiokardiographie:
Herzventrikel40-60 ml Ultravist 370
Koronarangiographie5-8 ml Ultravist 370
Phlebographie:
Obere Extremitäten50-60 ml Ultravist 240
oder15-30 ml Ultravist 300
Untere Extremitäten50-80 ml Ultravist 240
oder30-60 ml Ultravist 300

Intravenöse DSA

Bei Erwachsenen wird die i.v. Injektion von 30-60 ml Ultravist 300/370 als Bolus (Flussrate: 8-12 ml/s in die Vena cubitalis; 10-20 ml/s in die Vena cava) empfohlen für die kontrastreiche Darstellung grosser Gefässe, der Lungenarterien und der Hals, Kopf, Nieren und Extremitäten versorgenden Arterien. Die in den Venen verbleibende Kontrastmittelmenge kann durch unmittelbar anschliessende Bolusinjektion von 20 bis 40 ml isotonischer Natriumchloridlösung reduziert und diagnostisch verwendet werden.

Intraarterielle DSA

Die in der konventionellen Angiographie gebräuchlichen Werte für Boluskonzentration, -volumen und Flussrate können für die intraarterielle DSA reduziert werden.

Für kontrastreiche Darstellungen der Arterien, z.B. im Bereich von Hals, Kopf und Extremitäten, werden je nach Gefässgrösse im Allgemeinen mehrfach 10-40 ml Ultravist 150 direkt oder via Katheter injiziert.

In einigen Fällen können zur Arteriographie der unteren Extremität höhere Kontrastmitteldosen (ca. 200 ml Ultravist 150) erforderlich sein, z.B. wenn beide Beine untersucht werden müssen.

Computertomographie (CT)

Wenn möglich, sollte Ultravist als i.v. Bolus injiziert werden, vorzugsweise mit einem Hochdruckinjektor. Nur bei langsamen Scannern sollte etwa die Hälfte der Gesamtdosis als Bolus und der Rest innerhalb von 2-6 Minuten appliziert werden, um einen relativ konstanten, wenn auch nicht maximalen Blutspiegel zu erreichen.

Die Spiral-CT in Einzel-, aber insbesondere in Mehrschichttechnik, ermöglicht die schnelle Akquisition eines Datenvolumens während eines einzigen Atemstillstands. Zur Optimierung der Wirkung eines i.v. applizierten Bolus (80-150 ml Ultravist 300) im interessierenden Bereich (Maximum, Zeit und Dauer der Kontrastverstärkung) empfiehlt sich dringend die Anwendung eines automatischen Hochdruckinjektors und Bolus-Tracking.

Kraniale CT

In der kranialen CT werden folgende Dosierungen empfohlen:

Ultravist 240: 1.5–2.5 ml/kg KG.

Ultravist 300: 1.0–2.0 ml/kg KG.

Ultravist 370: 1.0–1.5 ml/kg KG.

Ganzkörper CT

Bei der Ganzkörper Computertomographie hängen die erforderlichen Kontrastmitteldosen und Applikationsgeschwindigkeiten von den zu untersuchenden Organen, der diagnostischen Fragestellung und insbesondere den unterschiedlichen Aufnahme- und Bildrekonstruktionszeiten des verwendeten Scanners ab.

Intravenöse Urographie

Die physiologische Konzentrationsschwäche des noch unreifen Nephrons kindlicher Nieren erfordert relativ hohe Kontrastmitteldosen.

Es werden folgende Dosen empfohlen:

Neugeborene (<1 Monat)
1,2 g I/kg KG= 5,0 ml/kg KG Ultravist 240
= 4,0 ml/kg KG Ultravist 300
= 3,2 ml/kg KG Ultravist 370
Säuglinge/Kleinkinder (1 Monat-2 Jahre)
1,0 g I/kg KG= 4,2 ml/kg KG Ultravist 240
= 3,0 ml/kg KG Ultravist 300
= 2,7 ml/kg KG Ultravist 370
Kinder (2-11 Jahre)
0,5 g I/kg KG= 2,1 ml/kg KG Ultravist 240
= 1,5 ml/kg KG Ultravist 300
= 1,4 ml/kg KG Ultravist 370
Jugendliche und Erwachsene
0,3 g l/kg KG= 1,3 ml/kg KG Ultravist 240
= 1,0 ml/kg KG Ultravist 300
= 0,8 ml/kg KG Ultravist 370

Eine Erhöhung der Dosis ist bei Erwachsenen möglich, wenn dies in besonderen Fällen für notwendig erachtet wird.

Aufnahmezeiten

Werden die oben angegebenen Dosierungsrichtlinien eingehalten und Ultravist 300/370 über einen Zeitraum von 1 bis 2 Minuten (3-5 Minuten bei Ultravist 240) verabreicht, ist das Nierenparenchym normalerweise 3 bis 5 Minuten (5-10 Minuten bei Ultravist 240) und das Nierenbecken mit den ableitenden Harnwegen 8 bis 15 Minuten (15-20 Minuten bei Ultravist 240) nach Beginn der Applikation kontrastreich dargestellt. Für jüngere Patienten ist eher der jeweils frühere, für ältere der spätere Zeitpunkt zu wählen.

Normalerweise empfiehlt sich die erste Aufnahme bereits 2-3 Minuten nach Kontrastmittelgabe. Bei Neugeborenen, Säuglingen und Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion können spätere Aufnahmen die Darstellung der ableitenden Harnwege verbessern.

Dialyse-Shunt

Ultravist 150: ca. 10 ml zur Funktionskontrolle eines Dialyse-Shunts.

Dosierung für die Anwendung in Körperhöhlen

Kontrastmittelinjektionen während einer Arthrographie und Hysterosalpingographie, sind fluoroskopisch zu überwachen.

Dosisempfehlungen für Einzelinjektionen

Die Dosierung richtet sich nach Alter, Gewicht und Allgemeinzustand des Patienten. Ausserdem hängt sie von der klinischen Fragestellung, der Untersuchungstechnik und dem zu untersuchenden Bereich ab. Die folgenden Dosierungsvorschläge sind nur als Empfehlungen zu verstehen und stellen die durchschnittliche Dosis für einen normalen Erwachsenen dar.

Arthrographie

5-15 ml Ultravist 240/300/370.

Hysterosalpingographie

10-25 ml Ultravist 240.

Sonstige: Die Dosierung richtet sich grundsätzlich nach der klinischen Fragestellung und der darzustellenden Struktur.

Spezielle Dosierungsanweisung

Neugeborene, Säuglinge und Kinder

Bei Säuglingen (Alter <1 Jahr) und insbesondere Neugeborenen kann es u.a. zu Störungen des Elektrolythaushaltes und Veränderungen der Hämodynamik kommen. Auf die zu verwendende Kontrastmitteldosis, die technische Durchführung des radiologischen Verfahrens und den Zustand des Patienten ist besonders sorgfältig zu achten.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Eine Leberfunktionsstörung hat keinen Einfluss auf die Elimination von Iopromid, da nur ca. 2% der verabreichten Dosis via Fäces ausgeschieden werden und Iopromid nicht metabolisiert wird. Eine Dosisanpassung wird bei Patienten mit Leberfunktionsstörung als nicht nötig betrachtet.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Da Iopromid fast ausschliesslich in unveränderter Form über die Nieren ausgeschieden wird, ist die Eliminationsphase bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung verlängert. Um das Risiko einer zusätzlichen, durch das Kontrastmittel verursachten Nierenfunktionsstörung bei Patienten mit einer bereits vorhandenen Nierenfunktionsstörung zu vermindern, sollte die geringst mögliche Dosis bei diesen Patienten gebraucht werden (s. auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Pharmakokinetik»).

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Unbehandelte Hyperthyreose.

Vorbekannte schwere Reaktion auf Ultravist.

Während einer Schwangerschaft darf keine Hysterosalpingographie durchgeführt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Für alle Indikationen

Überempfindlichkeitsreaktionen

Nach Anwendung von Ultravist können anaphylaktoide/Überempfindlichkeitsreaktionen oder andere idiosynkratische Reaktionen auftreten, die sich in Herz-Kreislauf-, Atem- und Hautsymptomen äussern.

Gelegentlich wurden auch allergieartige Reaktionen beobachtet, wobei leichte bis schwere Reaktionen und auch Schockzustände möglich sind (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Im Allgemeinen treten diese Reaktionen innerhalb von 30 Minuten nach Kontrastmittelgabe auf. In seltenen Fällen kann es jedoch auch zu Spätreaktionen kommen (nach Stunden oder Tagen).

Das Risiko einer Überempfindlichkeitsreaktion ist erhöht bei

  • einer früheren Reaktion auf Kontrastmittel,
  • Bronchialasthma oder anderen allergischen Reaktionen in der Krankengeschichte des Patienten.

Bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit auf Ultravist oder einen seiner Inhaltsstoffe oder früherer Überempfindlichkeitsreaktion auf ein anderes jodhaltiges Kontrastmittel, ist wegen des erhöhten Risikos einer potentiell schweren Überempfindlichkeitsreaktion eine besonders sorgfältige Nutzen/Risiken-Abwägung erforderlich. Allerdings treten derartige Reaktionen nicht regelmässig auf und sind nicht vorhersehbar.

Patienten, bei denen derartige Reaktionen während der Einnahme von Beta-Blockern auftreten, können refraktär gegenüber der Standardbehandlung mit Beta-Agonisten sein (siehe auch «Interaktionen»).

Im Falle einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion besteht für Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen ein höheres Risiko für ernste oder sogar tödliche Folgen.

Da die Möglichkeit einer Überempfindlichkeitsreaktion auch verzögert nach der Kontrastmittelgabe besteht, ist der Patient nach der Untersuchung noch weiter zu überwachen.

Bei allen Patienten sind Vorbereitungen zu treffen um im Notfall die entsprechenden Massnahmen einleiten zu können.

Bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für eine allergieähnliche Reaktion, mit einer vorangegangen mittelschweren bis schweren akuten Reaktion, Asthma oder einer behandlungsbedürftigen Allergie, sollte eine Prämedikation mit Glukokortikoiden erwogen werden

Schilddrüsenfunktionsstörung

Bei Patienten mit bekannter oder vermuteter Hyperthyreose oder Struma ist eine besonders sorgfältige Risiken/Nutzen-Abwägung erforderlich, da jodhaltige Kontrastmittel bei diesen Patienten eine Hyperthyreose und thyreotoxische Krise auslösen können. Daher soll bei Patienten mit bekannter oder vermuteter Hyperthyreose eine Überprüfung der Schilddrüsenfunktion vor der Verabreichung von Ultravist und/oder eine vorbeugende thyreostatische Medikation in Betracht gezogen werden.

Bei Neugeborenen, speziell Frühgeborenen, die entweder während der Schwangerschaft über die Mutter oder in der Neonatalphase Ultravist ausgesetzt worden sind, wird empfohlen, die Schilddrüsenfunktion zu überwachen. Eine übermässige Iod-Exposition kann eine Schilddrüsenunterfunktion verursachen, die möglicherweise einer Behandlung bedarf.

ZNS-Störungen

Bei Patienten, die früher bereits unter Anfällen oder anderen Erkrankungen des ZNS gelitten haben, kann im Zusammenhang mit der Applikation von Ultravist ein erhöhtes Risiko für Anfälle und neurologische Komplikationen bestehen. Neurologische Komplikationen treten häufiger bei Zerebralangiographie und damit zusammenhängenden Verfahren auf.

Vorsicht ist geboten in Situationen, in denen möglicherweise die Krampfschwelle herabgesetzt ist, so z.B. bei Krampfanfällen in der Vorgeschichte und bei gleichzeitiger Verabreichung bestimmter Arzneimittel (z.B. Neuroleptika und Antidepressiva).

Faktoren (z.B. akuter oder chronischer Alkoholismus), die die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke erhöhen, erleichtern die Passage des Kontrastmittels in Hirngewebe, was möglicherweise zu zentralnervösen Reaktionen führt.

Hydratation

Vor und nach der intravasalen Kontrastmittelapplikation muss eine ausreichende Hydratation gewährleistet sein, um das Risiko für eine Kontrastmittel-induzierte Nephrotoxizität zu reduzieren. Dies gilt insbesondere für Patienten mit Plasmozytom, Diabetes mellitus, Polyurie, Oligurie, Hyperurikämie sowie für Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder und ältere Patienten.

Angstzustände

Zustände starker Aufregung, Angst oder Schmerzen können das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen oder kontrastmittelbedingte Reaktionen verstärken. Bei solchen Patienten sollte besonderen Wert darauf gelegt werden, die Angstzustände zu minimieren.

Vorabtestung

Ein Sensibilitätstest unter Anwendung einer geringen Menge Kontrastmittel wird nicht empfohlen, da er keinen Vorhersagewert besitzt. Ausserdem haben Sensibilitätstests selbst gelegentlich zu schweren und sogar tödlichen Überempfindlichkeitsreaktionen geführt.

Intravasale Applikation

Nierenversagen/-funktionsstörung

Nach der intravasalen Applikation von Ultravist kann es zu kontrastmittelbedingter Nephrotoxizität kommen, die sich in vorübergehender Beeinträchtigung der Nierenfunktion äussert. In einigen Fällen kann ein akutes Nierenversagen eintreten.

Zu den Risikofaktoren zählen:

  • vorbestehende Niereninsuffizienz,
  • Dehydratation,
  • Diabetes mellitus,
  • Plasmozytom/Paraproteinämie,
  • mehrfache und/oder hohe Dosis Ultravist.

Bei allen Patienten, denen Ultravist verabreicht wird, muss vor der Kontrastmittelgabe eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sichergestellt werden.

Dialysepflichtige Patienten, ohne verbleibende Nierenfunktion, können Ultravist für radiologische Untersuchungen (mit Vorsicht) erhalten, da jodhaltige Kontrastmittel mittels Dialyse eliminiert werden.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Für Patienten mit bestehender Herzerkrankung oder schwerer koronarer Herzkrankheit besteht ein erhöhtes Risiko für klinisch bedeutsame hämodynamische Veränderungen und Arrhythmien.

Die intravasale Injektion mit Ultravist kann bei bestehendem Herzversagen ein Lungenödem auslösen.

Phäochromozytom

Patienten mit einem Phäochromozytom haben ein erhöhtes Risiko, eine hypertensive Krise zu entwickeln.

Myasthenia gravis

Die Gabe von Ultravist kann die Symptome einer Myasthenia gravis verschlimmern.

Thromboembolische Ereignisse

Nichtionische Kontrastmittel beeinflussen die normalen physiologischen Funktionen nur geringfügig und hemmen die Blutgerinnung in vitro weniger als ionische Kontrastmittel. Neben dem Kontrastmittel können zahlreiche andere Faktoren die Entstehung thromboembolischer Ereignisse beeinflussen. Dazu zählen: Dauer des Untersuchungsverfahrens, Zahl der Injektionen, Katheter- und Spritzenmaterial, bestehende Grunderkrankungen und Begleitmedikation. Dies ist bei der Gefässkatheterisierung zu berücksichtigen. Daher ist auf eine besonders sorgfältige angiographische Technik und das häufige Spülen der Katheter mit physiologischer Kochsalzlösung (möglichst unter Heparinzugabe) zu achten und die Prozedur so kurz wie möglich zu gestalten, um das untersuchungsbedingte Thromboembolierisiko zu minimieren.

Interaktionen

Biguanide (Metformin)

Bei Patienten mit akutem Nierenversagen oder schwerer chronischer Nierenerkrankung kann die Elimination von Biguaniden vermindert sein und in der Folge zur Akkumulation und der Entwicklung einer Laktazidose führen. Da die Anwendung von Ultravist zu einer Nierenfunktionsstörung oder zu einer Verschlimmerung einer Nierenfunktionsstörung führen kann, weisen Patienten, die mit Metformin behandelt werden, ein höheres Risiko auf, eine Laktazidose zu entwickeln. Dies gilt vor allem für Patienten mit einer früheren Nierenfunktionsstörung (s. Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen/Nierenfunktionsstörungen»).

Patienten mit einer glomerulären Filtrationsrate GFR ≤45 ml/min/1.73 m2 sollen daher Metformin 48 h vor Kontrastmittelgabe stoppen; Wiederaufnahme von Metformin ist 48 h nach Kontrastmittelgabe möglich, falls keine Verschlechterung der Nierenfunktion aufgetreten ist.

Interleukin-2: Eine vorausgehende Behandlung (bis zu mehreren Wochen) mit Interleukin-2 bewirkt ein erhöhtes Risiko für verzögerte Reaktionen auf Ultravist.

Wechselwirkungen mit diagnostischen Tests

Radioisotope: Die Diagnose und Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen mit thyrotropen Radioisotopen kann nach der Verabreichung von Ultravist wegen der verringerten Aufnahmefähigkeit des Schilddrüsengewebes für Radioisotope für mehrere Wochen beeinträchtigt sein.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher wurden keine angemessenen und kontrollierten Studien an schwangeren Frauen durchgeführt (siehe dazu auch Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen/Schilddrüsenfunktionsstörung»). Die Unbedenklichkeit der Anwendung von Ultravist bei schwangeren Patientinnen ist nicht ausreichend erwiesen. Da eine Strahlenbelastung während der Schwangerschaft ohnehin möglichst vermieden werden soll, muss schon deshalb der Nutzen jeder Röntgenuntersuchung - ob mit oder ohne Kontrastmittel - gegen das eventuelle Risiko sorgfältig abgewogen werden.

Stillzeit

Die Sicherheit von Ultravist für Säuglinge wurde bisher nicht untersucht. Kontrastmittel gehen nur sehr geringfügig in die Muttermilch über. Nach bisherigen Erfahrungen ist durch das Stillen kein Schaden für das Kind zu erwarten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurde keine spezifische Studie durchgeführt. Der Allgemeinzustand des Patienten, die Grundkrankheit und die unerwünschten Wirkungen des Kontrastmittels sind zu beachten.

Unerwünschte Wirkungen

Das Sicherheitsprofil von Ultravist basiert auf der Erfahrung mit über 3’900 Patienten in klinischen Studien, auf Daten von mehr als 74'000 Patienten nach der Markzulassung und auf Daten aus Spontanberichten sowie der Literatur.

Die am häufigsten beobachteten unerwünschten Wirkungen (≥4%) bei Patienten, die Ultravist erhalten hatten, sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Vasodilatation. Die schwerwiegendsten Reaktionen sind anaphylaktoider Schock, Atemstillstand, Bronchospasmus, Larynxödem, Pharynxödem, Asthma, Koma, Zerebralinfarkt, Schlaganfall, Hirnödem, Konvulsion, Arrhythmie, Herzstillstand, myokardiale Ischämie, Herzinfarkt, Herzversagen, Bradykardie, Zyanose, Hypotension, Schock, Dyspnöe, Lungenödem, Ateminsuffizienz und Aspiration.

Unerwünschte Wirkungen, die im Zusammenhang mit der Anwendung von Ultravist auftreten, sind in der Regel leicht bis mittelschwer und vorübergehender Natur. Es wurden jedoch auch schwere und lebensbedrohliche Reaktionen, auch Todesfälle, beobachtet.

Nachstehend sind die unerwünschten Wirkungen, die bei der Anwendung von Ultravist beobachtet worden sind, nach Systemorganklassen gemäss MedDRA aufgeführt. Um eine Reaktion zu beschreiben, wird jeweils der am besten passende MedDRA-Begriff gewählt, welcher auch die Synonyme und verwandten Reaktionen beinhaltet.

Meldungen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen aus klinischen Studien sind bezüglich ihrer Häufigkeit klassiert. Die Häufigkeitsangaben sind wie folgt definiert:

sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1'000, <1/100); selten (≥1/10'000, <1/1’000); sehr selten (<1/10'000).

Unerwünschte Wirkungen, die nach Markteinführung beobachtet wurden und für die keine Häufigkeitsangaben abgeleitet werden konnten, sind ohne Angaben zur Häufigkeit aufgeführt.

Unerwünschte Wirkungen, die in klinischen Studien oder nach Marktzulassung bei Patienten beobachtet wurden, die Ultravist erhalten hatten:

Störungen des Immunsystem

Gelegentlich: Überempfindlichkeit/anaphylaktische Reaktionen (anaphylaktischer Schock, Atemstillstand, Bronchospasmus, Larynx-/Pharynx-/Gesichtsödem, Zungenödem, Larynx-/Pharynxspasmus, Asthma, Konjunktivits, Tränenfluss, Niesen, Husten, Mukosaödem, Rhinitis, Heiserkeit, Rachenirritation, Urtikaria, Pruritus, Angioödem).

Endokrine Störungen

Thyrotoxische Krise und Veränderungen der Schilddrüsenfunktion wurden beobachtet.

Psychiatrische Störungen

Selten: Angstzustände.

Störungen des Nervensystems

Häufig: Benommenheit, Kopfschmerzen, Dysgeusie.

Gelegentlich: vasovagale Reaktionen, Verwirrtheit, Unruhe, Parästhesie/Hypästhesie, Schläfrigkeit.

Koma, zerebrale Ischämie/Infarkt, Schlaganfall, Hirnödem, Konvulsion, vorübergehende Rindenblindheit, Bewusstlosigkeit, Agitation, Amnesie, Tremor, Sprachstörungen und Parese/Lähmung wurden beobachtet.

Augenleiden

Häufig: unscharfes/gestörtes Sehvermögen.

Funktionsstörungen des Ohrs und des Innenohrs

Hörstörungen wurden beobachtet.

Funktionsstörungen des Herzen

Häufig: Schmerzen in der Brust, Unwohlsein.

Gelegentlich: Arrhythmien.

Selten: Herzstillstand, myokardiale Ischämie, Herzklopfen.

Myokardinfarkt, Herzversagen, Bradykardie, Tachykardie und Zyanose wurden beobachtet.

Funktionsstörungen der Gefässe

Häufig: Hypertonie, Vasodilatation.

Gelegentlich: Hypotonie.

Schock, thromboembolische Ereignisse und Vasospasmus wurden beobachtet.

Atmungsorgane

Gelegentlich: Atemnot.

Lungenödem, Ateminsuffizienz und Aspiration wurden beobachtet.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: Erbrechen, Übelkeit.

Gelegentlich: Unterleibsschmerzen.

Schluckstörung, Anschwellen der Speicheldrüsen und Diarrhö wurden beobachtet.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Mukokutanes Syndrom (z.B. Stevens-Johnson- oder Lyell-Syndrom), Hautausschlag, Hautrötung und Hyperhydrose wurden beobachtet.

Muskelskelettsystem (Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen)

Kompartementsyndrom im Falle von Extravasation wurde beobachtet.

Funktionsstörungen der Nieren und ableitenden Harnwege

Nierenfunktionsstörung und akutes Nierenversagen wurden beobachtet.

Allgemeine Störungen und Beschaffenheit der Applikationsstelle

Häufig: Schmerzen, Reaktionen an der Applikationsstelle (z.B. Schmerzen, leichte Erwärmung, Ödeme, Entzündung und Gewebsverletzungen im Falle eines Flüssigkeitsaustritts aus einem Gefäss).

Gelegentlich: Ödeme.

Unwohlsein, Schüttelfrost und Blässe wurden beobachtet.

Untersuchungen

Veränderung der Körpertemperatur wurde beobachtet.

Überdosierung

Die Resultate von Studien zur akuten Toxizität an Tieren weisen nicht auf ein Risiko für eine akute Vergiftung bei der Verwendung von Ultravist hin.

Intravasale Überdosierung

Zu den möglichen Symptomen zählen Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes, Störungen der Nierenfunktion bis zum Nierenversagen, kardiovaskuläre und pulmonale Komplikationen.

Bei versehentlicher Überdosierung sind der Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt sowie die Nierenfunktion zu überwachen. Die Behandlung einer Überdosierung sollte auf den Erhalt der Lebensfunktionen abzielen.

Ultravist ist dialysierbar.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: V08AB05

Die kontrastgebende Substanz in Ultravist ist Iopromid, ein nicht-ionisches, wasserlösliches Derivat der triiodierten Isophtalsäure, mit einem Molekulargewicht von 791,12, in welcher das kovalent gebundene Jod die Röntgenstrahlen absorbiert.

Pharmakokinetik

Absorption und Distribution

Nach intravasaler Applikation verteilt sich Iopromid rasch im Extrazellulärraum mit einer Halbwertszeit von 3 Minuten.

Es vermag die intakte Blut-Hirn-Schranke nicht zu überwinden, wohl aber in geringem Ausmass die Plazenta-Schranke (Kaninchen). Die Plasmaproteinbindung beträgt bei einer Konzentration von 1,2 mg Jod/ml Plasma 0,9 ± 0,2%. 5 Minuten nach intravenöser Bolusinjektion (in 1-5 Minuten) von Ultravist 300 wurden 28 ± 6% der Dosis im gesamten Plasmavolumen unabhängig von der Kontrastmitteldosis gefunden.

Metabolismus

Ultravist wird nicht metabolisiert.

Elimination

Die terminale Eliminationshalbwertszeit von Iopromid beträgt unabhängig von der Dosierung bei Patienten mit gesunder Nierenfunktion etwa 2 Stunden. Iopromid wird bei den diagnostisch verwendeten Dosierungen ausschliesslich glomerulär filtriert. Bis 30 Minuten nach der Injektion werden etwa 18% der Dosis, bis 3 Stunden etwa 60% und bis 24 Stunden 92% mit dem Harn ausgeschieden.

Die Gesamtclearance betrug 110 ml/min, respektive 103 ml/min bei tieferer (15 g Jod, entspricht 100 ml Ultravist 150) und bei höherer Dosierung (80 g Jod, entspricht 216 ml Ultravist 370).

Elimination bei Patienten mit eingeschränkter Nieren/Leberfunktion

Iopromid kann mittels Hämodialyse entfernt werden.

Die Elimination wird von einer eingeschränkten Leberfunktion nicht beeinträchtigt, da Iopromid nicht metabolisiert wird und nur etwa 2% der Dosis via Fäces ausgeschieden werden.

Präklinische Daten

Die präklinischen Daten geben auf der Grundlage konventioneller Studien zur Sicherheit, Pharmakologie, Toxizität mehrfacher Dosen, Genotoxizität und Reproduktionstoxizität keine besonderen Sicherheitssignale.

Tierversuche ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen von Iopromid in Bezug auf Schwangerschaft, die embryonale/fetale Entwicklung, die Geburt oder die postnatale Entwicklung.

Systemische Toxizität

Experimentelle systemische Verträglichkeitsstudien nach wiederholter täglicher intravenöser Verabreichung ergaben keine Resultate, welche gegen eine Anwendung von Ultravist zu diagnostischen Zwecken beim Menschen sprechen.

Genotoxisches Potential, Tumorbildung

Studien über genotoxische Wirkungen (Gen-, Chromosomen- und Genom-Mutationsstudien) in vivo und in vitro ergaben keine Anzeichen eines mutagenen Potentials von Ultravist.

In Anbetracht der Abwesenheit von genotoxischen Wirkungen und dem Fehlen von Anzeichen von toxischen Wirkungen auf schnell proliferierendes Gewebe, ebenso wie die Tatsache, dass Ultravist beim Menschen einmalig verabreicht wird, ergibt sich kein offensichtliches Risiko von tumorigenen Wirkungen.

Lokale Verträglichkeit und kontaktsensibilisierendes Potenzial

Lokale Verträglichkeitsstudien nach Einzel- oder wiederholter i.v. Verabreichung und einzelner intraarterieller, intramuskulärer, paravenöser, intra-peritonealer, und konjunktivaler Verabreichung ergaben keine, oder nur geringe lokale unerwünschte Wirkungen in den Blutgefässen, im paravenösen Gewebe, oder in der Schleimhaut.

Studien zum kontaktsensibilisierenden Potenzial ergaben keine Hinweise auf eine mögliche Sensibilisierung.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Ultravist und andere Arzneimittel, wie Prophylaktika (z.B. Antihistaminika, Kortikoide) dürfen nicht miteinander gemischt appliziert werden.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Schilddrüsendiagnostik mit Radioisotopen (siehe «Interaktionen»).

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Vor Licht und Röntgenstrahlen geschützt bei nicht mehr als 30 °C aufbewahren.

Arzneimittel sind sorgfältig aufzubewahren und vor Kindern zu sichern.

Hinweise für die Handhabung

Ultravist sollte vor der Anwendung auf Körpertemperatur erwärmt werden. Kontrastmittel, die vor der Applikation auf Körpertemperatur erwärmt werden, werden besser vertragen und lassen sich aufgrund der geringeren Viskosität leichter injizieren.

Visuelle Prüfung

Ultravist wird gebrauchsfertig als klare, schwach bräunliche, schwach bräunlich-gelbliche oder schwach gelbliche Lösung geliefert.

Die Kontrastmittellösung muss vor Gebrauch visuell geprüft werden. Sie darf im Falle einer Verfärbung, dem Auftreten von Partikeln (inklusive Kristalle) oder defekter Behälter nicht verwendet werden. Da Ultravist eine hoch konzentrierte Lösung ist, kann in sehr seltenen Fällen eine Auskristallisation auftreten (Trübung der Lösung und/oder Ausfällung am Boden oder auf der Lösung schwimmende Kristalle).

Damit auch eine allfällige Ausfällung am Boden oder auf der Lösung schwimmende Kristalle erkennbar sind, ist der Behälter vor dem Gebrauch vorsichtig aufzuschütteln (1× 180° drehen).

Die Kontrastmittellösung darf erst unmittelbar vor der Untersuchung in die Spritze oder die am Infusionsbesteck angebrachte Infusionsflasche aufgezogen werden.

Der Gummistopfen darf nur einmal durchstochen werden, um zu verhindern, dass grosse Mengen an Mikropartikeln vom Stopfen in die Lösung gelangen. Es wird empfohlen, zum Durchstechen des Gummistopfens und für das Aufziehen von Kontrastmitteln Kanülen mit langem Anschliff und mit einem Durchmesser von max. 18 G zu verwenden (besonders geeignet sind reine Entnahmekanülen mit seitlicher Öffnung, z.B. Nocore-Admix-Kanülen).

Kontrastmittellösung, die nicht bei einer einzigen Untersuchung eines bestimmten Patienten verbraucht wurde, ist zu verwerfen.

Grossvolumige Behälter (nur für intravasale Verabreichung)

Für die Mehrfachentnahme von Kontrastmitteln aus Behältnissen zu 200 ml und mehr gilt folgendes:

Die Mehrfachentnahme von Kontrastmitteln muss mit einem hierfür zugelassenen Entnahmebesteck erfolgen.

Um zu verhindern, dass grössere Mengen Mikropartikel vom Stopfen in die Lösung gelangen, darf der Gummistopfen nicht mehr als einmal durchstochen werden.

Das Kontrastmittel muss mit Hilfe eines Injektomaten oder nach einem anderen zugelassenen Verfahren verabreicht werden, bei dem die Sterilität des Kontrastmittels gewährleistet ist.

Die Schlauchverbindung vom Injektionsgerät zum Patienten (Patientenschlauch) muss nach jedem Patienten gewechselt werden, um eine Kreuzkontamination zu verhindern.

Wenn die Infusionsflasche leer ist, oder zehn Stunden nach dem ersten Öffnen des Behälters müssen die Verbindungsschläuche und alle Einwegkomponenten des Injektionssystems entsorgt werden.

Zusätzliche Hinweise des Herstellers des verwendeten Zubehörs müssen ebenfalls beachtet werden.

Nicht verbrauchtes Ultravist in geöffneten Behältern muss zehn Stunden nach dem ersten Öffnen des Behälters verworfen werden.

Vorgefüllte Patronen

Die Anwendung von Kontrastmitteln darf nur von qualifiziertem Personal mittels geeigneter Verfahren und Ausrüstung vorgenommen werden. Bei allen Injektionen von Kontrastmitteln muss Steriltechnik angewendet werden. Die Anleitungen des Geräteherstellers sind zu beachten. Die in einem Untersuchungsgang nicht verbrauchte Kontrastmittellösung ist zu verwerfen.

Zulassungsnummer

46969 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Bayer (Schweiz) AG, Zürich.

Stand der Information

Mai 2016.

Verwendung dieser Informationen

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