Clindamycin Sandoz Kaps 300 Mg 16 Stk

Clindamycin Sandoz Kaps 300 Mg 16 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Clindamycinum ut Clindamycini-2-phosphas (Injektionslösung), Clindamycini hydrochloridum (Kapseln).

Hilfsstoffe

Clindamycin [phosphat] Sandoz i.v./i.m. Injektionslösung

Natrii edetas; Conserv.: Alcohol benzylicus 37,8 mg; Aqua q.s. ad solutionem.

Clindamycin Sandoz Kapseln

Excipiens pro capsula.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Clindamycin [phosphat] Sandoz i.v./i.m. Injektionslösung

1 ml Injektionslösung enthält 150 mg Clindamycinum als Clindamycini-2-phosphas.

Clindamycin Sandoz Kapseln

1 Kapsel enthält 150 mg, resp. 300 mg Clindamycinum als Clindamycini hydrochloridum.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung von Infektionen mit gegenüber Clindamycin empfindlichen anaeroben Bakterien und grampositiven aeroben Bakterien, insbesondere Bacteroides-Arten, mikroaerophilen Streptokokken, Staphylokokken und Pneumokokken:

  • Infektionen des oberen Respirationstrakts wie Tonsillitis, Pharyngitis, Sinusitis, Otitis media und Scharlach.
  • Infektionen des unteren Respirationstrakts wie Bronchitis, Pneumonie, Empyem und Lungenabszess.
  • Haut- und Weichteilinfektionen wie Akne, Furunkel, Zellulitis, Impetigo, Abszesse und Wundinfektionen. Spezifische Haut- und Weichteilinfektionen wie Erysipel und Paronychia (Panaritium) müssten ihrer Natur gemäss gut auf eine Clindamycin-Therapie ansprechen.
  • Knochen- und Gelenkinfektionen wie Osteomyelitis und septische Arthritis.
  • In Kombination mit einem Antibiotikum mit gramnegativem, aerobem Spektrum: Infektionen des weiblichen Beckens und Genitaltraktes, wie Endometritis, Parametritis, Salpingitis, Tuboovarialabszesse (Pelvic Inflammatory Diseases PID), sowie postoperative Vaginalinfektionen.
  • Intraabdominale Infektionen wie Peritonitis und Abdominalabszess bei gleichzeitiger Applikation eines Antibiotikums mit einem geeigneten gramnegativen aeroben Spektrum.
  • Septikämie und Endokarditis. Die Wirksamkeit von Clindamycin in der Behandlung ausgewählter Endokarditis-Fälle wurde dokumentiert, falls Clindamycin sich bei der In vitro-Testung der adäquaten erreichbaren Serumkonzentrationen gegenüber dem Erreger als bakterizid erwies.
  • Zahninfektionen wie Parodontalabszess und Periodontitis.
  • Toxoplasmose-Enzephalitis bei Patienten mit AIDS. Bei Patienten, die die konventionelle Behandlung nicht vertragen, kann Clindamycin in Kombination mit Pyrimethamin zur Akuttherapie eingesetzt werden. Es liegen nur begrenzte Erfahrungen aus klinischen Studien vor.
  • Pneumocystis carinii Pneumonie bei Patienten mit AIDS. Bei Unverträglichkeit gegenüber der herkömmlichen Therapie kann Clindamycin in Kombination mit Primaquin eingesetzt werden. Es liegen nur begrenzte Erfahrungen aus klinischen Studien vor.

Wie bei allen Antibiotika empfiehlt sich die Durchführung von in-vitro Sensibilitätsprüfungen.

Offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollen beachtet werden, insbesondere Anwendungsempfehlungen zur Verhinderung der Zunahme von Antibiotikaresistenzen.

Dosierung/Anwendung

Die Dosierung und Applikationsart soll nach der Schwere der Infektion, dem Zustand des Patienten und der Empfindlichkeit des Erregers bestimmt werden.

Clindamycin [phosphat] Sandoz i.v./i.m. kann bei Kindern ab dem Alter von 1 Monat angewendet werden.

Parenterale Applikation

Clindamycin [phosphat] Sandoz (Injektionslösung): (i.m. oder i.v. Applikation)

Grad der Infektion

Erwachsene(mg/Tag)

Kinder(mg/kg/Tag)

Dosen pro Tag

Schwer

1200‑1800

20

2‑4

Sehr schwer:Infektionen intraabdominal, Becken, Infektionen mit Komplikationen

2400‑2700

25‑40

2‑4

Bei schweren oder lebensbedrohenden Infektionen, insbesondere bei Infektionen, bei denen Bacteroides fragilis, Peptococcus-Arten oder andere Clostridium-Arten als Clostridium perfringens nachgewiesen wurden oder Verdacht auf eine Beteiligung dieser Organismen besteht, kann die Dosierung weiter erhöht werden. Erwachsenen wurden intravenöse Dosen bis zu 4800 mg täglich verabreicht.

Alternativ kann die Substanz in Form einer einmaligen Kurzinfusion der ersten Dosis über 10 min oder länger und dann als intravenöse Dauerinfusion gegeben werden, wie folgt:

Zur Erhaltung der Clindamycin‑Serumspiegel

Geschwindigkeit der Kurzinfusion

Geschwindigkeit der Erhaltungsinfusion

über 4 µg/ml

10 mg/min über 30 min

0.75 mg/min

über 5 µg/ml

15 mg/min über 30 min

1.00 mg/min

über 6 µg/ml

20 mg/min über 30 min

1.25 mg/min

Verdünnung und Infusionsgeschwindigkeiten

Bei intravenöser (i.v.) Verabreichung soll Clindamycinphosphat verdünnt angewendet werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Die Clindamycin-Konzentration in der Infusionslösung sollte nicht höher sein als 12 mg pro ml, und die Infusionsgeschwindigkeit sollte 30 mg pro min nicht überschreiten. Üblich sind folgende Infusionsgeschwindigkeiten:

Dosis

Infusionslösung

Zeit

300 mg

50 ml

10 min

600 mg

50 ml

20 min

900 mg

100 ml

30 min

1200 mg

100 ml

40 min

Die Applikation von mehr als 1200 mg in einer einmaligen einstündigen Infusion wird nicht empfohlen.

Bei intramuskulärer (i.m.) Verabreichung soll Clindamycinphosphat unverdünnt angewendet werden.

Intramuskuläre Einzelinjektionen von mehr als 600 mg werden nicht empfohlen.

Inkompatibilität und Kompatibilität siehe Kapitel «Sonstige Hinweise».

Orale Applikation

Die Kapseln können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Zur Verhinderung einer Oesophagitis sollen die Kapseln mit einem Glas Wasser eingenommen werden.

Grad der Infektion

Erwachsene(mg/Tag)

Kinder(mg/kg/Tag)

Aufgeteilt in Dosen pro Tag

Mittelschwer

600‑1200

8‑12

3 oder 4

Schwer

600‑1200

13‑16

3 oder 4

Sehr schwer

1200‑1800

17‑25

3 oder 4

Dosierung bei akuter StreptokokkenTonsillitis/Pharyngitis:

Bei Überempfindlichkeit auf Penicillin und Beta-Lactam-Antibiotika (Typ I Hypersensitivität) ist Clindamycin Sandoz als Therapiealternative bei Kindern und Erwachsenen mit bestätigter bzw. vermuteter Streptokokken Pharyngitis in Betracht zu ziehen. Die Dosierung beträgt in diesem Fall zweimal täglich eine Kapsel Clindamycin Sandoz 300 mg während 10 Tagen. Bei beta‑hämolysierenden Streptokokken‑Infektionen sollte die Behandlung über mindestens 10 Tage fortgeführt werden.

Kinder

Aufgrund ihrer galenischen Form sind Clindamycin Sandoz Kapseln zur Behandlung von Kindern nicht geeignet.

Kombinationstherapien

– Gynäkologische Infektionen (Pelvic Inflammatory Diseases PID):

Clindamycin [phosphat] Sandoz 900 mg i.v. alle 8 h zusammen mit einem intravenös verabreichten Antibiotikum mit gramnegativem‑aerobem Spektrum, z.B. Gentamycin 2.0 mg/kg gefolgt von 1.5 mg/kg alle 8 h. Nach mindestens 4 Tagen und frühestens 48 h nach Eintritt der Besserung wird mit oralem Clindamycin Sandoz 450 mg alle 6 h bis zu einer Therapiedauer von total 10–14 Tagen weiterbehandelt.

– Pneumocystis carinii Pneumonie bei Patienten mit AIDS:

Kombinationstherapie Clindamycin mit Primaquin: Clindamycin [phosphat] Sandoz 600–900 mg i.v. alle 6 h oder 900 mg i.v. alle 8 h oder Clindamycin Sandoz Kapseln 300–450 mg p.o. alle 6 h über 21 Tage.

Primaquin: 15–30 mg p.o. einmal täglich über 21 Tage.

– Toxoplasmose Enzephalitis bei Patienten mit AIDS:

Kombinationstherapie Clindamycin mit Pyrimethamin: Clindamycin 600–1200 mg 4mal täglich oral (oder i.v.) zwei Wochen lang, dann 300–600 mg 4mal täglich.

Pyrimethamin: 25–75 mg 1mal täglich. Bei höherer Dosierung von Pyrimethamin sollte 10–20 mg Folsäure täglich zusätzlich eingenommen werden. Die Dauer der Therapie sollte insgesamt 8–10 Wochen betragen.

Spezielle Dosierungsempfehlungen

Kinder im Alter unter 1 Monat

Für Säuglinge im ersten Lebensmonat liegen keine ausreichenden Daten vor. Eine Anwendung von Clindamycin in dieser Altersgruppe wird daher nicht empfohlen.

Ältere Patienten

Eine Dosisanpassung in Abhängigkeit vom Alter ist vermutlich nicht erforderlich.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei schwerer Niereninsuffizienz ist die Halbwertszeit von Clindamycin verlängert. Bei diesen Patienten sollen während einer hochdosierten Therapie die Clindamycin‑Spiegel überwacht werden.

Bei leichter bis mässiger Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei schwerer Leberinsuffizienz (Child Pugh C) ist die Halbwertszeit von Clindamycin verlängert. Bei diesen Patienten sollen während einer hochdosierten Therapie die Clindamycin‑Spiegel überwacht werden.

Bei leichter bis mässiger Leberinsuffizienz (Child Pugh A und B) ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Clindamycin oder Lincomycin.

Clindamycin [phosphat] Sandoz i.v./i.m. Injektionslösung darf bei Früh- und Neugeborenen nicht verabreicht werden, da das Präparat das Konservierungsmittel Benzylalkohol enthält (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Clindamycinphosphat sollte intravenös nicht unverdünnt als Bolus injiziert, sondern über mindestens 10‑60 min infundiert werden, wie im Abschnitt «Dosierung/Anwendung» beschrieben.

Clindamycin Sandoz/Clindamycin [phosphat] Sandoz i.v./i.m. sollte in der Behandlung der Meningitis nicht eingesetzt werden, da Clindamycin nicht in genügenden Mengen in die Zerebrospinalflüssigkeit diffundiert.

Wie bei nahezu allen antibakteriellen Wirkstoffen wurde auch unter Behandlung mit Clindamycin über das Auftreten einer pseudomembranösen Kolitis berichtet, welche auf Toxine von Clostridium difficile zurückgeführt wird. Die Behandlung mit antibakteriellen Wirkstoffen verändert die normale Dickdarmflora, was zum Überwuchern durch C. difficile führt.

Das klinische Spektrum der Clostridium-difficile-assoziierten Diarrhoe (CDAD) reicht von einer leichten wässrigen Diarrhoe bis hin zu schweren, potentiell letal verlaufenden Fällen mit persistierender Diarrhoe (gelegentlich mit Blut- und Schleimabgängen einhergehend), schweren Bauchkrämpfen, Fieber und Leukozytose. Als Komplikationen können Peritonitis, toxisches Megakolon und Schock auftreten. Bei älteren Patienten sowie bei Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand muss mit einem schwereren Verlauf gerechnet werden.

Die Diagnose einer CDAD wird gewöhnlich anhand der klinischen Symptome gestellt. Sie kann durch endoskopischen Nachweis einer pseudomembranösen Kolitis und/oder durch den Nachweis von C. difficile in Stuhlkulturen auf selektiven Nährmedien bzw. den Nachweis von C. difficile-Toxin(en) gesichert werden.

Tritt während der Behandlung mit Clindamycin eine persistierende Diarrhoe auf, muss das Präparat abgesetzt und eine geeignete Therapie eingeleitet werden. Ausser bei sehr leichtem Verlauf wird bei allen durch Antibiotika-Gebrauch ausgelösten Fällen eine Antibiotika-Behandlung empfohlen; geeignet ist eine Behandlung mit Metronidazol oder Vancomycin: Bei leichten/mittelschweren Fällen wird eine Initialbehandlung mit Metronidazol per os empfohlen. Bei Patienten mit schwerer C. difficile Infektion erfolgt die Behandlung geeigneter Weise mit Vancomycin (125 mg, 4× täglich während 10 Tagen, was auf 500 mg, 4× täglich erhöht werden kann). Im Falle einer schweren CDAD ist zudem eine adäquate Flüssigkeits-, Elektrolyt- und Proteinsubstitution erforderlich. Die Vancomycin-Therapie führt im Allgemeinen zu einem raschen Verschwinden des Toxins aus den Stuhlproben und klinisch zu einem Nachlassen der Diarrhoe. In seltenen Fällen kam es nach Absetzen von Vancomycin zu einem Rezidiv der Kolitis.

C. difficile produziert die Toxine A und B, die zur Entstehung der CDAD beitragen. Hypertoxin-produzierende Stämme von C. difficile bedingen eine erhöhte Morbidität und Mortalität, da diese Infektionen gegenüber der antimikrobiellen Therapie resistent sein können, was eine Kolektomie erforderlich machen kann.

Bei allen Patienten ist auch bei Auftreten einer Diarrhoe nach antibiotischer Behandlung eine CDAD in Betracht zu ziehen; CDAD-Fälle wurden noch mehr als zwei Monate nach einer Antibiotika-Therapie beschrieben.

Arzneimittel, die zu einer Hemmung der Darmperistaltik führen (z.B. Loperamid), sind bei Verdacht auf CDAD (d.h. bei jeder schweren Diarrhoe unter/nach Antibiotikatherapie) kontraindiziert.

Bei Vorliegen einer der folgenden Erkrankungen bzw. Risikosituationen sollte Clindamycin Sandoz/Clindamycin [phosphat] Sandoz i.v./i.m. mit Vorsicht angewendet werden: Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes (insbesondere Kolitis), auch in der Anamnese; vorbestehende schwere Nieren‑ oder Lebererkrankungen; Störungen der neuromuskulären Übertragung (z.B. Myasthenia gravis, Parkinson-Syndrom); atopische Diathese; Asthma bronchiale.

Bei einer Therapiedauer von mehr als 10 Tagen sollten das Blutbild sowie die Leber- und Nierenfunktion überwacht werden.

Die Anwendung von Antibiotika kann zu übermässigem Wachstum unempfindlicher Keime und/oder Pilze führen. Beim Auftreten einer solchen Super‑Infektion muss sofort eine spezifische Therapie eingeleitet werden.

Nach intramuskulärer Applikation von Clindamycin [phosphat] Sandoz i.v./i.m. wurde über Irritationen an der Injektionsstelle berichtet. Diese Reaktionen lassen sich durch tiefe intramuskuläre Injektionen minimieren.

Clindamycin [phosphat] Sandoz Injektionslösung enthält als Konservierungsmittel Benzylalkohol. Benzylalkohol wurde bei Frühgeborenen sowie bei Neugeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht mit einer fatalen toxischen Reaktion (Gasping Syndrom) in Zusammenhang gebracht.

Toxische Reaktionen können auch bei Säuglingen und Kindern unter 3 Jahren auftreten. Das Toxizitätsrisiko hängt dabei von der verabreichten Menge und von der Entgiftungskapazität der Leber ab. Ab welcher kleinsten Menge Benzylalkohol die Toxizität einsetzt, ist jedoch nicht bekannt. Bei der Anwendung benzylalkoholhaltiger Arzneimittel sollte die Summe der täglichen Menge Benzylalkohol aus allen Quellen berücksichtigt werden.

Darüber hinaus kann Benzylalkohol Überempfindlichkeitsreaktionen bis hin zu ana­phylaktischen Reaktionen verursachen.

Interaktionen

Pharmakokinetische Interaktionen

Clindamycin wird vorwiegend über CYP3A4 und, in geringerem Ausmass, über CYP3A5 zum Hauptmetaboliten Clindamycin-Sulfoxid und dem Nebenmetaboliten Demethyl­clinda­mycin metabolisiert. Dementsprechend kann die Clindamycin-Clearance durch Inhibitoren von CYP3A4 und CYP3A5 vermindert bzw. durch Induktoren dieser Isoenzyme beschleunigt werden.

Gemäss in-vitro Studien inhibiert Clindamycin CYP1A2, CYP2C9, CYP2C19, CYP2E1 und CYP2D6 nicht und CYP3A4 nur in geringem Ausmass. Klinisch relevante Interaktionen von Clindamycin mit gleichzeitig verabreichten Wirkstoffen, welche über diese CYP Isoenzyme metabolisiert werden, sind daher unwahrscheinlich.

Pharmakodynamische Interaktionen

Clindamycin besitzt neuromuskuläre Hemmeigenschaften, die die Wirkung anderer neuromuskulärer Hemmstoffe möglicherweise verstärken. Bei Patienten, die mit solchen Mitteln behandelt werden, ist Clindamycin daher mit Vorsicht anzuwenden.

Vitamin-K-Antagonisten

Bei Patienten, die Clindamycin zusammen mit Vitamin-K-Antagonisten (z.B. Warfarin, Acenocoumarol oder Fluindion) erhielten, wurde über erhöhte Blutgerinnungswerte (PT/INR) und/oder Blutungen berichtet.

Die Blutgerinnungswerte sollten daher bei Patienten, die mit Vitamin-K-Antagonisten behandelt werden, häufig kontrolliert werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine adäquaten, kontrollierten Studien an Schwangeren im ersten Schwangerschaftstrimenon vor. Die Befunde klinischer Studien, in welchen Schwangere im zweiten und/oder dritten Trimenon mit Clindamycin behandelt wurden, lieferten keine Hinweise auf eine Schädigung des Foeten.

Clindamycin ist beim Menschen plazentagängig; nach multiplen Dosen betrug die Konzentration im Fruchtwasser ca. 30% der Konzentration im Blut der Mutter.

Der in Clindamycin [phosphat] Sandoz i.v./i.m. als Konservans enthaltene Hilfsstoff Benzylalkohol ist ebenfalls plazentagängig, s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Bei der Anwendung von Clindamycin Sandoz/Clindamycin [phosphat] Sandoz i.v./i.m. während der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten. Clindamycin soll während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies eindeutig erforderlich ist.

Stillzeit

Clindamycin tritt in die Muttermilch über und erreicht dort Konzentrationen von 0.7‑3.8 µg/ml. Das Auftreten schwerer unerwünschter Wirkungen beim gestillten Kind ist nicht auszuschliessen.

Die Anwendung von Clindamycin Sandoz/Clindamycin [phosphat] Sandoz i.v./i.m. während der Stillzeit wird daher nicht empfohlen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt. Unter der Anwendung von Clindamycin wurde jedoch über unerwünschte Wirkungen wie Schwindel und Schläfrigkeit berichtet, welche Konzentrationsvermögen und Reaktionszeit beeinflussen und dadurch die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen können.

Unerwünschte Wirkungen

Nachfolgend sind die unerwünschten Wirkungen nach Organsystem und Häufigkeit angegeben, welche in klinischen Studien und/oder während der Marktüberwachung unter der Anwendung von Clindamycin beobachtet wurden.

Definition der Häufigkeitskategorien: häufig ≥1/100 und <1/10, gelegentlich ≥1/1000 und <1/100, selten ≥1/10'000 und <1/1000, nicht bekannt: Häufigkeit kann nicht genau angegeben werden, da auf Spontanmeldungen aus der Post-Marketing-Surveillance beruhend.

Es ist zu beachten, dass sich die Häufigkeiten in den klinischen Studien nicht selten zwischen der parenteralen und den oralen Darreichungsformen unterschieden. Wo diese Häufigkeitsunterschiede relevant waren, wird nachfolgend die jeweils höchste Inzidenz mit entsprechendem Hinweis auf die andere Darreichungsform angegeben. Insbesondere waren gastrointestinale unerwünschte Wirkungen bei oraler Gabe häufiger, während Haut­veränderungen unter parenteraler Anwendung häufiger beobachtet wurden als bei oraler Gabe.

Erkrankungen des Blut und des Lymphsystems

Gelegentlich: Eosinophilie.

Selten: Agranulozytose (nur während der Marktüberwachung gemeldet), Leukopenie, Thrombopenie, Neutropenie.

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Angioödem, Arzneimittelfieber.

Nicht bekannt: anaphylaktoide Reaktionen, DRESS-Syndrom (drug rash with eosinophilia and systemic symptoms).

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich: Dysgeusie.

Nicht bekannt: Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit.

Herz und Gefässerkrankungen

Gelegentlich: Hypotonie (v.a. bei parenteraler Applikation), Herz-/Atemstillstand (nach (zu) schneller intravenöser Applikation).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Diarrhoe, Bauchschmerzen, pseudomembranöse Kolitis.

Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen (v.a. unter oraler Anwendung).

Nicht bekannt: Oesophagitis und Oesophagus-Ulzera (v.a. bei oraler Anwendung beobachtet).

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig: Anomalien der Leberfunktionstests (Bilirubin, AST, alkalische Phosphatase).

Sehr selten: Hepatitis.

Nicht bekannt: Ikterus (einschliesslich cholestatischem Ikterus).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: makulopapulöses Exanthem, morbilliformes Exanthem (nur während der Marktüberwachung gemeldet).

Gelegentlich: Urtikaria (häufiger unter parenteraler als unter oraler Gabe).

Selten: Pruritus, Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis, vesikulobullöse Dermatitis, Stevens‑Johnson‑Syndrom, Toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom) (nur während der Marktüberwachung gemeldet).

Nicht bekannt: Akute Generalisierte Exanthematische Pustulose (AGEP).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr selten: Polyarthritis.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Selten: Vaginitis.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Schmerzen an der Injektionsstelle, Thrombophlebitiden an der Injektionsstelle, Abszess an der Injektionsstelle.

Nicht bekannt: Irritationen an der Injektionsstelle.

Überdosierung

Im Falle einer Überdosierung ist mit einem vermehrten bzw. verstärkten Auftreten der oben beschriebenen unerwünschten Wirkungen zu rechnen. Hämodialyse und Peritonealdialyse sind ineffektiv bei der Elimination von Clindamycin aus dem Serum. Ggf. sind supportive Massnahmen zu ergreifen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: J01FF01

Wirkmechanismus

Der Wirkstoff von Clindamycin Sandoz/Clindamycin [phosphat] Sandoz i.v./i.m. ist Clindamycin (7-Chlor-7-desoxy-lincomycin), ein Derivat des aus Streptomyces lincolnensis gewonnenen Lincomycins.

Clindamycin bindet sich an die 50S-Untereinheit bakterieller Ribosomen und hemmt dadurch die Proteinsynthese. Die Wirkung ist primär bakteriostatisch, kann je nach Konzentration und Empfindlichkeit des Erregers aber auch bakterizid sein.

Der Phosphatester ist in-vitro nicht aktiv. In-vivo wird er schnell in die aktive Base Clindamycin hydrolysiert.

Das in-vitro Wirkungsspektrum von Clindamycin umfasst grampositive aerobe sowie grampositive und gramnegative anaerobe Mikroorganismen sowie bestimmte Stämme von Chlamydia trachomatis. Gramnegative Aerobier sind im Allgemeinen nicht empfindlich gegenüber Clindamycin.

Üblicherweise empfindliche Keime

MHK90-Bereich(µg/ml)

Actinomyces sp.

0.5–2

Actinomyces israelii

0.12

Bacillus cereus

1

Bacillus sp.

4

Bacteroides sp.

0.02–2

Bacteroides fragilis

0.20–4

Bifidobacterium eriksonii

0.03–0.1

Clostridium botulinum

4

Clostridium novyi

2

Corynebacterium diphteriae

0.1

Eubacterium sp.

0.4–2

Erysipelothrix rhusiopathiae

0.006–0.012

Eubacterium alactolyticum

0.1

Eubacterium lentum

0.1–0.8

Gardnerella vaginalis

0.06–0.39

Lactobacillus sp.

≤0.24‑4.4

Mobiluncus mulieris

0.06

Mobiluncus curtisii

0.12

Peptococcus

0.1–6.2

Polyphyromonas spp.

≤0.06–0.5

Peptostreptococcus spp.

0.12–4

Prevotella bivia

≤0.03‑≤0.126

Prevotella didiens

≤0.03–0.25

Prevotella m.

≤0.03‑2

Propionibacterium acnes

0.1–0.25

Staphylococcus aureus (methicillin‑empfindliche)

0.12–2

Streptococcus pyogenes (Gruppe B)

≤0.12–0.25

Streptococcus agalactiae (Gruppe B)

≤0.06–0.50

Streptococcus sp. (Gruppe C)

≤0.12–0.5

Streptococcus (Gruppe D, nicht Enterococcus)

≤0.01‑0.09

Streptococcus sp. (Gruppe G)

0.06–0.50

Streptococcus pneumoniae

0.03–0.25

Veillonella

0.06–0.25

Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können

MHK90-Bereich(µg/ml)

Campylobacter fetus

1–1.6

Campylobacter jejunii

0.39–8

Clostridium perfringens

0.25–8

Clostridium ramosum

4–12.5

Flavobacterium sp.

0.5‑8

Fusobacterium spp.

≤0.1‑≥16

Haemophilus sp.

0.2–50

Legionella pneumophilia

<4.0–16

Neisseria gonorrhoeae beta‑lactamase‑positiv

2–16

Nocardia sp.

0.8‑25

Staphylococcus epidermidis

<0.2‑≥50

Yersinia enterocolitica

4.0

Von Natur aus resistente Keime

MHK90-Bereich(µg/ml)

Acinetobacter calcoaceticus

25‑400

Actinobac. actinomycetes

>64

Clostridium difficile

4‑256

Citrobacter sp.

>6.2

Eikenella corrodens

32‑>128

Enterobacter sp.

100‑≥400

Escherichia coli

6.2

Haemophilus influenzae

0.39–12.5

Klebsiella pneumoniae

50‑>400

Listeria

1‑8

Moraxella sp.

100‑≥200

Mycoplasma pneumoniae

4

Neisseria meningitidis

8‑46

Neisseria gonorrhoeae beta‑lactamase‑negativ

4–8

Proteus sp.

50‑>200

Proteus mirabilis

>6.2

Providencia sp.

>6.2

Providencia stuartii

>400

Pseudomonas aeruginosa

>400

Serratia sp.

>6.2

Streptococcus faecalis (Enterococcus)

0.4‑≥100

Ureaplasma urealyticum

6.2‑50

Vibrio alginolyticus

8‑32

Vibrio parahaemolyticus

8‑32

Bei durch mässig empfindliche Keime verursachten Infektionen ist die Durchführung eines Empfindlichkeitstests zu empfehlen, um eine eventuelle Resistenz ausschliessen zu können. Die Empfindlichkeit auf Clindamycin kann anhand von standardisierten Verfahren, wie sie beispielsweise vom Clinical and Laboratory Standards Institute CLSI empfohlen werden, mit Disk- oder Verdünnungstests bestimmt werden. Dabei werden vom CLSI die folgenden Parameter als Empfindlichkeitskriterien empfohlen:

Disktest (2 µg)

Verdünnungstest

Durchmesser(mm)

MHK90(µg/ml)

sensibel

>21

<0.5

intermediär

15‑20

1‑2

resistent

<14

>4‑8

Laborresultate im Dilutionstest oder im standardisierten Disk-Diffusionstest sollten nach folgenden Kriterien interpretiert werden: Mässig empfindliche Keime sind empfindlich bei hoher Dosierung oder wenn die Infektion auf Gewebe und Flüssigkeiten begrenzt ist, in denen hohe Antibiotikaspiegel erreicht werden.

Literaturberichten zufolge hat Clindamycin im Rahmen einer Kombinationstherapie auch eine therapeutische Wirkung bei Infektionen durch manche nicht‑bakteriellen Erreger. Zumeist sehr kleine, nicht nach heutigem Standard durchgeführte Studien deuten auf eine gewisse Wirksamkeit gegenüber Toxoplasma gondii (Erreger der Toxoplasmose Enzephalitis, nur in Kombination mit Pyrimethamin) und Pneumocystis carinii (Pneumonieerreger, nur in Kombination mit Primaquin) hin.

In-vitro erwiesen sich darüber hinaus folgende Erreger als sensibel gegenüber Clindamycin: Bordetella melaninogenicus und Mycoplasma hominis.

Die Resistenzentwicklung gegenüber Clindamycin kann natürlich oder erworben sein.

Zwischen Clindamycin und Lincomycin besteht Kreuzresistenz.

Zwischen Clindamycin, Makrolid-Antibiotika, Linezolid und Chloramphenicol wurde ein Antagonismus nachgewiesen.

In-vitro wurde ein Antagonismus zwischen Clindamycin und Erythromycin gezeigt. Da dies möglicherweise von klinischer Bedeutung ist, sollten die beiden Arzneimittel nicht gleichzeitig angewendet werden. In-vitro wurde darüber hinaus eine verminderte Wirksamkeit von Aminoglycosiden beobachtet, wenn sie zusammen mit Clindamycin verabreicht wurden. Dies konnte jedoch invivo nicht bestätigt werden.

Pharmakokinetik

Nach intravenöser Infusion von 300 mg über 10 min bzw. 600 mg über 20 min werden am Ende der Infusion maximale Serumspiegel von 7 µg/ml bzw. 10 µg/ml erreicht. Tabelle 1 zeigt die durchschnittlichen Serumspitzenkonzentrationen nach Gabe von Clinda­mycin­phosphat. Nach Verabreichung von Clindamycinphosphat alle 8–12 h bei Erwachsenen und alle 6–8 h bei Kindern oder mit i.v. Dauerinfusion können die Clindamycin-Serumspiegel über der in-vitro minimalen Hemmkonzentration für die meisten empfindlichen Mikroorganismen gehalten werden. Der Steady State wird nach der dritten Dosis erreicht.

Tabelle 1: Durchschnittliche Maximaltiter im Steady State bei der parenteralen Behandlung mit Clindamycinphosphat

Dosis

Clindamycin(µg/ml)

Clindamycinphosphat(µg/ml)

300 mg i.v. über 10 min alle 8 h

7

15

600 mg i.v. über 20 min alle 8 h

10

23

900 mg i.v. über 30 min alle 12 h

11

29

1200 mg i.v. über 45 min alle 12 h

14

49

300 mg i.m. alle 8 h

6

3

600 mg i.m. alle 12 h

9

3

Nach intramuskulärer Verabreichung von 600 mg Clindamycinphosphat werden 1 bis 3 h nach Applikation maximale Serumspiegel von 9 µg/ml erreicht.

Absorption

Nach oraler Applikation wird Clindamycin rasch und nahezu vollständig (90%) resorbiert. Nach oraler Applikation von 150 mg werden bei Erwachsenen innerhalb von 45 bis 60 min durchschnittliche Serumspiegel von 2.5 µg/ml erreicht. Nach 3 h bzw. 6 h wurden Serumspiegel von 1.5 µg/ml bzw. 0.7 µg/ml gemessen.

Die Resorption von oral appliziertem Clindamycin wird durch gleichzeitige Nahrungs­aufnahme quantitativ nicht wesentlich beeinflusst. Die Resorption kann jedoch etwas verlangsamt sein.

Eine Kumulation nach oraler Applikation über 14 Tage wurde nicht beobachtet.

Distribution

Clindamycin bindet primär an das saure Alpha-1-Glycoprotein, die Proteinbindung ist konzentrationsabhängig und liegt im therapeutischen Bereich bei 60 bis 94%. Clindamycin dringt leicht in die meisten Körperflüssigkeiten und -gewebe ein. Das Verteilungsvolumen Vdss beträgt 43‑74 l. Im Knochengewebe werden ca. 40% (20‑75%) der Serumkonzentration erreicht, in der Muttermilch 50‑100%, in der Synovialflüssigkeit 50%, im Sputum 30‑75%, in der Peritonealflüssigkeit 50‑90%. Clindamycin passiert jedoch die Blut-Liquor-Schranke nicht, auch nicht im Fall einer Meningitis.

Clindamycin passiert die Placentaschranke und tritt in die Muttermilch über.

Metabolismus

Clindamycin wird relativ extensiv durch die Leber zu Abbauprodukten mit unterschiedlicher antibakterieller Wirksamkeit, wie N‑Dimethyl‑clindamycin (pharmakologisch aktiver als Clindamycin) und Clindamycinsulfoxid (weniger aktiv als Clindamycin) metabolisiert.

Elimination

Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich in Form inaktiver Metaboliten über Galle und Faeces (Q0 = 0.9). Nur ca. ein Viertel der applizierten Dosis wird in Form der Muttersubstanz bzw. pharmakologisch aktiver Metaboliten ausgeschieden (10-20% mit dem Urin, 4% über die Faeces). Die Eliminationshalbwertszeit beträgt 1.5-3.5 h.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Kinder/Jugendliche:

Bei parenteraler Behandlung pädiatrischer Patienten wurden nach der ersten Dosis folgende durchschnittliche Maximalkonzentrationen bestimmt:

Dosis

Clindamycin(µg/ml)

5‑7 mg/kg i.v. über 1 h

10

3‑6 mg/kg i.m.

4

5‑7 mg/kg i.m.

8

Ältere Patienten:

Die Pharmakokinetik von Clindamycin wurde bei Patienten ≥65 Jahre nicht spezifisch untersucht.

Niereninsuffizienz:

Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion ist die Halbwertszeit von Clindamycin verlängert. Bei Patienten mit leichter oder mässiger Niereninsuffizienz wurde die Pharmakokinetik von Clindamycin nicht untersucht.

Clindamycin ist nicht dialysierbar.

Leberinsuffizienz:

Bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion ist die Halbwertszeit verlängert. Bei Patienten mit leichter oder mässiger Leberinsuffizienz wurde die Pharmakokinetik von Clindamycin nicht untersucht.

Präklinische Daten

Karzinogenität, Mutagenität

Tierexperimentelle Langzeitstudien zur Evaluation des karzinogenen Potentials wurden mit Clindamycin nicht durchgeführt. Die durchgeführten Tests zur Genotoxizität beinhalteten einen Micronukleus-Test bei Ratten und einen Ames-Test mit Salmonella. Beide Tests waren negativ.

Fertilitätsstörungen

Fertilitätsuntersuchungen bei Ratten unter oraler Behandlung mit Dosierungen bis zu 300 mg/kg/Tag (entsprechend ungefähr 1.1mal der höchsten für erwachsene Patienten empfohlenen Dosis, basierend auf mg/m²) zeigten keine Effekte auf Fertilität oder Paarungsbereitschaft.

Reproduktionstoxizität

In embryo-foetalen Entwicklungsstudien mit oral angewandtem Clindamycin an Ratten bzw. mit subkutan appliziertem Clindamycin an Ratten und Kaninchen, konnte – ausser in Dosen, welche eine maternale Toxizität bedingten – keine Entwicklungstoxizität festgestellt werden. Die Sicherheitsabstände zu klinischen Expositionen waren jedoch sehr gering.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten (parenterale Applikation) Clindamycin Phosphat Injektionslösung (Clindamycin [phosphat] Sandoz i.v./i.m.)

Folgende Arzneimittel sind chemisch mit Clindamycinphosphat inkompatibel: Ampicillin, Phenytoin-Natrium, Barbiturate, Aminophyllin, Kalziumglukonat und Magnesiumsulfat.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Eine Lösung von 6, 9 oder 12 mg/ml Clindamycin ist in 5% Glukose, 0,9% NaCl oder Ringer-Lactat-Lösung bei Raumtemperatur (15–25 °C) während mindestens 16 Tagen, im Kühlschrank (2–8 °C) während mindestens 32 Tagen und tiefgefroren (–15 °C) während mindestens acht Wochen stabil.

Besondere Lagerungshinweise

Clindamycin [phosphat] Sandoz Injektionslösung

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern lagern.

Clindamycin Sandoz Kapseln

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15–25 °C), vor Licht und Feuchtigkeit geschützt und ausser Reichweite von Kindern lagern.

Zulassungsnummer

59324, 58919 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Stand der Information

Januar 2016.

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