Pursana Feigensirup Mit Sorbitol 200 Ml

Pursana Feigensirup Mit Sorbitol 200 Ml

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Sorbitol, wässriger Flüssigextrakt aus Feigen.

Hilfsstoffe: Konserv.: Kalii sorbas (E 202), Farbstoff: Zuckercouleur (E 150).

Dieses Präparat enthält zusätzlich Hilfsstoffe.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

30 ml Sirup enthalten 21 g Sorbitol und wässrigen Flüssigextrakt aus 5 g Feigen (Verhältnis Droge zu Auszugsmittel: 1 : 2.4-2.9).

30 ml Sirup enthalten 18-23 g verwertbare Kohlenhydrate.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Gelegentliche Obstipation bei Erwachsenen (auch geriatrischen Patienten) und Kindern ab sechs Jahren. Bei allen Erkrankungen, bei denen eine leichte Defäkation mit weichem Stuhl erwünscht ist.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 30 ml, Kinder von 6 bis 12 Jahren: 15 ml.

Da die Ansprechbarkeit individuell unterschiedlich sein kann, gelten die angegebenen Dosierungen als Richtwerte, die vermindert (mindestens 15 ml) werden können. Maximal sollen täglich 30 ml eingenommen werden. Pursana wird am besten morgens oder abends (je nach individueller Reaktion) mit genügend Flüssigkeit (mindestens 1-2 Glas Wasser) eingenommen. Ein graduierter Messbecher (15 ml, 10 ml, 7.5 ml, 5 ml) liegt bei.

Kontraindikationen

Entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn), Ileus, Appendizitis, abdominale Schmerzen unbekannter Ursache, hereditäre Fructose-Intoleranz sowie Störungen des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes. Nicht bei Säuglingen und Kindern unter 6 Jahren anwenden, da das Risiko einer unerkannten Fructose-Intoleranz besteht.

Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirkstoffe oder Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei Auftreten von Durchfällen ist die Dosis zu reduzieren.

Interaktionen

Aufgrund der möglichen Hypokaliämie (insbesondere bei Langzeitgebrauch) sind Interaktionen mit Digitalisglycosiden (Verstärkung der Toxizität), Antiarrhythmica vom Typ I (proarrhythmische Wirkung) und gewissen Antihistaminica wie Terfenadin (Arrhythmien) zu erwarten.

Bei gleichzeitiger Gabe von anderen Arzneimitteln, die eine Hypokaliämie nach sich ziehen (z.B. Diuretica, Corticosteroide und Süssholz), wird diese verstärkt.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft:

Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor.

Es liegen keine hinreichenden tierexperimentellen Studien zur Auswirkung auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Föten und/oder die postnatale Entwicklung vor. Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Stillzeit:

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist kein Risiko für das Kind bekannt.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Hauptsächlich zu Beginn einer Behandlung können folgende unerwünschte Wirkungen auftreten:

Gastrointestinale Störungen:

Gelegentlich bis häufig: Blähungen, Krämpfe oder Diarrhö.

In solchen Fällen ist die Dosierung anzupassen.

Überdosierung

Entsteht ein Durchfall, ist die Dosis zu reduzieren. Werden viel zu grosse Mengen eingenommen, sind die wichtigsten Symptome Krämpfe und schwere Diarrhö mit Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten, die ersetzt werden sollten.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A06AD99

Osmotisches Laxativum.

Wirkungsmechanismus:

Sorbitol ist ein natürlich vorkommender mehrwertiger Alkohol, der industriell hauptsächlich aus Glucose gewonnen wird.

Das im Dünndarm kaum resorbierte Sorbitol wird im Colon durch die intestinale Flora in organische Säuren umgewandelt, was zu einem Absinken des Stuhl-pHs führt. Durch die Erhöhung des osmotischen Druckes wird Wasser gebunden, was zu einem grösseren Stuhlvolumen, einem weicheren Stuhl und somit zu einer erleichterten Stuhlentleerung führt.

Der wässrige Feigenauszug unterstützt die Wirkung des Sorbitols.

Pharmakokinetik

Absorption

Sorbitol wird nur in geringem Ausmass im Dünndarm resorbiert. Gleichzeitig eingenommene Mahlzeiten bzw. andere Zuckerarten können seine Resorption erhöhen.

Metabolismus

Aufgenommenes Sorbitol wird in der Leber hauptsächlich durch das Enzym Sorbitoldehydrogenase in Fructose umgewandelt.

Präklinische Daten

Es sind keine präklinischen Daten vorhanden.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Nicht bekannt.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) in der Originalverpackung aufbewahren. Nach dem Öffnen 2 Monate haltbar.

Das Arzneimittel ist ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Zulassungsnummer

54285 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Max Zeller Söhne AG, 8590 Romanshorn.

Stand der Information

November 2013.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.