Multilind Heilpaste 20 G

Multilind Heilpaste 20 G

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Nystatinum, Zinci oxidum.

Hilfsstoffe: Aromatica, Excipiens ad pastam.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 g Paste enthält: 100’000 U.I. Nystatinum, 200 mg Zinci oxidum.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Hautsoor, Windeldermatitis sowie andere nystatinempfindliche mykotische Hautinfektionen wie Candida-Intertrigo (submammär, inguinal und perianal), Candida-Paronychie, Candida-Interdigitalmykose.

Dosierung/Anwendung

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Empfehlungen:

Multilind Heilpaste 2–3mal täglich, bei Säuglingen nach jedem Wickeln bis maximal 5mal täglich, auf die erkrankten Hautpartien auftragen.

Die Behandlung soll bis zur vollständigen Abheilung der Hautläsion fortgesetzt werden.

Es wird empfohlen, mittels einer Kultur, eines Nativpräparates (mit Zugabe von KOH) oder anderer Massnahmen, die Diagnose einer Candidiasis der Haut zu verifizieren bzw. bei Nichtansprechen die Behandlung zu überprüfen.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit (z.B. Juckreiz, Brennen) auf einen der Wirk- oder Hilfsstoffe des Präparates.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei bestimmungsgemässem Gebrauch sind keine besonderen Vorsichtsmassnahmen zu befolgen.

Interaktionen

Hinweis bei Anwendung im Genital- oder Rektalbereich

Bei gleichzeitiger Anwendung von Multilind Heilpaste und Kondomen kann es zu einer Verminderung der Reissfestigkeit und damit zur Beeinträchtigung der Sicherheit von Kondomen kommen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Daten bei einer begrenzten Anzahl von exponierten Schwangeren zeigten keine unerwünschten Wirkungen von Nystatin auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Föten oder Neugeborenen. Erfahrungen aus epidemiologischen Studien sind nicht vorhanden. Tierexperimentelle Studien zeigten keine reproduktionstoxischen Wirkungen. Da ausserdem Nystatin nach topischer Anwendung kaum resorbiert wird, kann Multilind Heilpaste während der Schwangerschaft angewendet werden, wenn das Arzneimittel eindeutig benötigt wird.

Da Nystatin nach topischer Anwendung auf gesunder Haut kaum resorbiert wird, ist eine Belastung der Muttermilch nicht zu erwarten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt. Es ist unwahrscheinlich, dass die Behandlung mit Multilind Heilpaste eine Auswirkung auf diese Tätigkeiten hat.

Unerwünschte Wirkungen

In seltenen Fällen sind Überempfindlichkeitsreaktionen oder allergische Reaktionen gegen Bestandteile von Multilind Heilpaste möglich. Selten wurden Hautausschlag, Juckreiz beobachtet.

Überdosierung

Eine Überdosierung durch topische Anwendung ist nicht zu erwarten, da Nystatin durch intakte Haut oder Schleimhäute praktisch nicht absorbiert wird.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: D01AA01

Das in Multilind Heilpaste enthaltene Antimykotikum Nystatin wirkt spezifisch gegen Candida albicans (Soor) und verwandte Hefearten, je nach Konzentration fungizid oder fungistatisch.

In vivo werden selten gegen Nystatin resistente Hefen beobachtet.

Nystatin wird an Sterole der Pilzzellmembran gebunden und führt in der Folge zu einer Veränderung der Zellmembranpermeabilität. Dadurch kommt es zu einem Austritt essentieller Bestandteile des Zytoplasmas.

In Konzentrationen von 1,5–6,5 µg/ml hemmt Nystatin in vitro das Wachstum von Pilzen wie Candida, Cryptococcus, Histoplasma und Blastomyces. Nystatin wirkt nicht gegen Bakterien, Protozoen und Viren.

Nystatin ermöglicht eine spezifische Behandlung von Candida-Infektionen der Haut.

Symptomatisch kommt es oft schon innerhalb von 24–72 Stunden nach Behandlungsbeginn zu einer Besserung.

Zinkoxid hat auf der Haut leicht adstringierende und antiseptische Eigenschaften und deckt die wunden Hautstellen ab.

Pharmakokinetik

Bei lokaler Applikation an intakter Haut und Schleimhäuten wird Nystatin praktisch nicht absorbiert.

Angaben über Verteilung, Metabolisierung und Plazentagängigkeit liegen nicht vor.

Zinkoxid wird perkutan resorbiert und durch den physiologischen Zinkstoffwechsel über den Darm ausgeschieden.

Präklinische Daten

Mutagenes und tumorerzeugendes Potenzial

Langzeituntersuchungen am Tier auf ein tumorerzeugendes Potential von Nystatin wurden nicht durchgeführt. Verwertbare Untersuchungsbefunde zur Abschätzung des mutagenen Potentials von Nystatin liegen nicht vor.

Reproduktionstoxizität

Untersuchungen an trächtigen Ratten haben keine Hinweise auf embryo- oder fetotoxische Schäden von Nystatin ergeben.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) und für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Nach Anbruch 6 Monate haltbar.

Zulassungsnummer

42675 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Dermapharm AG, Hünenberg.

Stand der Information

Januar 2015.

Verwendung dieser Informationen

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