Moviprep Eine Anwendung 2 Btl A+2 Btl B
Moviprep Eine Anwendung 2 Btl A+2 Btl B

Moviprep Eine Anwendung 2 Btl A+2 Btl B

29.05 Fr.

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Dieses Medikament gehört zur Abgabekategorie B und ist daher rezeptpflichtig. Wenn Sie von einem Arzt ein Rezept erhalten haben, können Sie uns dieses per Post senden worauf wir Ihnen das Medikament zuschicken werden.Genauere Informationen

Was ist Moviprep und wann wird es angewendet?

Moviprep wird zur Darmreinigung vor klinischen Massnahmen angewendet, die einen sauberen Darm erfordern, beispielsweise vor Untersuchungen des Darms (Endoskopie, Röntgen). Moviprep wirkt, indem es den Darm entleert. Eine erwartete Wirkung bei der Anwendung von Moviprep ist also wässriger Durchfall.

Moviprep soll nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Falls Sie noch andere Medikamente einnehmen (z.B. orale empfängnisverhütende Medikamente), achten Sie darauf, dass Sie diese mindestens 1 Stunde vor der Einnahme von Moviprep oder mindestens 1 Stunde nach der letzten Dosis einnehmen. Damit kann gewährleistet werden, dass diese Arzneimittel nicht zu schnell ausgeschieden werden, wodurch ihre Wirksamkeit beeinträchtigt wäre.

Wann darf Moviprep nicht angewendet werden?    

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Macrogol 3350, einen der anderen Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile von Moviprep sind
  • wenn Ihr Darm nicht vollständig durchgängig ist bzw. wenn Sie an einer Blockade (Obstruktion) im Verdauungstrakt oder an einem Darmverschluss (Ileus) leiden
  • wenn Sie einen Durchbruch (Perforation) in der Wand des Verdauungstrakts haben
  • wenn Sie an einer Störung der Magenentleerung (z.B. Magenatonie) leiden
  • wenn Sie an Darmlähmung leiden (dies kann eine Folgeerscheinung einer Operation im Bauchraum sein)
  • wenn Sie an Phenylketonurie leiden. Phenylketonurie ist eine angeborene Stoffwechselerkrankung, bei der Phenylalanin von Ihrem Körper nicht verarbeitet werden kann. Moviprep enthält Aspartam als Quelle für Phenylalanin.
  • wenn Sie an Glukose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel leiden
  • wenn Sie an einer akuten Dickdarmerweiterung (toxisches Megakolon) infolge chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen wie z.B. Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn leiden

Wann ist bei der Einnahme von Moviprep Vorsicht geboten?

Wenn Sie in schlechtem Allgemein- oder Gesundheitszustand sind oder an einer schweren Erkrankung leiden.

Wenn bei Ihnen folgende Beschwerden vorliegen, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren:

  • wenn Sie Schwierigkeiten oder Beschwerden beim Schlucken von Flüssigkeiten haben und diese gegebenenfalls eindicken müssen
  • wenn Sie Refluxbeschwerden haben (Aufstossen durch Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre)
  • wenn Sie an einer Störung der  Nierenfunktion leiden
  • wenn Sie an Herzschwäche, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzrhythmusstörungen oder Herzklopfen leiden oder Arzneimittel gegen diese Erkrankungen einnehmen
  • wenn Sie an einer Schilddrüsenerkrankung leiden
  • wenn Sie an Flüssigkeitsmangel leiden
  • wenn Sie an einem akuten Schub einer schweren, chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) leiden

Bei Patienten mit Bewusstseinsstörungen sollte Moviprep nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden.

Moviprep hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Wenn Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin mitgeteilt hat, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden, nehmen Sie Moviprep erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ein.

Die Einnahme der zubereiteten Moviprep Lösung ersetzt nicht die reguläre Flüssigkeitszufuhr; diese muss weiterhin gewährleistet sein.

Darf Moviprep während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Da es keine Daten zur Anwendung von Moviprep während der Schwangerschaft gibt, sollte Moviprep nur dann angewendet werden, wenn es der Arzt bzw. die Ärztin für unbedingt erforderlich hält. Von einer Anwendung während der Stillzeit wird abgeraten.

Informieren Sie deshalb unbedingt Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder schwanger sein könnten bzw. wenn Sie stillen.

Wie verwenden Sie Moviprep?

Moviprep ist nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren geeignet.

Dosierung: Erwachsene ab 18 Jahren und ältere Patienten:

Sofern vom Arzt bzw. von der Ärztin nichts anderes verordnet, beträgt die Dosierung 2 Liter (eine Packung). Die Packung enthält zwei Beutel, die je 1 Sachet A und B beinhalten. Der Inhalt eines Sachets A und eines Sachets B reicht zur Erstellung von 1 Liter Moviprep-Lösung.

Der Inhalt beider Sachets (A und B) muss zusammen mit Wasser aufgelöst werden, so dass es 1 Liter Flüssigkeit ergibt.

Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin wird Ihnen genau erklären, wie Sie Moviprep einnehmen müssen. Die Behandlung mit Moviprep muss mindestens 1 Stunde vor der diagnostischen Untersuchung beendet sein.

Die Einnahme kann entweder als geteilte oder als Einzeldosis wie unten beschrieben erfolgen

  1. Geteilte Dosis: Einen Liter Moviprep am Vorabend und einen Liter Moviprep am frühen Morgen des Untersuchungstags.
  2. Einzeldosis: Zwei Liter am Vorabend oder zwei Liter am Morgen des Untersuchungstages.

Bei der geteilten Dosis und der Einzeldosis, die am Abend vor der Untersuchung eingenommen wird, sollte mindestens eine Stunde zwischen dem Ende der Einnahme von Flüssigkeit (Moviprep oder klare Flüssigkeit) und dem Beginn der Koloskopie liegen.

Bei der Einzeldosis, die am Morgen der Untersuchung eingenommen wird, sollten mindestens 2 Stunden zwischen dem Ender der Einnahme von Moviprep und mindestens eine Stunde zwischen dem Ende der Einnahme von jeglicher klarer Flüssigkeit und dem Beginn der Koloskopie liegen.

Zusätzlich muss während der Anwendung von Moviprep ein weiterer Liter klare Flüssigkeit wie Wasser, klare Suppe, Fruchtsaft (ohne Fruchtfleisch), limonadenhaltige Getränke, Tee oder Kaffee (ohne Milch) getrunken werden.

Sie sollten entsprechend Zeit einplanen, um zum Ort der Koloskopie zu gelangen.

Wichtig: Von Beginn der Einnahme von Moviprep bis zum Abschluss der geplanten Untersuchung dürfen Sie keine feste Nahrung zu sich nehmen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Zubereitung der Lösung

  • Öffnen Sie einen durchsichtigen Beutel und nehmen Sie die Sachets A und B heraus
  • Füllen Sie den Inhalt je eines Sachets A und B in einen 1-Liter-Behälter
  • Geben Sie Wasser in den Behälter, um einen Liter Moviprep-Lösung zu erhalten, und rühren Sie solange, bis das ganze Pulver aufgelöst ist und die Moviprep Lösung klar oder leicht trüb ist. Dieser Vorgang kann bis zu fünf Minuten dauern.

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Trinken der Lösung

Trinken Sie den ersten Liter Moviprep innerhalb von ein bis zwei Stunden. Versuchen Sie, alle 10 bis 15 Minuten ein Glas Moviprep zu trinken.

Bereiten Sie den zweiten Liter Moviprep-Lösung aus den Beuteln A und B des verbleibenden Umbeutels zu. Dann trinken Sie die Lösung in gleicher Weise.

Trinken Sie in diesem Zeitraum einen weiteren Liter klare Flüssigkeit, um grossen Durst und eine Austrocknung des Körpers zu vermeiden. Mögliche Getränke sind Wasser, klare Suppen, Fruchtsaft (ohne Fruchtfleisch), limonadenhaltige Getränke, Tee oder Kaffee (ohne Milch). Diese Getränke können Sie bis spätestens eine Stunde vor der Untersuchung zu sich nehmen.

Nach der Einnahme der Lösung

Wenn Sie mit dem Trinken der Lösung beginnen, sollten Sie sich in der Nähe einer Toilette aufhalten. Plötzlich wird wässriger Durchfall eintreten. Dies ist ganz normal und zeigt, dass Moviprep wirksam ist. Der Durchfall wird bald nach dem Sie die Lösung fertig getrunken haben, aufhören.

Im Falle einer starken Überdosierung oder bei starkem Durchfall sind unterstützende Massnahmen, wie Zufuhr einer genügenden Menge an Flüssigkeit, z.B. Fruchtsaft, in der Regel ausreichend.

Welche Nebenwirkungen kann Moviprep haben?

Durchfall ist eine normale Wirkung von Moviprep.

Sehr häufige Nebenwirkungen:

Beschwerden im Analbereich, Bauchschmerzen*, Blähbauch (abdominale Aufblähung)*, Abgeschlagenheit und Übelkeit*, Fieber.

Häufige Nebenwirkungen:

Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Erbrechen*, Verdauungsstörungen*, Muskelzittern/Frösteln, Durst, Hunger.

Gelegentliche Nebenwirkungen:

Unwohlsein, Schluckbeschwerden*, veränderte Leberfunktionstests.

Nicht bekannt:

Allergische Reaktionen einschliesslich anaphylaktische Reaktionen, Atemnot, Krampfanfälle im Zusammenhang mit sehr niedrigem Natriumspiegel im Blut, vorübergehende Blutdruckerhöhung, unregelmässiger Herzschlag oder Herzklopfen, Flüssigkeitsmangel (Dehydratation), Blähungen, Brechreiz, Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötung, Störungen im Elektrolythaushalts, erhöhte Kalziumkonzentration im Blut, verminderte Bikarbonat-, Kalzium-, Phosphat- sowie Kalium- und Natriumkonzentration im Blut [die beiden letztgenannten Störungen treten häufiger bei Patienten auf, die nieren-beeinträchtigende Medikamente wie beispielsweise ACE-Hemmer und Diuretika zur Behandlung von Herzkrankheiten einnehmen, (in schwerwiegenden Fällen von sehr niedrigem Natriumspiegel im Blut können bei Patienten Krampfanfälle auftreten)] sowie Änderungen der Chloridkonzentration im Blut.

* Diese Symptome bessern sich gewöhnlich teilweise, wenn die Einnahme von Moviprep langsamer erfolgt oder unterbrochen wird.

Diese Reaktionen treten normalerweise nur während der Anwendung auf; sollten sie länger anhalten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Massnahmen, wenn Sie betroffen sind:

Wenn Sie von einem der nachfolgend genannten Symptome betroffen sind, nehmen Sie Moviprep nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin möglichst umgehend auf.

  • Hautausschlag oder Juckreiz
  • Schwellungen des Gesichts, der Knöchel oder anderer Körperteile
  • Herzrasen
  • sehr starke Müdigkeit
  • Atemnot

Wenn Sie innerhalb von sechs Stunden nach der Einnahme von Moviprep noch keinen Stuhlgang haben, nehmen Sie Moviprep nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin möglichst umgehend auf.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Moviprep darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Moviprep muss in seiner Originalpackung bei Raumtemperatur (15 °C-25 °C) und für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Ist die Trinklösung einmal zubereitet, kann sie in einem verschlossenen oder zugedeckten sauberen Gefäss bei Raumtemperatur (15 °C-25 °C) oder im Kühlschrank (bei 2 °C-8 °C) aufbewahrt werden. Die Lösung nicht einfrieren.

Die zubereitete Lösung sollte innerhalb von 24 Stunden aufgebraucht werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Moviprep enthalten?

1 Sachet A enthält: 100 g Macrogolum 3350; 7,5 g wasserfreies Natriumsulfat; 2,691 g Natriumchlorid; 1,015 g Kaliumchlorid.

Süssstoffe: Aspartam (E951), Acesulfam-K (E-950); Aromatica.

1 Sachet B enthält: 4,7 g Ascorbinsäure, 5,9 g Natriumascorbat.

Die Konzentration der Elektrolyte nach dem Zusammenmischen der beiden Sachets zu 1 Liter Lösung ist wie folgt:

Natrium 181,6 mmol/l (davon ist maximal 56,2 mmol resorbierbar).

Sulfat 52,8 mmol/l.

Chlorid 59,8 mmol/l.

Kalium 14,2 mmol/l.

Ascorbat 29,8 mmol/l.

Zulassungsnummer

57900 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Moviprep? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packung mit 2 Sachets A und 2 Sachets B.

40 Packungen mit je 2 Sachets A und 2 Sachets B.

Zulassungsinhaberin

Norgine AG, 4132 Muttenz.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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