Motilium 10mg 20 Lingualtabletten
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Motilium 10mg 20 Lingualtabletten

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Dieses Medikament gehört zur Abgabekategorie C und ist daher apothekenpflichtig: entweder Sie holen das Medikament persönlich in der Apotheke ab (dafür brauchen Sie kein Rezept) oder Sie senden uns ein Rezept eines Arztes damit wir Ihnen das Medikament zuschicken können.Genauere Informationen

Was ist Motilium lingual Gastrosan und wann wird es angewendet?

Motilium lingual Gastrosan dient zur symptomatischen Behandlung von Übelkeit und Erbrechen.

Was sollte dazu beachtet werden?

Im Zusammenhang mit der Einnahme von Domperidon können einige seltene Nebenwirkungen auftreten, die es erforderlich machen, die Behandlung sofort abzubrechen und unverzüglich einen Arzt zu kontaktieren. Detaillierte Angaben finden sich im Abschnitt «Welche Nebenwirkungen kann Motilium lingual Gastrosan haben?».

Wann darf Motilium lingual Gastrosan nicht eingenommen werden?

Sie dürfen Motilum lingual Gastrosan nicht anwenden:

  • wenn Sie allergisch (überempfindlich) sind gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Inhaltsstoffe (z.B. Hautausschlag, Juckreiz, Kurzatmigkeit oder Gesichtsschwellungen).
  • wenn Sie an einer Erkrankung der Hirnanhangsdrüse, genannt Prolaktinom, leiden.
  • bei schweren Magen-Darmkrankheiten (Blutungen, mechanischem Darmverschluss oder Darmdurchbruch). Solche Erkrankungen können sich in Form von schweren Bauchkrämpfen oder anhaltend dunklem Stuhl bemerkbar machen.
  • wenn Sie eine Lebererkrankung haben oder hatten.
  • wenn Ihr EKG (Elektrokardiogramm) auf ein Herzproblem hinweist, das als ‚verlängertes QT-Intervall' bezeichnet wird.
  • wenn Sie ein Problem haben oder hatten, bei dem Ihr Herz das Blut nicht so gut durch den Körper pumpen kann, wie es sollte (Herzinsuffizienz).
  • wenn  Sie ein Problem haben, bei dem Ihr Kalium- oder Magnesiumspiegel erniedrigt ist oder der Kaliumspiegel in Ihrem Blut erhöht ist.
  • wenn Sie gleichzeitig folgende Arzneimittel anwenden, die das Leberenzym CYP3A4 hemmen, den Metabolismus anderer Arzneimittel im Körper verlangsamen oder Ihren Herzrhythmus beeinträchtigen können:
    • gewisse Arzneimittel (sog. Azol-Antimykotika) zur Behandlung von Pilzinfektionen wie z.B Itraconazol, Ketoconazol, Pasoconazol oder Voriconazol.
    • gewisse Antibiotika wie Erythromycin, Clarithromycin, oder Telithromycin, welche gegen bakterielle Infektionen eingesetzt werden.
    • bestimmte Arzneimittel gegen Infektionen mit dem HIV-Virus (HIV-Proteinase-Hemmer) wie Ritonavir oder Saquinavir.
    • Telaprevir, ein Arzneimittel gegen Infektionen mit dem Hepatitis-C-Virus.

Motilium lingual Gastrosan Schmelztabletten sind für Kinder unter 12 Jahren sowie für Erwachsene und Jugendliche, die weniger als 35 kg wiegen, nicht geeignet.

Wann ist bei der Einnahme von Motilium lingual Gastrosan Vorsicht geboten?

Wenn Sie älter als 60 Jahre sind, sollten Sie vor der Einnahme von Motilium Ihren Arzt bzw. Ärztin um Rat fragen.

Wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel (auch Präparate aus Heilpflanzen) einnehmen, müssen Sie dies unbedingt mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Apotheker/Ihrer Apothekerin besprechen, da Motilium lingual Gastrosan bei der gleichzeitigen Einnahme von Arzneimitteln, die ein bestimmtes Eiweiss, das Leberenzym CYP3A4 beeinflussen, zu Wechselwirkungen führen kann.

Sie sollten Ihren Arzt oder Apotheker resp. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren, wenn Sie früher Probleme mit dem Herzen hatten oder aktuell an einer Herzkrankheit leiden, einschliesslich Herzinsuffizienz (Herzschwäche), Herzinfarkt, Angina pectoris (Herzenge) oder Herzrhythmusstörungen (schneller, langsamer oder unregelmässiger Herzschlag).

Falls Sie während der Behandlung einen abnormalen Herzrhythmus feststellen, sollten Sie die Behandlung mit Motilium lingual Gastrosan beenden und umgehend IhrenArzt/Ihre Ärztin aufsuchen.

Patienten mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Herzrhythmusstörungen (QT-Verlängerung) sollten mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin sprechen, bevor Sie Motilium lingual Gastrosan einnehmen.

Motilium lingual Gastrosan Schmelztabletten sollten bei Patienten mit Lebererkrankungen nicht angewendet werden.

Bei Patienten mit einer Nierenerkrankung wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin evtl. eine Dosisanpassung vornehmen, insbesondere dann, wenn Sie Motilium lingual Gastrosan über einen längeren Zeitraum einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die die Magensäure vermindern. Motilium lingual Gastrosan Schmelztabletten sollten nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln, welche die Magensäure vermindern, eingenommen werden. Nehmen Sie Motilium lingual Gastrosan Schmelztabletten vor und das Arzneimittel gegen die Magensäure nach der Mahlzeit ein.

Die Schmelztabletten enthalten Aspartam und sind für Patienten mit einem Risiko für Hyperphenylalaninämie nicht geeignet.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Anticholinergika (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien, Asthma, Inkontinenz, Magendarmkrämpfen, Muskelspasmen, Depression oder Schlafstörungen, beispielsweise Dextromethorphan oder Diphenhydramin) einnehmen, da diese Motilium beeinflussen könnten.

Lenken Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie sich müde, schläfrig oder schwindlig fühlen, nachdem Sie Ihr Medikament eingenommen haben.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker resp. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen oder bakteriellen Infektionen, Herzproblemen, Malaria, AIDS/HIV, Depressionen, psychischen Erkrankungen, Magen-Darm-Problemen, Krebserkrankungen, Schmerzen oder Abhängigkeit nehmen.
  • Aprepitant nehmen, ein Arzneimittel zur Linderung von Übelkeit im Zusammenhang mit einer Chemotherapie.

Ihr Arzt resp. Ihre Ärztin wird entscheiden, ob diese Arzneimittel zusammen mit Motilium lingual Gastrosan eingenommen werden können oder ob Sie engmaschig auf das Auftreten von Herzproblemen überwacht werden müssen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen.

Darf Motilium lingual Gastrosan während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Schwangerschaft

Es ist nicht bekannt, ob eine Anwendung von Motilium während der Schwangerschaft schädlich ist. Wenn Sie schwanger sind oder meinen, schwanger zu sein, fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, der bzw. die entscheiden wird, ob Sie Motilium einnehmen können.

Stillzeit

Geringe Menge von Motilium wurden in der Muttermilch festgestellt. Die Anwendung bei stillenden Müttern wird daher nicht empfohlen.

Wie verwenden Sie Motilium lingual Gastrosan?

Motilium lingual Gastrosan wirkt am besten, wenn Sie das Arzneimittel 15-30 Minuten vor den Mahlzeiten und falls nötig vor dem Schlafengehen einnehmen.

Die folgenden Dosen sind Richtdosen und können von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin auf Ihre persönlichen Bedürfnisse angepasst werden.

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre, die mehr als 35 kg wiegen:

1 Schmelztablette zu 10 mg 3× täglich vor dem Essen.

Motilium lingual Gastrosan sollte ununterbrochen nicht länger als eine Woche eingenommen werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn die Übelkeit und das Erbrechen bei Ihnen länger als eine Woche anhalten

Kinder unter 12 Jahren, Erwachsene und Jugendliche, die weniger als 35 kg wiegen

Motilium lingual Gastrosan Schmelztabletten sind für Kinder unter 12 Jahren, Erwachsene und Jugendliche, die weniger als 35 kg wiegen nicht geeignet.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Motilium lingual Gastrosan haben?

Beenden Sie sofort die Behandlung mit Domperidon und wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt/ Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen eine der unten aufgeführten unerwünschten Nebenwirkungen eintritt.

Sehr selten (bei weniger als 1 von 10'000 Patienten festgestellt):

  • Krämpfe
  • Schwindelgefühl
  • unkontrollierte Bewegungen des Gesichts oder der Arme und Beine, starkes Zittern, extreme Muskelsteifheit oder Muskelspasmen
  • allergische Reaktion, die kurz nach der Verabreichung auftreten kann und sich in Form von Hautausschlag, Juckreiz, Kurzatmigkeit und/oder einem geschwollenen Gesicht äussert
  • starke Überempfindlichkeitsreaktion, die kurz nach der Verabreichung auftreten und sich neben anderen Symptomen in Form von Nesselausschlag, Juckreiz, Erröten, Ohnmacht und Schwellungen der Hände, Füsse, des Gesichtes oder im Bereich des Kehlkopfes äussern kann, die zu Schluck- und Atemproblemen führen können
  • Herzrhythmusstörungen
  • Plötzlicher Tod aufgrund eines plötzlichen Verlusts der Herzfunktion insbesondere bei Personen, die vorher möglicherweise eine Herzkrankheit hatten

Andere unerwünschte Nebenwirkungen, die mit Motilium festgestellt wurden, sind unten aufgeführt:

Häufig (bei mindestens 1 von 100, aber weniger als 1 von 10 Patienten festgestellt):

  • trockener Mund

Gelegentlich (bei mindestens 1 von 1000, aber weniger als 1 von 100 Patienten festgestellt):

  • Angstzustände
  • Verlust des Interesses an Sex oder verringertes Interesse an Sex
  • Kopfschmerzen
  • Schläfrigkeit
  • Durchfall
  • Ausschlag
  • Juckreiz
  • Schmerzen oder Druckempfindlichkeit der Brust
  • Milchausfluss aus den Brüsten
  • allgemeines Schwächegefühl

Selten (bei mindestens 1 von 10'000, aber weniger als 1 von 1000 Patienten festgestellt):

  • geschwollene Brüste
  • Aufhören der Menstruation bei Frauen

Sehr selten (bei weniger als 1 von 10'000 Patienten festgestellt):

  • Nesselausschlag
  • Erregtheit
  • Nervosität
  • Unfähigkeit zu urinieren
  • Erhöhter Prolaktinspiegel

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Ihre Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und vor Licht geschützt aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Spezielle Handhabung:

Motilium lingual Gastrosan ist eine sich schnell auflösende Schmelztablette. Die Schmelztablette wird auf die Zunge gelegt, worauf sie sofort zerfällt und dann mit dem Speichel geschluckt werden kann. Flüssigkeitszufuhr ist für die Einnahme von Schmelztabletten nicht notwendig. Da die schnell zerfallenden Schmelztabletten zerbrechlich sind, dürfen Motilium lingual Gastrosan Schmelztabletten nicht durch den Blister gedrückt werden, da sie sonst beschädigt würden. Motilium lingual Gastrosan Schmelztabletten werden folgendermassen aus dem Blister genommen:

  • Folienecke an der Markierung abziehen (Abb. 1)
  • die Folie vollständig entfernen (Abb. 2)
  • Blister biegen (Abb. 3)
  • die Schmelztablette entnehmen (Abb. 4)

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Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Ihre Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Motilium lingual Gastrosan enthalten?

1 Schmelztablette Motilium lingual Gastrosan enthält als Wirkstoff 10 mg Domperidon; Hilfsstoffe: Aspartam, Aromastoffe, weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

57672 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Motilium lingual Gastrosan? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.

Motilium lingual Gastrosan Schmelztabletten: Packung mit 20 Schmelztabletten.

Zulassungsinhaberin

Janssen-Cilag AG, Zug, ZG.

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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